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Welche Ausbildung haben Türsteher?

An ihnen scheiden sich die Geister: Türsteher – aggressive Draufschläger oder wachsames Sicherheitspersonal? Wie man überhaupt Türsteher wird, was man dann als solcher zu hören bekommt und welche Unterschiede und Entwicklungen es in der Ausbildung gibt, hat Carina bei der Sicherheitsfirma Plus-Secur und der Industrie- und Handelskammer nachgefragt.



Simulation von Gewalt

Massenschlägerei vor der Freiburger Jugendherberge. Etwa zehn Türsteher in Zivil gehen gut gelaunt aufeinander los, brüllen und beschimpfen sich. Vier weitere tragen Security-Jacken. Sie schreiten ein, bemühen sich, die Situation zu klären. Übung für den Ernstfall.

Zweimal im Jahr veranstalten Karsten Griesshammer (29, Bild unten rechts) und Florian Hunger (29) von der Sicherheitsfirma Plus-Secur Fortbildungen für ihre Mitarbeiter; mit dabei sind auch ein Kampfsporttrainer und Ausbilder von Polizei und Militär. Abendliche Szenen werden hier möglichst plastisch nachgestellt, Karsten gibt klare Anweisungen: „Eingang einer Disco. Junggesellenabend eines Hockey-Teams. Alle sind sturzbesoffen und schon bei drei Clubs abgewiesen worden, die wollen nun mit allen Mitteln hier rein. Zeigt mal, was ihr da macht.“ Den Jungs, die die Hockeyspieler geben, macht es sichtlich Spaß, mal die Seite zu wechseln. Sie prollen, pöbeln mit Genuss, „Ihr Affen!“ ruft einer den Kollegen grinsend zu. In diesem Fall kommen die zwei Türsteher gegen die Menge nicht an. In der Lagebesprechung erklärt Karsten, was hätte besser gemacht werden können.



Nächste Szene: Während einer Open-Air-Veranstaltung wird jemand blutend und bewusstlos aufgefunden. Die Türsteher schnappen sich die Sanitäterbox und kümmern sich erst einmal um den Verletzten. Schnell bildet sich eine Traube von neugierigen Umstehenden, die gaffen, stören, auch mal beleidigend werden. Es kommt zur doppelten Belastung: die Verfassung des am Boden Liegenden muss durch routinierte Schnell-Checks festgestellt, er vielleicht direkt behandelt werden. Zugleich gilt es, nach außen zu beruhigen.

Was Karsten im Vorfeld mit „gezieltem Überfordern“ gemeint hat, wird klar, als zur Situation auch noch eine Messerstecherei kommt. Nun gilt es, im Bruchteil von Sekunden Gefahren abzuwägen, Entscheidungen zu fällen, Prioritäten zu setzen. In der Runde wird im Anschluss rege diskutiert. Es geht um Fragen wie die, wann und ob ein Messer den Einsatz des Schlagstocks rechtfertigt, ob man sich erst um den Verletzten kümmert oder erst den Täter unschädlich macht, wieweit man sich überhaupt selbst in Gefahr begeben muss.




Neben den konkreten Situationen werden an diesem Tag auch einzelne Griffe geübt, der Umgang mit Handschellen und Schlagstock oder wie man sein Gegenüber bewegungsunfähig macht. Trainiert werden aber ebenso Erste Hilfe und Brandschutz. Die Türsteher müssen genau wissen, wie mit einem Verletzten umzugehen ist und im Falle eines Feuers vorgegangen wird. „Das ist besonders in Freiburg wichtig, wo die meisten Clubs im Keller liegen“, erklärt Karsten.

Distanz vom Prügel-Image

Er hat die Sicherheitsfirma Plus-Secur, die die Türsteher in der Jackson Pollock Bar und im Kamikaze stellt und auch große Einzelveranstaltungen betreut, im Jahr 2000 mit einem Bekannten gegründet. Karsten selbst arbeitet neben dem Biologie-Studium beim Roten Kreuz, Florian Hunger, der das Unternehmen heute mit ihm leitet, ist hauptberuflich Lehrer – Hintergründe, die das Konzept der Firma entscheidend geprägt haben. Sie will sich klar abgrenzen vom Schläger-Image, das in Freiburg nicht zuletzt im Zuge der Türsteher-Prozesse um den Funpark genug Nahrung erhalten hat.


Zwar können die meisten der 18 Angestellten Kampfsporterfahrung vorweisen; dem Klischee vom muskelspielenden Zweimetermann, der statt Grips eine Lizenz zum Schlagen hat, mögen sie aber trotzdem nicht entsprechen. Fast alle sind Studenten oder haben bereits einen Hochschulabschluss. „Trotzdem halten uns die meisten für dumme Waldschrate“, erklärt Benni (24), der Geschichte und Englisch auf Lehramt studiert.




Auch Alex Miske (Bild oben), der jüngste Neuzugang, blickt auf drei Jahre Boxtraining zurück und wird nach Ende seiner Ausbildung zum Rettungsassistenten ein Medizinstudium beginnen. Anfangs war er gar nicht begeistert von der Idee, Türsteher zu werden. „Wie, einer von den Halbaffen?“ sei sein erster Gedanke gewesen, als er darauf angesprochen wurde. Nun steht der 23-Jährige aber doch am Eingang zur Jackson Pollock Bar. Es ist sein dritter Einsatz, und Benni beobachtet ihn genau.

Denn leicht ist es nicht, bei Plus-Secur eingestellt zu werden. Nach einem Vorstellungsgespräch, bei dem Eloquenz ebenso zählt wie das äußere Erscheinungsbild, müssen die Anwärter dreimal Probe arbeiten und werden dabei von mehreren Mentoren bewertet. Für Alex sieht es gut aus. Sein Verhalten ist souverän und freundlich: Er begrüßt die Gäste, fragt nach Ausweisen, weist mit ruhiger Stimme auf die Kasse hin, wenn sich jemand ohne zu zahlen durchschmuggeln will.




„Sicheres Auftreten und Ausstrahlung sind unabdingbare Voraussetzungen“, sagt Benni, der seit vier Jahren als Türsteher arbeitet. Das schlechte Image, das seinem Job anhaftet, bekommt er ständig zu spüren; an Bezeichnungen wie „Wichser“ oder „Hau-Drauf-Hauptschüler“ hat er sich längst gewöhnt. „Für viele ist es inzwischen fast zu einer Art Sport geworden, Türsteher zu provozieren. Immer mehr Leute versuchen, unsere Grenzen auszutesten.“ 95 Prozent des Jobs bestünden dabei aus Reden: „Schlichten, ruhig zureden, Gas rausnehmen“, erklärt Benni. Nur in Härtefällen komme es auf die körperliche Stärke an.

Prüfung zum Türsteher

Alex hat seine anfängliche Skepsis revidiert. Geschehnisse wie etwa im Funpark sieht er in der gängigen Praxis vieler Clubs begründet, die Türsteher selbst zu stellen, anstatt auf professionelle Sicherheitsfirmen zurückzugreifen. „Leute aus dem eigenen Haus müssen keinerlei Ausbildung vorweisen“, erklärt er. Bei externen Unternehmen wie Plus-Secur dagegen wird von jedem Beschäftigten eine sogenannte Sachkundeprüfung abverlangt. Bundesweit nimmt sie die Industrie- und Handelskammer vor, geprüft werden dabei schriftlich und mündlich unter anderem Rechtsgrundlagen (auch Datenschutzrecht und Waffenkunde) und Kenntnisse der Sicherheitstechnik – aber ebenso der Umgang mit Menschen, das Verhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken.

„Die Sachkundeprüfung ist im Grunde eine Art Führerschein, mit der nachgewiesen wird, dass das Sicherheitspersonal vor allem in rechtlichen Fragen sachkundig und qualifiziert ist“, erklärt Stephan Kammerer, Referent für Aus- und Weiterbildung der IHK Karlsruhe. „Früher war es ein schwarzes Gewerbe.“ Vormals mussten Anwärter lediglich an einer Unterrichtung teilnehmen, erst seit Februar 2003 gibt es nun die Prüfung.

Dass diese heute durchaus zum Stolperstein werden kann, zeigen die Durchfallquoten: In Karlsruhe, wo auch die Sicherheitskräfte aus Freiburg geprüft werden, sind im vergangenen Jahr 47,2 Prozent der insgesamt 447 Teilnehmer an der schriftlichen, 10,1 Prozent an der mündlichen Prüfung gescheitert. Ein klarer Aufwärtstrend zeige sich beim Anteil der weiblichen Bewerber, so Kammerer. Körperliche Voraussetzungen spielten keine Rolle, das Spektrum der Anwärter sei denkbar breit gestreut – „von der Ärztin bis zum Bodybuilder.“ Auch ganz allgemein tue sich im Bewachungsgewerbe gegenwärtig einiges: „Es gibt nun Ausbildungsberufe, Weiterbildungsabschlüsse, Aufstiegsqualifizierungen. Da wird sich in Zukunft noch so manches bewegen.“

Dass indes nur die bei externen Sicherheitsunternehmen angestellten Türsteher die Sachkundeprüfung ablegen müssen, hat seine Ursache im Bürgerlichen Gesetzbuch. „Es ist die Interpretation einer rechtlichen Situation und insofern unstrittig“, erklärt Kammerer. „Ich kann mich und mein Eigentum privat schützen lassen, von wem ich will.“ Auf der Website der IHK Karlsruhe wird die Lage wie folgt erklärt: „Angestellte in einem Kaufhaus, die die Aufgabe haben auf die Waren aufzupassen, bewachen keine fremden Gegenstände. Angestellte einer Diskothek, die dort als ‚Türsteher’ tätig sind, bewachen ebenfalls kein fremdes Gebäude - folglich liegt keine Tätigkeit im Sinne des § 34 a GewO vor.“

Auch wenn die Situation gesetzlich klar geregelt ist: Für viele Türsteher bedeutet die Sachkundeprüfung einen entscheidenden Unterschied. „Viele, die die Prüfung nicht gemacht haben, kennen ihre Grenzen nicht und haben etwa in Rechtsfragen große Wissenslücken“, erklärt Alex.




Für ihn und seine Kollegen bleibt es an diesem Abend in der Jackson Pollock Bar zumeist ruhig. Die Türsteher an Vorder- und Hintereingang sind per Funkgerät ständig in Kontakt, falls eine Seite Verstärkung braucht. Einmal wird davon Gebrauch gemacht, auf der Theatertreppe ist eine kleine Rangelei ausgebrochen. Ansonsten bringt der Abend lediglich ein bisschen gediegene Empörung („Seh ich etwa nicht aus wie 20?“), tollpatschige Unschuld („Oh, Kasse?“) und gereizte Bemerkungen von einigen offenkundig Alkoholisierten, die nicht hereingelassen werden.

„Die Leute, die Stress machen, sind grundsätzlich betrunken“, erklärt Benni. „Aber allgemein ist das Publikum im Kamikaze und in der Jackson Pollock Bar ganz angenehm.“ Zur Wehr setzen müssten sich die Türsteher oft eher gegen Schmeicheleien denn gegen Handgreiflichkeiten: „Viele Mädels glauben, mit einem netten Augenaufschlag umsonst reinzukommen.“ Immerhin: Es bleiben die einzigen Schläge des Abends.



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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 48
mo
Donnerstag, 08.05.08 09:36
 

Türsteher in der Pollock Bar....vor nem Jahr war das auch noch nicht notwendig gewesen! Arm

moskito
Donnerstag, 08.05.08 09:37
 

Interessant und informativ, danke schön.

P.S. Seit wann gibt's denn in der Jackson Pollock Bar Türsteher? Also zu meiner Zeit gab's sowas nicht, dann hätte ich auch niemals den superschicken Ledersessel klauen können...

Krokro
Donnerstag, 08.05.08 09:40
 

Ja, schön positiv dargestellt. Schade nur, dass an den Türen des Freiburger Nachtlebens solche wie im Artikel beschriebenen Türsteher meist nicht vorzufinden sind...

derSchecker
Donnerstag, 08.05.08 09:43
 

ja geht doch - spannender Artikel!!

weiter so

Nerull
Donnerstag, 08.05.08 09:56
 

Ein richtig guter Artikel. Ich hatte von dem thema echt keine Ahnung und hab auch nie drüber nachgedacth

Gut gemacht!

Schlägertrupp mit Samthandschuhen
Donnerstag, 08.05.08 10:31
 

Hier zwei Gerichtsverhandlungen mit Türstehern als Angeklagte in der nächsten Woche:

Dienstag, 13.05.2008, 14:30 Uhr, Saal V, Amtsgericht Freiburg

Donnerstag, 15.05.2008, 8:30 Uhr, Saal III, Amtsgericht Freiburg

Buddy
Donnerstag, 08.05.08 10:51
 

Ich finde die ganze Ausbildung total überzogen. Wenn fast die Hälfte bei der Prüfung durchfällt dürfen bald nur noch Studenten an der Tür stehen. Es wird immer schwieriger ohne Abitur nen Job zu finden.

Nilpferd
Donnerstag, 08.05.08 11:05
 

Eine schöne Mär vom "freundlichen Türsteher". Wie im Artikel schon erwähnt, nutzt es wenig, wenn auf die gut ausgebildeten Türsteher nicht Rückgriff genommen wird. Würden sich die Clubs auch überhaupt nicht leisten wollen - die akquirieren ihre eigenen Leute für'n "Appel und ein Ei". Crash, Walfisch, Keller und wie sie alle heißen, vor deren Türen stehen ganz sicher nicht die oben beschriebenen Türsteher, sondern "handverlesenes" Personal, welches oftmals richtig geil auf Streitigkeiten ist und bei denen die Fäuste sehr, sehr locker liegen.

Blaue Augen zum Dumping-Preis.

halbsodoppelt
Donnerstag, 08.05.08 11:21
 

Die kommen aber wirklich nur bei der Jackson Pollock Bar und dem Kamikaze zum Einsatz oder ?

ich fände sowas bei anderen Clubs mal angenehm ...
ich komm zwar eigentlich immer überall rein, aber die sind einfach meistens so derbe unfreundlich, oder wenn man dann den Umgang mit irgendwelchen andern sieht ^^

der Türsteher von der Nachtschicht geht mir z.B. auf den Sack ^^
richtig unfreundlich - naja geh da eh nicht so oft hin ...

der Gockelhahn
Donnerstag, 08.05.08 11:26
 

Ich find die Türsteher beim Kamikaze aber ehrlichgesagt auch viel lässiger bzw. besser, also die kommen wenigstens nicht so "Gleich gib ich dir eins auf die Fresse wenn du mich schief anguckst!"-rüber, im Gegensatz zu andern Clubs.

Passant
Donnerstag, 08.05.08 12:04
 

@nilpferd

warst du schon mal im crash oder im walfisch???Zumindest die Türsteher im Crash sind sehr freundlich und bleiben auch ruhig wenn total Besoffene sie dumm anmachen... Bin oft da und habe sie nie unfreundliu herlebt bis auf eine einzige Ausnahme als n Nazi ne Bierflasche in die Menge geworfen hat....aber dann..selbst schuld!

svm: stich^^

Nilpferd
Donnerstag, 08.05.08 12:21
 

@passant:

Freilich, sonst könnte ich darüber wohl schlecht schreiben. Muss Dir insoweit recht geben, dass im Crash zuweilen passablere Türsteher ihren "Dienst" verrichten...

youngliar
Donnerstag, 08.05.08 12:48
 

die einzige ausbildung für türsteher die nötig wäre: sich unter beobachtung von einer jury den ganzen abend von gästen provozieren lassen und schauen ob sie verhältnismäßig reagieren und bei harmlosen sachen die nerven bewahren oder nicht.

kartoffelmann
Donnerstag, 08.05.08 13:01
 

Das Bedenkliche ist vor allem, dass mittlerweile vor jeder Veranstaltung die Security steht, auch bei Dorfhock oder Studentenfete. Bis vor, sagen wir mal, acht oder zehn Jahren hat man die Schwarzen nirgendwo gesehen, nur vor den Clubs stand meist einer (und das war auch kein Profi), der auch den Eintritt kassiert hat. Echtes Wachpersonal gab es in den 90ern höchstens bei Riesenveranstaltungen.

Heute aber greifen sogar ganz normale Kneipen schon manchmal auf Sicherheitsdienste zurück, und auch studentische Fachschaftsfeten lassen sich von ihnen bewachen. Offenbar also scheint sich die Jugend in den letzten Jahren so verhalten zu haben, dass man ohne den Berufsstand des vom Sicherheitsunternehmen vermittelten Türstehers heute nicht mehr auskommt. Traurig.

Schade
Donnerstag, 08.05.08 13:09
 

Die oben genannten Türsteher findet man in FR leider nicht.

Für die Freiburger Türsteher und Security Leute gibt's nur eine einzige Voraussetzung:

einen IQ kleiner/gleich 12

tüdelü
Donnerstag, 08.05.08 13:37
 

nicht nur im kamikaze und in der jackson... auch im el.pi sind die türsteher immer echt nett!

The Wombat
Donnerstag, 08.05.08 13:40
 

@Schade:

?? In dem Artikel steht doch nicht nur dass, sondern auch wo man die +secur-Leute in Freiburg findet. Sind übrigens wirklich durchgehend sehr nett und üblicherweise auch sehr besonnen. Dass das an stressigen Abenden auch mal weniger besonnen ausfallen kann, ist mE verständlich. Polizisten sind auf 'ner gewalttätigen Maidemo meistens auch weniger freundlich als wenn man sie bei Sonnenschein nach dem Weg fragt.

@Buddy:

Diese Prüfung ist absolut richtig und wichtig. Dass da so viele durchfallen zeigt doch nur wie viele ungeeignete sich bewerben. Man muss doch für alles mögliche Prüfungen ablegen. Und Türsteher ist nunmal ein verantwortungsvoller Job.

Nilpferd
Donnerstag, 08.05.08 13:43
 

@The Wombat

Ändert nix dran, dass die meisten Freiburger Klubs und Kneipen nicht auf die "Vorzeige-Türsteher" Rückgriff nehmen, weil sie so wenig wie nur möglich Kohle ausgeben wollen. Da werden dann die stadtbekannten Schläger aus der Stammkneipe genommen um beispielsweise ein Punkkonzert zu "überwachen". Ich weiß, wovon ich rede...

The Wombat
Donnerstag, 08.05.08 13:53
 

@Nilpferd:

habe ich ja auch nicht behauptet, oder. Habe nur gesagt, dass man die eben doch "findet". Wenn einem dass so wichtig ist, sollte man halt nur noch dahin gehen, wo die "Guten" an der Tür stehen. Wer an der Tür steht sagt abgesehen davon auch 'ne Menge über einen Laden aus. Emmes und Jan zB achten im Kamikaze halt sehr darauf nicht von irgendwelchen aggressiven Vollprolls bewacht zu werden. Und dass sie sich Gedanken über ihren Laden machen merkt man halt auch insgesamt...

halbsodoppelt
Donnerstag, 08.05.08 14:01
 

Acho, ich find die Jazzhaus Crew im Jazzhaus ist auch ganz freundlich - obwohl das auch ziemlich aufgepumpte Kerle sind teilweise :D

Nilpferd
Donnerstag, 08.05.08 14:32
 

Alles schön und gut - wenn die Mucke, die man hören will, aber in einem Schuppen läuft, der von "Vollprolls" mit dem IQ einer Türklinke "bewacht" wird, ist das übel. Wann war denn das letzte Punkkonzert im Jazzhaus??

Ja, das ist eben das Problem.

Yeti
Donnerstag, 08.05.08 14:38
 

@Nilpferd: Dann musst du halt den Veranstalter drauf aufmerksam machen, dass du mit dem "Service" der Türsteher nicht zufrieden bist - einfach mal mit den Leuten schwätzen ...

Timo Beil
Donnerstag, 08.05.08 14:56
 

ich kann nur eines sagen, auch das AGAR verfügt über sehr gute Türsteher, es gibt Sie also doch!

The Wombat
Donnerstag, 08.05.08 15:26
 

@yeti: Genau so isses. Das interessiert halbwegs vernünftige Veranstalter normalerweise nämlich schon. Die wollen ja auch nicht dass ihnen die Leute wegbleiben.

Was aber natürlich schwer bleibt: es gibt wohl tendenziell einen Mangel an Leuten die Türsteher sein wollen und gleichzeitig klug und besonnen sind. Der Job hat halt nicht sooooooo viel Prestige und ist reichlich stressig. Vor Leuten, die das gut machen habe ich 'ne Menge Respekt. Und, sich den Laden zB von +secur bewachen lassen ist um einiges teurer als sich in 'ner Muckibude ein paar Schläger zusammenzucasten. Qualität hat halt ihren Preis. Und gerade wenn man kleine Konzerte organisiert muss man knallhart kalkulieren wenn man nicht ewig viel drauflegen will - von Gewinn mal ganz zu schweigen...

Türklopper
Donnerstag, 08.05.08 15:38
 

Hey Leute, ich bin Türsteher und wenn einer schräg kommt, griegt er eins auf die Klocke. Da ken ich nix. Der laden mus sauber bleiben. Dass mus garantirt sein. Dafür krign wir die Kohlen. Stres gibts bei mir nicht. Da mus vorher draufgehaun werden. Es gibt so viele Spakkos in der Stadt da mus schärfstens durch- und reingegriffen werden.

The Wombat
Donnerstag, 08.05.08 15:45
 

schlechtester Troll ever?

Podder
Donnerstag, 08.05.08 15:50
 

wie schon gesagt wurde. Qualität hat ihren Preis...

einerseits sind es sicher die Veranstalter selbst, die die Kosten scheuen.

Meist liegt es aber auch schlicht an euch. Den Gästen.

Vielen ist doch gar nicht bewusst was es kostet eine Veranstaltung im Größenrahmen ~800 Gäste auf die Füsse zu stellen.
Würde man den Eintrittspreis von den öft üblichen 5, nur um einen oder zwei Euro erhöhen, könnte man deutlich mehr rausholen.

Aber auf Dauer rechnet sich das einfach nicht.
Schaut euch doch mal um. Dieses Problem gibt es nicht nur bei der Auswahl des Personals an der Tür.

Ich fühle mich als Gast oft auch verarscht, wenn irgendwelche Mottoparties veranstaltet werden und dann nicht mal entsprechende Deko hängt.
Viele meinen doch, wenn ich zwei Ski an die Decke hänge hab ich ne Après Ski Party... LOL

Eigentlich sollte man als Veranstalter auch erkennen, dass eine Firma wie +secur vielleicht anfangs mehr Geld kostet.
Diese Art von Türstehern funktioniert aus meiner eigenen Erfahrung deutlich besser, als große aufgepunpte dumpfe Kerle.
Weniger Schlägereien, entspanntere Atmosphäre = mehr Gäste und mehr Umsatz

leider ist es nicht immer ganz so einfach... ;)

Andrés
Donnerstag, 08.05.08 16:05
 

@kartoffelmann: mitte der 90er gabs selbst bei freiburger schulparties auch immer türsteher. beispiel tg und max weber.
vorm max weber wurd auf einer schulparty doch auch mal ein türsteher mit dem basballschläger malträtiert. war der nicht sogar tot? am thg mussten wir unseren eingang bei parties mit den kästen aus dem sportunterricht verbarrikadieren, sodass immer nur einer reinkommen konnte. bewacht wurde der eingang von oberstufenschülern und vätern (miettürsteher waren zu teuer). die schulfremden randalierer, die nicht reingelassen wurden, haben schön bierflaschen auf den eingang geworfen. früher gings eigentlich schon ähnlich zur sache wie heute.

zum artikel: interessant. aber ich muss mich den anderen anschliessen, solange die +secur nur sowenige läden betreut - und dann auch noch die, bei denen eh wenig randalepotential vorhanden ist - bringt die beste ausbildung nichts.

Passant
Donnerstag, 08.05.08 16:13
 

ganz ehrlich, ich finde die diskussion relativ unnötig....
wer sich benimmt und nichts provoziert der hat doch auch keine probleme mit den türsteher???und wer dies tut is doch nur auf stress aus?meiner meinung nach ist derjenige der den türsteher beleidigt/provoziert selbst schuld.

Türklopper
Donnerstag, 08.05.08 16:24
 

RICHTIG! Und wehr sich nich benimt, bekomt von mir ordentlich eins auf die Omme gebretert. So gehört sich dass nähmlich!

The Wombat
Donnerstag, 08.05.08 16:43
 

@passant:

Das stimmt leider einfach nicht. Schlechte Türsteher haben einfach keinen Überblick und bei denen gerät man auch schon leicht ins Schussfeld, wenn zB Leute neben einem Stress machen. So erlebt im elpi. Es gibt halt tatsächlich einige Exemplare, die meinen sie seien in "ihrem" Laden das Gesetz und die bei jeder Kleinigkeit, oder einfach nur wenn einer "nach Stress aussieht" gleich draufkloppen statt zu reden. Der Umgang mit Betrunkenen erfordert halt Fingerspitzengefühl und erst ab einer gewissen Schwelle Lederhandschuhe.

Türklopper
Donnerstag, 08.05.08 18:02
 

@The Wombat
Sonstnochwas. Fingerspietzengefühl mit besoffenen. Die ham bei mir gleich ausgeschisen und jeder krigt gratis blaue Augen undne gebrochene Nase. Der Laden mus sauber sein!!!

Sectec1
Donnerstag, 08.05.08 19:09
 

Hallo Leute ich schreibe euch aus Österreich. Der Beitrag gefällt mir sehr gut und gibt das wieder, was mich in meiner, schon zwei Jahrzehnte, in der Sicherheitsbranche bewegt.
Es wir viel zu viel auf die einzelnen Personen die an der Tür stehen herumgehackt. Die Ursache von schlecht arbeitenden Mitarbeitern liegt im Mangel der Firmenführung.
Wenn ein Chef nicht weis wie es geht wie soll er dann es dem Mitarbeiter abverlangen. Dieser Job verlangt in erster Linie eine große Sozialkompetenz. Natürlich ist ein trainierter Körper auch sehr wichtig (nur für 1-2% der Komplikationen im Dienst) aber die Fähigkeit sich ausdrücken und sprechen zu können ist um vieles wichtiger.
Es wird immer wieder von schlagenden Türstehern geschrieben und gesprochen. Das ist nicht notwendig, wenn man eine ordentliche Schulung durchläuft. Man muß für diesen Job einfach lernen das ein Kampfsporttraining nicht ausreichend ist. Außerdem ist diese Art der Körperschulung mitschuldig an dem oft hohen Aggressionspotential mancher Menschen an der Tür.
Persönlichkeitsentwicklung und das Wissen wo stehe ich selber ist ein sehr wichtiger Punkt bei der Umsetzung in diesem Job.

Stehe gerne für Gespräche zur Verfügung. Kontakt über die Mailadresse bzw. Website.

Schöne Grüße aus Wien

Sam
Donnerstag, 08.05.08 19:23
 

Die besten Jungs vor der Tür hat das Prestige in Breisach:

http://www.disco-le-prestige.de/konv/lordkossi/Seite066.htm

immer korrekt und einsatzbereit

Türklopper
Freitag, 09.05.08 11:26
 

@Sam:
Wenn ich so Bilder seh von den Spakkos, könt ich mich schwarz ärgern..

@ Sam
Freitag, 09.05.08 14:18
 

Ja, ja, man siehts:

http://www.disco-le-prestige.de/konv/lordkossi/Seite071.htm

;)


ich war auch da als Lord Kossity in Br war, freundlich nenn ich was anderes

LUMPUS QUATSCHUS
Freitag, 09.05.08 14:25
 

@ SAM:
Ganz deutlich ist auf dem vom Vorschreiber zur Verfügung gestellten Link zu sehen, dass die farbigen Türsteher der Konzertbesucherin an die Brüste fassen. So etwas nennt man sexuelle Belästigung, liebe Leute, und ist STRAFBAR! Ja, das sind unsere "vielgepriesenen" Türsteher!

Peter Bigl
Freitag, 09.05.08 18:55
 

Mir gefällt besonders gut der kleine und wohlbeleibte Türsteher auf dem 2. Bild von oben links. Ein ganz famoses Kerlchen, da wird man gerne mal gefilzt! Und so ein süsses Lächeln.

roman
Freitag, 09.05.08 23:14
 

Ich habe meine Sachkunde Prüfung nicht in Karlsruhe gemacht sondern in Schopfheim. Aber da sind die durchfall Quoten genauso hoch.

@roman
Samstag, 10.05.08 10:22
 

Ja, vor allem wegen mangelhafter Rechtschreibung...

Wert
Samstag, 10.05.08 15:15
 

Sam, wenn die Türsteher dort so gut sind, wieso sind dort dann schon 2 Leute erstochen worden?

Türsteher
Sonntag, 11.05.08 18:24
 

@wert

Sowas kann auch beim besten Türsteher passieren. Außerdem ist es in den Fällen auf der Straße passiert und nicht in der Discothek

kool
Sonntag, 11.05.08 20:32
 

elpi türsteher sind immer nett und hilfsbereit,daumen hoch!

LnL
Dienstag, 13.05.08 03:01
 

Es gibt solche und solche und zwar überall, ob mit oder ohne Sachkunde, ob mit oder ohne Abi. Dass man sowas erwachsenen Leuten noch sagen muss...

Es gibt auch Türsteher, die selbst provozieren. ist mir mal bei der "Universale"-Party mit einem passiert. Ekelhaft. Und ich bin sicher, die waren alle von ner anständigen Firma.

dynamite
Freitag, 16.05.08 23:05
 

die crash türsteher sollten mal ein antiagressionsprogramm machen...das sind nämlich die grössten trottel in ganz freiburg...immer ultraagressiv und niemals darauf aus einen konflikt ruhig zu lösen..wollen immer nur auf die fresse hauen...vielleicht sind se auch einfach zu blöd für diese welt!

Napoli
Mittwoch, 21.05.08 19:17
 

Ich denke auch, dass intelligentere Türsteher für friedlichere Partys sorgen könnten. Aber das ist nur ein Aspekt. Es geht in Discotheken nicht nur darum, dass alles friedlich bleibt. Es geht auch darum, dass das Geschäft mit den Drogen läuft. So lange gerade in Discotheken der Drogenkonsum höher ist als im Museum, wird es Leute geben, die zur Wahrung ihrer Absatzinteressen ganz bestimmte, vertrauenswürdige Personen an die Tür stellen bzw stellen lassen. Das kann auch einer von den obigen Türstehern sein. Aber in der Regel finden sich vertrauenswürdige Türsteher natürgemäß im Verbrechermilieu.

Ben Birdy
Mittwoch, 28.05.08 19:55
 

Laut Rubrikname "Zukunft - Berufseinstieg" , stellt ihr hier also zukunftsträchtige Berufe vor, wie z.B.:

a) Türsteher
b) Schaufensterdekorateur
c) Chocolatier
d) Zur Uni gehen

und dafür möchte ich euch danken:

Danke das wir endlich wissen, was ihr macht, wenn ihr nicht für Fudder schreibt !

Dienstag, 16.12.08 22:52
 

Ein sehr gelungener Report. Schön wenn sich Firmenchefs diese Arbeit machen. In dieser Firma ist sicher ein gutes Arbeitsklima
Gratuliere!

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