Noch immer haftet psychischen Krankheiten wie Schizophrenie in der Öffentlichkeit oft etwas Unheimlich-Bedrohliches an. „Anti-Stigma“ ist der Oberbegriff für Bewegungen, die sich nun gegen ihre Stigmatisierung und für Aufklärung einsetzen. Auch in Freiburg ist seit kurzem ein kleines Netzwerk im Entstehen. Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums bekamen diese Woche an zwei Nachmittagen Gelegenheit, mit Betroffenen zu sprechen, ihre Geschichten zu erfahren und auch eigene Vorurteile auszuräumen.





"Golom" schreibt man (nur zur information) "Gollum"
vielen Dank für ihre aufmerksamkeit
danke für den interessanten Beitrag!
Sehr gut und einfühlsam geschrieben, Carina.
finde ich auch!
Einer der besten Beiträge, die ich bisher auf Fudder gelesen habe, über ein immer noch stark tabuisiertes Thema. Von einem normalen Umgang mit psychisch kranken Menschen ist unsere Gesellschaft leider immer noch meilenweit entfernt, vielleicht trägt dieser Text wenigstens ein bißchen dazu bei, mehr Verständnis für Menschen mit dieser Krankheit zu entwickeln. Ich würde es mir sehr wünschen. Kompliment an Carina.
Find ich sehr gut dass dieses Thema mal angesprochen wird. Es traut sich nie jemand darüber zu schreiben oder zu sprechen.
Bei uns sind die psychischen Krankheiten leider noch nicht als Krankheit akzeptiert. Da ist man gleich verrückt und spinnt.
Die Leute sollten sich über die Krankheiten näher informieren, dann würden sie manches vielleicht eher verstehen und hätten weniger Vorurteile.
Ich finde es etwas paradox, zu fordern, die Gesellschaft möge sich normal gegenüber den psychisch Kranken verhalten. Psychisch krank sein bedeutet in meinen Augen insbesondere das Abweichen von gesellschaftlichen Normen. Die Leute findet sich selbst ja auch irgendwann nicht mehr normal und rennen zum Arzt. Die Medikamente bringen sie wieder in die Nähe des Normalen. An dem Punkt angelangt bedürfen sie aber nicht mehr einer besonderen Anerkennung. Als ob diesen Leuten die Krankheit auf der Stirn geschrieben stünde. So ist ja nicht. Man kann ja einfach mal versuchen, sich "normal" zu verhalten. Die Stigmatisierung wird aber, so denke ich, oft durch die Betroffenen selbst herbei geführt. Ich denke diese kranken Menschen sind sehr redselig und drücken jeder neuen Bekanntschaft ihre Leidensgeschichte und wundern sich dann, dass man auf Unverständnis stößt und sehen sich stigmatisiert. Ich denke in unserer Gesellschaft ist keinem Kranken der Weg zu ihr von vorn herein versperrt. Außerdem haben wir so viele Subkulturen, in denen ein psychischer Defekt wahrscheinlich gar nicht mal gleich so auffallen würde. Vielleicht macht es einen auch bei dem ein oder anderen interessant.
@psycho:so ein selten dämlicher Kommentar. Zeugt von einer absoluten Ahnungslosigkeit Deinerseits, was die Inhalte dieser Krankheiten betrifft und welche Hölle sie für die Betroffenen darstellen! Ich wünsche Dir, daß Du nie erleben musst, was es heißt mit diesen Krankheiten leben zu müssen. Denn der Vorhof zur Hölle ist ein Sch... dagegen!!!
Noch etwas: Depressive sind selten redselig, was ihre Krankheit betrifft. Eventuell, die Manischen. Aber auch diese nur in der Manie. Ein Psychotiker, der nicht gerade bestens eingestellt ist, ist sich sogar seltenst bewußt, daß er psychotisch ist und kann schon von daher seine Mitmenschen kaum mit seiner Krankheitserkenntnis "belästigen"... Also, lies erst einmal ein bißchen zu diesem Thema, z.Bsp. einen so guten Bericht wie diesen hier, und dann mach Dir bewußt, wie gut es Dir geht und eventuell auch bewußt, wie wichtig es ist, daß dieses Thema offener angepackt wird, damit man namen nicht meg´hr verstecken muss, sondern sagen kann: Ja, ich habe eine Depression, Psychose, etc... und kann trotzdem ein"normales" Mitglied der Gesellschaft sein." Denn, Du weißt es sicher nicht, Dich können diese Themen morgen oder übermorgen unvermutet genauso erwischen und dann bist Du auf die aufgeklärte Haltung Deines Umfeldes mehr als angewiesen!!!
Das ist mal ein guter Beitrag! Ich finde sowieso dass man das mehr in die Gesellschaft bringen muss, wieviele Menschen werden einfach "abgeriegelt" weil sie nicht in unsere Leistungsgesellschaft reinpassen. Je älter man wird, desto mehr kennt man Menschen die psychisch krank sind.. traurig, aber wahr.
laut einer eu studie aus dem jahr 2003 sind im europäischen raum nahezu 50% aller bewohner von mindestens einer psychotischen störung (psychosen, zwänge, komplexe depressionen...) "besetzt". dein beitrag lieber psycho offenbart eines: du auch!
hinweis: psychotiker fallen eher dadurch auf angenehme, oftmals liebenswürdige und ruhige mitmenschen zu sein. psychos kommen eher als dumme und unwissende verbalsadisten rüber. mit dem anspruch auf richtigkeit ihrer aussagen. insoweit geht der beitrag von "psycho" in ordnung....
an fudder: klasse beitrag! weniger partyvolk ist mehr!!!