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Ein Po mit Komfort schluckt Energie

Schon gewusst, dass das Fahren mit einem gefederten Fahrrad anstrengender ist als das mit einem Standard-Drahtesel? Was man beim Fahren zu spüren meint, ist auch physikalisch nachweisbar. Und die zusätzliche Strampelanstrengung ist nicht nur wegen des höheren Gewichtes der vielen Federungen und Kolben so hoch.

Der Komfort eines vorne und hinten gefederten Fahrrades ist unbestreitbar: Sowohl Gesäß, als auch Arme und Wirbelsäule werden auf holprigen Kopsteinpflasterstraßen oder Bordsteinkanten im Vergleich zum ungefederten Holland-Rad deutlich geschont. Was auch luftgefüllte Gummireifen bedingt können, machen Stahlfedern und Hydraulikzylinder noch besser – sie nehmen die Kraftspitzen, die sonst von den Gelenken und Muskeln absorbiert werden müssten.

Diese Aufgabe nehmen sie problemlos wahr. Aber die Energie, die sie dabei aufnehmen und speichern, wird nicht wieder ins bewegte System "Fahrrad" zurückgegeben, sondern sie verpufft glattweg. Dabei rutscht die Energiebilanz ins Negative, schließlich wurde die Geschwindigkeit, mit der das Vorderrad auf die Bordsteinkante traf, mit der Kraft der Beine erreicht.

Und eben aus diesem Grund – und wegen der Gewichtsersparnis – hat kein Profistraßenradler irgendwelche Federungen an seiner Rennmaschine. Denn dieser geringe Komfort für den Popo müsste mit einer zusätzlichen großen Menge teurer Dopingmittel bezahlt werden.




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von lobo | 07.04.08, 17:00 | Kommentare (27)
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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 27
joe
Montag, 07.04.08 18:21
 

...klingt logisch, wobei man Fahrrad immer noch mit 2 "r" schreibt ;-)

XXX
Montag, 07.04.08 18:31
 

durch "gesparte" schläge auf beine und po werden jedoch auch die muskeln geschont, weil sie sich nicht bei jedem Schlag angespannen müssen um den Schlag zu schlucken. Hierbei ist eine Muskelersparnis zu verbuchen!

kurtc.hose
Montag, 07.04.08 18:34
 

wenn man mit einem aldi oder baumarkt drecksbike unterwegs ist spürt man die antriebseinflüsse und die "des höheren Gewichtes der vielen Federungen und Kolben" vielleicht.
bei hochwertigen federelementen an hochwertigen bikes sind die antriebseinflüsse sehr gering und lassen sich meist durch blockieren(wenn federung nicht benötigt) oder durch sogenannte "pro pedal" funktionen unterdrücken.

Maggo
Montag, 07.04.08 18:45
 

99% der Fahrräder, die mit Federgabel und Gedöns verkauft werden, brauchen das nullkommagarnicht. Genauso wenig wie man 24 oder mehr Gänge braucht, um in der Stadt herumzufahren. Ich erschrecke jedes Mal, wenn ich bei uns im Fahrradkeller mal ein solches Rad hochheben muß, um es anders hinzustellen. Ich möchte solch eine Bleiente ja nicht fahren müssen.
Gruß, Maggo (der mit dem ungefederten Rad ohne Gangschaltung)
P.S.: Was soll eigentlich das Stichwort "Doping" hier schon wieder?

lobo
Montag, 07.04.08 19:17
 

@joe & XXX:

Is Verbessert.

Danke.

fuenf
Montag, 07.04.08 19:40
 

@Maggo:
"P.S.: Was soll eigentlich das Stichwort "Doping" hier schon wieder?"

Sticheln, was sonst. ;)

der chef
Dienstag, 08.04.08 02:37
 

ich glaube das gewicht ist aber eher der grund. würde ein komfortabler sattel kein mehr an gewicht haben würden alle den komfortableren nehmen. aber ein komfortablerer sattel ist nicht unbedingt der am meisten gefederte wie ich finde...

moskito
Dienstag, 08.04.08 08:56
 

@ kurtc.hose

Du arbeitest in einem Radladen, gib's zu. So funktioniert unsere Wirtschaft halt, innovate or die! Sich ein g'scheites Rad kaufen, ohne viel Schnickschnack, also dieser ganze Federmist, nicht zu schwer und trotzdem robust, was man braucht ist vielleicht ein Nabendynamo und eine Nabenschaltung, max. 8 Gänge, einfache V-Brakes reichen auch. Dann das Rad gut pflegen und was tut Gott, 90% der Fahrradläden würden pleite gehen!

Maggo
Dienstag, 08.04.08 09:19
 

Der (Straßen-)Rennfahrer hat schon alleine deshalb kein Federungsgedöns am Rad, weil es bei offiziellen Rennen verboten ist. Vor vielen Jahren wurden bei Paris-Roubaix (das Rennen mit dem vielen Kopfsteinpflaster, und das ist RICHTIGES Kopfsteinpflaster, nicht so ein bitumen-verfugtes Kindergartenkopfsteinpflaster wie in der Kajo!) (Renn-)Räder mit Federgabel gefahren. Das wurde mittlerweile verboten. Nichtsdestotrotz sind auch vor dem Verbot die meisten Fahrer ohne Federgabeln unterwegs gewesen - eben weil sie das Gefühl hatten, daß die Federgabel Energie schluckt.
Wer nicht gerade über Stock und Stein fahren will, braucht wirklich keine Federgabel oder ähnliches.

rumpel
Dienstag, 08.04.08 10:51
 

dieses thema ist in der mtb branche so viel rauf und runterdiskutiert worden das einem schlecht davon werden kann, und das bereits vor 15 jahren.
das thema starrrad mit gefedertem rad zu vergleichen ist sehr sehr alt und ausdiskutiert und kann man in diversen foren und internetseiten durchlesen was sache ist.
allerdings haben wie überall die meisten leute keine ahnung und lassen sich von subjektiven eindrücken leiten. ist allerdings kein wunder denn solche artikel wie auch dieser bilden eine meinung die fernab jeglicher realität liegt.


wenn ich auf unebenem gelände unterwegs bin möchte ich kein starres rad haben, sondern ich wünsche mir eine federung, schon allein ganz subjektiv.
und auf unebenem gelände ist ein gefedertes rad leichter zu bewegen als ein starres.
auf schotter bergauf ist ein rad mit kleinem federweg deutlich besser zu bewegen als ein starres rad.

ein gefedertes rad auf ebener strecke mit einem starrrad zu vergleichen ist meiner meinung nach an der realität vorbei.

rumpel
Dienstag, 08.04.08 10:57
 

huuuuuaaaaaa *lufthol

uuuuuuund wie gesagt es gibt plattform systeme die antriebseinflüsse sehr effektiv aus den unebenheiten herausfiltern können.
weiterhin wenn man nicht wie ein sack kartoffeln auf dem rad sitzt, kann man auch vor allem im gelände das wippen des rads sehr effektiv zu seinem vorteil ausnützen.

dazu kommt dass viele menschen die mit federung herumfahren ein komplett falsch eingestelles fahrwerk haben, bzw es so schlecht gewartet ist, dass sie eigentlich ein starrrad haben das mehr wiegt.
man nehme ein beliebiges stadtrad mit federung und drücke mal auf die gabel. wetten dass sich bei 80% einfach nix bewegt?

moskito
Dienstag, 08.04.08 11:06
 

Soooooo rumpel, und jetzt komm mal wieder runter. Auch ich bin, vor über 15 Jahren übrigens, auch schon die ersten Federgabeln gefahren (Manitou), die waren noch ganz schon übel, aber das nur nebenbei. Aber vollkommen klar, als richtiger Mountaine-Biker ist eine Spitzenfederung natürlich unabdingbar, aber darum ging es nicht. Es geht, und das hast Du auch schön gesagt, um all die nerds die diese Schnickschnack-Kacke fahren weil sie's unheimlich cool finden und dabei sinnlos eigene Energie und (hoffentlich) eigenes Geld vergeuden oder aber um Halbrentner, die mit ihren Sattelfederungen umherquietschen und die Radindustrie glücklich machen.

Wodan
Dienstag, 08.04.08 11:43
 

ich besitze ein bergwerk pulsar !
das ist mal ein geiles teil !

rumpel
Dienstag, 08.04.08 11:45
 


das thema war übrigens nicht, moskito, dass federungssysteme oft nix bringen, sondern es wurde die aussage in den raum geworfen dass ein gefedertes rad mehr energie schluckt wie ein starres. und das ist halt so dass das thema nicht so einfach zu beantworten ist, weils halt 148912 verschiedene radfahrtypen gibt und alles sowieso anders ist.

aber ich muss dir zustimmen es gibt wirklich viel scheissdreck an rädern und einen haufen idioten die das auch noch gut finden.
aber es gibt auch die totalverweigerer die nicht einsehen dass eine federung auch vorteile bringt.

und ausserdem ist der energieverlust duch federung in der stadt meiner meinung nach nicht so wichtig wie der komfortgewinn.
es sei denn ich bin ein durchgeknallter radkurier mit masochistischen charakterzügen.

moskito
Dienstag, 08.04.08 11:56
 

Ich war Radkurier, nur leicht durchgeknallt und überhaupt nicht masochistisch, aber nie im Leben wär ich mit 'ner Federung wieauchimmer in der Stadt gefahren!
;-)

Andrés
Dienstag, 08.04.08 13:12
 

das wort "starrrad" sieht ja übel aus :)

Maggo
Dienstag, 08.04.08 13:48
 

Ich liebe meinen Singlespeeder. Das ist Radfahren pur. Keine Federung, keine Schaltung, einfach ein direktes unverfälschtes Fahrgefühl - dazu muß man weder masochistisch, noch durchgeknallt oder Fahrradkurier sein, um das zu mögen.
Für den Stadtgebrauch reicht der Komfortgewinn, den man mit breiteren Reifen - die übrigens bei gleichem Druck WENIGER Rollwiderstand haben als schmale Reifen - erzielen kann, vollkommen aus.

rumpel
Dienstag, 08.04.08 15:11
 

starrrad-schreibweise rockt.

@maggo, das ist halt wieder subjektiv.
andere sehen das anders.
ich stimme dir aber zu, dass breitere reifen einen komfortgewinn erzielen, aber nicht bei gleichem druck, denn da die fläche grösser ist, ist die kraft gegen plattdrücken größer.
aber mit breiterem reifen und weniger druck und damit mehr komfort hast du ja wieder ein federung und dann wieder das alte problem.
boah, sogar ich denke von mir dass ich ein elender klugscheisser bin.


rumpel
Dienstag, 08.04.08 15:13
 

ausserdem wollte ich den radkurieren nicht ans bein pinkeln, ich finde radkuriere sehr cool. aber halt auch durchgeknallt.
und manchmal ein wenig engstirnig. aber das ist jetzt wirklich offtopic.

Maggo
Dienstag, 08.04.08 16:10
 

@rumpel:
Schon klar, daß man den breiteren Reifen mit weniger Druck fahren muß, um einen Komfortgewinn zu haben. Da aber bei gleichem Druck, der breitere Reifen besser rollt, gilt im Umkehrschluß, daß bei gleichem Rollwiderstand, der breitere Reifen mit weniger Druck fahrbar ist, und daher einen Komfortgewinn bietet.

kurtc.hose
Dienstag, 08.04.08 19:31
 

@ moskito
nein ich arbeite nicht in einem radladen aber bevor ich mich mit einem baumarkt mtb, welche gerne mal 20 kg wiegen, den berg hochquäle und ich damit dann den berg "runterstürze" schnappe ich mir lieber mein spec stj, welches nur sanfte 12kg wiegt, an dem ich mich auf wirklich jedes teil verlassen kann ohne das es bricht!(ist mir früher mehrfach passiert)
dich will ich mal sehen wie du dich bei nassen oder vereisten felgen, bei hoher geschwindigkeit, auf deine v-brakes verlässt!
ich sehe ein, dass so etwas im stadtverkehr nicht unbedingt notwendig ist, aber es macht einfach viel mehr spass, wenn man nich wegen jeder kleinen stufe oder treppe absteigen muss, sondern einfach runterspringen kann(was auch bei einem baumarkt mtb nicht unbedingt möglich ist, da diese "fake"gabeln ja schon bei ner 10cm stufe durchschlagen, was auch nicht wirklich für fahrkomfort sorgt).

roquefort
Dienstag, 08.04.08 21:09
 

und auf die nacht noch was zum grübeln für alle laberradler:

warum fällt man nicht um, wenn man rad fährt?

preise gibt`s selbstverständlich keine!

rumpel
Mittwoch, 09.04.08 14:34
 

na wegen der präzession, mann.

Maggo
Mittwoch, 09.04.08 16:20
 

@roquefort:
Wegen der Ekliptik und der linksdrehenden Aminosäuren.

moskito
Mittwoch, 09.04.08 16:48
 

@kurtc.hose

okay, hab ich mich geirrt, mit dem Radladen. Zum Thema Bremsen, ich bin seit ca. 20 Jahren Ganzjahresradler und hatte noch nie Probleme, im Ernst. Und klar, Baumarkt-Angebots-Bikes sind völliger Müll, da stimm ich Dir zu!

rumpel
Mittwoch, 09.04.08 17:20
 

@maggo: wegen DEN linksdrehenden Aminosäuren.
i

Fehler!
Mittwoch, 30.04.08 10:42
 

Wasn das: "Kopsteinpflasterstraßen"?

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