Vorglühen, dann Flatratesaufen und Lady's Night, anschließend etwas Krawall und Remidemi im Bermudadreieck, vielleicht noch ein paar in die Fresse und um halb sechs mit dem ersten Zug heim in den Schwarzwald. Wer nicht mitmacht, ist ne Lusche, und das kommt bei den Mädchen gar nicht an. Sieht so das Nachtleben in Freiburg aus? Was bringt das Alkoholverbot? Bei einer Podiumsdiskussion, organisiert von den Grünen, wurde gestern heiß darüber diskutiert.










junge, junge, der hefendehl mit der ddr jacke sieht ja panne aus. trägt er die las protest gegen das verbot?
"Anders als im gesamten Land Baden-Württemberg stagniert die Entwicklung der Gewaltstatistik in Freiburg, seit es die Alkoholsperre gibt."
wenn man da nach nur 4 wochenenden im winter, schon einen signifikanten statistischen wert erkennen will, muss man aber auch ganz schön viel alkohol gesoffen haben.
kein wunder, trinkt man doch im winter eher weniger draußen als drinnen, soll heißen, weniger leute draußen - bedeutet wohl weniger starftaten.
Ach, der Hefendehl... Der versucht nur, zu provozieren und Aufmerksamkeit zu erregen. Das macht er auch in seinen Vorlesungen ganz genau so. Das Statement, der kausale Zusammenhang zwischen Alkohol und Gewalt sei kriminologisch nicht belegt, ist aber doch mal mehr als lachhaft...
Gesoffen wurde schon immer... und trotzdem ging es kultivierter zu und die Sachbeschädigungen und die Gewalt waren weniger... Ich versteh nicht, welche Probleme "normale" Menschen mit Verboten haben, denn diese "normalen" Menschen betreffen sie eh nicht ... Ich bin für
a) für eine Ausdehnung des Alkoholverbots auf der Straße zwischen Dreisam und Siegesdenkmal und Schlossberg und Bahnhof .... sollen die Hardcorevorglüher sich in ihren 4 Wänden doch dermaßen die Rübe dicht ziehen, dass sie es gar nicht mehr in die Stadt schaffen
b) diejenigen, die es noch dahin schaffen und dann komatös in der Ecke liegen, sollten in jedem Fall wie in der Schweiz die Rechnung für den Sanitätsdienst selbst bezahlen müssen (so um 800-900 EURO!!!) ...
ich hab´s auf jeden Fall satt für diese Bagage zu zahlen und das Verständnis für solche ohne Verstand sollte sich auch stark in Grenzen halten
wie recht du hast! zwar ne harte meinung, aber mehr als gerecht!
@Hefendehl: Junge, junge was für eine Lachplatte. Überhaupt schon mit so einem beschissenen Anzug zu einer Debatte zu kommen. Gewaltdelikte sind ein Stadtphänomen, wer damit nicht klar kommt soll in den Schwazwald ziehen?! Eine bodenlose Frechheit und ein weiterer Schlag ins Gesicht aller bisherigen Opfer. Zusammenhang zwischen Alkoholisierung und Körperverletzungsdelikte sei nicht gegeben? Hallo, sonst klappt aber schon alles bei ihnen, oder? Setzen sie sich mal ne Samstag Nacht auf die Rückbank eines Streifenwagens und schauen sie sich den Zustand von den Schlägern mal an. Zwei Stunden an den Buger King zu stehen würde übrigens Samstag Nacht auch schon reichen. Ich hoffe die Stadt verzichtet zukünftig darauf Gäste zu solchen Debatten einzuladen, die nur darauf bedacht sind zu provozieren und Probleme des aktuellen Zeitgeschehens ins Lächerliche zu ziehen.
"aber mehr als gerecht"
muhahaha die gerechtigkeit, des deutschen liebstes schlagwort.
einerseits will der deutsche nichts anderes als das komplette staatliche rundum-sorglos-paket (gesundheit, alg I + II, rente etc) andererseits soll aber jeder der auf irgend eine art von der gefühlten norm abweicht wegen der gerechtigkeit selbst zahlen.
Abgesehen davon, dass man in Großstädten über Freiburgs Gewaltstatistik eher lächeln würde: Nahezu 100% aller Menschen begehen auch betrunken (im "Bermudadreieck" oder sonstwo) keine Körperverletzungen. Einen kausalen Zusammenhang zwischen Alkohol und Gewalt gibt es also nicht. Menschen sind nun mal komplexer.
Das pauschale Alkoholverbot für alle ist eine völlig überzogene Freiheitseinschränkung. Die Stadt macht rechtswidrige Law and Order-Politik.
Dann halt so:
http://www.gruenesfreiburg.de/2008/02/01/heuchelei-und-atmosphaerenschutz-rund-ums-bermuda-dr[..]
"Seinem Staatsverständnis nach sollte sich der Staat auf seine Aufgaben beschränken und nicht auf Verdacht in Bereiche des Privatlebens eingreifen, in denen er nichts zu suchen hat."
diese aussage kann ich nur unterschreiben.
so gesehen finde ich auch die ddr-jacke als perfide protestform immer besser, je länger ich drüber nachdenke.
"so gesehen finde ich auch die ddr-jacke als perfide protestform immer besser, je länger ich drüber nachdenke."
Also wir durften früher überall saufen, rauchen und unsere Fahrräder abstellen ;-)
spaß muß sein
wo menschen sind passieren straftaten wo keine sind eben nicht, insofern hat er vollkommen recht auch wenn sein anzug vollkommen danaben ist.
was ich allerdings für bedenklich halte, die straften passieren in der innenstadt in 3-4 Straßen, das man die nicht unter Kontrolle bekommt ist eine Peinlichkeit sondergleichen.
@urchi: und genau das stimmt so allein leider nicht...es gibt viele Plätze an denen viele Menschen sind....es passieren aber gerade mal ein Bruchteil der Straftaten wie sie im Bermudadreieck passieren....ich denke es dürfte hinreichend bekannt sein, dass Alkohol strak enthemmt...das Zusammenspiel zwischen Gruppendynamik, alkoholbedingter Enthemmtheit und der hohen Wahrscheinlichkeit auf genau gleich gelagerte Oponenten zu treffen erhöhen die Wahrscheinlichkeit in Bezug auf das Entstehen von Straftaten (Körperverletzungsdelikten)....um diesem zu begegnen hat sich im Bermudadreieck die Tatsache bewährt, dass stark alkoholisierte Personen die negative Verhaltenauffälligkeiten zeigen frühzeitig aus dem Verkehr gezogen werden, sei es durch Heimschicken, auch Platzverweis genannt, oder die Übernchtung in einer Arrestzelle anzubieten...dass also kein Zusammenhang zwischen der Alkoholisierung und der Entstehungshäufigkeit von Straftaten bestehen soll ist einfach falsch....Allerdings bin ich trotzdem der Meinung, dass das Alkoholverbot dieses Problem nicht bekämpft....Vorglühen können sie nämlich sehr bequem zu Hause, in der Kneipe neben an oder an der schönen Dreisam.....
@ kid
"dass also kein Zusammenhang zwischen der Alkoholisierung und der Entstehungshäufigkeit von Straftaten bestehen soll ist einfach falsch"
Es besteht auch zweifellos ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Existenz von Straftätern und deren Entstehung.
Also lasst uns Schwangerschaften verbieten, auch wenn dabei
99,5 Prozent Nichtkriminelle entstehen
(Ach ja, diese Zusammenhangsforschung. Man könnte z. B. auch einen Zusammenhang mit der Schuhfarbe eines Fahrers und dem Hang zu Geschwindigkeitsüberschreitungen konstruieren. Ich wette, braun beschuhte sind häufiger auffällig als gelbe Schuhträger...)
Nachtrah
Das ALkoholverbot zeigt eigentlich nur ganze die Unfähigkeit und Hilflosigkeit der Stadt.
Konnte sie bislang - mit dem bereits geltenden Recht - nicht gegen Schläger und andere Randalierer vorgehen ???
Der Alkoholkonsum ist nicht die URSACHE des Problems, sondern eine FOLGE mit, in vielen Fällen, weiteren Folgen , zugegeben.
Aber meine Bedenken sind - das hat sich an den Übergriffen bei der Umsetzung des Fahrradparkverbots schon gezeigt - dass hier wieder weit übers eigentliche Ziel hinausgeschossen wird und auch ganz harmlose Bürger in die Schusslinie geraten.
Ich habe durchaus nicht das Bedürfnis dort zu saufen, aber deshalb wegzuschauen und zu sagen "das betrifft mich ja nicht" ist kurzsichtig.
Die Freiheit stirbt in kleinen Schritten...
@ echolot
habe gerade erst deinen Beitrag bewusst gelesen.
> "und dann komatös in der Ecke liegen, sollten in jedem Fall wie in der Schweiz die Rechnung für den Sanitätsdienst selbst bezahlen müssen"
Ist das hier etwa nicht so ? staun...
(Ich habe zwei mal den Notarzt gebraucht: Lumbago und Fahrradsturz bei Glätte - also ganz ohne Vorsatz und Alkohol. Musste ich jedesmal bezahlen !)
Aber das wäre doch ohnehin eher was für die Stadtreinigung.
Käme auch billiger für alle Beteiligten... :-))
Andererseits - "Der tut nix ! Der liegt doch nur im Koma. Schau
mal, wie friedlich der daliegt..."
Leider ist das mit dem Selbstbezahlen nicht so ! Die Vollsuffkonsequenzen bezahlen wir für die lieben Kleinen ... Aussage eines Bekannten, der wochenends mehrmals zwischen FunPark und Krankenhaus pendelte... auch nachzurecherchieren in diversen Juristen-Foren.
Naja wollt mal hinzufügen zum gesamtenthema:
Als ich gestern mittag (leider) zur vorlesung in die uni musste, ist mir natürlich der rosenmontagsumzug aufgefallen...naja fasnet ist net so mein ding, aber über besoffene rentner und die torkelnde arbeiterklasse könnte ich mich schon aufregen, da ich vorallem in dieser fasnetszeit gemerkt habe, dass die viel schlimmer sein können, was alkohol betrifft als wir. die gewalt sieht man bei denen nur net auf der straße...aber besoffene mid-vierziger und fünziger beim kotzen in der fasnetshalle zu sehen, ist schon ein bischen schockierend , oder? jetzt stelle man sich mal einen elternteil beim partymachen vor, der so fertig , dass er später alles vollreiert, naja eklig...
aber das war jetzt mehr zu fasnet insgesamt, worauf ich hinaus wollte ist, dass eben am sonntag und montag überall in der innenstädtischen öffentlichkeit "gesoffen" wurde, ohne das es jemand gestört hat. warum dann alkverbot am wochenende? ist da fasnacht eine ausnahme, wenn dutzende kleine kinder erwachsene sehen, die sich komisch benehmen und saufen , aber das mit der "scheinbaren" fröhlichkeit dieses festes übermalen?
was ein zwiespalt...
Junge, Junge, ich habe es erst gar nicht glauben können und an eine Ente geglaubt, dass in Freiburg (!) die Prohibition ausgebrochen ist.
Jeder der jetzt in das Loblied, ob des geglückten Coups einstimmt, sollte sich nicht darüber wundern, wenn er in nicht allzu ferner Zukunft anstatt des saftigen Rumpsteaks nur noch die Salatbeilage (selbstverständlich ohne Dressing) serviert bekommt, weil er vorher bei BMI-Check durchgefallen ist.
Will sagen: „Wehret den Anfangen“!