Stephan Pannwitz (27), geboren in Cottbus, ist seit acht Jahren Koch. Nach Tätigkeiten in seiner Heimat und in Rheinfelden arbeitet er nun als stellvertretender Küchenchef im Hofgut Himmelreich. Hier berichtet er, wie er in seinen Beruf gekommen ist und welche Besonderheiten dieser mit sich bringt.






im maie in eichsel?
hallo stefan lederer,
da stimmt aber ganz ganz vieles nicht an dem artikel..
gerade in bezug auf ausbildung, schulfächer, prüfung etc. absolut falsch sind auch die zugangsvoraussetzungen!
sorry aber koch ist mein traumberuf und ein stückweit auch meine passion..nicht umsonst hab ich den küchenmeister gemacht und bin selbst als ausbilder und prüfer tätig.
deshalb find ich es (ehrlich) ganz ganz schade wenn potentielle nachfolger nicht richtig informiert werden...
bitte einiges richtigstellen!
wo sunscht maik?
natürlich in eichsele...da wird mir grad wieder schlecht...
@ muffty
Deine Verbesserungsvorschläge sind jederzeit willkommen. Was ist es denn genau, was nicht stimmt?
soweit ich weiß kann man auch mit einem hauptschulabschluss koch werden (kommt immer auf den betrieb an) hat man jedoch einen höheren abschuss kann man eine lehrzeitverkürzung beantragen, sodass man nicht die vollen 3 jahre in der lehre ist.
Da ich auch Koch werden will, weiß ich auch bisschen was über ausbildung etc., aber was ich mich frage ist, was ist das für ein "gesundheitsnachweiß"...ab wann darf man da nicht mehr kochwerden.. aber welchen erkrankungen und so
Ich weiß zwar das der job hart ist (was denk mal jeder ist) da ich letztes jahr ein 1wöchiges schulpraktikum als koch gemacht habe.
@muffty in welcher küche bist du küchenchef?
@david
mail an dich ist raus.
aber unabhängig ob das was falsch oder richtig ist, schön ist jedenfalls das über einen so tollen beruf geredet wird!
@quar
betriebsgeheimnis ;-)
zum gesundheitsnachweis...hab da was an david geschrieben. du wirst jedenfalls eine belehrung auf dem gesundheitsamt machen müssen. dort werden dir dann deine fragen beantwortet.
@muffty: Sofern Fehler vorhanden sind bedauere ich das natürlich, ich habe mich bei den Angaben strikt an das gehalten was mein Interviewpartner mir vermittelte. Da dessen Ausbildung bereits 8 Jahre zurückliegt kann sich natürlich zusätzlich auch einiges verändert haben. Richtigstellungen oder Verbesserungen sind jedenfalls, wie David schon sagte, gerne willkommen.
@Quar: Das mit dem Hauptschulabschluß stimmt, laut Stephan werden Bewerber mit Mittlerer Reife aber wohl stark bevorzugt.
muffty ist selbst Koch und hat uns freundlicherweise eine ausführliche mail mit Ergänzungen und Korrekturen zum Artikel geschickt. Lesenswert für jeden, der mit dem Gedanken spielt, Koch zu werden. Im folgenden also O-Ton muffty, der einzelne Textpassagen von Stefan kommentiert: "
Der theoretische Teil umfasst ebenfalls ein weites Feld. Besonders wichtig ist die Ernährungslehre. Diese beinhaltet unter anderem Richtlinien zur richtigen Lebensmittelbehandlung und zur Lebensmittelhygiene.
... das stimmt so nur bedingt, im ersten lehrjahr(grundstufe) lernen restaurantfachleute hotelfachkräfte und köche den gleichen lehrstoff. ab dem zweiten lehrjahr(fachstufe) wird besonders der fachliche teil unterrrichtet. d.h. lebensmittelhygiene etc. sind vor allem im ersten schuljahr dran, ab dann lehrt man vor allem eher fachliches.
- Daneben stehen Mathematik, Französisch (für Umgangsformen und Fachbegriffe) und politische Bildung (für rechtliche Fragen) auf dem Stundenplan.
... so wars früher mal (während meiner lehrzeit). heute sind die fächer viel viel komplexer und vor allem fachübergreifender. im ersten schuljahr hat man fächer wie-warenwirtschaft(beinhaltet fachrechnen etc.), technologie praktikum(praktische fachkunde) sowie ein fach das sich produkte und gastorientierte dienstleistungen nennt.sprich wo komplett fachübergreifend gearbeitet wird. in der fachstufe sind selbige noch weiter ausgebaut/übergreifender.aber das geht dann zu weit.
- Vorgeschrieben ist etwa einmal im Jahr eine so genannte HACCP-Schulung, bei der man in neue Hygienerichtlinien eingewiesen wird.
...das nennt sich Folgebelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz und ist nicht als fortbildung zu sehn sondern als auffrischung des erstbelehrung nach dem infektionsschutzgesetz(siehe unten)
-Am Ende steht eine dreiteilige Prüfung, untergliedert in einen theoretischen, einen praktischen und einen mündlichen Teil.
...im bereich freiburg(ihk) wird die prüfung in drei teile untergliedert-theoretisch(schule) , praktisch(kochen) und einem gastorientierten gespräch: bei diesem "verkauft" der prüfling, seinem prüfer sein eigenes , aus einem warenkorb, zusammengestelltes menü. dabei läßt der prüfer die eine oder andere fachfrage einfliessen, aber als mündliche prüfung wie ich sie früher machen musste würde ich das nicht im geringsten bezeichnen, geschweige denn vergleichen wollen.ihr könnt ja gern mal an einer prüfung teilnehmen bzw. darüber berichten wenn ihr wollt, den kontakt stele ich sehr gerne her. im februar sind die nächsten winterprüfungen, und im august stehn die sommerprüfungen an.
-Um sich für eine Ausbildung zum Koch zu bewerben, braucht man die mittlere Reife; der Notendurchschnitt sollte 2,5 sein oder besser. Außerdem ist ein Gesundheitsnachweis erforderlich.
...man braucht keine mittlere reife, ein hauptschulabschluß reicht vollkommen. wer diesen nicht besitzt hat immer noch die möglichkeit den beruf des beikoches(abgeschwächte form des koches/3 jahre ausbildung) zu erlernen.
den gesundheitsnachweis(früher gesundheitszeugnis ) braucht man heutzutage nicht. heutzutage bekomme man eine "Bescheinigung des Gesundheitsamtes nach §43 Abs. 1 Nr. 1 Infektionsschutzgesetz", das ist eine belehrung des gesundheitsamtes.
wer unter 18 ist, muss eine unbedenklichkeitsbescheinigung seins hausartzes vorlegen.
-Bei hohem Arbeitsaufkommen kann es passieren, dass man 10 Tage am Stück keinen freien Tag hat. Das geht an die Reserven.“
...wird leider von einigen chefs so gehandhabt. allerdings ist das in bezug auf azubis absolut illegal. inzwischen haben viele chefs aber auch schon daraus gelernt. persönlich finde ich bei einer berufsvorstellung das allerdings ganz schlecht, weil es den beruf in ein licht rückt das er nicht verdient. allerdings sind 12 - 14 std. tage keine seltenheit in der hochsaison. aber 10 tage am stück ohne frei habe ich persönlich noch gar nicht erlebt.
-In einzelnen Fällen kann es auch zu Gesundheitsproblemen kommen, etwa, wenn man die Küchenluft nicht mehr verträgt oder der Beruf körperlich zu anstrengend wird.
...als anmerkung sollten noch die allergien genant werden die sich leider häufen. nickelallergie etc.
"
Hallo Zusammen,
wenn Ihr beide noch mehr Infos zu "wie werde ich Koch" und vieles mehr, haben möchtet - schaut doch mal bei uns im Portal vorbei. http://www.kochmuetzen.net - Das Netzwerk der Köche.
Gruß
Stefan
Cooks rule the world!
Vielleicht sollte noch das lächerliche Lehrlingsgehalt erwähnt werden...
diese seite ist wirklich cool LOL LOL