Olaf Klose, Rathauskantine
Olaf Klose ist Küchenmeister in der Freiburger Rathauskantine und bekocht dort Woche für Woche die städtischen Angestellten. Auch bei den zahlreichen
Weihnachtsfeiern der Stadt ist er ein gefragter Mann, denn ohne ihn gäbe es dort nichts zu essen.
Eine turbulente Zeit also, doch ist er Koch aus Leidenschaft und stellt sich am Heiligabend immer noch liebend gerne für die gesamte Großfamilie an den Herd. Was auf den Tisch kommt, entscheidet er spontan. Ihm schwirren viele Menüs durch den Kopf. Fest steht nur, dass es etwas
Gutbürgerliches sein wird. 2006 gab’s Entenbrust in Orangenjus mit Kroketten, Nudeln und Feldsalat.
Thomas Merkle, Rebstock, Endingen
Auch Chefkoch Thomas Merkle, dessen
Endinger Restaurant im letzten Gault Millau mit 15 Punkten ausgezeichnet wurde, halten die vielen Weihnachtsfeiern auf Trab. An Heiligabend hat er dann genug von den extrem aufwendigen Menüs.
Er will einfach nur mit seiner Familie gemeinsam am Tisch sitzen können, ohne dass wieder jemand in der Küche stehen muss. Vielleicht gibt es bei ihm dieses Jahr einfach
Schäufele mit Kartoffelsalat oder gefüllte Gans.
Christian Brogle
Für den Koch und
Mensaleiter Christian Brogle geht es an Heiligabend in jeder Hinsicht
sehr italienisch zu, denn er wird unter blinkenden Weihnachtsketten und vor blau-rot geschmücktem Weihnachtsbaum von seiner italienischen Schwiegermutter bekocht.
Aufgetischt wird der 20-köpfigen Familie zunächst ein
Antipastiteller.
Dann gibt es Stockfisch und Hefeteigbällchen, die mit Sardellen und Blumenkohl gefüllt sind. Überraschend: Zum Abschluss gibt es
nichts Süßes, sondern ein Pastagericht. Canneloni oder Lasagne, das variiert. Christian Brogle genießt es sehr, an diesem Abend mal nicht den Kochlöffel schwingen zu müssen.
Pascal Mattei, Enoteca
Pascal Mateii, stellvertretender Küchenchef in der
Enoteca, ist Halbfranzose. Er lässt für das aufwendig geplante Weihnachtsmenü an Heiligabend gerne den
Frauen seiner Familie den Vortritt in die Küche. Das sei bei ihnen so Tradition.
Aufgetischt wird den rund 30 versammelten Familienmitgliedern erst mal
Gänseleberpastete, dann eine Platte mit allen erdenklichen Meeresfrüchten und zum Hauptgang ein Wildschwein; oder
Chapon, kastrierter Hahn, ebenfalls eine französische Delikatesse. Nach schokoladigem Nachtisch darf natürlich der Käse nicht fehlen. Alles nur vom Feinsten. "Das Wichtigste für mich als Koch ist es, endlich mal in Ruhe essen zu können." Und das heißt bei den Franzosen bis zu sechs Stunden lang.
Marc Diehm, Schwarzwälder Hof
Marc Diehm ist Chefkoch im
Schwarzwälder Hof. Bei der Frage nach Heiligabend lehnt er sich zurück. Er hat prinzipiell im Privaten keine Lust, zu kochen. Das scheint für ihn ein reiner Job zu sein. Das gilt auch oder insbesondere für Weihnachten. Da geht`s ins
Hotel Mama, zur leckeren Lasagne.