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Culcha Candela: Lauwarme Kultur

Auf ihrer Deutschlandtournee haben Culcha Candela gestern abend im Jazzhaus Freiburg halt gemacht. Ob außer Arschwackelmusik noch mehr geboten wurde? Dana hat sich bis in die erste Reihe vorgekämpft. Und Zuschauer singen lassen.



Das war ein richtig fettes Konzert gestern im Jazzhaus. Oder wie man heutzutage sagt: Hamma!

Die Jungs von Culcha Candela besingen mit ihrem geflügelten Wort zwar schon seit Monaten – oder sind es Jahre? –  "sweete cuties" in den Hitparaden. Trotzdem konnten sich auch die mitgereisten Eltern der 600 größtenteils recht jungen Fans ein taktvolles Mitwippen nicht verkneifen. Die blieben dabei aber lieber an der Bar oder neben der Garderobe stehen, in die vorderen Reihen war schon beim Auftritt des großartigen Culcha-Supports Postman kein Durchkommen.

Nach dem viel zu kurzen Gastspiel der Jungs aus Ohio marschierte das Multikulti-Septett mit deutscher Pünktlichkeit und im Culcha-Einheitslook auf die Bühne.  Nicht nur die Hauptstädter kamen in ihren XXL- Joggingoutfits schnell ins Schwitzen: Gut zwei Stunden lang gab’s für „Macker“ und „Mädel“ kaum eine Verschnaufpause.

28 Songs von allen drei Culcha-Alben wurden nur kurz unterbrochen für eine Percussioneinlage und gymnastische Lockerungsübungen mit den Vorturnern Ychiban, Larsito, Don Cali und Co. Natürlich darf bei Culcha Candela auch ein Hauch von Weltverbesserung nicht fehlen, passend zum Song „African Children“ gab’s für die politikverdrossenen Fans ein paar ernste Worte über Kindersoldaten und Armut auf die Ohren.



Ein paar der ganz großen Partypeople hatten dafür anscheinend keine Zeit (wartende Eltern im Auto?) und quittierten die kurze Moralpredigt des aus Uganda stammenden Johnny Strange mit Pfiffen und Hamma- Rufen. Dabei ist es eigentlich schlimm genug, dass sich Culcha selbst weitestgehend von kritischen Themen wie noch bei „Next generation“ oder „In the city“ verabschiedet haben. Statt großen, weltpolitischen Belangen wollen sie sich jetzt eher persönlichen Erfahrungen und Gefühlen widmen, beschreiben sie die neue Linie auf ihrer Website. Culcha Candela sind inhaltlich nur noch lauwarme Kultur, daran können auch die heißen südamerikanischen Rhythmen nicht viel ändern. Denen kann sich dafür aber auch der größte Anti-Tänzer nicht entziehen, partytauglich sind Culcha allemal. Auch wenn den Jungs aus Berlin teilweise die kreative Luft aus zu gehen scheint („Ey DJ, bring den Tune zurück, mach keine Faxen“, „Ey du geile Sau, ich hab was du brauchst…Ich bin dein Geschenk, komm und pack mich aus“): Auf der Bühne präsentieren sie sich immer wieder mit einem ordentlichen Lungenvolumen.

Und Dank der kleinen Jazzhaus-Rampe mit so gebündelter Culcha-Power, dass auch Skeptiker und Neulinge nach dem Konzert die komplizierten Textpassagen sicher meistern: H-A-doppel-M-E-R, Hammer, yeah!





 
Foto-Galerie: Dana

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von dana | 31.10.07, 11:48 | Kommentare (12)
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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 12
aaaaahh
Mittwoch, 31.10.07 12:07
 

bitte fudder, jetzt fangt nicht auch noch bei den konzerten mit den verf*#*&%§ party-people-die-bis-zum-erbrechen-in-die-kamera-schauen-galerien an. macht einfach n paar gute bilder von der band und publikum, so wie es bisher ja auch ging. alles andere interessiert keine sau.

ohhhh gott
Mittwoch, 31.10.07 12:13
 

bitte bitte schickt doch einen gescheiten Fotografen durch.
Kaum ein Foto ist anständig auseleuchtet - AMATEURE!

ooooohh
Mittwoch, 31.10.07 12:42
 

ja, so isses, bitteschön! kann mich aaaaahh nur anschließen: bitte, bitte, bitte KEINEN end- und boden- und sinnlosen Kuck-in-die-Kamera-K*ck. Das ist sowas von austauschbar und beliebig! Da könnt ihr höchstens n Memory draus basteln...

SPAM-Vermeidungs-Wort: ungar *grins*

Dana
Mittwoch, 31.10.07 13:47
 

Just for Info @ alle:

Zugegeben, die Bildqualität ist teilweise optimierbar. ABER das liegt nicht an amateurhaften Fotografen, sondern ganz einfach an der Tatsache, dass wir (fudder und Presse im Allgemeinen) nur während der ersten drei Songs fotografieren dürfen und das nur OHNE Blitz.

Unter Berücksichtigung dieser Erschwernis sind die Bilder eigentlich ganz anständig. Und was die Party-People angeht: Es gibt Leute, die sich drüber freuen, wenn sie a la "Ich war dabei" mit Foto im Netz zu sehen sind.

MfG

Dana

Rafaela
Mittwoch, 31.10.07 15:20
 

@ Dana: Doch, das liegt an amateurhaften Fotografen oder einer miesen Kamera.

Denn komischerweise schaffen es gute Konzertfotografen bei drei Liedern ohne Blitz auch gute Fotos zu machen.

Lies Dir das doch mal durch
http://www.robertkneschke.de/fototipps.html

SVW: hoffe....

G W buschus
Sonntag, 04.11.07 19:00
 

äh....................ne

leila
Sonntag, 04.11.07 19:01
 

hat irgendjemand der auf dem konzert war zufällg des trommelsolo als video?wär echt cool!
lg leila

Tarane
Montag, 05.11.07 21:41
 

hey fudder
also ich finde den artikel sehr einseitig. Es scheint so als wären nur 12 jährige mit ihren müttern da. So war das ja nun wirklich nicht. ich selbst bin 19 jahre alt und bin mit vielen meiner freunden hin die ebenfalls so alt wie ich sind.
Ich habe schon viele konzerte besucht , klar hat sich das publikum geändert, aber deswegen wird ihre musik und ihre show kein stück schlechter!!
grüße tarane

Parastu
Montag, 05.11.07 21:46
 

Salut fudder
Auch ich finde tarane hat Recht, wenn ich mir den Artikel durchlese, passte es nicht zusammen mit dem was ich dort erlebt habe. In erster Linie eine prima Tanzverantstaltung, aber auf jedenfall kamen die alten und politisch Lieder nicht zu kurz, ganz im Gegenteil. Gerade die drei nicht wirklich sinnvollen Partylieder rauszuschreiben, verfäscht das ganze Konzert. Culcha Candela stehen immer noch für Kultur, Einigkeit und Frieden.
feine grüße Parastu

df
Samstag, 10.11.07 14:31
 

dflol ....was für ein opfer video einfach^^ und muss den vorherigen zustimmen ... diese ständige knipserei irgendwelche konzerttrottel, die ihre gelben zähne vor der cam zeigen müssen sind echt nervig;-)

Chris
Samstag, 10.11.07 16:20
 

Pickel-Alarm!

Günnie
Montag, 12.11.07 14:01
 

Wow, was für ein Aufwand, bei allen fotografierten Leuten nachzufragen, ob sie mit einer Veröffentlichung im Web einverstanden sind.
Zahlt ihr dann auch Vergütung?

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