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Uni-Zeitschriften-Test (1): Zeit Campus

Pünktlich zum Semesterstart bewertet Gina die Uni-Zeitschriften, die sich auf ihrem Schreibtisch stapeln. Seitdem Studienangebote mannigfaltiger werden und das Studiensystem undurchsichtiger, versuchen die Magazinmacher, Studenten in allen Lebenslagen zu beraten. Eine Analyse. Teil 1: Die Zeit Campus

Zeit Campus

Name der Zeitschrift

Die Zeit Campus

Herausgeber

Thomas Kerstan

Erscheint:

alle zwei Monate

Format

22 cm breit, 27 cm lang und 7 mm dick

Preis

2, 50 €

Abo-Preis

6 Ausgaben für 13, 50 €

Zeit Campus

Rubriken

Drei Haupt-Kategorien: 1) studieren, 2) arbeiten und 3) leben.

1) Hier finden sich aktuelle Studien über Studenten, skurille Seminare aus aller Welt und Debatten über das "System Uni". In dieser Ausgabe beschäftigen sich ein Professor und zwei Studentinnen mit der Frage "Wer ist fauler? Die Studenten oder die Professoren?"

2) Expliziter wird es dann in der Kategorie "arbeiten". In jedem Heft stellen die Redakteure ein Berufsbild näher vor. In der Oktober-Ausgabe geht es um Medizin, Pharmazie und Chemie. Ein Journalist begibt sich auf Visite mit einer Pallitivmedizinerin, die kranke Kinder betreut. Vier Chemiker erklären, wie man mit Hilfe von Trockeneis, flüssigem Stickstoff und Aktivkohle künstlichen Nebel erzeugt und roten Wein weiß zaubert. Sechs Chefs, Forscher und Quereinsteiger aus der Pharmabranche erzählen, wie man an ihren Job kommt und was man dafür können muss.

3) Nach all dem Input für das Studenten-Gehirn geht es nun zur Kategorie "leben", die zum Schmökern einlädt.  Besonders für alle ???-Fans spannend: ein Campus-Reporter begibt sich auf die Suche nach dem Heimatort von Bob, Peter und Justus - Rocky Beach. Die Mode-, Musik- und Kinoseiten sind auf ein studentisches Publikum ausgerichtet und nehmen eher wenig Platz ein.

Zeit Campus

Titelthema in diesem Heft

Wie funktioniert die Uni? Das System Hochschule: Was Professoren wollen. Und wie man als Student nicht untergeht.

Design/Layout

Ein sehr stylisches, minimalistisches Design, vergleichbar mit der "Neon". Schwerpunkt liegt deutlich auf Fotografien, die Titel-Story und das Service Special "Besser lernen" sind durch Illustrationen aufgelockert.

Übersichtlichkeit

Klar strukturiert durch Kapitel, die neben dem Inhaltsverzeichnis auch nochmal im Heft als Orientierungsseiten erscheinen.

Lieblings-Rubrik

"In der Mensa mit....". Prominente kehren an ihre ehemaligen Universitäten zurück und plaudern aus dem Nähkästchen. Mario Adorf zum Beispiel studierte vor seiner Karriere als Schauspieler in Mainz Kriminalistik und konnte sich als Student das Mensa-Essen nicht leisten. Stattdessen aß er nur Gerichte aus der Gulaschkanone.

Zeit Campus

Extras

Das kleine Beiheft "Prüfungen meistern - studieren mit Erfolg". Ein Auszug aus dem Buch "Studieren mit Erfolg: Prüfungen meistern" von Werner Heister, Dieter Wälte, Dagmar Weßler-Poßberg, Margret Finke, erschienen im Schäffer-Poschel Verlag. Ein handlicher Helfer für die Handtasche, der unter anderem Tipps fürs Lernen, das richtige Mitschreiben und Lerngruppen liefert.

Seitenzahl

98

Davon Werbung

Etwa 18 Seiten. Die Werbung zielt auf Studenten: günstige Handy-Verträge, Krankenversicherungen, Förderungen, Akademien und weiterführende Studien.

Zeit Campus

Minuspunkt

Alleine durch das Lesen von Campus ist man vor Überraschungen noch nicht geschützt.

Fazit

"Karriere ist etwas herrliches, aber man kann sich in einer kalten Nacht nicht an ihr wärmen. " Dieses Zitat stammt von Marilyn Monroe und steht auf der ersten Seite von Campus. Nach diesem Motto ist auch das Magazin aufgebaut: den Studenten werden nützliche Tipps und Informationen für Studium, Praktikum und Karriere geliefert. Wie werde ich erfolgreich? Wie bekomme ich meinen Traumjob?

Dass man sich auch auf andere schöne Dinge im Leben einlassen soll, macht das Heft aber genauso deutlich. Die Reportagen und Kurzgeschichten sind wirklich originell. Man lernt viel Neues, und das Lesen macht Spaß.

Mehr dazu

Zeit Campus: Website





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von gina | 24.10.07, 11:09 | Kommentare (5)
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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 5
lalala
Mittwoch, 24.10.07 13:59
 

allein wenn ich das wort "neon" lese kriege ich schon hautausschlag.

der inhalt klingt, wie man das von diesen zeitschriften gewohnt ist, ein bißchen ratlos, deswegen lese ich die auch so ungern (nie). die drei platten die die besprechen könnten sie auch weglassen, die uni-anekdötchen irgendwelcher b-promis sind auch völlig uninteressant, der "arbeiten"-teil ist meist zu oberflächlich und "wer ist fauler" soll ja wohl ein witz sein. das ist so ne zeittotschlag- und konsenslektüre, wie eben die neon. siehe hautausschlag und vgl. http://www.neon.de , igittigitt.

das war jetzt sehr negativ, richtet sich aber nicht an die verfasserin, der artikel ist gut und legitim. wie ein buch über hitler ja auch nichts schlechtes ist gewissermaßen.

battlecat
Mittwoch, 24.10.07 14:42
 

lalala, ich habe das Gefühl den Hautausschlag bekommst du eher vom ewigen Sitzen am PC und Kommentare schreiben, hast du kein Leben???
Ich finde , wenn man des öfteren ein gutes Buch oder auch eine solche Zeischrift zur Hand nimmt, öffnet das Horizonte!!!!
Der Vergleich mit einem Buch über Hitler ist ja wohl völlig überzogen.

lalala
Mittwoch, 24.10.07 14:47
 

habe ich nicht :(

mit dem zweiten teil gebe ich dir völlig recht, aber weder "zeit campus" noch "neon" ist ein "solches", worauf ich mit meinem post ja auch abzielte, so daß wir uns ja völlig einig sind, richtig? oder müssen wir jetzt leselisten austauschen, damit sichergestellt ist, daß wir dieselbe vorstellung von "gut" haben?

zu deinem dritten punkt, ein schöner hitlervergleich bringt sonne und frohsinn in einen ansonsten ereignislosen tag.

umkircher
Mittwoch, 24.10.07 22:34
 

hitler geht gar nicht :)

lalala
Donnerstag, 25.10.07 14:07
 

@umkircher

du erinnerst mich an hitler, der hat auch immer irgendwas gesagt.

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