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Das Ende der Toleranz

Seit dem ersten September gilt in Gaststätten in Baden-Württemberg das Rauchverbot. Raucher müssen sich seitdem entweder zum Rauchen vor die Tür verziehen, oder in Hinterzimmern ihrer Sucht nachkommen. Aber die wahren Verlierer dieses Gesetz? Das sind die Nichtraucher! Zumindest die in rauchendem Umfeld. Das findet jedenfalls Nora. Ein Erfahrungsbericht.




Plötzlich war alles anders.

In der ersten Woche nach meiner Rückkehr aus dem Ausland musste ich eine Menge frieren, weil meine Freunde lieber ihr Getränk mit nach draußen nahmen, als es ohne die Zigarette dazu im Warmen zu genießen. Die Kälte hat mir anfangs ebenso wenig ausgemacht wie das Passivrauchen. Es war besser, als einsam am Tisch zu sitzen, auch wenn der Smog vor der Tür die doppelte Konzentration erreichte wie früher drinnen und mein Leben so um einiges ungesünder wurde.

Ich war nie militanter Nichtraucher.
Ich war ebenso passiver Raucher wie passiver Nichtraucher. In der Rolle der Toleranten habe ich mir immer gefallen, und sie fiel mir in dieser Beziehung leicht, weil ich Rauchen nicht abstoßend finde. Ich habe lediglich deshalb nicht damit angefangen, weil meine Freunde in der Pubertät nicht damit angefangen haben. Zufall also, und Glück für meine Lunge, dass ich erst dann rauchende Freunde hatte, als ich dem Gruppenzwang schon entwachsen war. Seither war ich aber immer die, bei der trotzdem alle im Zimmer qualmen durften. Mehr Attitüde als Freundlichkeit. Toleranzbestie aus Überzeugung und vielleicht ein bisschen zu stolz darauf.



Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte das Rauchverbot auch gar nicht eingeführt werden müssen. Ich mag es, wenn Kneipen ein bisschen verqualmt sind. Und ich mag es, im Warmen zu sein. Doch wie nun die Tage kürzer werden, wird auch die Luft kälter, das Hinausbegleiten zunehmend lästig und mir zudem nach und nach ein sehr viel schwerwiegenderer Aspekt des Problems bewusst: Ich werde diskriminiert.

Gingen meine beiden Freundinnen und ich früher abends als drei Gleichberechtigte aus, so schweißen die beiden inzwischen mehr und mehr zu M&M zusammen. Denn sie haben im Vornamen die gleiche Initiale und rauchen und werden gemeinsam nervös, wenn sie selbiges nicht tun dürfen. Mein Vorname hingegen beginnt mit einem schnöden N. Mir fehlt der letzte Balken im Buchstaben und mir fehlt die Zigarette. Da bringt es auch nichts, dass ich ihnen brav in jedes Raucherverlies folge und mich passiv zuqualmen lasse. N wie Nichtraucher. Überhaupt bin ich nun mit einem mal ein Nicht-Irgendetwas, eine vermeintlich Nicht-Betroffene des neuen Verbotes und eine Nicht-Getriebene. Ja, in der konkreten Situation bin ich sogar plötzlich nicht einmal mehr Nichtraucher, sondern nicht-rauchend. Ich werde zum Partizip, Enthaltsamkeit wird zur Tat, das bloße Unterlassen zum bedeutungsschwangeren Handlungsakt.



In einer Freiburger Keller-Kneipe, in der ich des öfteren meine Zeit verbringe, muss man nicht zwangsläufig hinaus in die Kälte: Es gibt im Inneren einen ziemlich durchlässigen Raucherbereich. Böse Zungen behaupten, dies sei ungefähr ebenso sinnvoll wie ein Urinierbereich im Schwimmbecken. Wir wissen, was das heißt, denn darum haben wir früher auch alle munter ins Babybecken gepinkelt. Aber diese Kneipe ist kein Babybecken.

M&M und ihren Bedürfnissen folgend stieß mich kürzlich tatsächlich exakt im Durchgang zu besagtem Kämmerlein eine Wand aus Smog und erleichterter Glückseligkeit erstmals zurück in den Nichtraucherbereich. Und so beschloss ich, nun, da ich schon zur Nicht-Rauchenden gemacht worden war, dies auch aktiv auszuleben. Es war gewissermaßen mein persönliches Coming out, als ich meinen halb entgeisterten Begleiterinnen aus der Ferne zu verstehen gab, dass ich mich alleine an einen Tisch hier draußen [sic!] in der Kneipe setzen und warten würde.

Kopfschüttelnd ließ man mich ziehen, um mich nach der immerhin eilig gerauchten Zigarette unleidig mit spitzen Kommentaren zu bedenken: Ein Spalter sei ich, eine Überläuferin, und wohin das führen solle in Zukunft, wollten wir nicht schließlich den Abend zusammen verbringen?

Demokratie wird schnell ungemütlich, wenn man immer einer Zweidrittelmehrheit unterliegt. Darum habe ich auf eigenem Terrain die Diktatur errichtet: In meinem Zimmer darf nun niemand mehr rauchen. Toleranz war gestern.

Ein Gutes hatten das Rauchverbot und meine neuen Leiden als Nichtraucherin bisher aber doch: Bei einer besonders drögen Mitfahrgelegenheit konnten wir kürzlich die zwangssozialen ersten fünf Minuten mit Erfahrungsaustausch überbrücken. Lautstark und schnell wurden wir uns darin einig, die eigentlichen Verlierer der neuen Regelung zu sein. Für den Rest der Fahrt verfielen wir in einhelliges Schweigen. Nicht-sprechend in voller Muße. Und wer was sagen will – raus!




Mehr dazu  [Fotos: Markus Berger]




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von nora | 18.10.07, 08:53 | Kommentare (41)
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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 41
Andrés
Donnerstag, 18.10.07 10:33
 

diese erfahrung kann ich absolut bestätigen. geht mir genauso.
zum glück haben sich mittlerweile ein paar lokalitäten herauskristallisiert, in denen man irgendwie rauchen kann, sodass ich nicht mehr so oft bei den rauchern frieren oder allein drinnen warten muss, bis die draussen ihr 5 kippen weggeraucht haben, was dann für max 20 minuten anhält.

Melchahim
Donnerstag, 18.10.07 10:34
 

Nichtraucherschutzgesetzt ftw!!!!

Eines der wenigen sinnvollen Gesetzt der letzten Jahre!!!

marcello
Donnerstag, 18.10.07 10:40
 

dass "der smog vor der tür die doppelte konzentration erreicht wie früher drinnen" halte ich für eine doch sehr subjektive wahrnehmung.
meine oma sagt :frische luft hat noch niemandem geschadet,und die hat immer recht.
es gibt noch mehr vorteile:nach dem dritten bier geht man kurz raus eine rauchen und dann direkt in die nächste kneipe;schon wieder 7 euro gespart!
oder man geht gar nicht erst rein sondern raucht einfach nur draussen:gratis sozialkontakte und daheim kann man dann ja noch n bierchen zischen.
fazit :fast nur vorteile

mentally, I had my 7th birthday 2 weeks ago
Donnerstag, 18.10.07 11:04
 

> dass "der smog vor der tür die doppelte konzentration
> erreicht wie früher drinnen" halte ich für eine doch
> sehr subjektive wahrnehmung.

Eben.

> Aber die wahren Verlierer dieses Gesetz? Das sind
> die Nichtraucher!

Als jemand, der nahezu täglich essen und/oder in Kneipen geht, genieße ich die neue Rauchfreiheit immens. Als "Verlierer" will ich mir dabei irgendwie so ganz und garnicht vorkommen... :)

Ohne frischen Rauch in der Luft und alten Rauch in und an Einrichtungsgegenständen schmecke ich im Essen auf einmal Geschmacksnuancen, die vor Einführung des Rauchverbots noch garnicht existiert zu haben schienen.

Um meine Gesundheit muss ich mir seither keine Sorgen mehr machen, nur weil andere die eigene ruinieren und irgendwelchen Suchtmitteln frönen müssen (was sie ja gerne dürfen - nur eben bitteschön ohne mich einzubeziehen! Denn ich möchte das nicht. Draußen, in abgetrennten Raucherzimmern oder in der eigenen Wohnung darf von mir aus jeder qualmen, bis er umfällt).

Auch Kleidung, die ich gerade frisch angezogen habe, muss ich nun nach einem Gastronomiebesuch nicht mehr sofort wechseln. Sehr angenehm!

Oh ja...
Donnerstag, 18.10.07 11:18
 

Toller Bericht, genau so ist das nämlich. Nichtraucher heisst ja nicht gleich Miltanter Nichtraucher zu sein. Viele Nichtraucher hatten doch gar nie ein Problem mit der Raucherei. Dieses Gesetzt ist - und bleibt einfach schwachsinnig PUNKT
Schön alle draussen stehn, frieren, krank werden und dann ist das natürlich viel gesünder alles...
Es macht alles keinen Sinn. Vielen Dank für diesen ganzen Quatsch. Mmmhhh, und das Essen, ja das schmeckt jetzt auch viel besser seit dieses ganze Nicotin nicht mehr drin ist, gell?
DIESER KONSERVATIVE GESUNDHEITSWAHN ECKELT MICH AN!!

isch
Donnerstag, 18.10.07 11:46
 

Danke, danke, danke!!!
Genau so geht es mir auch!!!

Au weia
Donnerstag, 18.10.07 11:47
 

@ohja: Das hat überhaupt nichts mit Gesundheitswahn und konservativ zu tun, es ist eine Frage der Höflichkeit! Und genau an der haperte es leider allen Appellen zum Trotz die letzten 25 Jahre (weiter reichen meine Erinnerungen nicht zurück) ganz erheblich. Man konnte nirgends essen gehen, ohne während des Essens permanent belästigt zu werden, danach zu stinken und froh zu sein, draußen wieder frei atmen zu können. Auf den Nachtisch habe ich früher oft verzichtet, um dem ein Ende zu setzen. Dass der Rauch die Qualität eines feinen Essens nicht gerade hebt, so wie auch beim Käse Stähle niemand auf die Idee käme, das Rauchen im Laden könnte sich positiv auf die Käse und die Kundschaft auswirken, ist doch vollkommen unstrittig.

Wie schreibt die FTD so schön: Rauchverbot bringt Umsatzplus.

Warum wohl? Weil Leute, die ihr Geld für Zigaretten ausgeben, dieses nicht noch mal für besseres Essen ausgeben können und aufgrund des reduzierten Geschmacks- und Geruchssinns eh viele Feinheiten im Essen nicht mehr wahrnehmen.

Insofern ist dieses Gesetz leider notwendig geworden, zu lange wurde an die offenbar bei einigen Rauchern nicht vorhandene Vernunft appelliert, erfolglos - also musste man handeln. Und das ist auch gut so. Die arme Nora kann ja auch anfangen zu rauchen, wenn sie Teil der anderen Seite sein will, oder sich Freundinnen suchen, die noch nicht kettenrauchsüchtig sind und es auch mal zwei Stunden ohne aushalten.

der chef
Donnerstag, 18.10.07 11:49
 

so ein quark....
du hast nur pech, dass du 2 freundinnen hast die raucher sind mit denen du unterwegs bist.
hättest du die 2 freundinnen und dann nochmal 3 nichtraucher freundinnen mit denen du unterwegs wärst, dann wären die 2 raucher M&M's nun die Aussenseiter die nach draussen frieren müssen. Und da sag ich nur selber schuld. Vielleicht überlegen die sichs dann ob se aufhören...

@Oh ja... : Ja, das essen schmeckt zumidest jetzt. Davor hat man ja nur Nikotin geschmeckt. Jetzt schmeckt man was vom Essen und wen es gut ist, dann kann man es richtig genießen.
Und endlich müssen Schulkinder bei Ihrem Teller Pommes nicht tonnen von Nikotin passiv Rauchen, nur weil Sie mal zur Feier mit den Eltern essen gehen.

Denkt mal nicht nur an euch sondern auch an die kleinen.

der chef
Donnerstag, 18.10.07 11:52
 

der anfang galt nora

@au weia
Donnerstag, 18.10.07 11:53
 

Eine Frage der Höflichkeit, gegenüber wem? Gegenüber den Rauchern? Im Prinzip ist es doch so, dass jetzt einfach deine Mudder nicht mehr schimpft wenn du nach Hause kommst und nach Rauch schmeckst..

Au Backe
Donnerstag, 18.10.07 11:56
 

@der Chef

Wenn ich Abends trinke und rauche, dann möchte ich aber nicht an Kinder denken. Die sind dann endlich im Bett und schlafen..

Rauchfreie Zone
Donnerstag, 18.10.07 12:08
 

Neulich war ich auf einer Geb.feier mit ca. 10 Leuten, davon haben 7 Leute gequalmt...3 waren Nichtraucher, es war eine recht "einsame" Veranstaltung, denn die 3 Nichtraucher saßen natürlich drinnen. Obwohl ich selbst jahrelang geraucht habe, verstehe ich es im nachhinein nicht wieso?!! Einfach aufhören und statt dessen Schokolade essen ;-)

jjku
Donnerstag, 18.10.07 12:14
 

An dem einen oder anderen Kommentar kann man erkennen was die Nikotinsucht so bewirkt. Wenn die Rücksicht der Nikotiniker in der Vergangenheit funktioniert hätte bräuchten wir kein Nichtraucherschutzgesetz. Aber dem war nicht so. Und darum mußte es leider von oben geregelt werden. Und das ist gut so. Jetzt können mal die Nikotiniker Platz nehmen an den sog. "Katzentischen" draußen. Vielleicht bekommen sie da ein bißchen Mitgefühl für Nichtraucher.

David Harnasch
Donnerstag, 18.10.07 12:35
 

Seitdem ich vor 4 1/2 Jahren mit dem Rauchen aufhörte, hat sich tatsächlich mein Geschmacks- und Geruchssinn sensibilisiert. Leider. Früher rochen Clubs nach Qualm. Heute nach Menschen, die seit Stunden in der Hitze tanzen. Na danke.

Wer nach einem Clubabend seine Kleider nicht wechselt, hat entweder nicht gefeiert oder er hat ein schräges Hygieneverständnis - mit oder ohne Rauch.

Es geht den Staat nichts an. Morgen wird Alkohol verboten, übermorgen Sahnetorte und in ein paar Jahren werden wir von der GeSpoPo (Gemeine Sportpolizei) zur Frühertüchtigung aus den Betten geprügelt werden.


PS: Der Spamfilter ist Legastheniker. Was ist denn ein "Ouput"???

susi
Donnerstag, 18.10.07 12:51
 

Ein Problem sieht noch keiner: Den Umsatz machen Retaurants nicht mit dem Essen, sondern mit den Getränken. Also gehen jetzt schön alle in ihr Lokal, Essen mehr (die NR) oder weniger (die R) gemütlich, um dann spätestens um 21:30 Uhr nach Hause zu verschwinden. Der Wirt sitzt mit zwei bis drei Bedienungen alleine da und starrt in gähnende Leere; und in der Folge schmeisst er eine Bedienung raus, weils jetzt mit weniger Personal, das kürzer, dafür aber öfter zur Arbeit erscheint, auch geht. Aber was am schlimmsten ist: Die Spaßgesellschaft steht vor der Türe, und ich soll mit den Nichtrauchern alleine am Tisch bleiben (und das sind nicht die Partypeople). Also steh ich als Nichtraucher mit meinem Bierchen jetzt auch draussen, hab weiterhin was zu lachen und wenn die Zapfer clever sind gibts bald Zapfhähne an der Aussenwand. Die Langweiler können zum Bestellen ja raus kommen ;-)

@David
Donnerstag, 18.10.07 12:53
 

Super, auch so ist es. Aber wetten, du kriegst jetzt gleich eins auf den Deckel... Unglaublich wie es mittlerweile in den Clubs stinkt.

Onkel Hotte
Donnerstag, 18.10.07 13:48
 

@ Susi...
also sind Nichtraucher = Langweiler?!

Naja...Ich kann und werde es als Nichtraucher wohl nie verstehen warum man nicht auch mal 2h ohne Rauchen auskommen kann. Gut...es soll ja wirklich welche geben die es doch ohne Kippe aushalten...so ca. 20 min. ;-)

Kurt
Donnerstag, 18.10.07 14:03
 

Super geschriebener Artikel, Nora!
Es ist wahr, das Rauchverbot macht die Kluft zwischen Rauchern und Nichtrauchern sichtbar durch die räumliche Trennung; und es vergrößert die Kluft, weil die Raucher nun umso mehr zu einer "Schicksals"- und "Leidensgemeinschaft" verschweißt werden, die die Nichtraucher noch mehr zu "Spaßverderbern" abstempelt als früher. Aber man sollte auch daran denken, dass es immer noch eine Sucht bleibt und viele Raucher sich diese schönreden: Die Geselligkeit der Rauchergemeinschaft wird betont, damit man nicht daran denken muss, dass man seinem Körper die ganze Zeit schadet.
Ich bin übrigens Exraucher und bereue meine Entscheidung, aufzuhören, nicht. Außerdem bin ich froh, demnächst nicht in winterlicher Kälte draußen bibbern zu müssen:)

Nora
Donnerstag, 18.10.07 14:05
 

@ Der Chef

Sag ich ja. Deshalb steht da auch "zumindest die in rauchendem Umfeld" und "Erfahrungsbericht". Der Bericht ist gewollt subjektiv und geht weniger gegen das Gesetz an sich, das durchaus Sinn machen mag, denn gegen das Unverständnis vieler Raucher, die gar nicht bemerken wie man immer und immer wieder Rücksicht nimmt.

kus
Donnerstag, 18.10.07 14:09
 

sehr lesenswert!

kus (fudder)
Donnerstag, 18.10.07 14:14
 

Passend dazu: Emmendinger Wirt klagt gegen das Rauchverbot (BZ Online)

der chef
Donnerstag, 18.10.07 14:22
 

@susi: oh man, die raucher draussen haben die interessantesten gespräche und sind am lustigsten.... naaaa klaaaar

die kommen sich nur so vor, weil die ne zicht im gesicht haben. viele denken, jeah mit ner zicht bin ich cool und die frauen fahren drauf ab. wers glaubt. nur die raucherfrauen vielleicht. jeder sucht sich seine freunde aus. wenn du halt mit rauchern rumhängst, dann steh halt draussen bei denen und beschwer dich nicht. ansonsten bleib im warmen bei den nichtrauchern und erfreue dich deiner gesundheit.

Piep
Donnerstag, 18.10.07 14:40
 

Is klar ne!

Wenn ich Abends Party mach denk ich ausschlieslich an meine Gesundheit...

Pffffffffffff!

Über die mach ich mir dann am nächsten Morgen gedanken!:-)

vsd
Donnerstag, 18.10.07 14:50
 

ein HAHA an alle diskriminierten nichtraucher... jetzt seht ihr was ihr mit uns macht..

Jesses
Donnerstag, 18.10.07 17:31
 

Seit langem mal wieder ein sehr interessanter Tag hier. Deshalb sage ich:

Militante Nichtraucher hören Die Leute!

Der Bericht aus der BZ über den Emmendinger Wirt ist nicht schlecht. Vor allem deshalb, weil wie ich glaube noch nicht alles verloren ist. In Spanien mussten sie das Schwachsinnsgesetz auch noch ändern - zum Wohle von allen! Mit dieser Lösung könnten dann alle Leben. Ausser vielleicht die Forums Reform Haus Poster von Fudder!

lobo
Donnerstag, 18.10.07 18:02
 

Einen entscheidenden Vorteil hat das Antinichtraucherschutzgesetz (oder so) noch: Wenn man des Abends durch die Stadt tingelt und nicht weiß, welchem Club man seine Anwesenheit zugute kommen lassen will, hat man jetzt einen sehr verlässlichen Indikator, ob in dem Laden richtig was los ist oder ob dort tote Hose herrscht: Die Anzahl der Raucher vor der Tür!
Nach ner Weile kann man das wunderbar hochrechnen!

hums
Donnerstag, 18.10.07 21:16
 

Ich kann dem Artikel absolut zustimmen.
Ich mache gerade die gleichen Erfahrungen mit meiner Freundin. Sie ist Raucherin - ich nicht. Ich habe nichts dagegen. Ich lasse sie rauchen. Wir sitzen draußen.
Daran haben vor der Durchsetzung des Rauchverbots wohl wenige Menschen gedacht.

Guennikuhloge
Freitag, 19.10.07 03:58
 

Man soll ja den Dingen immer etwas positives abringen. Ich bekomme dank Nichtraucherschutz im Jahr einen Urlaub mehr.
Meine Bierchen mit Freunden nach Feierabend in der Eckkneipe habe ich gestrichen, meinen Durchlaufkühler aus dem Keller geholt und nun gibt es eben bei mir frisches friesisch herbes Pils.
Als Single koche ich ja nicht, also gibt nun die schnelle Variante: Currywurst mit Pommes rot-weiß oder andere Spezialitäten die man sich ins Haus kommen lassen kann.
Am meisten werden die armen alten rauchenden Menschen in unseren Pflegeheimen leiden, denn die müssen im Winter nun vor die Tür und die Schwestern werden diese wahrscheinlich nicht jedesmal warm einpacken. So bekommt der Staat eine natürliche Auslese und es heißt danach, dass Raucher eben früher sterben. Die Rentenkasse wird saniert und somit kann sich dieser Minister mit einem Orden schmücken.
Ist das der Dank für 45 Jahre Aufbauarbeit in Deutschland????
Ich leide nicht. Mein Exwirt leidet. Die alten Menschen leiden. Die Nichtraucher vereinsamen in den Eckkneipen.
Trotzdem vermisse ich diese gemütliche verrauchte Atmosphäre.
Der Staat braucht eben ab und an die Bestätigung, daß er Macht hat.
Also spare ich weiter und mache in Ländern Urlaub, in denen man noch Rauchen darf. Meine Wochenendtrips nach Italien habe ich schon lange gestrichen. Zum Flammkuchen in den Elsaß lohnt sich ja auch nicht mehr.
Zugfahren wurde wieder durch Emmisonsbombe Auto ersetzt. Nur fürs Fliegen habe ich noch nix gefunden.

tara
Freitag, 19.10.07 08:45
 

..du hast so recht...! und david kann ich auch nur zustimmen...als ich letztens im Karma Club war, stank es penetrant nach einer Mischung aus Schweiß und Furz... sorry aber war nunmal tatsächlich so.

Da tut es richtig gut sich in die Schnewlinstraße zu begeben und im altvertrauten Rauch-(naja und bisschen Klo)-"Gestank" abzutauchen. Luxus :D !

Ich kann ohne Probleme 2 Std. oder länger ohne Kippe, aber zu meinem Bier will ich verdammt noch mal ne Zigarette rauchen!

Susi
Freitag, 19.10.07 08:57
 

@ Onkel Hotte
Nein , Nichtraucher sind keine Langweiler, aber Langweiler sind oft Nichtraucher ;-)

klug
Freitag, 19.10.07 15:45
 

naja, haste kack-freunde, haste kack-freunde. pech... wer seine sozialen kontakte vom rauchen abhängig macht, tut mir leid, egal ob raucher, nicht-raucher, militant oder tolerant.

lalala
Freitag, 19.10.07 16:21
 

ich finde es auch schade daß man in der kneipe nicht mehr furzen kann

wofür gehe ich da noch weg???

bobbele81
Samstag, 20.10.07 07:24
 

dgnh

bobbele81
Samstag, 20.10.07 07:30
 

Sagen wir es doch mal so, ( aus der Sicht eines NR´s )
in Restaurants und Wirtschaften in denen Gegessen wird ist es Absolut Sinnvoll!!!!!!! Wem schmeckt den schon sein Essen, wenn drumherum 10 Kettenraucher sitzen????
In Bars, Kneippen und Discos ist es schon irgendwie unnötig.
Das sagt sogar ein Nichtraucher!!!

G
Freitag, 26.10.07 00:46
 

Man kann's drehen und wenden wie man will. Und nachdem ich schon während einer angeregten Debatte zu Beginn des *Nichtraucher-Schutzgesetz* an dieser Stelle meine Meinung kundgetan habe, will ich mich heute (wenn's denn jemand interessiert) nur kurz halten:
Die persönliche Meinung zu dieser Regelung ist immer durch die subjektive Wahrnehmung geprägt. Sich als Nichtraucher mit den Rauchern solidarisch zu geben (wie in diesem Artikel), ist vielleicht ehrenwert aber nicht repräsentativ.
Fakt ist, dass die Toleranz immer vom Nichtraucher erwartet wird, der als Teil der Samstagabdendgesellschaft diese Kröte zu schlucken hatte.
Ich finde es gut und richtig, dass das nun ein Ende hat!

Niko
Sonntag, 28.10.07 16:26
 

mir tun alle menschen leid, deren freunde einen alleine am tisch sitzen lassen für eine zigarette. is aber auch mal ein netter gradmesser für freundschaft.

aber die argumente der raucher hier (und ich bin selber einer) sind bestechend unlogisch. selbst wenn es viele NR gibt wegen denen es das gesetz nich hätte geben müssen, rauchen ist ungesund. solange ich mir selbst schädige ist das ja auch komplett meine sache, ich wundere mich nur dass nich schon vor ewiger zeit NR gegen kneipen etc geklagt haben. der schutz war ja bis jetzt eher lachhaft. wie also soll man es rechtfertigen, dass in einer disco alle NR genötigt werden sich die atemwege und die lunge ruinieren zu lassen?? und es will doch jetzt bitte keiner sagen es zwingt sie ja keiner feiern zu gehen.
klagen der gastronomie wegen umsatzeinbußen??? wer von euch in den letzten wochen einmal abends unterwegs war wird bestätigen können, dass man im schlappen abends nach 9 noch immer keinen platz bekommt. nachgelassen hat wohl einfach der zigarettenkonsum. also ich persönlich habe mich wegen des gesetzes noch abends gelangweilt und für meine rechte geschmollt, alleine mit bier rauchend auf meinem balkon.

Columbo
Sonntag, 28.10.07 16:36
 

Ich rauche riesige Zigarren enormen Ausmaßes in Gaststätten.

lalala
Sonntag, 28.10.07 17:19
 

ich auch!!! und wenn jemand was sagt bitte ich meinen burschen, den schuft zu ohrfeigen. außer er erscheint mir nicht satisfaktionsfähig, dann bezahle ich ihn, damit er sich selbst ohrfeigt.

Onkel Hotte
Montag, 29.10.07 10:15
 

@ susi
da hab ich ja noch mal Glück gehabt dass ich zur Elite gehöre...Nichtraucher und lustig :-)

@ lalala
schon blöd wenn man jetzt aus jeder Ecke riecht wo einer seinem Analhusten die Freiheit schenkt!!!

Hätten Kneipen und Bars immer ne ordentliche Lüftungsanlage wäre es wohl nie zu solchen Diskussionen über den Sinn oder Unsinn vom Nichtraucherschutz gekommen.
Würde man aber hier Messungen über die Einhaltung der MAK-Werte (max. Arbeitsplatzkonz. gesundheitsschädlicher Stoffe) durchführen, müssten wohl alle gut besuchten Raucherkneipen von der Berufsgenossenschaft wegen drastischer Überschreitung diverser Grenzwerte geschlossen werden. An erster Stelle und der am schwierigsten einzuhaltende Wert ist Kohlenmonoxid (CO) was in nicht unbeachtlicher Menge beim Rauchen entsteht. CO ist generell toxisch, in zu hoher Konzentration reagiert der Mensch mit Kopfschmerzen, Augenschmerzen, Nasenlaufen oder Übelkeit. Denke mal eins der besagten Symptome dürften wir alle schon mal wahrgenommen haben.
Was jemand in seiner Freizeit macht sollte ja eigentlich jedem überlassen bleiben, aber hier geht es den Arbeitsplatz, genau gesagt um die Beschäftigten in der Gastronomie (oder gibt’s hier Berufstrinker?). Genau das ist der Angriffspunkt der Regierung, den Schutz des Arbeiters am Arbeitsplatz. In diesem Fall die Kneipe, Bar etc.
Am Arbeitsplatz würden wir alle auf die Einhaltung der Grenzwerte pochen, aber in der Freizeit ist es uns egal, Trotzdem ist es dann immer noch der Arbeitsplatz der Bedienung. Man könnte natürlich sagen…Berufsrisiko. Nur werden da die Krankenkassen in Zukunft auch noch ein Wörtchen zu sagen haben und dies nicht mehr Tolerieren oder nur mit stark erhöhten Beiträgen.

lalala
Montag, 29.10.07 12:40
 

@onkel hotte

FFFFFFFFRRRRRRRRREIIIIIIIIHEIIIIIIIIITTTTTTTTTTTTTTTT

so viele onkels hier, ist ja wie aufm pädophilenkongreß

feuerwasser
Samstag, 08.12.07 23:01
 

so viele arme raucherle...
tun mir ja echt leid.!muß schon sagen, bin dezent schadenfroh, denn mit etwas abstand betrachtet zeigt das alles doch nur eines: was für eine völlig absurde tätigkeit das rauchen doch ist....
würde jemand auf die idee kommen in seiner bude ein lagerfeuer zu machen um zu inhalieren, oder in der kneipe?
oder zwingt jemand die jungs und mädels zu rauchen?
ich für meinen teil fühlte mich dann doch gelegentlich gezwungen den scheißgestank und qualm auszuhalten wenn ich mal in ne kneipe wollte. hat von den rauchern keinen interressiert.
richtig- mich zwang auch niemand in kneipen zu gehen und genau deswegen ließ ichs dann irgendwann...mein schweißgerät nebelt mir genug und scheint mir die bessere untehaltung zu sein - irgendwie produktiver...
und so amüsiert mich das ganze ja schon ziemlich.... wie gesagt, es ist so herrlich absurd! um nicht zu sagen :grotesk - rauchende verhaltensweisen und diese ganze lächerliche diskussion!
raucher, denkt mal ganz ernsthaft über eure sucht nach, mal ein bischen selbstkritisch.
gebt nen haufen kohle aus für nichts und wieder nichts,
dabei verderbt ihr vielen anderen leuten die luft und mitunter auch den spaß und jetzt beschwert ihr euch daß ihr zum ausgleich frischluft einatmen müßt?versteht ihr denn nicht daß das zu eurem vorteil ist, bei all dem gefurze im kneipeninneren?

ohh ich vergaß, das ganze sozialgefüge kommt durcheinander!!
huhuuu dramatik!
weiterhin zu rauchen ist schon ein zeichen von stärke, muß schon sagen, MÄRTYRERTUM!
beeindruckend....

lustiges schauspiel abends mit viel distanz zu dem ganzen spaß durch die straßen zu laufen und mich zu freuen angesichts des absurden treibens .....

nur schade - und da schließe ich mich lalala an - schade daß man in den kneipen jetzt nicht mehr furzen kann!

lalala: 100 punkte

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