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Fotos vom Schauinslandkönig: Die 30-Minuten-Marke

Im 20-Sekunden-Takt rollten sie gestern aus der Startbox, traten später bis zum Zerreißen in die Pedale, und hofften in jeder Kurve, dass es endlich die letzte wäre. Viele der 950 Teilnehmer des ersten Schauinslandkönig Einzelzeitfahrens hatten gestern ein Ziel vor Augen: Sie wollten den Freiburger Hausberg in 30 Minuten oder weniger bezwingen. Dana ist für fudder mitgefahren. Das hat zwar länger als 30 Minuten gedauert, aber dafür hat sie eine tolle Foto-Galerie mitgebracht.



Am Start des Jedermann- und –frau- Rennens in Bohrer ist von nervöser Anspannung und besonderem Ergeiz allerdings noch nichts zu spüren: Man steht beisammen, scherzt über den anstehenden Wettkampf, posiert schnell noch zum Vorher-Bild. Freunde und Familie klopfen ermunternd auf die Schultern der Fahrer.

Drei, zwei, eins, los.



Der erste Anstieg der insgesamt 11,5 Kilometer langen Strecke verlangt schon einiges an Muskelkraft und Lungenvolumen, mit 12 Prozent Steigung ist er das steilste Teilstück bis hinauf zum Schauinslandpass.

Kaum einer fährt an diesem Sonntag zum ersten Mal auf den 1284 Meter hohen Schwarzwaldberg: Jedes Wochenende schlängeln sich Rennräder und Mountainbikes Reifen an Reifen die Fahrstraße hinauf. Auf der Strecke wird schnell klar, wer die 30er Marke anpeilt: Schnaufend und mit vor Anstrengung verzerrtem Gesichtsausdruck geht es da stramm nach vorne, nach oben.



Rechts und links scheint es nicht mehr zu geben, der Blick ist an das Hinterrad des Vordermannes geheftet, den es zu überholen gilt. Die 20 Sekunden Vorsprung, die dieser noch kurz nach dem Start hatte, kann er nicht allzu lange halten, schon schießt von hinten die Konkurrenz heran, mit aerodynamisch geformten Felgen und Carbonrahmen. Der soeben Überholte blickt kurz auf, zuckt mit den Schultern und winkt lachend in die Kamera.



So sind hier die meisten: Gut gelaunt, freundlich und stolz auf das eigene Durchhaltevermögen.

Nicht jeder hat schließlich das Glück, in fotographischer Mission unterwegs zu sein und deshalb alle paar Kurven eine Entschuldigung zum Anhalten zu haben. Mit Kinderanhängern, auf Inlineskates, auf Tan- und Tridems geht es gen Gipfel, allerdings ohne Hoffnung auf den Thron. Davon stehen gleich zwei direkt hinter dem Zieleinlauf und erwarten die jeweils Schnellsten. Die Zahl der Machtwechsel hält sich zwar in Grenzen, schnell kann sich Andreas Miller (32:05 Minuten) Krone und Zepter sichern und wird erst recht spät vom Sieger Florian Link (29,37 Minuten) entthront. Trotzdem kommt die Idee super an, vor allem die kleinen Gäste sind fasziniert von den üppig dekorierten Insignien.

Aber auch die Gesichter der „Großen“ strahlen im Ziel, viele gerötet vor Anstrengung und praller Sonne bei 25 Grad. „Die Stimmung hier ist toll, die ganze Veranstaltung ist super aufgezogen und topp organisiert“, schwärmt Uli Bartsch (40:17 Minuten Bild rechts). So oder ähnlich antworten alle, die man direkt im Ziel noch unter Atemnot stehend zum Schauinslandkönig befragt. „Ein super Event“, nennt Malte Wangerin (43:03 Minuten), der sich mit seinen Kollegen vom Radlabor eine Platzierung in der Team-Wertung erhofft, das Rennen. „Super Stimmung, ich bin nächstes Mal wieder dabei“, kann sich Hobbyfahrerin Sabine Knöfel (55:19 Minuten, Bild links) begeistern.

Dieser Meinung dürften noch einige andere Fahrer sein, aber dann wird’s eng: Maximal 1000 Starter wollten die Veranstalter Thorsten Schäfers (Marketingagentur „Frisches Blut“) und Alexander Lang (Sportagentur „YouX Events“) auf die Strecke lassen. „Wir hatten eigentlich mit höchstens 300 Teilnehmern gerechnet“, so Schäfers. „Dass mehr als dreimal so viele gestartet sind, ist Wahnsinn.“

Noch am Samstag und Sonntag hätte es gut 200 Nachnennungen gegeben, vermutlich die Gutwetterfahrer. „Wir mussten bei 950 Schluss machen, auf solche Mengen waren wir nicht vorbereitet.“ Das bekamen die Radpiloten bereits bei der Startnummernvergabe am Samstag zu spüren: Wartezeiten bis zu 45 Minuten bei der Anmeldung forderten Geduld. Nach dem Rennen ist das auch einer der Kritikpunkte, aber immer mit dem Zusatz: „Das war jetzt halt beim ersten Mal so, aber daraus können die ja noch lernen.“

Einen zweiten Punkt gibt es noch, mit dem viele Fahrer nicht ganz zufrieden sind: Die gesamte L124 Schauinslandstraße wurde für Verkehr gesperrt, bis auf das Fudder-Fahrrad und ein paar Quads rund um die ambitionierte SWR TV- Moderatorin Ursula Hoffmann darf kein Fahrzeug in die Nähe der Teilnehmer.

Kaum ein Zuschauer verirrt sich dementsprechend auf die Strecke, nur kurz nach dem Start und ab einem Kilometer vor dem Ziel kann man vereinzelt Kuhglocken und Venga- Rufe vernehmen. Das meint auch der soeben inthronisierte Schauinslandkönig Florian Link I. (29:37 Minuten). „Es wäre schön gewesen, wenn man unterwegs ein paar Leute gesehen hätte. Aber alles andere war brillant.“

Das betont er auch noch mal in einer kurzen Danksagung an das Organisationsteam, als er, frisch gekrönt, das Zepter in der einen Hand, mit der anderen seinen Preis über den Kopf hält: Einen gerade mal 700 Gramm schweren Rennradrahmen der Marke Scott. Seine Königingemahlin im Geiste, die Finnin Pia Sundstedt (37:15 Minuten), ist mit ihrem Hofstaat bereits abgereist und bekommt ihren Preis zugeschickt.



Florian ist übrigens der einzige, der die 30 Minuten unterbieten konnte. Und das, obwohl der 31-Jährige eigentlich reiner Hobbyfahrer ist.




Schauinslandkönig: Website

Tipp: Wartet einen Augenblick, bis die Galerie komplett geladen ist. Ihr könnt euch dann ganz bequem jeweils das nächste Foto anzeigen lassen, indem ihr auf eurer Tastatur die Taste "N" (für "next") drückt.






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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 28
dono
Montag, 24.09.07 18:51
 

super sache, super bilder
der schauinslandkönig scheint n ganz schönes leichtgewicht zu sein, hat sicher geholfen am berg -respekt!

lemma
Montag, 24.09.07 21:20
 

ganz schön flott....
ich brauch 1:20 da hoch, aber mit mtb über horben- kaltwasser

der chef
Montag, 24.09.07 21:30
 

mich würd mal interessieren welches material(fahrrad, komponenten etc.) der schauinslandkönig zur verfügung hatte...

uninteressierter banause
Montag, 24.09.07 22:02
 

sach ma chef, kannst nich mal endlich ruhe geben mit deinem andauernden material-gelaber? wird langsam langweilig. ich nehme mal an, es handelte sich um nicht-motorisierte zweiräder. punkt.

AK-Loop
Montag, 24.09.07 22:08
 

Der Schauinslandkönig auf Inline Skates (die übrigens ne eigene Wertung hatten und damit sehr wohl Hoffnung auf den Thron) heißt übrigens Patrick Rees, fährt fürs Speedteam Freiburg und hat auch eine Erwähnung verdient, wie ich finde. Immerhin hat er den Berg in 44 Minuten bezwungen und hat damit ne ganze Menge Radfahrer alt aussehen lassen.

Lurchi
Montag, 24.09.07 22:21
 

in china isn Sack reiß umgefallen


PS: la tribu de dana

K.
Montag, 24.09.07 22:23
 

ach das ging /hoch/ ...

PLD
Montag, 24.09.07 22:42
 

den will ich sehen der den schauinsland 30 min
hochfährt. soviel brauch ich fast mit der karre und
außerdem sprechen die bilder ne deutliche sprache außer sie wurden rückwärts aufgenommen

PLD
Montag, 24.09.07 22:48
 

respekt, ging wohl doch hoch

der chef
Dienstag, 25.09.07 07:44
 

gabs auch ne hochjogger wertung?

fuentes
Dienstag, 25.09.07 07:59
 

sauber,

unter 30 minuten,
11,5 km strecke,
macht nach adam riese...
... nen 23 schnitt.

warum meldet der sich eigentrlich nicht bei nem profi team ???

dirty donkey
Dienstag, 25.09.07 09:55
 

Zum Teil echt niedlich, vor allem die, die das nicht so bierernst nehmen, Einkaufsräder, dickreifige Mountain-Bikes und vor allem der Typ mit dem Kinderanhänger...ole...Allerdings gehören die semiprofessionellen Rennradfahrer nicht gerade zu den attraktiven Zeitgenossen...komischer Sport, bei dem man häßlich wird...

psychodad
Dienstag, 25.09.07 10:16
 

@der chef
zum thema material:
auf einem bild lehnt sich der "schauinslandkönig" an sein rad. sieht stark nach carbonrahmen aus, wahrscheinlich auch carbonfelgen und das interessante -klassische rahmenschaltung-> vll. gewichtseinsparung?!

Andrés
Dienstag, 25.09.07 10:48
 

ausserdem hat seine majestät ne recht merkwürdige schraubenkonstruktion unter seinem sattel. der sattel selbst sieht mir auch so aus, als würd er nur ein paar wenige gramm wiegen. vll auch carbon?

der chef
Dienstag, 25.09.07 11:42
 

@ fuentes: vielleicht weil die profis nen 50iger schnitt haben. na gut beim reinen hochfahren aber immer noch einiges über dem der schauinsländischen majestät.

Vielleicht fahr ich mal für mich den Berg hoch. Brauch nur aufn Tacho schaun und einfach immer konstant auf 23 oda drüba bleiben, dann hab ich den sieg in der tasche :D und spar mir zudem teure 30 euro. ich finds halt echt viel. bin armer student und dafür dass ich des auch umsonst hochfahren kann... 5 euro hät ich noch gezahlt vielleicht 10. aba dann is sense. höchstens ich hät aussichten auf den thron, dann wär des mir auch 30 wert. oda ich wär kein student und hät viel geld, dann hät ich auch mitgemacht.

des aussehen der schauinsländischen majestät verwundert mich aba auch. vor allem die arme und beine. etwas muskelatur in den armen hat noch nie geschadet, man muss ja auch den lenker festhalten. aber grad an den beinen kann ich keinerlei anzeichen von muskelatur erkennen. verwundert mich schon ...

rechtschreibfehler und große buchstaben dürft ihr behalten

Andrés
Dienstag, 25.09.07 13:11
 

mann, chef was laberst denn du?
anmelden willst du dich nicht, nur wenn du aussichten auf den thron hättest. aber den sieg hast du eigentlich in der tasche.
ja wie jetzt?

und zum thema die profis fahren einen 50er schnitt: du hast ja schon erkannt, dass die das am berg nicht fahren.

mal so zum vergleich:
das bergzeitfahren beim giro d'italia 2007 auf der
13. 3tappe von biella zum santuario di oropa hatte:
13km
718 höhenmeter
durchschnittl. steigung 5,5%
max. steigung 13%

dieses bzf ist mit dem schauinslandrennen also durchaus vergleichbar.

der sieger marzio bruseghin fuhr 28,55 min also ca 27 km/h
der langsamste, max van heeswijk, fuhr 36 min, also ca 22 km/h.

unser schauinslandkönig hätte da also mit den profis mithalten können.

fuentes
Dienstag, 25.09.07 14:19
 

so seh ich das auch und wenn der schauinslandkönig vorher bei mir in der praxis vorbei schaut, hat er sogar echte siegchancen...

der chef scheint von nix ne ahnung zu haben...

aufmerksamer
Dienstag, 25.09.07 14:23
 

seh grad dass der gewinner nen einteiler trägt, sowas hat ein "normaler hobby" radler aber nicht im schrank

Florian Link
Dienstag, 25.09.07 15:02
 

Hallo chef!

Schade, daß offenbar so viele Leute so wenig vom Sport im Allgemeinen und vom Radsport im Speziellen verstehen. Ich heiße Florian Link (Du brauchst mich also nicht "schauinsländische Majestät" zu nennen) und bin Mathematikdoktorand an der Uni Freiburg. Ich werde versuchen, Dich jetzt mal ein bißchen aufzuklären (allerdings etwas oberflächlich und teilweise subjektiv):

Im Winter ist es so, daß man als Radfahrer natürlich Krafttraining machen sollte. Während der Saison hat man dazu wenig Zeit und zehrt dann von diesen antrainierten Kraftreserven. (Leider wird bei hartem Training insbesondere in der letzten Wettkampfvorbereitung ein kleiner Prozentsatz der Muskulatur wieder "Verstoffwechselt".) Als Bergspezialist steht man vor einem scheinbaren Dilemma:
Einerseits möchte man sehr kräftig sein (gerade bei einem Berg wie dem Schauinsland mit relativ geringer durchschnittlicher Steigung ist es (für mich persönlich) günstig, mit großen Übersetzungen zu fahren. Andererseits stören "riesige Muskelpakete" (insbesondere im Oberkörperbereich) in min. zweierlei Hinsicht:
1. Das Gewicht (insbesondere in Hinblick auf die Intramuskuläre Koordination (s.u. und s. Hollmann,Hettinger - Sportmedizin)
2. Sie sind zusätzliche Sauerstoffkonsumenten
Man kann einen irre großen Muskelquerschnitt haben und trotzdem werden dort nur "wenige" Muskelfasern gleichzeitig (!) aktiviert, was eine relativ geringe Kraftentwicklung bewirkt. Wenn man eine gute Bergfahrleistung anstrebt ist es also u.a.(!) das Ziel, durch spezielles Training den Prozentsatz der gleichzeitig aktivierten Muskelfasern zu erhöhen. (Bei einem reinen Sprinter wäre diese erhöte Intramuskuläre Koordination nicht so wichtig. Hier zählt in erster Linie Maximalkraft, Explosivkraft, Leistung uvm.) Außerdem ist es natürlich am Berg wichtig, einen sehr niedrigen Fettanteil zu haben (Profibergspezialisten haben lediglich noch 3-5% (Unterhaut-)Fettgewebe). Auf diese Weise kann man erreichen, daß man eine relativ "drahtige" Arm- und Beinmuskulatur hat und dennoch sehr kräftig ist! (zum Vergleich: Mit diesen "dünnen Ärmchen und Beinchen" schaffe ich immerhin noch eine halbe Pferdestärke Dauerleistung (über 360 Watt - das ergibt 6 Watt pro Kilogramm Körpergewicht spez. Leistung). Für einen Hobbyradler doch ganz ok, oder nicht? Wenn Du es nicht glaubst, dann können wir uns ja mal im Kraftraum der Uni beim Bankdrücken treffen.
Du merkst vielleicht, daß es auch wichtig ist, sich zumindest ein klein wenig mit Trainingswissenschaft zu beschäftigen. Zu guter Letzt solltest Du nicht vergessen, daß Straßenradfahrer keine Bodybuilder sind und auch nicht sein wollen.

Ich hoffe, ich habe Dir hiermit ein bißchen weitergeholfen.

Sportliche Grüße
Florian Link

@fuentes: Hallo! Man kann ja auch mal so Spaß an etwas haben, ohne es gleich zum Beruf machen zu müssen. Man steht dann auch nicht so unter großem Erfolgsdruck. - Einfach mal gucken, wie weit man durch kluges nicht zu umfangreiches Training kommen kann und einen großen Spaß (mit sich) und Freunden haben...

Eric
Dienstag, 25.09.07 17:11
 

Hallo Florian!
Gratulation zu der tollen Zeit. Da Du dich scheinbar sehr gut auskennst, kannst Du mir vielleicht folgende Frage beantworten. Ich habe 41:10 min gebraucht und würde gerne wissen was für nächstes Jahr noch geht. Ich wiege so 93kg auf 1,98cm, wenig Fett (Basketballer Figur), also kein Bergfloh. Meinst du mit Krafttraining Beinpresse? Muss ich bei meinem Gewicht speziell trainieren (fahre nur in den Bergen). Ich kann mir schon denken, dass die Trainingswissenschaft nicht in ein paar Sätzen rekapituliert werden kann, es reicht Deine Einschätzung, Danke

fuentes
Dienstag, 25.09.07 17:31
 

also kommste in meine praxis, mit ein wenig eigenblut schaffste des nächstes jahr in 35 minuten...

ne spass bei seite, du solltest ja wenigstens angeben was/wie/wieviel/in welchem Umfang du trainierst und selbst dann wirds schwierig ne ferndiagnose zu machen.

@florian: ja ich kann das schon verstehen das man nur zum spass radfährt, mach ich ja auch. aber machst du hin und wieder leistungsdiagnostische untersuchungen ? um dein training besser planen zu können?

der chef
Dienstag, 25.09.07 21:40
 

@ Andrés: Ja, gut, ich hät keine Chance aufn Thron. So ganz ohne Training und nix. Aba wenn mir jemand sagen würde. Hallo du kriegst fürs nächste Schauinslandrennen n mega Hammer Profi Rennrad für die fahrt geliehen, dann würd ich jetzt anfangen zu trainieren und dann werden wir schon sehen ... Aber so mit meinem Rad, was soll ich da überhaupt trainieren, damit schafft auch n Profi nicht den Sieg, wag ich mal zu behaupten.

Hi Florian,

gratulation dir zu deiner Zeit und guten Leistung.
Oje Mathematikdoktorant... ich hoff ich flieg jetzt net auf :D
Ich muss zugeben ich hab so gut wie keine Ahnung vom Radsport ;) Jaja, ihr habt ja recht, schande über mich.
Könntest du mir trotzdem verraten was du für ein Rad mit welchen Komponenten hast und wieviel es wiegt? Damit kenn ich mich bissl aus.
Deine Erklärungen find ich eigentlich recht logisch. Sieht halt dennoch bissl ungesund aus... aber effektiv scheints ja zu sein. Man weiß ja nicht obs vielleicht noch besser wär mit ein schuss Muskeln ;)
Du redest von großer Übersetzung beim hochfahren. Mit welcher Übersetzung bist du den hochgefahren?
Du redest von 360 Watt. Ich will ja nix sagen, aber ich schaff auch über 300 Watt auf mind. 30 minuten. Ohne Training. Zumindest aufm Fahrrad im Fitnesstudio. Was sagt das aus? Ich wieg halt viel mehr. 90 kg. Muss man das jetzt mit dem Gewicht verrechnen? Kann man Fahrradfahrer nicht einfach anhand Ihrer Watt Leistung auf gleiche Zeitdauer vergleichen?
Wie gesagt ich kenn mich da nicht aus.
Hey du trainierst im Kraftraum der Uni? Da war ich auch mal. Jetzt aber nicht mehr. Hab dich da nie gesehen. So lang trainierst du da wohl nicht oder hab ich dich als verpasst oder nicht erkannt?
Da du schon das Bankdrücken ansprichst. Wieviel kg schaffst du den und bei wieviel Wiederholungen?
Und noch ne letzte Frage, wie oft und wie lang und über welchen Zeitraum trainierst du denn aufm Rad?
Soweit so gut, danke für die Aufmerksamkeit :)

Trainingsfleiß
Dienstag, 25.09.07 22:46
 

Hey Florian, herzlichen Glückwunsch zu deiner tollen Leistung am Sonntag! Für mich ist es besonders motivierend, dass du auch studierst, dass du also auch ein Leben neben dem Radsport hast. Ich versuche auch durch geschicktes Training neben Studium und Nebenjob so viel wie möglich zu erreichen - bisher hat es zwar nur zu einem zweiten Platz gereicht, aber immerhin :-)

@chef
Du meinst das, was du da schreibst doch nicht im Ernst, oder? Ohne irgendeine Art von (Ausdauer)Training bisher, wirst du auch in 3 Jahren - selbst wenn du jetzt wie wild zu trainieren beginnen würdest - mit einer Hightech-Rennmaschine unterm Hintern nicht den Hauch einer Chance haben :-) Die Energie kannst du ins Lesen von trainigswissenschaftlicher Literatur oder weitere Trainigsfahrten auf dem Fahrrad im Fitnessstudio stecken. (Nein, das sagt nicht viel aus, um deine Frage von oben zu beantworten. Eine Leistungsdiagnostik würde da genauere Daten liefern.)

Florian
Dienstag, 25.09.07 23:50
 

@Eric:

Ob ich mich sehr gut auskenne weiß ich nicht. Erstmal auch Gratulation an Dich für Deine gefahrene Zeit. Das dürften bei Deinen Daten auch an die 360W sein. Hier in der Gegend gibt es einfach so viele starke Fahrer (und Fahrerinnen natürlich). Dir müssen die Berge ja ganz schön gefallen. Bei einem EZF im flachen würdest Du bestimmt auch keine schlechte Figur abgeben. Wie fuentes bemerkte: Es ist jetzt wirklich schwierig aus der Entfernung und in der Kürze. Eigentlich könnte man zu allem was ich gesagt habe ein "ja aber" anfügen. Z.B. mit dem geringen Fettanteil: Es ist sicher nicht gesund, das ganze Jahr über einen solchen Fettanteil zu haben. Im Winter kann man deßhalb ruhig ein bißchen an Gewicht zulegen (die Energie braucht man ja auch für das Training im Frühjahr)...
- Möglicherweise kann man Deinen "runden Tritt" noch optimieren. Wenn dieser schlecht ausgebildet wäre, wären bei Deiner Statur bestimmt schnell zwei Min. drin.
- Ausschließlich in den Bergen würde ich nicht trainieren (so groß der Spaß dabei auch ist). Im Frühjahr würde ich fast nur im Flachen "Grundlage" trainieren und dies im Sommer auch nicht vergessen...
- An der Beinpresse würde ich persönlich jetzt auch nicht mehr als an anderen Geräten trainieren. Krafttraining (für die Beine) kann man (wie immer mit Vorsicht) auch gut am Rad trainieren.
- Mit zuviel Krafttraining muß man, so glaube ich, sowieso vorsichtig sein, um keinen "Schaden" zu bekommen... Viele vergessen sich hierbei zu Dehnen. Verkürzt sich der Antagonist, so gehen hierbei auch wieder einige Watt flöten...
Ich hoffe die etwas oberflächlichen Ansichten können Dich vielleicht weiterbringen.
Ein schönes Buch über die Trainingsbasics ist für mich
Achim Schmidt - Handbuch für Radsport - Meyer&Meyer Verlag
Etwas ausfühlicher ist da schon "Handbuch Radsport" vom BLV Verlag. Also viel Spaß dabei...

@fuentes:
Leistungsdiagnostik: Das kommt drauf an was man aus sich noch herauskitzeln möchte. Wenn man ein bißchen Leistungsorientierter fahren möchte, wäre ein Laktattest im Frühjahr sicher nicht falsch. Wenn man richtig Leistungsport betreibt, dann sollte man min. zwei Laktattests machen und kann sich dann noch überlegen was man sonst noch an tests macht.
Man kann halt dabei die Herzfrequenz mit dem Laktat korrelieren (zumindest für eine gewisse Zeit). Aber von Tests allein fährt man halt auch noch nicht gut...Ich selbst habe keinen gemacht (in meiner Situation war das eigentlich ein bißchen dilettantisch, aber nächstes Jahr vielleicht, wenn die Arbeit es zulässt...).

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An dieser Stelle fällt mir ein zu sagen: Ich hatte mir überlegt nächstes Jahr zusammen mit anderen vielleicht eine Woche vor dem Schauinslandkönig 2008 ein Vorbereitungsbergzeitfahren (etwa auf den Hochfarn: ca: 6.2km, ca.700Hm also ca. 11,4% im Schnitt, ein guter Bergfahrer schafft den in vielleicht 23-25min.) zu organisieren. Allerdings in bedeutend kleinerem Rahmen (so etwa bis 100 FahrerInnen. Wie die BZF in Linach und Rastatt). Diese Strecke war, glaube ich, auch mal Austragungsort der BaWü-Bergmeisterschaft (die Jaksche gewonnen hat...). Diese Straße bekäme man evtl. gesperrt. Eine andere Möglichkeit wäre direkt daneben von Oberried auf den Stollenbach. Dort gab es auch schon eine BaWü-Berg. Diese Straße ist aber wahrscheinlich nicht so leicht gesperrt zu bekommen... Vielleicht hat jemand Interesse da mitzuorganisieren?

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W[..] jemand von mir auf dem Schaui (als ich meinen kleinen Gefühlsausbruch hatte :-) ein paar nette Photos geschossen hat, kann er mir die vielleicht schicken??

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Ich möchte mich auch nochmal bei den Zuschauern bedanken, die mich angefeuert haben. (Ich habe fast niemanden gesehen, weil ich ständig "in meinen Lenker gebissen" habe...) aber gehört hab ich was...:-). Ganz besonders aber auf den letzten 1500m: Da haben mich sogar einige Fahrer angefeuert. Das war unglaublich. Das hat mich nochmal zusätzlich motiviert: am Ende hab ich dann nur noch Sternle gesehen...

Spectator
Mittwoch, 26.09.07 00:23
 

Falls es jemanden interessiert: ein Kumpel von mir war erst neulich zu einer Leistungsdiagnostik im Freiburger Radlabor und war ganz begeistert.

Habe gerade mal deren Internetseiten durchgestöbert und seht mal was ich gefunden habe:

http://www.radlabor.de/angebot/biomechanik/pedalkraftanalyse.html

Dort kann man sogar seinen runden Tritt untersuchen lassen. Vielleicht solltet ihr mal bei den Experten anklopfen mit eueren ganzen Fragen.

Weiterhin viel Erfolg beim radeln. Der Schauikönig war jedenfalls eine gelungene Veranstaltung, auch wenn ich nur ein Zuschauer war.

Sportliche Grüße

Phillipp
Mittwoch, 26.09.07 22:36
 

Hey Flo,

Gratulation zur Zeit und dem Sieg. Hat mich aber eigentlich nicht gewundert, dass du gewonnen hast. Bist ja schon während des Landschulheims in Frankreich in der TO damals mal schnell eben 150 km fahren gegangen, was ich zu der Zeit gar nicht verstehen konnte :-)
Heute kann ich es auch nachvollziehen, auch wenn ich den Sport in einem ganz anderen Umfang betreibe als du.

Grüße
Phillipp

P.S. Vielleicht kann ich dich nächstes Jahr ja für unser Team Caritas gewinnen, das beim Schauinslandkönig über 1100 Euro einsammeln konnte :-)

http://sponsoring.caritas-international.de/Schauinslandkoenig

king pin
Donnerstag, 27.09.07 07:49
 

und wenn man oben ist? käffchen trinken?da fängt der spass doch erst an...


180-achsen
78er rollen und runter gehts.

Der Flitzer
Freitag, 05.10.07 18:43
 

Kurzer Leidensbericht.. 1 Km scheisse pfeift meine Lunge schimpf motz mecker 2 KM ich überhole den Typ mit Anhänger der als allerletzter ankam..Reschpekt vor Ihm..3.KM mich überholen die wahren Könige zwei Typen mit Krone an den Helmen 4. KM Mich dürstet und ich hab Hunger 5. KM ich werde von "so schnellen" überholt..Nachdenklich schaue ich Ihnen nach 6. KM die fünf Bier vom Vorabend sind verdaut 7. KM ich höhre ein lautes extremes Pfeifen..Grund n "Spinner" mit nem Düsenantrieb. ich lache bis zu KM 8. Der Schweiß fliest die Tritte werden langsamer.. KM 9. nach Holzschlägermatte die 5 Ouzo melden sich zu wort KM 10 Endspurt es wird ein wenig flacher..die letzten Reserven werden heruasgeholt schließlich bin ich ja schon 20 KM über den Roßkopf zum wärmen gedüst. Ich sehe das Ziel KM 11 Hurra ..1Stunde 2 Minuten 57 Sek. Knapp meine Ziel die 1 Stunde verpasst das müssen die 3 Jägermeister von gestern gewesen sein..dabei dachte ich ich hätte dadurch tierischen Auftrieb.

.Naja also hol ich mir mein T-Shirt meine Trinkflasche usw wie versprochen wie?? gibts nücht..Schweine nenene und dafür 30 Euro hüstel..Gewonnen habe ich trotzdem da mein Namensvetter das Rennen machte..muss ihn bei Gelgenheit fragen was er zum Vorglühen so trinkt :-)

Als Dankeschön an mich ab durch die Kaltwasserabfahrt Downhill runter über Horben bis zur Sternwaldwiese und dort wartet schon Frau Kind und diverse Kumpels..n Kuss und n kühles Bier ist mein Zepter und meine Krone für den Tach

Es grüßt der Flitzer

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