Vor einigen Wochen hat Eva einen Artikel mit dem Titel „Wie werde ich Polizist?“ geschrieben. In den Kommentaren dazu rüttelten einige Leser gewaltig an dem positiven Bild, das dieser Artikel vom Beruf des Polizisten vermittelte – wie hart der Alltag eines Polizisten sein kann, käme darin ja viel zu kurz. „Fragt mal nach, ob ihr mal ein Streifenteam am Wochenende in der Innenstadt begleiten dürft“, schlug einer von ihnen vor. Eva hat genau das gemacht und durfte mit auf eine Samstags-Nachtschicht.












good work eve!
Klasse Artikel, Eva!
Eigentlich sollten sich Kritiker der Polizei auch mal deren Nachtprogramm geben, vielleicht würden solche Diskussionen ja dann ganz anders laufen. Toll geschrieben, sehr aussagekräftiger Text.
Mannmannmann, nehmt mir doch auch noch meine letzten Vorurteile ;-)
Sehr informativ und tja, zum Nachdenken anregend...
Super interessanter Artikel!!
Vielleicht ließt ihn ja der ein oder andere Kritiker der Polizei und lässt sich von seiner bisher schlechten Meinung auch ein wenig umstimmen!?? Sehr toller Einblick jedenfalls in den Beruf der Polizei!
WENN ICH GROß BIN DANN WERD ICH POLIZIST!
Toller Text. Wieder mal merke ich: Es ist wirklich eine Schande, wie schlecht "wir" "unsere" Cops für deren harte Arbeit entlohnen. Zu dem Job gehört schon ein gerüttelt Maß Idealismus!
Danke für die Blumen :-)
Zum Thema "Jugendliche und Alkohol" hat mir Her Hochuli, der Leiter des Reviers Nord im Nachhinein noch mitgeteilt, dass sich am vergangenen Wochenende in Neuenburg ein 13jähriger buchstäblich ins Koma gesoffen hat. Er musste mit dem Hubschrauber in die Klinik geflogen werden. Außerdem hat sich herausgestellt, dass die beiden 15 und 16jährigen Mädchen schon sehr trinkgewohnt waren. Und, was ich im Artikel leider herauskürzen musste: Im Gespräch mit der Polizistin hat das 15jährige Mädchen ganz klar gesagt, dass sie aggressiv geworden ist und den Streit absichtlich provoziert hat.
All diese Alkoholgeschichten haben mich echt ziemlich geschockt. Dass Jugendliche Alkohol trinken ist für mich dabei nicht der Punkt; schockierend finde ich aber, dass sie es in so zartem Alter schon als Mittel zur Problemverdrängung einsetzen.
klar, die polizisten kriegen zu wenig geld und werden den ganzen tag dumm angemacht, bedroht, geschlagen bzw. müssen andere dumm anmachen.
das rechtfertigt aber nicht die vielen straftaten, die von polizisten durchgeführt werden wie jetzt zB. während der g8-demos wie prügeln, beleidigen, bedrohen, hunderte grundlose tagelange festnahmen mit verweigerung von anwälten/privatsphäre usw.
für ein besseres verhältnis von polizei zum steuerzahler (arbeitgeber!) muss noch vieles getan werden.
Interessanter Beitrag. Habe vor einem Jahr ähnliche Erfahrungen auf dem Revier Nord gemacht, als ich auch mal zwei Nächte "hospitieren" durfe. Die Arbeit der Polizistinnen und Polizisten hat mit ebenso beeindruckt wie Eva. Mit am Witzigsten fand ich ebenfalls das Feierabendbier am frühen morgen.
E. Grün
fettes lob - klasse bericht!
zum beitrag von tsetse:
glaubst du wirklich den scheiß den du da erzählst? kenne bei weitem ne ganze menge polizisten und keinen aber wirklich keinen, der "einfach mal so ein paar demonstranten verprügelt, die ja gar nichts gemacht haben".
wenn jemand mich angreift, dann wehre ich mich und so ist es mit den polizisten auch.
stell dich doch mal hin und lass dich "steinigen" - kann mir echt was besseres vorstellen -
nee echt, dass es solch eine verklärte meinung noch gibt -
natürlich ist es nicht angenehm verhauen zu werden - aber ohne steine und mollies gibt es auf ner demo auch keine haue -
so, nun dank an eva für den guten bericht.
weiter so!
Dankedanke, ich freue mich sehr über all das Lob :-)
Aber bevor hier eine uferlose Diskussion über prügelnde Polizisten entsteht, möchte ich Folgendes zu bedenken geben:
Ich fand auch nicht gerade toll, was in Heiligendamm passiert ist. Trotzdem sollte man sich bemühen, nicht alles in einen Topf zu werfen. Deshalb
@tsetse: Ich glaube nicht, dass Polizisten deshalb bei solchen Großdemos "losprügeln", weil sie frustriert von ihrem Job oder ihrem zu geringen Einkommen sind. Ein Beispiel dazu aus der oben beschriebenen Nachtschicht: Nachdem den Jugendlichen ihre Schreckschusspistole abgenommen wurde, habe ich mich mit einem der Polizisten drüber unterhalten, wie groß der Unterschied zwischen der abgelaufenen Action (gezückte Schusswaffen, etc) und der tatsächlichen Ursache (relativ harmlose Schreckschusspistole) war. Er meinte dazu nur (sinngemäß): "Stimmt, aber halten Sie sich mal vor Augen, wie echt das Ding aussieht. Und dann stellen Sie sich mal vor, so ein betrunkener Jugendlicher richtet so ein Ding im Übermut auf einen Polizisten und der fühlt sich bedroht..." Ich will mit diesem Beispiel nichts entschuldigen, aber darauf hinweisen, dass man letztlich auch solche Demo-Situationen mal aus der Perspektive eines Polizisten beurteilen sollte, bevor man solche scharfen Pauschalurteile fällt.
@Erwiderer: Diskussion - sehr gerne, aber bitte in einem etwas gemäßigteren Ton :-)
SEvaK mal wieder mit duper Text und Bild! Rock on, captcha: Eimer ;-)
@Eva/erwiderer:
ich möchte hier bestimmt nicht pauschal jeden polizisten anprangern, aber ich möchte schon auch zu bedenken geben, dass es (ohne pressebegleitung?) oft auch anders zugeht. polizisten dürfen sich natürlich wehren. ich bin sogar für mehr und besser bezahlte polizei. aber dass diese o.g. straftaten immer unter den tisch gewischt werden oder gar als berechtigt angesehen werden ist ganz schön übel. der gesetzgeber findet es übrigens in besonderem maße verwerflich wenn "im amt" straftaten begangen werden.
an Tsetse:
Dir ist wahrscheinlich einfach nicht bekannt, dass es durchaus immer wieder vorkommt, dass Polizisten wegen Straftaten genauso ihre Strafe bekommen.
Bei Polizisten wird es nicht nur strafrechtlich verfolgt, Polizisten bekommen auch noch vom Dienstherrn eine über gebraten, u.a. kann das bis zur Entlassung führen.
Nur weil diese Vorfälle meist nicht in den Medien veröffenlicht werden, heisst es lange nicht, dass die Verfahren gegen Polizisten eingestellt oder unter den Tisch gekehrt werden, im Gegenteil!!!
Respekt Eva
Schön, daß du meinen Vorschlag umgesetzt und einen kleinen Einblick in meinen bzw. unseren Berufsaltag bekommen hast.
Wie ich gesehen habe hat es in der Nacht geregnet, jetzt mußt du die dir die Nacht bei ca. 30 ° vorstellen und du kannst dir ausrechenen, was dann los sein wird.
Vielen Dank für deinen schönen Artikel.
Ich hoffe er trägt dazu bei, daß die Menschen hier in Freiburg die Arbeit von Krankenschwestern, Feuerwehrleuten, Altenpflegern, Rettungssanis etc. und natürlich Polizisten etwas mehr würdigen, da diese Leute in den Nächten und an Wochenenden für sie da sind.
stichwort hundestaffel: ich kanns ja wirklich nicht fassen, dass es ein probates mittel sein soll, einen hund auf menschen zu hetzen. jemanden von einem hund beissen zu lassen finde ich einfach nur skandalös, auch wenn es der grösste verbrecher ist.
was für eine scheisse dabei rauskommen kann haben wir ja unlängst erst mitbekommen.
zur durchführung von unmittelbarem zwang gibts schliesslich jede menge andere mittel (knüppel, reizgas, wasser und schutzschild zur verteidigung haben die auch immer in der karre).
ok ich mag hunde nicht, aber trotzdem. hallo, günther metzger wie heisst noch mal diese site? *g*
sehr schön, danke! ;-)
@Andrés: Wie kommst du darauf, dass der Schutzhund angefordert worden wäre, um ihn "auf Menschen zu hetzen"? Der Hund hätte im Ernstfall lediglich ein bisschen Knurren und böse gucken sollen, um den schlimmstenfalls hochaggressiven Ehemann ein bisschen einzuschüchtern und so zur Ruhe zu bringen. Allerdings habe ich von dem Hund nichts mitbekommen, außer dass ich ihn einmal aus dem Wagen heraus habe bellen hören. Er wurde nicht einmal prophylaktisch mit in die Wohnung genommen, sondern wäre nur geholt worden, wenn die Situation es tatsächlich erfordert hätte.
@Billy: Freut mich, dass dir der Artikel gefällt. Die Idee, mit auf Streife zu fahren, kam mir schon während der Vorbereitung zum Artikel "Wie werde ich Polizist", aber dass es dann von einem Leser (also von dir) geradezu gefordert wurde, kam mir gerade recht ;-)
Ich habe mich viel mit den Polizisten unterhalten und die haben mir einiges von Einsätzen (Schlägereien, Messerstechereien, Leichenfunde etc.) erzählt, wie ich sie in dieser Nacht nicht erlebt habe. Auch sind in dieser Nacht ein paar Sachen passiert, während ich gerade zufällig woanders unterwegs war, und als ich morgens dann den Erzählungen zugehört habe, war ich ziemlich froh, da nicht dabei gewesen zu sein. Ich habe das Angebot bekommen, nochmal mit auf eine Nachtschicht zu gehen und auch, wenn ich vermutlich kein kein zweites Mal für fudder darüber schreiben kann, werde ich das Angebot aus persönlichem Interesse trotzdem annehmen. Mal sehen, was dann so passiert...
@ Eva: Vielleicht kannst Du ja die Anregung aufgreifen, auch über andere Berufsgruppen so "hautnah" zu berichten - wenn ich mir so die gängigen Klischees, die über die o.g. Berufsgruppen weit verbreitet sind reinziehe, fände ich das doch einen gar lobenswerten Beitrag zum zwischenmenschlichen Mitteinander ;-)
@DerOnkel: Sowas in der Art habe ich mir auch schon überlegt. Muss ich mal weiter drüber nachdenken.
@eva: das wollte ich in diesem fall nicht konkret unterstellen.
ich hab das mehr allgemein gemeint. generell können hunde ja schon auf personen losgelassen werden, es kommt ja ab und zu vor, dass personen von einem polizeihund gebissen werden und sie werden ja auch darauf trainiert (trainer in gepolstertem anzug in den sich der hund verbeissen soll).
das böse schauen und knurren soll einem eventuellen aggressor ja durchaus suggerieren, dass er gleich gebissen wird.
das erinnert mich übrigens an diverse folterwerkzeuge aus dem mittelalter, die nur dazu da waren dem betreffenden gezeigt zu werden,damit er aus purer angst gleich alles gesteht.
ich hoffe du hättest im ernstfall das feuer erwidert :)
RAFTERMAN
Well, it depends on the situation. I mean,
I'm--I'm here to take combat photos. But if
the shit gets too thick, I mean, I'll go to the
rifle.
@Andrés: Polizisten tragen übrigens auch Schuhe, trotzdem treten sie nicht einfach auf Menschen ein. Und sie haben auch Waffen, trotzdem veranstalten sie keine Drive-by-Shootings. Schuldigung, aber in diesem Fall find ich deine Argumentation ziemlich unausgereift. Natürlich werden diese Schutzhunde entsprechend trainiert; das heißt aber noch lange nicht, dass sie grundlos auf irgendwen losgelassen werden. Es macht ja keinen Sinn, einem aggressiven Schläger mit einem streichelzahmen Rauhhaardackel entgegenzutreten. Angenommen, der Ehemann wäre tatsächlich aggressiv gewesen und hätte Anstalten gemacht, seine Frau oder meinetwegen einen der Polizisten anzugreifen, dann wäre der Hund vermutlich mal zähnefletschend und bellend in seiner Leine gehangen. Die Befürchtung, von dem Hund gebissen zu werden, hätte den Mann dann von weiteren Handlungen abhalten sollen. Aber bis der Hund den Befehl gekriegt hätte, den Mann zu beißen, hätte mit Sicherheit einiges passieren müssen. Wie gesagt: Ich hab den Hund nichtmal gesehen, nur bellen gehört. Wenn's dich interessiert frage ich gerne bei nächster Gelegenheit nochmal genau nach wie das so ist mit dem Einsatz von Schutzhunden.
@lalala: Urgs, nee, wahrscheinlich hätte ich mich im Ernstfall eher an den sprichwörtlichen Rockzipfel eines der Polizisten geklammert und nach meiner Mama geschrien oder sowas. Ich hab ja schon Skrupel, eine Fliegenklatsche einzusetzen.
och mensch eva, ich hab doch weder unterstellt, dass hunde etc grundlos eingesetzt werden noch hab ich den einsatz von gewalt in entsprechenden situationen abgelehnt.
ich stelle lediglich den hund als mittel zur ausübung von gewalt in frage, bzw ich lehne ihn sogar ab.
das halte ich für eine ganz legitime ansicht, analog zur kürzlichen diskussion über das für und wider des einsatzes von gummigeschossen.
also wenn ichs mir aussuchen könnt, würde ichs präferieren mich mit pfefferspray besprühen und mir anschliessend eins mit dem gummiknüppel überbraten lassen, als mich von einem hund beissen zu lassen. ein hundeliebhaber mag das vielleicht anders sehen. ;-)
(bevor wieder jmd was falsch versteht: das war kein seitenhieb auf irgendwen)
Hi, und danke Eva, gut das du den Bericht gemacht hast und die möglichkeit hattest in den Beruf "reinzsuchnuppern".
Wie im ersten Interview entsteht auch hier wieder eine unnütze Diskussion, die gerade wieder Leute entfachen die keine Ahnung haben und ihr Wissen aus den Medien holen. gelle tsetse!!
Ach hat man im Fernseh gar nicht gesehen, wie Kollegen beim G8 Gipfel um ihr leben rannten und ins Wasser flüchten mussten? Das sie dort in Boote einsteigen mussten um noch heile rauszukommen? Ne, klar viel interessanter wird immer sein, was die Polizei macht. Die bösen Wasserwerfer, die armen Demonstranten, die wollen doch nur ihre Meinung ausdrücken.
Die wollen die Steine doch gar nicht werfen,.....
tsetse bleib in deiner heilen Welt und suche die Schuld/ Gewalt beim Staat.
Ich danke Eva, dass sie neutral darüber berichtet hat. So hat jeder einen Einblick bekommen.
Sehr schöne Reportage ! - Aber die Freund und Helfer können wohl auch anders. Wie war das doch gleich ? Freiburger Polizisten sollen ihren Hund auf einen am Boden liegenden Nigerianer gehetzt haben mit den Worten "Friß den Neger". Konnte man im "Sonntag" lesen. Bei fudder leider nicht.
sehr gut!
bitte mehr davon!
@ eva: super geschichte! ...und hut ab vor dem, was unsere polizei so alles leistet und zu erdulden hat...
ich find´s nur immer höchst bemerkenswert, wenn bei allem, wo polizei drauf- und dransteht gleich auf konfrontation gemacht wird. scheint wohl absolut hipp zu sein, die mädels und jungs der polizei in ein schlechtes licht zu rücken - wenn´s denn sein muss, ist sogar die gewaltorgie beim g8-gipfel gut genug, um zu beweisen, wie "gewaltgeil" unsere polizei doch in wirklichkeit ist! oder wie andres schrieb: "stichwort hundestaffel: ich kanns ja wirklich nicht fassen, dass es ein probates mittel sein soll, einen hund auf menschen zu hetzen."
schön, dass du gleich entsprechend drauf geantwortet hast!
Ist doch wohl völlig klar, dass die Polizei, wenn sie eine Journalistin zur Streife einlädt, sich hyperkorrekt verhält. Alles andere wäre eine Überraschung. Das heißt nicht, dass der Dienst nicht hart sein kann und das wurde ja auch sehr anschaulich beschrieben.
Aber wie ist es mit den Beamten, denen vorgeworfen wird, dass sie ihre Hunde auf einen wehrlosen Nigerianer gehetzt haben sollen mit dem Worten "Friss den Neger". Ob die bei bei Evas Tour auch mit auf Streife waren und bei Feierabendbier saßen ?
@eva
JOKER
(John Wayne voice)
Listen up, pilgrim. A day without blood is like
a day without sunshine.
@willnurspielen
nun kapier es schon, auf deine hetze geht keiner ein.
Was in den Zeitungen geschrieben wurde, ist wohl selbst aus deiner Sicht ein bißchen einseitig vorgetragen worden, oder ?
Es wird sich von Polizeiseite keiner über ein schwebendes Verfahren äußern, dies wirst du nie erleben.
Und so wie es in der wahnsinnigen tollen Zeitung am Sonntag geschrieben wurde, ist es mit Sicherheit nicht abgelaufen, glaub es mir.
Auch TV-Südbaden ist natürlich auf das Boot gleich aufgesprungen, war ein wirklich schlechter Bericht über den "armen" Mann, mir kamen fast die Tränen.
Es wäre wirklich an der Zeit, daß jede Polizeistreife eine Videokamera als Ausstattung bekommt, um solche Sachen einfach zu filmen.
@ willnurspielen: Ich denke, du musst dich mit dem Gedanken abfinden, dass mein Artikel einen ganz anderen Zweck verfolgte, als irgendwelche "Skandale" aufzudecken oder ähnliches. Ich wollte die alltägliche Arbeit von Polizisten anhand einer Nachtschicht dokumentieren und einen realitätsnahen Einblick in diesen Beruf vermitteln; nicht mehr und nicht weniger. Abgesehen davon würde ich, wenn ich vorhätte, irgendwelche Polizeiskandale aufzudecken, eine andere Form der Recherche wählen, als mit auf Streife zu fahren. Aber diese Art des "Enthüllungsjournalismus" interessiert mich nicht, deshalb wirst du von mir vermutlich nie etwas in dieser Art lesen.
@lalala: Dir ist schon klar, dass du mich gerade provozierst, dir mit Zwangsheirat zu drohen? *g*
Also ich habe fast nur schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht, aber gehe trotzdem mit nem Lächeln auf sie zu, so geht man den Problemen meist aus dem Weg, leider gibt es auch welche die dann erst recht was suchen oder was erfinden. Alles schon erlebt. Bei den Umständen, mit wenig Schlaf, pöbelnden Jugendlichen/Rentnern(!) kann ichs schon verstehen, wenn ein Polizist nicht immer gute Laune hat und auch mal ungerecht reagiert. Da hilft nur Klappe halten, weil deine Meinung interessiert in dem Moment keinen.
Hallo Eva. Gratulation zu deinem wirklich tollen Bericht. Er zeigt auf, mit wieviel unterschiedlichen Situationen man in diesem Beruf in nur einer Nachtschicht konfrontiert wird. Jede dieser Situationen erfordert dann eine ganz bestimmte Lösung und Methode, über die macnhmal innerhalb Sekunden entschieden werden muss. Diese selbsternannten Polizeiexperten hier nehmen sich dann für die Kritisierung der Entscheidung mehrere Stunden oder Tage Zeit, ohne dabei in Steß, Angst, Hektik, Geschrei usw. zu sein. Zum Thema Polizeibiss in der Eschholzstraße eine kleine Empfehlung: Hinterfragt wenigstens ein wenig kritisch die Informationen, die ihr von irgendwelchen Zeitungen zu lesen bekommt, bevor ihr diese als die Wahrheit abspeichert. In Kürze werdet ihr feststellen müssen, dass alles anderst war...wartet ab...Allerdings wird in der Presse dann vermutlich nur ein ganz, ganz kleiner Bericht darüber zu lesen sein. So läuft das Spiel mit einem großen Teil der lieben Presse nämlich.
Eva: nochmal ein ganz festtes Respekt für deinen Bericht...ganz großes Tennis!!!!!!!!!
ich hab persönlich auch eher sehr gute erfahrungen mit der polizei, aber ich bin ein weißer mittelschichterwachsener und gegenüber der polizei immer ausgesucht höflich. als nichtweißer oder punk oder in einer konfliktsituation kann ich mir sehr gut vorstellen, daß die sache auch mal anders aussieht, und es ist absolut nötig, daß dann ermittelt und berichtet wird. polizisten sind menschen, wenn man nicht auf sie aufpaßt bauen sie scheiße. wie ich.
@eva
deshalb infiltrierst du also den polizeiapparat? SIE SIND VORLÄUFIG FESTGENOMMEN! HIER IST DER RING! BRAUT KÜSSEN! NA ALSO, GEHT DOCH!
Hey!
isch find den Artikel auch sehr, sehr gut!!!
wie wäre es denn als "Kontrastprogramm" wenn du die beiden Streetworker Marc und Evi mal nen Tag begleitest???
Für 'n Interview sind die ganz sicher bereit und es ist wirklich unglaublich interessant mal mit denen zu quatschen!
Hatte selbst die Chance dazu als isch n Referat über Streetwork vorbereitet hab!
Glaub mir, es lohnt sich!
Die Hautfarbe, Rasse oder links/rechts Aussehen sollte man nicht als Vorurteil der Polizei werten. Es ist nunmal meistens so, dass man bei Nichtdeutschen schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat und so passt man lieber etwas besser auf im Interesse der eigenen und der anderen Person. Kann ich nur zu gut nachvollziehen. Es ist halt eine Schande für alle Anständigen, wenn sie beispielsweise durch ihre eigenen Landsleute so dermaßen in den Dreck gezogen werden, dass sie dadurch Nachteile erfahren müssen. Das ist traurig aber Realität.
"Fahrradfahrer, die ohne Licht über die Kajo brausen, werden auf wirklich nette Weise gebeten, das Rad zu schieben."
Bei mir kostet das immer Geld..
@lalala: ich könnte ja mal fragen, ob ich ein schießtraining mitmachen darf. danach hast du endgültig keine chance mehr, mwahahaha.
Hallo Eva!
Als Beamter beim Revier-Nord (auch im Streifendienst) möchte ich Dir für diesen Artikel danken! Ich war zwar in "Deiner" Nachtschicht nicht im Dienst, doch kommen mir diese von Dir beschriebenen Situationen sehr bekannt und vertraut vor. Ich denke ich kann deshalb beurteilen, daß Du hier einen sehr guten -und vor allem realistischen- Bericht abgeliefert hast!
Mach deshalb weiter so - Danke!
Danke, das freut mich besonders :-)
Ich hoffe ja, dass ich bald nochmal mitdarf; vielleicht begegnen wir uns ja dann.
Hallo Eva,
für "Infizierte" wie dich gibt es die Möglichkeit Polizeifreiwilliger zu werden. Einige Wochen Ausbildung und du darfst in Uniform, mit allem Drum und Dran, am eigenen Leib erfahren was es heißt, wenn dich dein Gegenüber nur als Uniformierter wahrnimmt.
Der Artikel ist übrigens spitze. Habe die lange Fassung gelesen und war erstaunt, mit welcher Begeisterung du geschrieben hast.
Gruß,
Solo
@Solo: Ja, davon habe ich schon gehört. Wenn dafür ähnliche Aufnahmebedingungen gelten wie für die reguläre Ausbildung, falle ich allerdings durch: Ich bin zu fett und habe keinen Führerschein :-(
Ich wüsste trotzdem gerne mehr darüber, weißt du, wo man sich da genauer informieren kann?
Und danke für das Lob :-)
Meinst du mit "lange Fassung" diesen Artikel hier? Der ist ja schon um einiges gekürzt; ursprünglich hatte er knapp 14.000 Zeichen (die Richtlinie waren 7000), jetzt hat er "nur noch" 10500. Habe es wirklich versucht, aber noch mehr kürzen ging einfach nicht.
Mit der "langen" Fassung meine ich die, die du meinem Chef geschickt hast.
Wer genau für Polizeifreiwillige bei der Polizeidirektion zuständig ist, weiß ich nicht. Ich würd's aber mal über den Einstellungsberater probieren.
Ui, haben wir uns denn kennengelernt in dieser Nachtschicht?
Für die Freiwilligen müsste ja dann die Frau Simon-Immel zuständig sein. Die hat mich gestern schon gefragt, wann sie mich denn zum Einstellungsgespräch begrüßen dürfte. Na, denn frag ich die mal.
Hallo Eva!!
Ich bin, wie Ceasar, auch im Schichtdienst aufm Revier-Nord! Leider in dieser besagten Nacht auch nicht im Dienst gewesen!
Kompliment zu deinem Bericht, der ist echt sehr gut geworden! Wie Caesar schon gesagt hat, kommt mir sehr bekannt vor! ;-)
Ist wirklich sehr traurig, was manche Leute hier für eine Sch**** von sich geben!!
Hoffe, wir lernen uns auch mal in ner Nachtschicht kennen!!
Mfg V.
Von mir aus gerne :)
Ich schau jetzt Samstags schon immer bei der GewaCity, ob jemand dabei ist, den ich kenne; bisher hatte ich aber Pech.
Den Artikel fand ich auch sehr interressant, aber leider
stand am Samstag den 30.Juli ein etwas unschöner Artikel in der BZ über eine "Feier" in Landwasser, die durch die Polizei eskaliert ist. Zitat BZ: Polizisten hätten einen Raum gestürmt und "Wir sagen nur eins: Heilbronn" gerufen. Dabei wurden 3 Jugendliche aufs Übelste niedergerungen, in einen Schrank gepfercht und mit Pfefferspray besprüht. Ein Jugendlicher soll im Polizeirevier auch noch zwei Boxhiebe von einem Polizisten erhalten haben.
Eigentlich echt schade nach so einem guten Bericht.
Lieber Rütli, zu dem Artikel in dieser ****** BZ kann ich nur sagen, dass das Geschreibsel jeglicher Grundlage entbehrt. Was da geschreiben wurde ist eine absolute Frechheit und sehr traurig für eine Zeitung. Wenn man sich den "Artikel" mal durchliest, dann bekommt man ja schon Zweifel, schon alleine wie es geschreiben wurde. Hallo liebe BZ-Redakteure...zu viele schlechte Filme gesehen? Ich könnte kotzen, wenn ich sowas lese. Eins noch, ich weiß von was ich hier schreibe!!!!!
Ich bedanke mich ebenfalls für diesen gut geschriebenen Artikel. Er ist eine Wohltat gegenüber dem einseitigen Berichtsstil der BZ. An alle die denken, dass sich die Beamten Eva gegenüber "zahmer" verhalten haben: es funktioniert nicht, sich in der Hektik eines Einsatzes zu "verstecken". Eva hat die Kollegen so erlebt, wie sie sind. Ein Sprichwort das immer wieder gilt: " wie man in den Wald hinein ruft...." Ihr glaubt ja gar nicht, wieviele Menschen sich unbedingt mit einem Polizisten anlegen möchten. Das Traurige ist, dass darunter immer mehr Jugendliche sind.
@rütli: bist du der Meinung, dass jemand mit 2 Promille, wie es im Artikel stand, ruhig auf einen Beamten zugeht und erkennen kann, was der von ihm will?? Ansonsten wurde in diesem Artikel so viel unsinniges wieder gegeben, dass ich fast lachen musste ( wenns nicht so traurig wäre-damit meine ich den einseitigen Stil ).
mfg. conshox
Zum Thema Berichte über die Polizei in der BZ gibt es nur eines zu sagen. Jeder noch so beschissene Artikel in der Bild hat mehr Wahrheitsgehalt als die Berichte über irgendwelche Polizeieinsätze in der BZ. Eine Frechheit was in diesem Blatt geschmiert wird. Hoffentlich glaubt das aus der Bevölkerung keiner, sonst hätten die, oder der Redaktuer sein Ziel nämlich erreicht. Das Ziel ist nämlich offensichtlich die Polzei mit Schmutz zu beschmeißen!! Also benutzt die Zeitung zu dem was sie taugt: Fenster putzen, Schuhe ausstopfen, Bastelarbeiten u.ä.!!!!!!!!
Gespannt bin ich auf den Artikel, der morgen in der BZ erscheinen soll zum Thema "Polizeibiss in der Eschholzstraße" (Juergen). Hierbei wird Beamten der Polizeidirektion Freiburg Gewaltmissbrauch im Dienst und rassistische Diskriminierung vorgeworfen. Es soll angeblich eine Art Gegendarstellung sein, verfasst vor dem Hintergrund einer Pressemitteilung der Polizei. Hoffentlich kommt im Artikel mehr Objektivität ans Licht und er kann zur Aufklärung und Richtigstellung der Vorkommnisse beitragen....
@ willnurspielen u.a.:
"Wie war das doch gleich ? Freiburger Polizisten sollen ihren Hund auf einen am Boden liegenden Nigerianer gehetzt haben mit den Worten "Friß den Neger". Konnte man im "Sonntag" lesen. Bei fudder leider nicht."
'rerum cognoscere causas' - fudder hat den Anspruch und das Ziel den Dingen auf den Grund zu gehen, daher wurden hier auch keine hetzerischen Verleumdungen verbreitet.
Die Macht der Medien ist doch gerade in solchen Fällen wieder einmal erschreckend. RTL, Der Sonntag, BZ, Antenne Südbaden etc. allesamt haben sich der Hetzjagd angeschlossen - beinahe ohne jeglichen Zweifel. Aber klar doch, angebliche Äußerungen der Polizisten wie "Friss den Neger" provozieren, hetzen, steigern natürlich die Quote.
@sophie: Guter Kommentar!!
Auf die Gegendarstellung bin ich auch mal gespannt. Leider wird die wahrscheinlich auf Seite 456 in Schriftgröße 2 abgedruckt werden. Die BZ hat nunmal kein Interesse Artikel abzudrucken, die für die Polizei positiv sein könnten. Daran muss man sich wohl leider einfach gewöhnen. Aber wenn die Bevölkerung solche Berichte in Zukunft einfach etwas kritischer hinterfrägt, wäre schon etwas erreicht. Guter Journalismus zeigt sich meiner Meinung nach darin, dass man den Wahrheitsgehalt einer Information die man bekommt erst mal genauer klärt, bevor man sie in seine Zeitung schmiert und damit den Ruf eines Menschen oder einer Berufsgruppe in den Dreck zieht. Das passiert bei der BZ offensichtlich leider nicht. Zumindest dann nicht, wenn es Vorwürfe gegen die Polizei sind.
Die BZ steht soweit links, einen Schritt weiter und sie wären fast schon wieder rechts . Die Zeitung ist einfach nur mies, teuer, schlechte Artikel und Kommentare etc..
Es ist echt schade, daß es keine weitere Zeitung in der Region gibt.
Über die KTS, Punks und die armen Wagenburgler wurde/wird täglich immer ihr Leid berrichtet.
Aber die Polizei wurde/wird selten positiv erwähnt.
Ich vermutet einfach alt autonome bei der BZ.
Ich finde die BZ-Berichterstattung nicht sonderlich überraschend. Mir fällt eine rationale Erklärung schwer, wenn ich mit einem dunkelhäutigen Freund durch die Freiburger Innenstadt gehe (ist ca. ein Jahr her) und dann nur seine Personalien von zwei Polizisten kontrolliert werden. Auch auf unsere Nachfrage weigerten sie sich ihr Verhalten zu begründen.
PS: Ich bin kein Autonomer.
First of all: Die Polizei ist wichtig und macht sicher auch in aller Regel einen guten Job (den ich nicht machen müssen möchte). Also bitte, liebe Polizisten, fühlt Euch jetzt nicht gleich angepisst, wenn ich sage: Auch bei Euch gibts schwarze Schafe.
Was hier das Medien-Bashing angeht, nehmen hier einige den Mund doch etwas voll.
Bevor Ihr über Gegendarstellungen und deren Platzierung spekuliert, solltet Ihr Euch erst mal darüber informieren, was das ist. Ich empfehle hierzu folgendes Lexikon:
http://www.initiative-tageszeitung.de/ol-presserecht/index.html
Was "Friss den Neger" angeht: Die Poliezi hat sich ja bislang offenbar nicht geäußert, sondern den Fall erstmal untersucht. Folglich konnte da auch nichts veröffentlicht werden. Wenn die Untersuchungen nun ergeben haben, dass nichts dran ist - umso besser. Dann wird es ja ein Leichtes für die Polizei sein, dies zu beweisen. Aber wenn was dran sein sollte bin ich froh, dass die lokalen Medien das Thema aufgegriffen haben.
Zur "12 Stunden allnächlicher Wahnsinn": Sie gibt bestimmt die - annerkannt harte - Arbeit der Polizei wieder. Aber es ist numal doch eher ein Erlebnisaufsatz ("während der ich mich auf dem Rücksitz festkralle...") als eine fundierte Reportage mit Hintergrundinformationen. Es hat schon Gründe, dass die Medien in aller Regel auf die ich-Form verzichten.
Auch finde ich es etwas seltsam, dass fudder nicht versucht, selbst was zu diesen Themen herauszufinden (der gute Draht zur Polizei steht ja offensichtlich) und somit zur Klärung der Sachverhalte beizutragen, die User das aber zumindest in ihren Kommentaren nicht zu stören scheint. Geht Ihr blind davon aus, dass die Freiburger Polizei nie Fehler macht? Man kann nicht pauschal sagen: Uniform gut - so leicht ticken Menschen und die Welt leider nicht.
Hallo Eva, sehr guter Bericht, gefällt mir sehr gut!
Zum Thema BZ und deren Berichterstattung muss ich jetzt doch mal etwas sagen: Ich bin mir sicher, dass jeder vernüftig denkende und normal im Leben stehende Mensch die Inhalte solcher "Berichte" richtig bewertet und sich seine eigene Meinung über die Arbeit der Polizei bildet - oder schon längst gebildet hat! Für diejenigen, die sich etwas neben der Realität befinden, oder die zu gerne Vorurteile schüren, leben und bejubeln, sind BZ-Berichte die richtige Quelle! Schade, dass eine "Tageszeitung mit Anspruch" auf diesem Gebiet immer wieder ein so einseitiges und niedriges Niveau zeigt. Zum Glück stolpere ich nur noch aus Versehen über solche Berichte.
Was ich generell nicht verstehe: Es werden Vorurteile vorgeworfen, doch selbst ist man gestopft davon und nicht in der Lage, oder eher nicht willens, nur ansatzweise die andere Seite zu betrachten, geschweige denn versuchen zu verstehen. "Was ich denke, ist richtig, alles andere falsch." Passt das in eine weltoffene, demokratische Gesellschaft?
Hi Eva,
An dieser Stelle muss ich Dir auch erst einmal ein dickes Lob für diesen Artikel geben.
Hast du wirklich sehr sehr gut und realitätsnah "aufs Papier" gebracht. Ich selbst habe einen Bekannten, der bei der Polizei seinen Dienst leistet. Dieser ist auch in Freiburg eingesetzt, und erzählt mir sehr oft von Situationen, welche deinen Artikel zu 100% bestätigen.
Auch war ich zusammen mit ihm und seinen Arbeitskollegen/innen schon öfter unterwegs. Und ich muss sagen, diese Menschen sind wirklich offen, freundlich, humorvoll und total normal! Diese Menschen sind einfach super sympathisch!! Ich hatte auch beim ersten treffen so meine bedenken,...jedoch hab ich die Kollegen/innen von meinem Bekannten sehr gern gewonnen.
Als nächstes muss ich dem Beitrag von Insomnia in jeder Beziehung zustimmen!
...die BZ ist auch meiner Meinung in sehr vielen Artikeln NICHT neutral!
Da sollten sich manche Leute der BZ wirklich mal ein Vorbild von Eva nehmen. Eva schreibt die Realität, hat es nicht nötig irgendwelche Details dazu zu Erfinden, und des Weiteren legt sie ihre Artikel in einem hohen Niveau zu Grunde.
Also, das wars von meiner Seite.
Ich hoffe, dass die BZ vielleicht mal ein paar Personaländerungen ihrer "Artikel-Schreiber" vornimmt, so dass die kommenden Artikel etwas neutraler werden.
Vielleicht kann man die BZ dann endlich wieder lesen.
Ein paar Statements zu einzelnen Punkten der Diskussion:
- Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe, habe ich keinerlei enthüllungsjournalistische Ambitionen. Es interessiert mich nicht, irgendwelche angeblichen Skandale aufzudecken oder ähnliches.
Ich habe den Eindruck, dass viele Journalisten, die das tun, es irgendwann nicht mehr deshalb tun, weil sie Missstände aufzeigen und öffentlich machen wollen, sondern weil sie unter dem Druck stehen, eine sensationsgierige Leserschaft befriedigen zu müssen. Nach dem Motto: "Wenn der nichts Krasses zu schreiben hat, ist er ja kein ernstzunehmender Journalist". Ich glaube, dass das falsch ist. Eine "Story" ist nicht nur dann gut, wenn sie irgendeinen Skandal aufdeckt oder sowas. Sondern dann, wenn sie etwas von einer Seite zeigt, die sonst unterbelichtet bleibt.
Ich will nur über das schreiben, was ich gesehen und miterlebt habe. Wäre in dieser Nacht irgendetwas passiert, das mir einen negativen Eindruck von der Polizei vermittelt hätte, hätte ich darüber genauso geschrieben. Aber während dieser Nachtschicht wurde kein Hund auf irgendwen gehetzt, niemand verprügelt und auch keiner in den Schrank gesperrt. Und, wie ich ebenfalls weiter oben schon einmal geschrieben habe: Wenn ich denn vorhätte, irgendwelche Hintergrundinformationen zu weifelhaften Vorkommnissen zu recherchieren, dann hätte ich mir dafür sicherlich nicht ausgerechnet eine Streifenmitfahrt ausgesucht. Es ist ein wenig einseitig anzunehmen, dass ein Artikel, der die Polizei zum Thema hat, immer gleich irgendwelche Zweifelhaftigkeiten im Verhalten einelner Polizisten behandeln muss. Mein Artikel bezweckte nichts anderes als einen Eindruck von der alltäglichen Arbeit der Polizei zu vermitteln. Kritik dahingehend, dass ich nicht versucht habe, "was zu diesen Themen herauszufinden", trifft deshalb schlicht am Ziel vorbei. Wer sich einen Artikel wünscht, der in diese Richtung geht, muss ihn entweder an einer anderen Stelle suchen, oder ihn bei jemand anderem als mir anregen.
Ansonsten gehe ich aber gerne auf Artikelvorschläge ein. Ihr könnt euch gerne weitere Artikel zum Thema Polizei wünschen; schickt mich zum Schießtraining oder zu einem Demoeinsatz oder was auch immer - wenn man mich lässt, mach ich gerne alles mit.
- Es ist falsch anzunehmen, dass ich mich den Ereignissen dieser Nacht unkritisch gegenübergestellt hätte. Ich habe mir das alles schon sehr genau angesehen und zu allem und jedem Fragen gestellt. Tatsächlich wurde mir jede Frage offen und plausibel beantwortet.
- Es ist auch falsch anzunehmen, dass die Polizisten sich aufgrund meiner Anwesenheit verstellt hätten. Ich habe durchaus mitbekommen, dass auch mal ein etwas härterer Ton angeschlagen wurde. Allerdings konnte ich nichts feststellen, dass das jemals nicht situationsangemessen gewesen wäre. Im Gegenteil: Ich habe mich oft gefragt, wieso sich die Polizisten so viel gefallen lassen. Auf die Sprüche, die sich insbesondere die GewaCity anhören musste, hätte ich persönlich nicht unbedingt Lust. Auch in Situationen, die ich für mich als "brenzlig" eingestuft hatte, sind sie sehr lange sehr geduldig geblieben und haben erst "durchgegriffen", als es anders nicht mehr ging.
- Ich will hier niemandem zu nahe treten, aber entsprechend meiner eigenen Erfahrungen aus dieser Nacht möchte ich euch anregen, eure eigenen Vorurteile noch einmal zu überdenken. Das für mich ganz persönlich eindrücklichste Erlebnis in dieser Nachtschicht war der Moment, als ich kapiert habe, dass ich trotz meiner grundsätzlich eher positiven Haltung der Polizei gegenüber voller Vorurteile und Klischees war, von denen sich keines bestätigen konnte. Die Polizisten sind alles andere als dumm, sie wissen sehr genau was sie tun. Einigen merkte ich eine gewisse Skepsis mir gegenüber an, weil ich eben "die von der Presse" war. Die haben sich sicher auch gefragt, mit welcher Intention ich recherchiere. Ich merkte aber genauso deutlich, dass sie sich sehr bemühten, diese Skepsis zu überwinden und mir offen und freundlich gegenüberzu treten. Und das waren sie: Freundlich, freundschaftlich, richtig herzlich und nett. Diejenige mit den vorgefertigten Meinungen war ich. Nicht die Polizisten. Von denen hatte übrigens nicht ein einziger einen Schnauzbart ;-)
Ach Eva dein Artikel geht runter wie Öl. Bei dem ganzen verlogenen Schrott der permanent über uns verbreitet wird tut das wirklich gut. Vielen Dank dafür und wirklich super Artikel!!
mensch eva - ein beitrag mit dem prädikat ggk (ganz grosse klasse) !
wann kommt part 2? ich denke mal, dass es viele fudder-nutzer gibt, die auf den zweiten teil gespannt warten!
gruß
vauwee
@eva: >>Eine "Story" ist nicht nur dann gut, wenn sie irgendeinen Skandal aufdeckt oder sowas. Sondern dann, wenn sie etwas von einer Seite zeigt, die sonst unterbelichtet bleibt.
@eva, II.: (eure Software mag wohl ein doppeltes Kleinerzeichen gar nicht, da wird abgeschnitten). Da fehlte noch:
Ein Skandal ist die Aufdeckung von etwas bisher unbekanntem, das unmoralisch/falsch/verboten ist. Also definitiv 'unterbelichtet'. Insofern sehe ich deine Aussage als keinen Widerspruch an. Skandale werden durch ausleuchten öffentlich und somit transparent.
@GHoffart: Okay, da hast du Recht.
Ich kann mich aber nur wiederholen: Wäre in dieser Nacht etwas "Skandalöses" passiert, hätte ich selbstverständlich darüber geschrieben. Allerdings habe ich kein Interesse daran, initiativen Skandaljournalismus zu betreiben.
(Sobald ich ausreichend gut programmieren kann, werde ich eine animierte Gebetsmühlengrafik hier installieren, die dass immer und immer wiederholt.)
@vauwee: ich arbeite dran :) wenn man mich lässt, mach ich's gerne nochmal. gibt's weitere userstimmen für einen zweiten teil?
mach bitte weiter :-)
@eva: Ich forder(t)e keinen abgeschmackten Wir-laufen-mit-Detektivmantel-und-gehetzter-Stimme-durch-die-Stadt-Privatsender-"Journalismus", wollte nur einen Widerspruch auflösen. Nicht mehr.
Bin letzte Woche selbst eine Weile bei der Polizei gestanden (in Folge einer Schlägerei im Karma, bei der ich zufällig im Weg stand) und habe ein wenig von dem mitbekommen, was in der Nacht schon so gelaufen ist. In den ca. 10 Minuten, die wir am Martinstor standen, wurden beide Einsatzwägen weggerufen, und die 2 Zurückbleibenden mussten mehrfach auf ordentlich Angetrunkene zugehen und sie zur Besinnung bringen -- alles sehr freundlich, aber bestimmt. Der obige Artikel stimmt mit meinem Eindruck vollkommen überein: die Wochenendnächte sind kein Spaß, da gehört schon Idealismus dazu.
Klasse Artikel, Eva!
CoP
Freitag, 22.06.07 12:36
Hi, und danke Eva, gut das du den Bericht gemacht hast und die möglichkeit hattest in den Beruf "reinzsuchnuppern".
Wie im ersten Interview entsteht auch hier wieder eine unnütze Diskussion, die gerade wieder Leute entfachen die keine Ahnung haben und ihr Wissen aus den Medien holen. gelle tsetse!!
Ach hat man im Fernseh gar nicht gesehen, wie Kollegen beim G8 Gipfel um ihr leben rannten und ins Wasser flüchten mussten? Das sie dort in Boote einsteigen mussten um noch heile rauszukommen? Ne, klar viel interessanter wird immer sein, was die Polizei macht. Die bösen Wasserwerfer, die armen Demonstranten, die wollen doch nur ihre Meinung ausdrücken.
Die wollen die Steine doch gar nicht werfen,.....
tsetse bleib in deiner heilen Welt und suche die Schuld/ Gewalt beim Staat.
Ich danke Eva, dass sie neutral darüber berichtet hat. So hat jeder einen Einblick bekommen.
????!!! Ihr scheiss Bullen********........
Hat denn verdammt nochmal niemand gesehen, wie eure f********* Einsatztrupps mit nem 100 PS-Schlauchboot bewundernswerte Idealisten überfahren haben....??? acab!!! Es lebe der freie Geist!!!, den ihr nie haben werdet....
.....?????