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"Unser Mädchen heißt Graffiti"

Graffiti! Für die einen sind die gesprühten Wandgemälde Kunst. Für die anderen die Pest der Großstädte. In Freiburg versucht man, die schrillbunten Farben der Sprüher in 14 legalen Unterführungen zu kanalisieren. Wie funktioniert dieses Leitsystem? Warum wählen die Maler trotzdem illegale Plätze als Ort der Selbstdarstellung? Christiane Kleer und Nadja Röll haben einen Streifzug durch die Freiburger Graffiti-Szene gemacht (mit Foto-Galerie und Audio-Umfrage).

Graffiti

Ob Tags, Graffiti oder StreetArt - alles kommt aus der Dose. Respektive: Aus der Büchse, einem Werkzeug also, das die Assoziation von Waffen hevorruft. Und so sehen viele Menschen die mit Farben gewappneten Sprayer: Die Sprühwolken rufen Assoziationen nach illegalen Nacht und Nebel-Aktionen hervor. Es drängt sich das Bild vom kleinen Gangster Hip-Hopper auf, der sich durch seine schief sitzende Käppi und seine runtergelassenen Hosen dazu befugt sieht, die Stadt nach dem ganz eigenen Gusto zu gestalten oder zu verunstalten - je nachdem.

Und tatsächlich, auch in Freiburg scheinen einige ganz nach dem in der Szene bekannten Motto unterwegs zu sein: „Ich bin hier der dickste Hund und darum piss’ ich an jede Wand.“ Mit Farb- und Bierdosen ziehen sie durch „Freiburg-City“ und hinterlassen das aus Schultoiletten alt bekannte „Ich war hier!“ Der Schriftzug des eigenen Namens oder von Idolen wie „2pac“, „Snoop“ oder „Rappa xy“ wird im langweiligen Sozialkundeunterricht am Heftrand geübt und ab geht es auf die Straße: Alles wird mit Silberdosen zugetaggt. Legal, illegal, scheißegal.

In diesem Rebellentum werden Eigentumsrechte als bürgerliche Spießigkeit verlacht und nur in einem Punkt penibel gewahrt: Finger weg von jedem konzipierten Graffito! Denn wer ein Bild durchmalt, ein Akt, der im Fachjargon auch „crossen“ genannt wird, dem drohen schlimmstenfalls Schläge.

Die Toys, die Spielkinder und Anfänger müssen sich erst einmal hocharbeiten: „Entweder durch Masse, oder durch Klasse,“ weiß „Toi,“ der schon seit zehn Jahren in der Szene aktiv ist. Vom „Anfänger, Nichtskönner, kleinen Vollidioten mit Dose in der Hand“ hat er sich hochgesprüht zum diplomierten Graphik-Designer. Heute, nach Brücken-Aktionen, Auftragsarbeiten im Auto-Besprühen und Schulprojekten mit schwer erziehbaren Kindern, ist es um „Toi“ etwas ruhiger geworden. Nur ganz selten kommt „der kleine Bomber“ aus ihm heraus und er „erd3stet“ sich dazu, schwarz-silberne Männchen zu hinterlassen.

Graffiti

„Ich habe angefangen zu sprühen, um meine Probleme zu bewältigen,“ sagt  „Toi“ und erinnert dabei an die Ursprungsidee des Graffiti. In der Suche nach Anerkennung liegen die Wurzeln des Graffiti begründet, das in den 70er Jahren in New York entstanden ist. Ein Zeitungsartikel der „Times“ berichtete über den Pizzaboten „Tarki183“, der mit Schuhcreme an allen Lieferorten Tags hinterließ. Sehr schnell fingen die ersten Nachahmer an, Sprühdosen oder Eddings einzusetzen. „Die haben ihre Ghetto-Frustration auf den Stift übertragen,“ so interpretiert „Toi“ die Aktionen in der frühen New Yorker Szene. Anstatt in Banden loszuziehen, um mit Drogen oder Waffen zu dealen, wählten sie einen farbenfrohen, wenn auch nicht legalen Weg.

Außerdem ist es die Suche – man spricht sogar von einer Sucht - nach dem Kick. Das Adrenalin fließt oftmals nur, wenn man nachts unterwegs ist. Und wenn man alleine durch die Straßen zieht, dann ist die Angst der einzige Begleiter. Schnelle Arbeit, gute Nerven und wenig Schlaf sind hier gefragt. Bestenfalls startet man jede Nacht und versprüht ein paar Dosen, kurz, „man macht alles platt.“

Birgt das nächtliche Treiben dann womöglich auch noch Gefahren in sich, umso besser: Waghalsige Aktionen in Schwindel erregender Höhe, die Dächerbesteigung (rooftopping) oder ein „whole car,“ also das Sprayen eines kompletten Zugwaggons, bringen großen Respekt in der Szene. Und den braucht man, um das eigentliche Ziel zu erreichen: „Fame“. „Bevor der besprühte Zug ausgewechselt werden kann, muss er zumindest bis zum nächsten Bahnhof fahren,“ erzählt „Fish,“ ein  „Bomber“ der Crew „MBC“ (May Be Crazy) und denkt dabei an die vielen Menschen, die das Bild auf dem Zug herumfahren sehen.

Graffiti

Die Deutsche Bahn kennt diesen Reiz und versucht dem entgegen zu wirken, indem sie jeden bemalten Zug spätestens nach 48 Stunden aus dem Verkehr zieht. Wie die Bahn, so hat auch die Polizei mit den jungen Wilden zu kämpfen. Obwohl Polizeisprecher Ulrich Brecht von einem „äußerst schwierigen Ermittlungsfeld“ spricht, kann die dafür verantwortliche Freiburger „Soko-Graffiti“ auf die Zusammenarbeit mit betroffenen Bürgern, Augenzeugen und sogar szenekundigen Sprayern setzen. Ein frisch gesprühtes Werk wird, von der Polizei oder Anwohnern entdeckt, sofort fotografiert  in eine speziell angelegte und landesweite Datenbank eingespeist. Lässt ein frischer, illegaler Farbfleck im Datenbankabgleich auf einen bekannten Täter schließen, werden Hausdurchsuchungen durchgeführt. Hierbei hoffen die Ermittler auf Beweismaterial: Skizzenbücher, voll gekritzelte Schulhefte, Spraydosen, Eddings.

Illegales Graffito ist Sachbeschädigung und wird je nach Strafmaß und abhängig davon, ob es sich beim Sprüher um einen Wiederholungstäter handelt, mit Geldstrafen, gemeinnütziger Arbeit oder sogar mehreren Jahren Gefängnis bestraft. „Oft bleibt die Fahndung aber erfolglos,“ gibt Polizeisprecher Brecht zu. Kleinere Vergehen werden zumeist fallen gelassen oder die Farbe muss entfernt werden - und zwar vom Maler selbst. So haben schon einige Freiburger Sprayer ihre Nachmittage damit verbracht, die liebsten Stücke mit Rolle und Streichfarbe unfreiwillig verschwinden zu lassen - und das tut weh.

Fakt ist: Illegales Sprühen ist ein Spiel mit dem Feuer und muss teuer bezahlt werden. Deshalb gilt in der Szene das Gebot: Stehe zu deiner Tat und vor allem: Verpfeife niemanden! Denn der Zusammenhalt in der Szene und ganz besonders in der Crew ist von großer Bedeutung. Auch wenn es aus Gründen der Respektlosigkeit, der Rivalität oder durch Verrat immer wieder zu großem Ärger kommt, so geht es doch vor allem um die Gemeinschaft. Arroganz und Verrat zerstören den Status eines Sprayers. Sei er noch so bekannt, der Verleumder wird wieder zum Toy.

Graffiti bedeutet aber nicht nur, möglichst viele beliebige Tags und Bilder in der Stadt zu hinterlassen, es bedeutet vor allem „Style.“ Und der kann alles sein, außer langweilig! Der Sprayer soll sein eigenes Ding machen: Buchstaben individuell drehen, schnörkeln, schwingen oder verkanten und nicht nur den Stil anderer kopieren.

Man macht sich eben auch mit Klasse einen Namen. Und das bedeutet wenn nötig: üben, üben, üben. Da gilt es sich zu entscheiden zwischen dem schnellen Kick beim illegalen Sprayen und einem konzipierten, ästhetischen Vorzeigegraffiti,   das man unter Zeitdruck nicht fertig stellen kann. Andere versuchen beides zu verbinden, möglichst schnell ein „schönes“ Graffiti herzustellen:

Graffiti

Hier geht es darum, die Dose nicht nur rappig-locker zu schütteln, sondern auch schwungvoll zu führen, wie ein Mädchen beim Tanz. „Unser Mädchen heißt Graffiti,“ steht auf der Rückseite des Kiosks an der Johannes Kirche. Über dem Schriftzug sind drei Raben abgebildet, einer mit Pinsel, einer mit Krone und ein dritter mit rotem Schal. Die Gruppe „PLK“ (Psychisch Labile Kinder) hat das Bild Ende letzten Jahres in einer Nacht und Nebel-Aktion an die Kioskwand gesprüht. Umnebelt ist auch die Geschichte dieser Crew, die sich nach mehrmaligen Auseinandersetzungen mit der Polizei und dem Gericht nicht einmal innerhalb der Szene zu erkennen geben. Nur „Prinz Friso“ ist als einer der Urväter der Gruppe bekannt. Eine Selbstdarstellung durch den Raben mit Krone? Oder eine Hommage seiner Kumpanen? Darüber kann man nur spekulieren, genauso wie über mögliche Interpretationen des Bildes.

Doch eins steht fest, die Jungs halten ihrem „Mädchen,“ dem Graffiti, die Treue. „Prinz Friso“ malt und sprüht seit etwa zehn Jahren. Für ihn ist Graffiti „eine geile Ehe, eine Flamme, die immer wieder neu entfacht wird.“ Früher hat auch er mit silbernen und schwarzen Blockbuchstaben alles kaputt gemacht, erzählt der heute 25-Jährige, der als Wiederholungstäter schon einen Batzen Geld zahlen musste. „Heute geht es darum, die Stadt an eh schon beschmierten Stellen aufzupeppen.“ Legale Flächen interessieren ihn dabei wenig: „Das Größte ist eine gut geplante, illegale Aktion, bei der man sich viel Mühe gibt, nachts schwitzt und blutet und sich den Arsch aufreißt.“

Auch für „Coek“ (28) ist Kunst, „wenn man’s für sich macht,  voller Freiheit.“ Ihm gehört das "Wildwuchs", das ist eine Agentur zur Vermittlung von StreetArt-Künstlern.  StreetArt, das heißt besprühte oder bemalte Aufkleber, Poster, Schablonenkunst oder das Malen mit der Dose. Hier wird das Sprühen gesellschafts- und marktfähig, doch trotzdem wird es nicht angemessen geschätzt: „Es ist schwierig, den Leuten klar zu machen, dass die Bilder viel kosten. Einfach nur die Materialkosten zu zahlen reicht einfach nicht,“ bemerkt der Grafiker.

GraffitiZur Zeit sprühen „Index“ und „dust“ an einer Hausfassade an der Eschholzstraße. Beide sind in der Szene als „Sprüher der Königsklasse“ bekannt. Auf der einen Wand entsteht ein Wandgemälde (Mural), in dem „Index“ photorealistische Elemente und Comicwelten von „dust“ zusammenspielen. Das Bild heißt „Stadtflucht“ und man kann es sich auch gut in klein auf einer Leinwand vorstellen kann. „Mit Graffiti erreicht man niemanden. Die Schriftzüge sind für die wenigsten Menschen lesbar,“ weiß „dust,“ für den die Sprühdose ein zeitgenössisches Werkzeug, die „Styles“ des Graffitis aber ausgereizt sind. „dust“ ist Designer und verdient sein Geld nicht nur mit Sprühen auf Häuserwänden, sondern auch durch andere künstlerische Arbeiten: Mit dem Produzieren von Design Toys, der Illustration von Kinderbüchern und Bildern auf Leinwand.

„Nur dort, wo Kunst gewollt ist, kann sie ihren Platz finden.“ Die Einstellung vieler Sprüher, die alles beschmieren und ihre Dosen und anderen Müll rum liegen lassen ist dem 24-Jährigen zuwider. „Die ziehen die ganze Sache in den Schmutz und bringen das Sprühen in Verruf.“ Aber verraten die kommerziellen Künstler nicht auch die Ursprungsidee des Graffitis, das sich als eine Art Gegenpol zur Werbung versteht? „Jeder soll das tun, was er will,“ findet „Index,“ „er muss nur dazu stehen und es bewusst tun.“ Für ihn ist StreetArt eine Dienstleistung, von der man leben kann. Und zudem eine Möglichkeit, den leeren Kommunikationszwang in der Gesellschaft zu kritisieren.

Graffiti

Die Bereitstellung legaler Flächen hält „dust“ für eine gute Initiative und seiner Meinung nach sollte es in Freiburg noch mehr freie Flächen geben, die der Öffentlichkeit gut zugängig sind. „Die Gesellschaft ist ein Miteinander, sobald es Grenzen gibt, bricht sie auseinander."

Graffiti Die Rathausgasse (rechts) ist ein gutes Beispiel dafür: Hier ist Sprühen illegal. Die ganzen Wände sind voller Tags, die kreuz und quer die Wände bedecken.

Fazit
: Das Auge des Flaneurs hat sich in fast 25 Jahren Graffiti in Deutschland an die schrillbunten Wandgemälde gewöhnt. Und doch leuchten die meisten Bilder des Untergrunds noch in der Jugendfrische des Subversiven: Das Buchstabengewölk aus der Sprühdose ist nicht wie eine Jugendmode verflogen und der Druck ist noch nicht raus aus der Dose. Was hier allerdings durch das Ventil der Dose zum Ausdruck kommt, dem schenken die meisten Menschen wenig Beachtung: Nicht Grau, sondern bunt. Punkt.

Aber wenn man einmal damit anfängt, auf die gequirlten Kringel, die Comicfiguren und die barbüsigen Nixen zu achten, dann sieht man sie auf einmal überall. Und so wie sie Sprüher sich selbst in fremden Städten anhand von Graffitis orientieren und nur bemalte oder jungfräuliche Wände sehen, so entwickelt auch der interessierte Bürger einen Anflug eines „Graffiti-Spot-Blicks“: Hier ein illegales Tag. Das Kenner-Auge scannt die möglichen Fluchtwege ab. Alles dicht, Respekt. Und da ein fetter „Style“, der anders aussieht, als all die anderen, Respekt. Auf der anderen Seite ein Bild, das man sich auch in klein in die Wohnung hängen mag, Respekt!

Die Autorinnen: Nadja Röll (26) und Christiane Kneer (24) absolvieren den Masterstudiengang "Deutsch-Französische Journalistik" am Frankreich-Zenrum der Uni Freiburg. Dieser Beitrag ist im Rahmen des Seminars "Einführung in den Online-Journalismus" entstanden.


Graffiti


Foto-Galerie (Graffiti in Freiburg):



Straßen-Umfrage (2:08 Min.):




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 44
i don\'t blame the rain
Mittwoch, 04.04.07 17:25
 

Das erste hier gezeigt Graffiti zeigt Mike Skinner von The Streets und ist echt verdammt gut gesprayt finde ich.

mo
Mittwoch, 04.04.07 17:29
 

hey ihr 2 - ein toller streifzug durch die freiburger graffiti-szene ...
schön beschrieben....

marc
Mittwoch, 04.04.07 17:37
 

Na ja, und alle legalen Flächen sind hier: http://www.jump-on.de verzeichnet - mit einer schon etwas älteren Fotogalerie.

Direkter Link: http://www.jump-on.de/index.php?id=544

C\'est moi
Mittwoch, 04.04.07 19:07
 

Habe Mike Skinner auch gleich erkannt, das gibt es auch als Foto im booklet von "original pirate material".. und im vergleich ist das wirklich gut gesprayt :)
Guter, informativer Artikel!

chris
Mittwoch, 04.04.07 22:28
 

Ein im großen und ganzen recht gelungener Artikel. Allerdings hieß einer der Urväter des modernen Graffiti nicht "TARKI183" sondern "TAKI183".
TAKI war sein Spitzname und 183 die Nummer des Hauses indem er lebte. Selbst den Größen der späteren Szene in New York (z.B. SEEN) war TAKI unbekannt.
Interessanter Film zu Graffiti und dessen Beginn: "Style Wars"

daniel
Mittwoch, 04.04.07 23:10
 

weiß jemand, wo das erste bild der galerie aufgenommen ist? kann die wand überhaupt nicht einorden, scheint aber fr zu sein.

dunja
Donnerstag, 05.04.07 00:02
 

Superartikel, und teilweiße echt super Kunstwerke dabei.
Bei manchen müssen die ja stundenlang gesprayt haben.
Ich find die Werke von "index" hammer professionell.

Odem
Donnerstag, 05.04.07 13:18
 

Lest Odem "On the Run"
schaut "Good Fellas"
hört "Too Strong"

...der Zug rollt....

i don\'t blame the rain
Donnerstag, 05.04.07 15:32
 

@ daniel
Unterführung Schwarzwaldstr. bei Haltestelle Ganter Brauerei

daniel
Donnerstag, 05.04.07 19:29
 

i don\'t blame the rain, danke für die antwort. ich meine aber das erste bild der galerie mit den gleisen davor. ich meine, was vom pone zu erkennen. also sollte es fr sein. aber irgendwie kann ich die wand ned zuordnen. eigentlich komisch, weil so viele gibts hier ja nicht, die in frage kommen könnten.
kann jemand helfen?

+om
Donnerstag, 05.04.07 20:54
 

your the master, you do make da rules.
roooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooocks
ich find das rathaus irgendwie noch wahnsinnig langweilig.
entspricht nicht dem volk das es zu regieren scheinen möchte.
wie siehts aus , rathaus?, zeit sich beim volk für die stimmen zu bedanken.....:-))

repräsentiert freiburg, den glühenden asphalt multikultureller inspiration.

peace and poem

tom brane

coek197
Samstag, 07.04.07 14:32
 

@ daniel:

Die Wall die du meinst befindet sich auf dem Güterbahngelände und ja du hast recht ,PONE ist dort ebenfalls vertreten.Sie ist jedoch nicht legal.Die Stelle war vor Jahren von den PLK-Jungs abgecheckt worden.Sie besassen vom Eigentümer des Gebäudes eine offizielle Genehmigung.Und nur sie durften dort malen oder mit ihnen.Heute ist das Gelände verlassen und steht leer und das sprühen ist dort wieder eine Straftat.Die Bilder die dort stehen sind zum Teil famous und sollten meiner Meinung nach nie verloren gehen.

peace,
C

daniel
Sonntag, 08.04.07 00:32
 

danke für die hilfe! werde mir die wand bei gelegenheit mal anschauen. schade, und mal wieder typisch für fr, finde ich nur, dass die wand an der nicht von personenzügen befahrenen güterbahnlinie liegt. das sieht halt kein schwein von außerhalb. das, was fr nach außen hin vertritt, ist basel-ka, autobahn wie line. leider malen viel zu viele an der abgelegenen höllentalinie oder eben an der güterbahn.
basel-ka ist die nord-süd verbindung in südwestdeutschland und repräsentiert fr. leider gibtz hier viel zu wenig zu sehen.

susanna
Dienstag, 24.04.07 16:38
 

schade nur, dass ihr die graffiti-schablonen an keiner stelle erwähnt...die find ich persönlich ziemlich "credible".

warheit
Dienstag, 08.05.07 08:38
 

Na ja ich find index schon hammmer pone is auch geil habe sein tekk sogar in der zelle nord gesehen.
Intex hat es zwar nicht mit seeinem laden geschaffen, na ja wenn ich bei 100 dosen schlafen würde müsst ich sie auch benutzen.Das bild beim schtülinger-bark ist hammer keine frage aber die Züge sind noch weis da fehlt was,aber sonst ist es einfach hammer nichts zu meckern.
Voller Respeckt auch das bild im Rauschnetz ist geil,also 197ers macht weiter so Mia137

Karl
Donnerstag, 10.05.07 11:36
 

Bei Graffiti werden hier bei fudder immer nur die postiven Beispiele
gezeigt, Kunstwerke die öde Flächen verschönern. Ich selbst wohne in FR in einem Haus aus dem 14. Jahrhundert, mittelalterliche, zweifarbige Fassade mit Sandsteinelementen, aber trotzdem und immer wieder mit hirnlosen Tags beschiert. Es ist zum KOTZEN.

hadoque
Samstag, 12.05.07 20:43
 

Guter Artikel, Schablone ftw :P

Passt auf, die "Freiflächen" sind oft nur auf einzelne Wände beschränkt und wenn man sich nicht genau informiert, sind die Beamten in Grün schnell zur Stelle...spreche leider aus Erfahrung...

Gibts eigentlich ein Forum für lokale Artists?

coek197
Montag, 14.05.07 22:44
 

wer infos will ,kriegt sie auf meinem profil.und vielleicht bald wieder auf wildwuchs-freiburg.de

coek197
Montag, 14.05.07 22:46
 

mein profil? http://www.myspace.com/coek197

graffiti-tod
Montag, 14.05.07 23:12
 

ich werde demnächst anfangen alle graffitis die ich kenne mit farbbeuteln zu bewerfen. wer verschmutzt wird verschmutzt. wir sind eine gruppe von jungen leuten, die graffiti nix abgewinnen kann und darin nur eine "verhässlichung" der stadt sieht. ihr werdet von uns hören in der nächsten zeit. und keines eurer "werke" ist sicher.

coek197
Mittwoch, 16.05.07 20:51
 

ja farbbeutel sind sehr schön..........hab ich auch schon gemacht.

hadoque
Freitag, 18.05.07 20:24
 

@graffiti-tod:

Das wird teuer,
viel Spaß!

(endlich jemand, der für alle anderen grundiert :P)

coek
Freitag, 07.09.07 11:02
 

VERBIETET COEK DEN MUND.----DER TOY MUSS WEG

viva
Freitag, 07.09.07 19:58
 

ja ist schon ein geiler bericht aber , wenn alle immer sagen bombings und tags machen die stadt schmutzig die irren sich auch manchmal ..hat zum beisspiel mal jemand bilder von der crew Mbc gesehen die malen so schön und alles bunt...
das verschönert eher die stadt..

coek
Freitag, 07.09.07 21:54
 

JAWOOOOOOHL VERBIETET COEK DEN MUND........AUF DEM SCHEITERHAUFEN MIT IHM.hehehe!

chris
Freitag, 07.09.07 23:10
 

versuch doch mal auf der strasse ihm den mund zu verbieten!du würdest es kein zweites mal tun.

lächerlich!

saubermann
Freitag, 07.09.07 23:26
 

ich möchte hier nicht die "kultur" verteufeln - es gibt wirklich richtig gute graffitis -

aber wie ein hund irgendein tag an eine hausfassade schmieren - nee -

ich dürfte wirklich keinen erwischen - brauche auch keine polizei dann, denn der schmierfink würde das ding schon wegschrubben - notfalls mit seinem gesicht......

also nichts für ungut - ich meine die guten bilder, das ist schon kunst, aber nicht diese blöden "ons" oder "crew" und sonstigen "markierungen" - dann macht es doch wie die hunde und pinkelt hin, um euer revier zu markieren....

coek
Samstag, 08.09.07 06:41
 

@saubermann

die graffitikultur ist seinen weg gegangen und man kann nichts daran ändern das diese "kultur" früher nur durch illegalität auf sich aufmerksam machen konnte und diese kultur bis heute seinen ähnlichen weg weitergeht.

immerhin leben wir heute in einer zeit wo menschen wie du einsehen das "gute bilder" als kunst akzeptiert werden kann.diese tatsache gibt im gegensatz zu früher heute den jugendlichen die möglichkeit von anfang an mit graffiti legal einzusteigen und mehr aus dieser sache zu machen weil auch flächen "für" graffiti geschaffen werden.und das tun auch viele.ich kann das bestätigen da ich selbst ständig auf der suche nach legalen aufträgen bin und beobachte das im gegensatz zu vor ein paar jahren wo es noch eine handvoll leute waren ,heute ein regelrechter konkurrenzkampf herrscht.

doch jede kultur hat seine "roots" und egal ob legal oder illegal es ist nunmal "graffiti" und wie in jeder anderen kultur gibt es kulturanhänger die diese roots weiterleben lassen wollen damit sie nicht vergessen werden.und deswegen wird es immerwieder leute geben die nachts rausgehen werden und ihr revier markieren und zeigen wollen das sie da sind,immer und überall.

dein letzter satz sagt:dann macht es doch wie die hunde und pinkelt hin, um euer revier zu markieren....
(diesen satz kriegt man sooft zu hören)
nun ich bin mir sicher sie würden es tun, doch leider sind sie nunmal keine hunde wo "riechen" ihr stärkstes sinnesorgan ist....
für menschen keine alternative also!
legales und illegales graffiti sind halt auch zwei ganz unterschiedliche themen und das problem ist das beides noch zu oft in eine schublade geschoben wird.

aber auch da entwickelt sich ja jetzt in unserer zeit ein neues mittel um das eine vom anderen mehr zu trennen. das wort "streetart" gewinnt immermehr an bedeutung und grenzt sich vom thema "graffiti" immer mehr ab.

bestes beispiel ist das zitat eines "streetart"-künstlers in diesem bericht:
(zitat "dust")
Die Einstellung vieler Sprüher, die alles beschmieren und ihre Dosen und anderen Müll rum liegen lassen ist dem 24-Jährigen zuwider. „Die ziehen die ganze Sache in den Schmutz und bringen das Sprühen in Verruf.“

er hat absolut recht mit dieser aussage,das ist tatsächlich ein problem welches derzeit die anerkennung etwas schwierig macht für den der "gute bilder" macht.
doch damit müssen künstler die mit der dose arbeiten leben, denn schliesslich sollte er nicht vergessen das er sich als werkzeug die sprühdose ausgesucht hat und fassaden für geld bemalt, weil graffitisprüher, die ihm zuwider sind, ihm diesen
weg "vor augen" erst möglich machten.

und deswegen sollte man auch das darauffolgende zitat von "index" akzeptieren wo er meint:
„Jeder soll das tun, was er will,“ findet „Index,“ „er muss nur dazu stehen und es bewusst tun.“ Für ihn ist StreetArt eine Dienstleistung, von der man leben kann. Und zudem eine Möglichkeit, den leeren Kommunikationszwang in der Gesellschaft zu kritisieren.

mein fazit:
die gesellschaft findet an dem bösen graffiti die gute seite des marktfähigen kommerziellen produkts und pickt sich das beste raus und nennt es streetart.was übrig bleibt wird härter bestraft und soll am besten ganz von der bildfläche weg.is nich drin....das sollte anders gehandhabt werden.
die stadt offenburg machts vor..........

hater
Samstag, 08.09.07 11:22
 

oh man coek (also der komische ;) ) du beschissener affe, warum müssen du und deine kumpanen haten? wenn ihr den bildern schon nix abgewinnen könnt weil ihr einfach kein plan von kunst habt dann scheißt doch einfach drauf und geht dran vorbei....nein jetzt muss man sich wieder aufspielen weil man sonst mit seiner zeit nix anzufangen weiß....neyneyney. menschen gibts die sollts nicht geben............
peace out und lasst krachen. BOMB THA CITTYYYY!!!!
@vivaa, es sind mir ein paar zuviele (hässliche) mbc tags in der stadt.....
greetz an FfR3IbUrG

Biber
Samstag, 08.09.07 12:08
 

Ich würde mir als Eigentümer verbitten dass andere mir aufzwingen wollen ob und was ich für "Kunst" an MEINER Wand schön zu finden habe !
Gegebenenfalls würde ich meinen Begriff von "künstlericher Freiheit" dann auch erweitern und mir herausnehmen mit einem Eimer Farbe AUS DEM SPRAYER ein "Gesamtkunstwerk" zu machen !
(Wird er ja dann bei seinem Rechtsverständnis sicher einsehen...)

www.myspace.com/cash127
Mittwoch, 27.02.08 17:45
 

@ Biber:
Es geht nicht darum anderen Menschen einen Begriff von Kunst aufzuzwingen. Das kommt auch im Artikel nicht vor, ebenfalls nicht in den Kommentaren.
Manch einer sieht es als pure Verunstaltung an aber manch anderer entdeckt künsterlische Aspekt in den verschiedenen Auftrittsformen von Graffiti. Das hat auch wenig mit einem verdrehten Rechtsverständnis zu tun, sondern mit einer Anschauung, zu der niemand gezwungen wird. Kein Writer (Sprüher) zweifelt je daran, dass er mit illegalem Graffiti die Regeln und Gesetze des Staates bricht.
Nur sobald ignorante Menschen sogar legales Graffiti für "Schmutz & Schmierereien" halten (und diese gibt es leider zu hauf) stellt sich einem Writer die Frage, ob sich in der Gesellschaft überhaupt ausreichend mit dem (offensichtlich kontroversen) Thema Graffiti auseinander gesetzt wird. Und Menschen wie Du, lieber Biber, haben da anscheinend noch Bedarf. Denn etwas als Kunst anzusehen ist eine Sache, aber Verständnis aufzubringen für etwas das andere als Kunst betrachten und sich bestenfalls in die Writer hineinzuversetzen, sollte doch das mindeste sein, dass man von einem nicht-malenden Bürger wie Dir erwarten kann.
Wenn Du nämlich die Intension vom "Schmieren" verstanden hättest, dann würdest Du verstehen, dass es nicht darum geht Privatpersonen zu schaden (wie Du es ja tun würdest, als Bestrafung) sondern Respekt zu erhalten. Und dieser Respekt kann auf dem legalen und illegalen Wege erreicht werden. Wenn aber keine legalen Stellen zu Verfügung gestellt werden, seiht sich so mancher gezwungen illegal an Respekt und "Fame" zu gelangen.
So funktioniert Graffiti, und mit dem Schaffen von legalen Flächen für Sprüher erreicht man mehr als mit der geistlosen Aktion, wie Du sie als Bestrafung vorsiehst.
Graffiti ist ein Phänomen das nicht zu "bekämpfen" ist, da es sich weltweit als Teil einer Jugendkultur etabliert hat. Harte Strafen reizen nur noch mehr und steigern den Respekt für illegale Aktionen.
Man sollte also den sicheren Weg gehen, und Graffiti in legale Wege leiten und nicht ignorant Abzulehnen.
Allein wegen Deiner hirnlosen Äußerung würde ich, als legaler Writer, Dir gegen Dein Haus malen!
Peace, Cash

Biber
Mittwoch, 27.02.08 19:15
 

Ah ja - verstehe: Ich habe also Verständnis aufzubringen, wenn andere mir ihre Ansicht von "Kunst" an meinem Eigentum aufzwingen wollen.
Du hast aber kein Verständnis - weder für das Recht auf den Schutz des Eigentums, noch auf das Recht auf MEINE Auffassung von Kunst !

Wieso sollte ich verpflichtet sein, mich in den hineinzuversetzen, der mir Schaden zufügt ?

Überlegst du dir, ob es für mich vielleicht ein "Happening" ist, wenn ich dich mit einen Eimer Farbe übergiesse und hast dann "Verständnis" ?

Und ich habe nicht Graffitis generell abgelehnt, sondern nur zum Ausdruck gebracht, dass ich, wenn ich ein Haus hätte, gerne selbst darüber bestimmen würde wie das gestaltet ist - was ist daran hirnlos ???

Vielleicht solltest du deine Probleme aber mal lieber mal mit einem Arzt deines Vertrauens besprechen...

Biber
Mittwoch, 27.02.08 19:59
 

und noch was: es ist zwar nicht MEIN Haus, aber dieses Jahr haben uns bereits schon wieder drei Mal Sprayer ihre Art von "Kunst" aufzwingen wollen. Und da dabei immer wieder mal auch die Praxisschilder mitbetroffen sind (die deswegen auch schon ersetzt werden mussten) nenne ich es ganz profan Sachbeschädigung, und Geschäftsschädigung ist es zudem.
Und dass der von dir erwartete "Respekt" sich in äusserst geringen Grenzen hielte, meine Emotionen dagegen aber nahezu ungezügelt wären wenn wir mal einen erwischten kann ich dir versichern...

Cash127
Samstag, 08.03.08 16:04
 

Zitat:
" Biber
Mittwoch, 27.02.08 19:15

Ah ja - verstehe: Ich habe also Verständnis aufzubringen, wenn andere mir ihre Ansicht von "Kunst" an meinem Eigentum aufzwingen wollen.
Du hast aber kein Verständnis - weder für das Recht auf den Schutz des Eigentums, noch auf das Recht auf MEINE Auffassung von Kunst !"

Aber, nein. Nicht doch. Wie schon im ersten Satz oben geschrieben habe, geht es NICHT darum Dir im Falle eines Falles eine Auffassung von Kunst zu befehlen. Die meisten Graffitis die entstehen sind alles andere als künstlerisch. Ich denke nur, dass wenn man eine Schmererei, wie die von Dir angesprochene verurteilt (so sollte es sein!) ist das zu 100% ligitim. Nur Du redest doch von Selbstjustiz, oder wie kann ich Dein Farbeimer-Angriff verstehen? Was Du für Kunst hälst, ist doch Dein Ding, das habe ich auch nie angezweifelt. Vermische doch nicht, das von mir gesagte mit dem Handeln anderer.

Niemand sagt, dass Du verpflichtet sein sollst, Dich in jemand hinein zu versetzen, der Dir schadet! Um Gottes Willen. =) Aber die meisten Menschen mit denen ich kritisch über Graffiti gesprochen habe, haben zwar nicht Ihr Empfinden von Unrecht überdacht, sondern haben die Intuition von Graffiti verstanden. Und gerade die Künstler die Graffiti auf legalen Flächen betriben, wünschen sich meist nochts sehnlicher als das! Menschen, die aus Ihrem Alltag heraus der mit dem Begriff "Graffiti" meist etwas negatives verbinden, "umkrempeln" und auf einen anschaulichen Wege zeigen, dass Graffiti auch anders aussehen kann, das ist das was wünschenswert ist. Und nicht mit dem Ziel Strafen zu senken für illegale Taten, ganz im Gegenteil! Die Verlagerung auf legale Flächen bringt die meisten Writer doch erst weiter. Und wenn man keinen gesellschaftlichen Dialog über Graffiti führt, wie soll dann verstanden werden, dass mit der Schaffung legaler Malflächen, das illegale Graffiti vermindert werden kann. Sobald eine legale Fläche geschlossen wird, sind ja weniger Möglichkeiten da legal zu agieren. Und wenn jemand sich dann überwindet illegal zu arbeiten, kann es doch viel eher dazu kommen, dass "Dein" Haus Opfer dessen wird, was für legale Wände bestimmt war.

Würde mich jemand mit einem Eimer Farbe überkippen, und es als Happening darstellen, dann hätte ich doch erst recht den Ansporn zu wissen, was das soll... Also ein Forschen nach Gründen. Der Gedanke nach "Rache" ihm etwas ähnliches zu zufügen ist mir da eher fremd. Happenings sind ja meist Kunst. Doch Kunst ist ein objektiver Begriff. Es gibt keine Definition von Kunst, also liegt es doch nicht in meiner Hand darüber zu richten, was Kunst sei und was nicht. Das muss im Endeffekt doch jeder selbst für sich festlegen. Der biblische Weg "wie Du mir, so ich Dir" hat aber glaube ich am wenigsten Veränderungswirkung. Denn denkst Du nachdem sich der erwischte Writer von Dir hat überkippen lassen, hört er auf zu malen? Man kann doch weiter denken, und überlegen, "wie hört der jenige auf illegal aktiv zu sein?". Und dieser Gedanke, weiter gedacht, führt zwangsläufig zu legalen Wänden. Und so schließt sich meiner Ansicht nach der Kreis.

Auch die Selbstbestimmung wie Dein Haus aussehen soll, bleibt Dir überlassen. Nichts anderes würde ich je denken/meinen oder schreiben. Zudem würde ich Dich bitten meinen Text zusammenhängend zu lesen, und nicht bruchstückhaft um dann den Haus-Aspekt mit "hirnlos" in Verbindung zu setzen. Den "hirnlos" bezieht sich ja ganz offensichtlich auf die Äußerung (Äußerung über Rache mit Farbeimer).

Was mich bewegt hat, hier meine Meinung zu schreiben, ist nicht Dein sich-nicht-aufzwingen-lassen-was-Kunst-sei, sondern eher Deine (meiner Meinung nach) unkluge Reaktionshandlung mit dem Farbeimer.

Liebe Grüße, Cash

fezo
Montag, 24.03.08 00:50
 

Wer sich mal ernsthaft mit dem Thema Graffiti und Street Art auseinandersetzt, dem wird früher oder später der Gedanke kommen, dass das angeblich ach so schlagkräftige Argument "Eigentumsrechte" halt nicht der Maßstab ist, mit dem sich alles messen lässt.
Gerade in einer Stadt ist man nun mal gezwungen, die Gebäude, die da rumstehen, ständig anzuschauen.
Dass die Leute da zum Beispiel in Ostberlin, das nach der Wende von Plattenbauten geprägt und dank Einheitszwang und Spitzelsystem fast komplett grau war, ihr Umfeld zu verschönern anfingen, kann man ihnen wohl kaum verübeln.

Und wenn man erst mal den Gedanken akzeptiert, dass vielleicht nicht nur der rechtliche Eigentümer einer Wand über diese bestimmen sollte (man stelle sich jemanden vor, der ein Haus am Münsterplatz neongelb streichen will und warum gibts nochmal Denkmalschutz?), macht es durchaus Sinn, dass auch in schöneren Städten wie Freiburg die Menschen ihre Umgebung mitgestalten wollen.

Ein gutes Beispiel ist auch die Werbung, die einem jeden Tag mit materiellen und sexuellen Reizen aufgezwungen wird. Natürlich bezahlen die werbenden Firmen Geld für die Werbeflächen, aber, wie der mittlerweile wohl bekannteste Street Artist der Welt Banksy es sagt: "Es steht dir zu, die Flächen zu benutzen, neu zu gestalten oder zu verändern. Um Erlaubnis zu fragen ist, wie jemanden, der einem einen Stein an den Kopf wirft, zu fragen, ob man den behalten darf."

Und dass es genug Leute gibt, die Graffiti als Gestaltungsform des öffentlichen Raumes ansprechend und ästhetisch wertvoll finden, sieht man ja allein schon daran, dass es trotz strafrechtlicher Verfolgung eine lebendige Graffitiszene und Diskussionen darüber gibt.

Im Übrigen: Flüchtige Tags entstehen ja gerade deshalb, weil man möglichst schnell um die nächste Ecke sein will. Auch die viel beschworenen Ghettokids stehen ja nicht auf hässlich, sie haben nur keinen Bock auf Leute, die behaupten, einen menschlichen Körper mit Farbe zu bedecken wäre das gleiche wie bei einer Wand.
Als ob deine Wand dir körperliche Schmerzen verursachen würde. Denk mal zwei Sekunden drüber nach, bevor du sowas von dir gibst. Eine Wand hält dich trocken und warm und das auch mit Farbe drauf, Haut muss auch atmen. Deshalb übrigens auch die Unterscheidung zwischen Sachbeschädigung und Körperverletzung, wenn du's schon so genau nimmst mit dem Recht.
Leute, denen ihr Geld (oder ihr Praxisschild, einfach erbärmlich) wichtiger ist als das Wohlergehen ihrer Mitmenschen, sollte man härter bestrafen und nicht Leute, die ihre Zeit darin investieren, ihre Stadt zu gestalten!!!

Street Artists investieren Zeit, Geld und Arbeit, um witzige, interessante und stimulierende Aussagen oder einfach nur schöne Bilder in den Raum des menschlichen Zusammenlebens einzubringen. Solche Menschen haben schon immer die Zukunft geformt und nicht die, die sich nur für sich selbst und ihr sogenanntes "Eigentum" interessieren.

orak
Donnerstag, 24.04.08 21:15
 

alter ,man sprühensprühensprühen hauptsach sprühen scheissegal ob illegal macht weiter man!!!!! nix gegen toy´s aber : crosst nich so hamma teile ihr idiotenkinder seit warscheinlich nicht mal14!!!!ORAK*RDSCREW*respect to Chill Gates** fuck of OSER !!!! bombt die city man!!!

kus
Sonntag, 08.02.09 12:55
 

wow! In Schottland (Kelburn Castle) hat ein Mann ein ganzes Schloss von Graffiti-Sprayern anmalen lassen - auf eigenen Wunsch!

Sieh cool aus --> click

Sonntag, 08.02.09 12:58
 

Har, har, die Frau auf dem ersten Photo wurde auch nicht verschont!
Ne, im Ernst, das sieht genial aus.

Sonntag, 08.02.09 15:57
 

@orak

yo,yo,yo,krasse Scheisse mann!!!
Du und Deine geistig unterbemittelten Vollidioten von Mittackern,die nicht mal im geringsten in der Lage sind,ein annährend esthätisches Graffitie an die Wand zu sprühen,tut mir leid. Aber stattdessen alles vollbomben und-tacken.

@und an alle anderen Sprayer(die nichts können)

Ich finde gute!!! Graffities echt was fürs Auge und saugeil.
Für mich auf jeden Fall eine Kunstform, Farbe auf die grauen
und hässlichen Betonflächen zu bringen!!

Was ich aber nicht verstehe und tolerieren kann,sind
diese übelst hässlichen Bombings und Tacks überall.
Mittlerweile gibt es ja auch schon seit längerer Zeit noch andere,weitaus krassere Arten des Tackens,indem man
Fensterscheiben in Zügen usw. zerkratzt.
Solche Leute haben in meinen Augen nur Scheisse im Hirn.
Was soll das?? Was seid Ihr für ein Haufen von traurigen Idioten,die jede Nacht die Stadt voll sprühen um von irgendwelchen Obercheckern Respekt zu erlangen?
Schon allein bei Eurer Aussprache muss ich mich schon
pepissen vor Lachen. Denkt Ihr,Euer Revier ist die Bronx oder was? Echnt nur peinlich;)

Sonntag, 08.02.09 16:01
 

um den Rechtschreib-Pedanten den Wind aus den Segeln zu nehmen..ja sind welche drin. Niemand ist unfehlbar ;)

\"Tacken\"hihi
Sonntag, 08.02.09 21:55
 

Hahaha,
da sind einige drin!
Du solltest malen, dann hätten wir was zu lachen!

kus
Sonntag, 10.05.09 22:32
 

cool -> photorealistische Graffiti --> click

Montag, 11.05.09 00:40
 

Verunstaltet meine Bildaufnahmen!!

Wenn die was "gescheites" an graue Betonwände oder so sprühen ist es ja mehr oder weniger in Ordnung, aber wenn die einfach nur ihr gekritzel an jede Ecke sprühen nervt es.

Und was nützen Wände, die legal besprüht werden dürfen??
Da sprühen halt manche ihre Bider hin, aber für die meisten anderen sind die Stellen uninteressant. Denn das was anscheinend reizt, ist, etwas illegales zu tun.

Samstag, 08.05.10 10:27
 

ja dich reizt es wahrscheinlich auch mit 60 durch die 30er zone zu brettern ...bei nacht...;)

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