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Scientology: Aussteigervortrag spaltet Zuhörer

Gestern Abend hat Wilfried Handl, ein Aussteiger aus der Sekte Scientology, einen Vortrag gehalten im Audimax der Freiburger Universität. Von Anfang an haben Sektenmitglieder versucht, die Veranstaltung des ehemals hochrangigen Mitglieds zu untergraben. Sie endete mit Geschrei und Buhrufen.

Scientology

Der Vortrag wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltet, deren Vertreter Thomas Wolf ins Thema einführt und später noch ein ungeahntes Rampenlicht erlebt, aufgrund von Übungen, die Handl an ihm exemplarisch vollzieht.

Das Kollegiengebäude II, in dem das Ganze stattfindet, ist sonst die Domäne der Studenten der rechtswissenschaftlichen Fakultät und der Volkswirtschaftslehre, heute zeigt sich im größten Hörsaal der hiesigen Universität ein anderes Bild. Vor Beginn der Veranstaltung bekommt man am Eingang von Scientology-Vertretern kleine Handzettel zugesteckt, die titeln: „Herr Handl - Wieviel Geld erhalten Sie dafür, dass Sie dem Verfassungsschutz das Wort reden?“

Es handelt sich natürlich um Gegenpamphlete, die einem trotz aller vorher eingeredeten Unparteilichkeit den muffigen Odeur einer politischen Kampfschrift ins Gesicht blasen. Geschickt dennoch: Handls Autorität wird, bevor man ihn überhaupt gesehen hat, bereits untergraben, er wird als niederträchtige Person portraitiert und überhaupt wird alles abgestritten, was einem als Vorwissen diente: Nämlich zum Beispiel, dass Handl den zweithöchsten Grad der Erleuchtung erreicht haben soll und damit einer der rangobersten Aussteiger aus der Sekte ist. Es wird dagegen propagiert, er sei ein schlechter, untreuer Mensch, der seiner Familie nichts weiter als Schaden zugefügt habe, was man damit zu beweisen versucht, dass man aus einem Brief seiner Exfrau zitiert.

Was verschwiegen wird, Handl aber später nachholt, ist, dass seine ehemalige Ehefrau und deren neuer Mann immer noch Mitglieder der Organisation sind.

Am Anfang des Vortrags entsteht eine Asymmetrie zwischen den Beschuldigungen gegen ihn und seiner sympathischen Art, auch wegen des zugegebenermaßen von vornherein schon gewinnenden österreichischen Akzents.

Thomas Wolf stellt dem altersmäßig ausgewogenen Publikum Wilfried Handl vor, der seinen Vortrag mit einem Sinnbild beginnt, nämlich mit dem Spruch auf dem Freiburger Stadttheater: „In welcher Zukunft wollen wir leben?“ Er beantwortet mit: „Sicherlich nicht in einer, die Scientology vorgibt.“ Wüsste man jetzt schon, in welchem Fiasko die Veranstaltung enden wird, würde es einen nicht wundern, dass man bei einem umschweifenden Blick ins Publikum kaum Reaktionen entdeckt. Handl versucht mit seiner folgenden Beschreibung der Sekte ein paar Scherze zu verbinden, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht auf viel Gegenliebe stoßen.

Scientology

Das Publikum verhält sich im Gegenteil eher ruhig, während der Österreicher den anwesenden Präsidenten von Scientology Schweiz aufs Korn nimmt. Möglicherweise geschieht diese Stille wegen des trotz allem übrig gebliebenen Eindrucks der Spiritualität, die diesem Vertreter der Vereinigung anzuhaften scheint.

Bevor Handl dazu übergeht, von seinen persönlichen Erfahrungen zu berichten, entkräftet er die Behauptung der Sekte, sie sei durch 40 deutsche Gerichtsurteile als Kirche anerkannt und weitet seine Anschauungen auf die Vereinigten Staaten von Amerika aus, in denen Scientology ebenfalls mitnichten die Anerkennung einer Religion genössen, sondern lediglich nach vielen Jahren aufgrund des Prinzips der gemeinnützigen Vereinigung eine Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht zugestanden bekommen hätte, die nach Handl dort „beinahe jeder“ erreichen könnte.

Anschließend erläutert der Aussteiger einige Projekte, die der Verein im Moment in Angriff nimmt, unter anderem den Plan, nah an europäischen Regierungen zu residieren, beispielsweise im siebenstöckigen Bürokomplex nahe des Berliner Reichstags; eine weitere Strategie der Sekte sei die Gewinnung von Prominenten wie John Travolta, der am Samstag bei „Wetten, dass?!“ zu Gast sein wird. Durch die Mitgliedschaft von Travolta oder auch Tom Cruise in Scientology würden mehr und mehr Menschen angezogen, die sich denken müssten: „Wenn der das gut findet, kann es ja nicht schlecht sein.“

„Man hätte ihn gar nicht erst einladen dürfen“, sagt Handl und provoziert endlich doch Applaus. Er spricht weiterhin von der Gefahr, die das Gedankengut der Sekte verdeckt oder öffentlich darstellt und bringt das Beispiel des Films „Elizabethtown“, dessen Dialoge und Aussagen vor scientologischen Maximen nur so strotzen würden, und dessen Koproduzent schließlich auch Tom Cruise sei.

All diese Erläuterungen klingen plausibel, was ja klar war, schließlich ist man ein gebildeter Mensch und verurteilt im Vorfeld alle Mitglieder und Abhängigen der Sekte zu gedankenlosen Idioten. Leider verursacht dieses Bewusstsein im Publikum jetzt schon einen gewissen Hang der Polemik, der zu etwas zu lautem Gelächter oder zu allzu tosendem Beifall führt, wenn Handl, durch seine Vergangenheit und Wut, die er immer noch spüren muss, dazu hingerissen wird, allzu gehässig zu argumentieren und darüber bisweilen Überzeugungskraft einbüßt.

Man muss auch zugeben, dass jemand, der so offen und ehrlich preisgibt, welche Fehler er gemacht hat und deshalb überaus weise erscheint, möglicherweise einen zu abgeklärten und vielleicht auch listigen Eindruck hinterlässt. Umgeben von schreienden Gegnern oder „Selbsterfahrern“ fühlt man sich hier als objektiver Beobachter ein wenig wie in Allen Carrs Nichtraucherseminaren.

Man würde sich nicht wundern, wenn auch Handl irgendwann einen Ernährungsratgeber herausbringen würde, weil der Weg vom Selbstbefreier zum Befreier vieler anderer erfahrungsgemäß nicht weit ist.

Der sympathische Österreicher muss möglicherweise aufpassen, nicht in diese Sparte zu fallen. Deshalb, weil das auch selbst einen gewissen Hauch von Sekte an sich hat, wenn jemand versucht, zu bekehren.

Aber noch ist er glücklicherweise nur Berichterstatter und hält sich trotz all seiner Sticheleien gegen die Sekte zurück, wenn es darum geht, irgendwelche Gemeinplätze zu verkünden. Stattdessen übernimmt das für ihn das Publikum.

Scientology

Nachdem Handl an Thomas Wolf von der Konrad-Adenauer-Stiftung versuchsweise mehrere Übungen der Scientology-Seminare vorgeführt und die Praxis dieser Vorträge dargestellt hat, beschreibt er die verschiedenen Stufen der Erleuchtung. Handl stellt klar, dass eines der höheren Seminare bis zu 20.000 Euro kosten dürfte. Man hat die Schlußfolgerung schon gerochen und möglicherweise selbst schon gezogen: „Scientology ist ein profitorientiertes Gewerbe, das für teures Geld Lügen verkauft.“

Jetzt geschieht etwas Merkwürdiges, das eigentlich gar nicht so merkwürdig ist. Die Gefahr dafür ist ja grundsätzlich gegeben, wenn der Masse des Publikums das Rederecht erteilt wird, also eine Fragerunde losgeht: Es wird ein Fiasko.

Mehrere stellen ernst gemeinte Fragen nach der Person Handls, etwa: "Wie gehen Sie heute mit der Machtsucht um, die Ihnen die Scientology-Mitgliedschaft beschert hat?" Er beantwortet glaubwürdig, dass er jetzt nach der Maxime „Weniger ist mehr“ lebe und kaum mehr das Bedürfnis habe, zu expandieren, so zu sagen. Weiterhin stellt der Mann klar, dass man den Mechanismus niemals unterschätzen sollte, der hinter einer Sekte steckt.

Man dürfe nie denken, man würde niemals darauf hereinfallen, wenn man dort wäre, um sich das Ganze anzuschauen und sich sein eigenes Bild davon zu machen. Als Einzelner habe man das Problem, dass man gänzlich einem gut trainierten Team ausgesetzt sei, das darauf spezialisiert sei, die wenigen Wunden zu finden, die man hat und darin herumzuwühlen, um dann hinterher ein brüderliches „Scientology kann helfen!“ auszuscheiden.

Als aber dann doch der Schweizer Scientology-Vertreter Staedtler zu Wort kommt und Handls gesamten Vortrag als Lügenmärchen abtut, beginnt sich hinter einem das Meer zu teilen. Das Geschrei der Befürworter bzw. Mitglieder der Sekte wechselt sich ab mit den wütenden Buhrufen der Gegner. Als man um 22 Uhr dem Mann das Mikrofon abstellt, weil es Zeit ist, das Gebäude zu schließen, rufen alle vereint „Unfair!“; die einen, weil sie Mitglied sind, die anderen, weil sie für den Moment ihr Gerechtigkeitsgefühl wiederentdecken, das die anderthalb Stunden zuvor ziemlich taub gewesen ist.

Einer schreit auch „Hitler! Handl! Alle beide aus Österreich“, und man muss schon an sich halten, um nicht wildgeworden hochzurennen und heiße, schellende Ohrfeigen anzubieten. Man verlässt das Auditorium schließlich, draußen wird weitergemeckert, ein wenig.

Bei Konzerten kann man von „gescheitert“ sprechen, wenn das Publikum überhaupt nichts von sich gibt und still ist. Ein Vortrag scheitert aus dem gegenteiligen Grund. Man hat das Gefühl, dass überhaupt nichts angekommen ist, dass es vermutlich einfach müßig ist, zu versuchen, einer großen Menge an Menschen etwas mitzuteilen, das aus persönlicher Erfahrung hervorgegangen ist.

So einfach es auch sein mag, auf andere Art eine Vielzahl mitzureißen. Aber reden wir nicht philosophisch drum herum: Ohne das Gequatsche und Gerufe zum Schluss ein durchaus einprägsamer Abend, der aber von den meisten fälschlich als Möglichkeit zum Problemlösen missverstanden worden ist, nicht zuletzt natürlich von Wilfried Handl selbst.  




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Kommentare
Anzahl der Kommentare: 27
ramona
Freitag, 30.03.07 12:46
 

hey..
ich war auch auf dem vortrag und es war wirklich schade, dass nur zwei stunden für dieses brisante thema eingeräumt wurde.
kleiner tipp am rande.. wer noch mehr darüber wissen will, sollte heute (16 - 19 Uhr) oder am montag (6.30 bis 9 Uhr) echo fm (88,4) hören. wilfried handl hat da ein interessantes Interview gegeben.

Kolchling
Freitag, 30.03.07 13:50
 

Ist das ein reisserischer Aufmacher! Ein "Fiasko" oder "Chaos" sieht für mich anders aus. *kopfschüttel* Das grenzt an Boulevard-Niveau.
Da es sich um einen Vortrag handelte, war das Publikum Zuhörer. Nicht anders wie bei einer Podiumsdiskussion. Deshalb auch kaum "Reaktionen" aus dem Publikum.

Und wer denke dass die Scientologen bei so einem Auftritt nicht zu Gestapo Methoden greifen würde, unterstelle ich die gleiche Naivität wie jene die hilfesuchend zur gleichen Gruppe rennen.

Sorry liebes fudder, ich hab schon bessere Reportagen von Euch gelesen.

k to my s
Freitag, 30.03.07 14:19
 

auch wenn ich nich da war fühle ich mich über den verlauf des abends gut informiert. außerdem ist die qualität des artikels mit sicherheit besser als vergleichbare in der BZ oder im wochenbericht, da er viel ausführlicher ist und die kommentare von seiten des autors gekonnt die information mit der kritik verbinden.

lalala
Freitag, 30.03.07 14:28
 

artikel ist nicht gonzo genug.

lennsch
Freitag, 30.03.07 14:41
 

Informativer Artikel, aber die Überschrift hat mich auf schlimmeres hoffen lassen :D

david (fudder)
Freitag, 30.03.07 15:01
 

Wir haben die Überschrift geändert. Sie hat anfangs doch etwas in die Irre geführt, sorry.

Barney
Freitag, 30.03.07 16:48
 

Das ist IMHO die interessanteste Website über Scientology im Internet:

http://www.xenu.net/

Pit
Freitag, 30.03.07 17:09
 

Vor Scientology wird, m.E. zurecht, allerorten gewarnt.
Eine EDIT namens Islam wird derweil für die EU zum schützenswertesten Opfer.
Aber der Kampf gegen Amerika erfordert eben auch ungewöhnliche Schritte.

Andrés
Freitag, 30.03.07 20:07
 

wer ist denn dieser xenu von dem hier permanent gefaselt wird?

cms
Freitag, 30.03.07 22:43
 

@ Andrés: Xenu war vor 75 Millionen Jahren Herrscher einer galaktischen Konförderation und u.a. auch die Menschen auf die Erde gebracht. Jedenfalls glauben das die Scientologen, weil Hubbard ein (wohl ziemlich schlechter) Science-Fiction-Autor war. Vielleicht hatte er auch einfach Humor und war erstaunt, dass tatsächlich Menschen an solchen Quatsch glauben. Aber das dürfte den Erschaffern des Christentum und diverser anderer Religionen nicht anders ergangen sein.

Beat
Freitag, 30.03.07 22:53
 

Nun Wilfried Handl ist offensichtlich daran interessiert zu provozieren und die Popularität Scientologys auf seine eigene Mühle umzuleiten. Wer würde Handl kennen, wenn Scientology nicht wäre? Vielleicht hat sich Handl ja gar nicht geändert und war während der Zeit in Scientology provokativ wie er selber zugibt und jetzt ist er immer noch so, merkt es aber wieder mal nicht. Entweder hat er in der Vergangenheit wirklich Menschen weh getan, oder es war die Schuld von Scientology. Eins von beiden. Zu sagen er habe Schlechtes getan um dann gleichzeitig den Spiess umzudrehen indem er sagt dass er das natürlich nur aufgrund von Scientology getan habe......., nicht cool!!

der onkel
Samstag, 31.03.07 09:20
 

Mich befremdet bei der ganzen Sache vor allem das Verhalten derjenigen, die selber aus der Kirchenecke kommen - was bitte ist denn das Christentum anderes als eine Sekte?
Das ein allwissender Gott seinen eigenen Sohn an einen Baumstamm nageln lässt erscheint mir ähnlich abstrus wie der Sci-Fi-Blödsinn von Scientologie...
Aber die Kirche hatte einfach ein paar Jährchen mehr Zeit, ihre Machtposition zu festigen ;-)

Glauben heißt: nicht wissen!

kolchling
Samstag, 31.03.07 15:47
 

@der onkel
Word!

Max2
Samstag, 31.03.07 16:07
 

der onkel hat aber sowas von recht

Day
Samstag, 31.03.07 19:14
 

Beat:
Klar ist er daran interessiert zu provozieren. Soll er still in einem Kämmerchen hocken und nichts sagen ? Ich könnte dir jetzt genauso den Vorwurf machen dass du Handls Popularität dafür ausnützt um dich selbst in den Vordergrund zu stellen. Den Vorwurf kann man jedem machen der sich gegen irgendetwas wehrt.

Onkel:
Du hast da ja ansatzweise schon einen wahren Punkt getroffen. Das Christentum war früher eine Sekte und wurde auch als solche verfolgt. Aber... die Scientology ist nicht einfach nur eine Sekte. Und, nur als kleines Beispiel - wenn du heutzutage aus der Kirche austrittst brauchst du keine Angst zu haben dass dich Tag und nacht Ministranten deswegen terrorisieren. Du kannst auch in die Kirche gehen ohne wirklich dafür zu zahlen und die Bibel kannst du auch einfach so lesen. Es zwingt dich niemand einen Christen zu heiraten und in den meisten Fällen wird dich deine Frau und alle deine christlichen Freunde dich nicht verstossen wenn du aus der Kirche austrittst.

Klar, das war früher auch im Christentum nicht unbedingt besser. Das können wir aber jetzt nicht mehr ändern - wir können nur versuchen solche Dinge in Zukunft und Gegenwart zu erkennen - und entschieden zu bekämpfen.

Mit freundlichem Grusse,
Day, der seit Jahren keinen Fuss mehr in eine Kirche gesetzt hat (ausser aus Kunst-Interesse oder um Fledermäuse im Münster zu suchen...)

der onkel
Samstag, 31.03.07 19:30
 

@ day: natürlich hast Du mit Deinen Ausführungen recht, nur hat die Kirche es heute einfach nicht mehr nötig, so rigoros aufzutreten (auch wenn einige ihrer Vertreter das sicher gerne anders hätten) weil sie einfach fest im Sattel sitzt - wenn hier mal ein paar Tausend Schäfchen verloren gehen is doch egal, in Südamerika und Afrika kommen ja genug dazu...
Sicher bringt es auch nichts, Scientologie zu verharmlosen , aber ich finde das gerade die JU und andere, die sich durch ihr geschlossen-verbohrtes Weltbild auszeichnen in dieser Beziehung mal sowas von die Schnauze halten sollten...

Die grössten Kritiker der Elche waren früher selber welche ;-)

P.S: Spamvermeidungswort: klosett! Wie geil ist das denn, muhaha

Andrés
Samstag, 31.03.07 19:40
 

aha, verstehe. "Vielleicht hatte er auch einfach Humor und war erstaunt, dass tatsächlich Menschen an solchen Quatsch glauben"
könnte sein. muhahahaha ;-)

Haas
Dienstag, 03.04.07 23:08
 

Ich war in dem Vortrag und fand es unglaublich, wie ein paar hysterische Scientology-Gegner am Ende gestört haben. Es waren wirklich viele Zuhörer da, die noch gerne die Stellungnahme des Scientology-Sprechers gehört hätten. Es war eine schwache Leistung, dass der Organisator einfach das Mikro abgestellt hat. Hinterher haben sich diese Leute dann um den Sprecher geschart, um doch noch Infos von ihm zu bekommen und auch zu erfahren, was es mit den Zitaten aus den Büchern von Hubbard wirklich auf sich hat.
Herr Handl selbst war völlig unglaubwürdig, wie kann man so lange bei Scientology sein und am Ende zu 100 % Negatives darüber erzählen. Ich denke, er war damals bei Scientology nicht ehrlich und jetzt ist er genauso unehrlich, nur eben auf der anderen Seite.

kolchling
Mittwoch, 04.04.07 08:43
 

Ich war auch da, fand diese Scientology-Gegner auch hysterisch. Doch kann ich nur zu gut verstehen aus welchem Grund. Wenn man jahrelang Scientology Mitglied gewesen ist, den Ausstieg gefunden hat und nun quasi seinen Peinigern gegenübertreten muss, ist eine nichtemotionale Argumentation fast unmöglich. Meiner Meinung nach.

"Scientologys rechte Hand" Ausführungen waren mir dermassen schwach und polemisch, dass ich gut und gerne darauf verzichten konnte. Das war für einen Anwalt sehr unprofessionell und unglaubwürdig. Wenn nicht lächerlich.

Gonzo
Donnerstag, 05.04.07 10:06
 

Vielleicht steige ich etwas spät in die Diskussion ein aber ich frage mich, warum überhaupt so viel Aufmerksamkeit einem "Aussteiger" gewidmet wird. Sogar Juristen finden diese in der Regel unglaubwürdig, denn sie sind oft fanatisch, erst in die eine Richtung, dann in die andere. Um sich wirklich über das Thema zu informieren, sollte man sich nicht scheuen, auch mal in die Bücher des Scientology-Gründers Hubbard zu schauen, und zwar ohne sich nur auf die Zitate zu beschränken, die irgendwelche Leute rausgepickt haben. Bibeltreue würden das ja auch nicht akzeptieren, wenn man dies mit ihrem Buch machen würde, und zwar zu Recht. Ich würde mir auch mal so einen Scientologen vornehmen und ihn alles fragen, was so an Vorwürfen im Raum ist. Und ich hätte gerne mal einen neutralen Religionswissenschaftler, der sich traut, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, aber dies scheints nicht zu geben. Wieso traut sich da niemand? Haben da gewisse Leute was dagegen, z.B. von der angeblichen Konkurrenz?

nerzul
Donnerstag, 05.04.07 12:09
 

männliche scientologen haben in der regel zu kleine fortpflanzungsorgane. deshalb brauchen die nexus, äh, aiur, wie auch immer der heißt, um das zu kompensieren.

DerNettePenner
Freitag, 06.04.07 01:59
 

"Enemy - SP Order. Fair game.
May be deprived of property or injured by
any means by any Scientologist without
any discipline of the Scientologist.
May be tricked, sued or lied to

or destroyed."

DerNettePenner
Freitag, 06.04.07 02:07
 

...ach und noch was:

Erkundigt Euch mal (wie immer unabhängig und kritisch), was OSA bedeutet im Zusammenhang mit Scientology.

Wenn ihr das Muster Erkannt habt, nach welchem die SC vorgeht, dann reflektiert nochmal über den Verlauf des Abends. Von Anfang bis Ende.

Erinnert sich noch jemand an die denunzierenden Flugblätter "Kauft nicht bei Juden"?

Vielleicht gibt es von der Vorgehensweise her (inklusive Propaganda) ja eher eine Ähnlichkeit zwischen der NSDAP und der SC als zwischen Herrn Handl und Hitler.

Beat
Sonntag, 13.05.07 18:17
 

@day
Nein diesen Vorwurf, ich wolle die Popularität von Handl nutzen, um mich selbst bekannt zu machen, ist nicht logisch. Ich trete hier mit meinem Vornamen auf, den es in Deutschland wohl zigtausend x gibt und somit bin ich als einzelnes Individuum nicht im Vordergrund. Ich verweise auch auf keine Website oder so.

Warum ich persönlich kritisch Handl gegenüber bin, liegt daran, dass ich gelesen habe, dass Handl vor über 15 Jahren aufhörte sich mit Scientology zu befassen. Seine Leitungsfunktion innerhalb Scientology liege sogar 25 Jahre zurück. Ich muss da Scientology recht geben geben, wenn sie sagen dass das ein Etickettenschwindel ist, wenn sich Handl heute als hochrangiges Führungsmitglied mit Insiderwissen präsentiert. Wer sich mit Scientology auseinander setzt, weiss, dass vor rund 25 Jahren ein neues Management eingesetzt wurde.
Wenn jemand nachher nicht mehr Mitarbeiter war, kann er nur über die Zeit bis da sprechen und nicht über die Führung die jetzt besteht.
Das hat nichts mit Befürwortung der jetztigen Leitung zu tun, das ist einfach eine pragmatische Beurteilung.

rolf
Dienstag, 15.05.07 23:47
 

das lustige ist, dass der offiziell gegen homosexualität eingestellte herr hubbard in wirklichkeit selbst einige homosexuelle affären hatte. aber das will bei den scientologen heute leider keiner mehr wahr haben.

arno
Montag, 04.06.07 20:48
 

‚neuer Aufhänger für Scientology’

Scientology wirbt jetzt scheinheilig gegen DROGEN

Folgende Websites versuchen an eine grössere Menschenmenge heranzukommen!

Multathlon 2007

http://www.vsnd.ch/index.php?option=com_content &task=view&id=2&Itemid=1


Sag NEIN zu Drogen – Sag JA zum Leben http://www.vsnd.ch/index.php?option=com_frontpage &Itemid=1
http://www.sag-nein-zu-drogen.de/
http:[..]

DerNettePenner
Freitag, 05.10.07 16:05
 

http://www.sag-nein-zu-drogen.de/pages/drogen-fakten.html

"... Auch für Menschen mit Drogenproblemen gibt es Lösungen und Wege aus der Abhängigkeit. So etwa Narconon, ein Selbsthilfeprogramm für wirksame Drogenrehabilitation, das auf L. Ron Hubbards Erkenntnissen basiert und eine Erfolgsrate von über 70% vorweisen kann – ..."

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