Die Stadt Freiburg und die Polizei haben sich heute auf einer Pressekonferenz gegen den Vorwurf gewehrt, das Auftreten der Polizei beim DIY-Festival sei "unverhältnismäßig" gewesen.

Die polizeiliche Linie bei Demonstrationen hat sich nach den Worten von Polizeichef Heiner Amann nicht verändert. Aber: “Kooperation und Deeskalation setzen voraus, dass jemand bereit ist, mit uns zu reden” ? dies sei nicht der Fall gewesen. Der Stadt scheint derweil der Geduldsfaden mit Teilen der linksalternativen Szene zu reißen. Oberbürgermeister Salomon bei der Pressekonferenz: “Ich habe die Schnauze gestrichen voll.” Der OB ist auch deshalb verärgert, weil angeblich eine Gruppe von mehr als zehn Menschen, die er der Schattenparker-Szene zuordnet, in sein Haus eindringen wollte.

Die Kommentare zu diesem Thema auf fudder dokumentieren eindrucksvoll, wie sehr dieses Thema die Menschen in Freiburg emotionalisiert und polarisiert (in den vergangenen drei Tagen gab es mehr als 180 Meinungsbeiträge). Harsche Kritik am Polizeieinsatz ("Polizeistaat") ging einher mit uneingeschränkter Zustimmung für das Vorgehen der Polizei. Was trotzdem auffällig ist: Viele Passanten, egal welch politischer Orientierung, haben die Polizeieinsätze am vergangenen Wochenende als überdimensioniert empfunden. Vor allem das Einkesseln der linksalternativen Szene, die sich am Samstag auf dem Platz der Alten Synagoge aufgehalten hat, wurde stark kritisiert. Angeblich, so sagen einige, seien sogar völlig unbeteiligte Passanten längere Zeit aufgehalten worden. Die Freiburger Polizei zeichnet da ein anderes Bild, auch zum Thema Schlagstockeinsatz:
“Unbeteiligte hätten sich sehr frühzeitig entfernen können”, sagt Polizeichef Amann. Und Schlagstöcke seien nur zum Einsatz gekommen, als Demonstranten versuchten, ihre Mitdemonstranten aus dem Gewahrsam zu befreien. Aufgrund der am Vortag ausgesprochenen Räumungsverfügung und der 222 Platzverweise habe man die Personalien überprüft, da alle Nicht-Freiburger, die neben dem Übergangsgelände der Schattenparker illegal zelteten (Amann: “Das ist nicht geduldet, aber wir nehmen das halt hin" ? unter der Hauptbedingung: keine Straftaten), sich nicht in der Stadt hätten aufhalten dürfen.
OB Salomon kritisiert sowohl die Schattenparker- als auch die KTS-Szene auf massive Art und Weise. Er habe das Gefühl, dass die Szene jede Gelegenheit nutze, die Stadtverwaltung zu "verarschen". Salomon, der sich hinter die Polizei stellte und kein kritisches Wort verlor, war sichtlich erregt an diesem Nachmittag. Einer der Gründe: Einer seiner Nachbarn habe gerade noch so das Eindringen einer Gruppe, die Salomon selbst der Schattenparkerszene zuordnet, verhindern können, indem er gesagt habe: “Bei Salomons ist niemand da, das ist Hausfriedensbruch, was sie da machen.” Und dann soll er ihnen laut Salomon die Tür vor der Nase zugeworfen haben. Er sage nicht, dass diese Szene gewalttätig sei, so Salomon. “Aber ich gehe auch nicht davon aus, dass die immer nur spielen wollen.”
Die große Zahl der Polizisten - eine genaue Zahl gibt die Freiburger Polizei nicht an -, die sowohl am Freitag auf der Haid als auch am Samstag in der Innenstadt zu sehen war, empfindet Amann auch im Nachhinein als gerechtfertigt: “Wir mussten uns darauf einstellen, dass der Einsatz bei der Räumung nicht so friedlich abläuft wie er letztlich abgelaufen ist.” Die gleiche Begründung nennt er auch für den Einsatz am Samstag. Die Polizei sei von einer sehr hohen Zahl an Demonstranten ausgegangen, weshalb auch genügend Polizisten vor Ort sein sollten. Warum die Beamten nicht stärker im Hintergrund blieben, erklärt Amann auf der Pressekonferenz damit, dass der friedliche Ablauf solcher Aktionen im direkten Zusammenhang mit der sichtbaren polizeilichen Stärke stünde.
“Die Einzigen, die sich deeskalierend verhalten haben, das sind die Stadt und die Polizei”, sagt Heiner Amann, “und das sollte man mal zur Kenntnis nehmen. Für mich heißt Deeskalation nicht, dass sich die Polizei zurücknimmt und wegschaut.” Freiburg sei die einzige Stadt im Lande, in der sich die linksautonome Szene so verhalten könne.
Dass es infolge des vergangenen Samstags weitere Demonstrationen und Protestaktionen in Freiburg geben wird, schließt Amann nicht aus. Die Gäste des DIY-Festivals haben Freiburg aber inzwischen nach seinen Informationen verlassen.


„Die Einzigen, die sich deeskalierend verhalten haben, das sind die Stadt und die Polizei“
200 friedliche Menschen 3 stunden lang festhalten ist vorallem eins: deeskalierend
Warum wandern die Linken nicht ins idyllische Nordkorea aus? Kommunistischer geht's nicht. Man, Leute, wacht auf. Der Sozialismus ist gescheitert. Und Anarchie ist ja wohl auch nicht erstrebenswert. Oder gefällt euch, was im Irak abgeht?
super idee @ich! stimme ich voll und ganz zu.
wenns denen hier nicht passt und sie demonstrieren müssen, sollen sie das land verlassen
Na klasse! Wenn das so weiter geht - Körperverletzung hier, Hausfriedensbruch da, was als nächstes? - ist der Libanon ein friedlicherer Aufenthaltsort als die Freiburger Innenstadt.
Aber wahrscheinlich kamen die Herrschaften nur zum Staubwedeln bei Salomon vorbei....
Ist es nicht schön, dass in einer Demokratie jeder Depp seine Meinung sagen darf un ddas man sich das recht herausnehmen darf dEppen auch nicht zu antworten
@ich
super idee. wenn einem was net passt auswandern anstatt versuchen es zu ändern. mit der einstellung kommt keine geselschaft besonders weit. es muß niemand gut heißen für oder gegen was da demonstriert wurde. aber als demokrat (entnehm ich mal deinen abwertenden äußerungen über den kommunismus) sollte man doch allen leuten zugestehen ihre meinung zu äußern. und bevor jetzt wieder irgend so was kommt wie: flaschen auf polizisten werfen is keine meinungsäußerung. das war ein einziger und nicht diese gruppe. außerdem glaub ich nicht das derjenige bei der demo da war.
p.s. nicht alle linken sind anarchos oder kommunisten
@haha
Aber die 100 Linken, die 2 !!! Streifenbeamten einkesselten und einen davon schwer verletzten, davon redet ihr nicht.
Die Polizei hat sich für, dass das einer ihrer Kollegen von vermutlich teilweise den gleichen Leuten schwer verletzt wurde noch sehr "brav" verhalten. Eine Körperschutzausstattung ist bei Demos nun mal üblich.
Oder gibt es Verletzte Demonstranten!? Wüsste nicht... Ein epileptischer Anfall fällt ja wohl nicht unter Polizeirepression...
@ich & timo:
gehts noch hohler? selber aufwachen und vor allem auswandern wäre da wohl eher angebracht! wenn ihr gleich noch ein paar gesinnungsgenossen mitnehmt, wär ich euch auch sehr dankbar...
grüße und tschüß!
Ich hab mal diverse Links und Blog-Einträge zu der Aktion gesammelt: http://tillwe.livejournal.com/53591.html -- falls es jemand interessiert
Till, du bist ein *edit*.
nur mal zum thema "wem's nicht passt der soll halt auswandern":
auswandern heißt von einem staat in den anderen ziehen. für leute, die den staat einfach für ne schlechte sache halten (DAS nämlich sind anarchisten) stellt das keine alternative dar. im prinzip sollte niemand gezwungen werden, sich an dieser lebensform zu beteiligen.
so lässt sich abkehr von gewissen gesellschaftlichen umgangsformen doch vielleicht verständlich machen? und erklärt auch die nichtexistenz von kooperationsbereitschaft. die haben einfach keinen bock auf die gesellschaft und das kann man respektieren. nicht respektieren muss man es, wenn leute gewalttätig werden.
Mal im Ernst, wir haben hier weder Bürgerkrieg, noch eine neofaschistische Polizei. Es ist ein Mensch schwer verletzt worden, bei einer Aktion, die nur schwer zweideutig beurteilbar ist, weder rechtlich, noch moralisch. Wäre ein "Täter" massiv u. ungerechtfertigt zu Schaden gekommen, so hätte man eine "Demo" vielleicht noch für unterstützenswert halten können, aber so war es doch nicht. Das ist eben nicht so, wie bei Ostermärschen u. Anti-Nato-Dopelbeschlüssen-Demos in den 80ern.. nein, hier bauen Leute Mist, die sich eben nicht ihrer eigenen Verantwortung stellen, aber meinen, durch Pfeifen und Brüllen Rechte einzufordern, die sie selbst nicht mal formulieren können. Den Rest der Welt "intollerante Spießer" zu nennen berechtigt nicht dazu, deren Lebensräume einzunehmen. Jeder, der sich jemals in irgend einer Form von "Einheit" befunden hat, weiß um den Verlust von Angehörigen, Kollegen oder gar Kammeraden und das hat nichts mit Militärscheiße zu tun. Aber wieso tut es nicht einfach allen, die, in welcher Form auch immer, daran Anteil hatten , leid, daß so etwas passiert ist... Nein, keine Reue, keine Kompromisse, lieber über Nah-Ost kotzen, wieder Gräben und Wände ausheben und einreissen. Was soll der Mist? Was die "KTS" verlautbaren ließ, klang, wie im kalten Krieg...Fazit: Nichts ist erlaubt - alles tut weh - weh tut auch, was nicht erlaubt ist u. erlaubt ist auch , daß einem alles wehtut oder tut weh, was laut ist , oder tut nichts weh, wnn man taub ist...
Ist doch alles lächerlich...subventionierter KTS-Partykeller (in dem durchaus gute Konzerte veranstaltet werden) , goes Open Air Summerparty und lädt sich "Freunde" aus ganz Deutschland und Europa ein. Die ganzen Vorkommnisse sind ein Schlag in das Gesicht, jener Linken, die in den 80er und 90er in Freiburg noch für gesellschaftliche Veränderung (z.B. § 218), gegen Atompolitik, kapitalistische Grundstücksspekulation und eine parteiunabhängige Friedenspolitik gekämpft haben.
Das KTS Partyvolk zergeht sich doch nach dem dritten Joint neben dem Bierkasten bis zum Morgengrauen in linken Fantasien, die bei Sonnenaufgang schon wieder so links abgedrifftet sind, das sie knapp rechts wieder rauskommen.
Selbst die eigene Eltern taugen nicht mehr zum Feindbild, scheiß Allesversteher und nur das Bestewoller, deshalb muß die polizeiliche Reaktion auf den Flaschenwurf eines Alkis als Beweis für staatliche Repression herhalten. Anstatt eine Demo gegen den völkerverächtlichen Krieg zu organisieren, wird diskutiert ob man gegen oder für Israel, gegen oder für Libanon zu sein hat.
Wenn sich dann noch auf der KTS-Homepage ein KTS-Party-Revolutionär beschwert, das er mit seinem Fahrrad auf dem Weg zur Demo abgefischt wurde, bekomme ich mich vor Lachen nicht mehr ein und denke, spende 2.- Euro für die Revolution und du kommst unkontrolliert mit der Strassenbahn in die Innenstadt. Aber niemand hat ihm gesagt, das Revolution auch Kreativität erfordert, im Besonderen wenn die Repression zu umgehen ist...
Und sorry, was den Polizeieinsatz am Samstag betrifft, die Jungs und Mädels haben grösstenteils nicht einmal Ihren Helm aufgezogen, das war doch Champions League gegen Kreisliga, was zeigt, das die Anti-Repressions-Mannschaft nicht wirklich ernst zu nehmen ist und schon gar nicht in der Lage ist durch ihre Aktivitäten gesellschaftliche Veränderung herbeizuführen. dazu mangeld es auch an Solidarität in der Breite der Gesellschaft...warum wohl?
Zeitgleich am Wochenende hat in Berlin die Fuckparade stattgefunden, bei der 1500 Autonome, Punks, Grufties, Technos und Vertreter der diversen Subkulturen eine Party unter dem Motto "Freie Räume für uns", begleitet von "nur" 350 Grünkitteln gefeiert haben. Und ist was passiert? Ja, 9 Drogies wurden die Taschen gelehrt und zur Klärung "Ich weiss auch nicht wie das in meine Tasche kam" auf´s Revier gebeten, sonst war nüscht...
KTS = Kinder tollen ohne Sozialarbeiter
Und wenn das nächstemal Rage against the Machine "Killing in the Name" auf der KTS Party gespielt wird, ist das Musik von einer Band die ganz kapitalistisch das Geld für ihre Musikrechte von der Gema bekommt, die Schweine!
ich brech ab. "geht doch nach drüben" ruft man den linken schon seit 40 jahren zu. sagt doch gleich "früher hätte man euch vergast"!
das vorgehen der polizei wird hier immer wieder gerechtfertigt mit der verletzung eines jungen polizisten vom freitag abend.
diese rechnung geht doch nicht auf. dass das verurteilenswert ist, steht hier doch nicht zur debatte. und um ehrlich zu sein, ist es teilweise weniger das vorgehen der polizei, was erzürnt, sondern die, ja, hohlen sprüche, die es uneingeschränkt befürworten.
es ist ja nicht so, dass sich die festivalbesucher nicht auf absprachen gestützt hätten (siehe artikel in der taz). also ist das mit "alle linken chaoten raus und ende" nicht so einfach abzutun. sicher, auch unter denen gibt es idioten, die meinen, sie müssten beim ob das tun, was die stadt schon oft bei ihnen selbst gemacht hat: nämlich ihn zuhause aufsuchen. aber noch idiotischer ist es, polizeiaktionen, bei denen die meisten der befürworter wahrscheinlich nicht mal jemanden kennen, der anwesend war, bedingunglos zu unterstützen und gleich noch ein paar dumme sprüche abzulassen.
deutschland ist immer noch ein rechtsstaat. wenn hier menschen scheinbar grundlos an ihrer fortbewegung gehindert werden (ich meine den kessel am theater), ist das doch bitte schön genau zu untersuchen. schade, dass der ob sich so einseitig positioniert, sollte er doch für alle freiburger/innen sprechen.
Irgendwie geht das für mich nicht zusammen: In einfachen Bauwägen ohne Luxus und Komfort wohnen zu wollen, das aber dann gleichzeitig auf "teurem" Land/Grundstücken mitten in einer Grossstadt - auf die Infrastruktur der Stadt kann wohl doch nicht verzichtet werden.
Ich denke, dass die Stadt keinerlei Verpflichtung hat den Wagenburgfreaks einen Platz mitten oder in Stadtnähe zur Verfügung zu stellen.
So wie ich das verstehe wollen diese Leute ja alternativ und nicht innerhalb der Gesellschaft leben und wohnen, warum machen sie es dann nicht wirklich und stellen selbst was auf die Beine indem sie z.B: versuchen einen Platz irgendwo ausserhalb der Stadt zu finden, anstatt nur zu Fodern und Krawall zu machen.
Hallo Linker,
wer im Schlachthaus sitzt soll nicht mit Schweinen werfen!
@ich, gute Nacht
Anarchie (http://de.wikipedia.org/wiki/Anarchie) ist nicht Anomie (http://de.wikipedia.org/wiki/Anomie)
Wer sagt das AnarchistInnen kein Bock auf Gesellschaft haben Staat und Gesellschaft sind zwei verschiedene Dinge!
Für die Befreiung von Staat und Kapital!
@ the real Beobachter
Du bist mein Supper linker. Damals als wir noch richtig gekäpft haben,... Du bist wahrscheinlich auch erst auf einen fahrenden Zug aufgesprungen und wars auf einer Demo. Aber Rückblickend hast du ja in dieser Zeit sooo ne ganze Menge geleistet, .bla bla
Geh doch weiter deine Grüne wählen!
Grün ist out!
Die Stadt hat eine Algemeinverfügung raus lassen mal unabhägig ob Du hinwolltest oder nicht hat die Stadt eine No-Go-Area eingerichtet. Das Grundstück auf denne die Schattenparker wohnen war für Tagen für 'alle' FreiburgerInnen polizeilich gespert und unter Androhung (und auch tatsächlichen) Platzverweise, bzw. Ingewahrsamnahmen nur schwer betretbar.
Die nächste 'Demokratische Maßnahme' die hier noch drauf gesetzt werden kann ist die Ausgangssperrre!
@ Frogger
Ja alle Mensch die du nicht in der Stadt sehen willst an den Rand der Stadt zu verfrachten ist ne super Idee. (Gethoisierung!). Oder am besten mit Zügen in ein extra dafür eingerichtetes Lager. So lößt der deutsche Staat ja seine Probleme, hat ja irgend wie tradition.
Auf das Freiburg auch bald ein Randviertel hat in dem alle unter einem Monatlichen Einkommen von 1000,-, Obdachlose, Migraten, AslybewerberInnen oder sonstiges Lumpenpack sich wiederfindet. Damit die Oberstadt ihrer Ruhe hat!
The Real Beobachter hat es sehr fein und gut verständlich auf den Punkt gebracht- ohne aggressiv zu wirken. Spitze ! Bitte mehr solcher Beiträge.
@asd
Das kommt mir echt langsam vor wie nach dem Motto "Zurück zur Natur nur nicht zu Fuss"! Wenns gerade mal passt, dann sind Rechtstaatlichkeit und Demokratie ok, wenns nicht passt, dann muss es abgeschafft werden. Wie gut es ohne Staat geht sieht man ja überall in der Welt...
Und liebe(r) arbeitersamariterbund lass doch bitte deine Antifascho-Polemik da wo sie hingehört - auf dem Müll der Weltgeschichte. Zwischen "Ghettoisierung" /KZs und Suchen nach einem geeigneten Platz für linksalternative Aktionen ist doch noch ein gewaltiger Unterschied. Ich hatte selbst Verwandte, die unter den Nazis gelitten haben und ich finde das eine bodenlose Frechheit, so etwas miteinander zu vergleichen!
@asd...du möchtest nur provozieren...ich habe nicht geschrieben, dass Leute aus der Stadt gejagt werden sollen, und im Gegenteil ich würde mir wünschen, dass es hier in Freiburg zu keiner weiteren Ghettoisierung kommt, Leute die aus anderen Ländern fliehen mussten hier mit offen Armen empfangen werden und niemand auf der Strasse leben muss. Aber ich habe wenig Verständnis für Leute die selbst mit dem Wunsch daher kommen ein alternatives Leben in Bauwägen leben zu wollen, dabei zum grossen Teil auch unsere Gesellschaft ablehnen, die aber dann gleichzeitig auf die Vorteile oder Annehmlichkeiten dieser Gesellschaft nicht verzichten wollen und nur Forderungen an diese Gesellschaft stellen.
Im übrigen denke ich, dass es bestimmt einige schöne Plätze im Grünen für alternative Lebensformen gibt, die sicher viel mehr, neue und langfristige Möglichkeiten für eine Wagenburg bieten als die hier in Freiburg diskutierten Standorte.
@ asd
zu 1. das was du willst (i.e. anarchie) kann doch nur funktionieren, wenn alle menschen, die in diesem konstrukt leben (wollen) genau dies so wollen. sobald eine andere form des zusammenlebens ggf. sogar mit einer "ordnung" in´s spiel kommt, gibt´s stunk! denn keiner will ja, dass seine verbrieften rechte von anderen beeinträchtigt werden. ergo: ab-, aus- oder sonstwiegrenzung ist zwingend notwendig!
sucht euch also irgendwo auf dieser schönen welt ein lauschiges plätzchen in einklang mit der natur und lebt eure art zu leben. und wenn´s nach 2 - 3 generationen immer noch gut läuft, dann schickt ne abordnung eurer räte, die uns "spießern" berichten können.
by the way: in der gesamten menschheitsgeschichte hat dieses modell noch nie hingehauen (auch wenn´s ab und an mal versuche gegeben hat)- fragt euch mal warum nicht! anarchie ist und bleibt ein rein theoretisches modell, das sicher schön und erstrebenswert klingt, aber eben einen großen "systemfehler" hat: die menschen selbst, bzw. ihr streben nach idividualität! mit anderen worten: damit anarchie funktioniert, müsst ihr erst mal den menschen abschaffen, bzw. ihn umerziehen. auch das hatten wir schon mal in der jüngeren menschheitsge- schichte!
2. wenn die jungs und mädles, die zu beginn der 70 er nicht auf die strasse gegangen wären, dann würden heute mit sicherheit einige dinge nicht möglich sein, die ihr wie selbstverständlich für euch in anspruch nehmt. laß also diese platte und arrogante art, andere abzubügeln.
3. ich kann quacks hier nur zustimmen: einen vergleich zwischen der platzsuche für linksalternative anarchisten und der verfolgung unter dem nazi-regime ist eine unglaubliche unverschämtheit und ein schlag in´s gesicht sämtlicher opfer der ns-terror-herrschaft!
ich kann das eigentlich nur mit einer postpubertären gedankenlosigkeit bei dir erklären.
@nein ich
du schreibst: "deutschland ist immer noch ein rechtsstaat." korrekt!
witer: "wenn hier menschen scheinbar grundlos an ihrer fortbewegung gehindert werden (ich meine den kessel am theater), ist das doch bitte schön genau zu untersuchen."
hä? also meines wissen hat die polizei mehrmals aufgefordert, den platz zu verlassen. warum sind die leut, die nicht zu den "motzkis" gehörten da nicht gegangen?
und was mit der blockade der strassenbahn am bertoldsbrunnen? waren die völlig leer? da sind doch bestimmt auch ne paar leute grundlos an ihrer fortbewegung gehindert worden, oder? das sollte man dann aber auch genau untersuchen!
jetzt hört doch endlich mal auf, so auf´n putz zu hauen und euch als die unschuldslämmer und opfer schlechthin zu positionieren! alle welt ist ja sooooo böse zu euch, ja, ja!
@asd
sicherlich hatte die Poliziei & Co welche die "No-Go-Area" veranlasst haben Ihre guten Gründe, würde sich die Randgruppenerscheinung um welche es hier geht an für alle geltende Regeln halten und Ihrem Missmut über für Sie nicht tragbare Verhältnisse auf eine andere besonnenere Art & Weise kund tun, wären solche Maßnahmen sicherlich nicht notwendig. Aber Regeln gibt es ja angeblich nicht für diese Art menschliche Spezies. Wie Du oben schon festgestellt hast, ja WIR leben in einer Demokratie aber auch in einer Demokratie gelten Gesetze und Regeln die für jeden da sind, und wenn es nun mal heißt das auf dem grundstück der KTS nur die Schattenparker "geduldet" sind, dann ist diesem auch Einhalt zu gebieten und im vorfeld abzuklären wie Alternativen aussehen können ggfs. Absprache mit der Stadt, der Polizei zu halten.... aber wie soll man auf solche Ideen kommen wenn man dem ganzen Tag dem gesetzlosen Leben fröhnt und lieber noch eine Zigarette, noch ein Bier etc. schnurrt..
P.S. MIR WÄRE ES AM LIEBSTEN MAN WÜRDE EUCH DER STADT VERWEISEN, ICH GLAUBE DIE IDEE MIT KUBA IST GAR NICHT SO SCHLECHT...
@...mal wieder...
zunächst mal besten dank für die belehrung.
zwei minuten können sich auch leicht auf eine längere zeit aufaddieren, wenn man z.b. seinen anschluß verpasst. kann aber auch sein, dass man deshalb einen wichtigen termin verpasst etc. behinderung bleibt behinderung, okay?
dein letzter absatz offenbart genau das eiskalte kalkül dieser szene: ausnutzung wo´s geht und ablehnung wo mir in´s konzept passt. aber du hast recht: sowas muss unser rechtstaat abkönnen - und kann er auch!
aber nochwas: wenn die anarchoszene alles staatliche per definitionem ablehnt (also legislative, judikative und executive), warum beruft man sich dann genau darauf, wenn man sich "ungerecht" behandelt fühlt?
im übrigen scheinen die informationen wegen aufforderung zur räumung bzw. verlassen des platzes durch die polizei höchst widersprüchlich zu sein.
@vauwee
genau deiner meinung!
&
@mal wieder...
ich glaube die verdrehung der tatsachen betrifft eher dich... aber bei soviel alkohol und drogenkonsum wundert es mich allerdings nicht wenn man die tatsachen verdreht..
@LOUIS V
mäßige doch mal deinen ton, auch wenn sie keiner mag und sie als ein übel mehr oder weniger toleriert werden, das recht auf ein leben haben sie auch..... auch wenn ich mir noch nicht ganz im klaren darüber bin wo für diese Randerscheinung platz ist.... das mit korea finde ich garnicht so schlecht.... aber das habe ich ja schon mal gesgt...
@(v)auwee:
ich beziehe mich auf zuverlässige augenzeugenberichte, nach denen teilweise nicht einmal das durchreichen von wasser durch die polizei-kessel-kette erlaubt wurde.
dass eine demonstration durch die innenstadt möglicherweise den verkehr unterbricht, finde ich ziemlich normal. es war sicher nicht so, dass kein mensch aus den straßenbahnen heraus gelassen wurde...
außerdem machst du´s dir mit "die anarchoszene" sehr einfach.
Auf bestimmte an niveaulosigkeit nicht zu unterbietende kommentare verbietet sich das eingehen.
@ vauwee (du warst *nicht* gemeint):
ich weiß nicht, ob du am samstag zugegen warst. ich hab das ganze jedenfalls ab 14.45 Uhr beobachtet und protokolliert; der Kessel wurde um 15.30 Uhr geschlossen, bis dahin gab es keine Aufforderung zum Zerstreuen/Räumung des Platzes der Alten Synagoge. Dafür spricht im übrigen auch, dass ein Lautsprecherwagen erst um ca. 16 Uhr überhaupt am Ort des Geschehens eintraf. Um 16.15 Uhr gab es dann die erste Durchsage: Es werde nun mit Personenkontrollen begonnen, denen sich alle im Kessel zu beugen hätten. Da waren die Leute bereits 45 Minuten im Kessel; offiziell "aufgelöst" wurde die Versammlung nie.
Die Ereignisse in der Innenstadt am Samstagmittag haben eine sehr intensive Diskussion ausgelöst.
Wer etwas davon gesehen hat, weiß zumindest, dass Polizei heute nicht mehr als der „Schutzmann“ von früher zu sehen ist.
Bei dem Polizeieinsatz waren unterschiedliche Einsatztruppen beteiligt. Deren Ausstattung ist eher die eines modernen Soldaten (Körperrundumschutzanzug mit viel Polster und Schonern, Knopf im Ohr, Schusswaffe, Kabelbindern) als die eines Polizisten nach herkömmlicher Art (Kappe, Schusswaffe, Funkgerät).
Die Transparenz der Polizei ist auch sehr gering. Auf der Homepage der Polizei gibt es kein Statement. Bedauernswert ist auch der Umstand, dass Polizisten keine Identifizierungskennzeichnung tragen müssen.
Außerdem wüsste ich gerne genauer welche Teams am Samstag vor Ort waren. Wer waren die grauen und grünen schwer bewaffneten mit den unterschiedlich beschilderten (T, -, +, drei gelbe Striche) Rückenquadraten, wer waren die leichter armierten Teams mit BW auf dem Rücken.
Insgesamt konnte ich fünf unterschiedliche Teams erkennen. Leider erhält man auch darüber keine Infos auf der Homepage der Polizei. So was müsste doch als Teil unserer Gesellschaftsordnung offen dokumentiert werden.
Noch sehr früh am Samstag so gegen 15.00 bildete ein Teil der Polizei eine Kette vom Walthari rüber zur Konditorei. Sie ließen aber am Rand eine Lücke durch die sich Passanten die Bertoldstraße hoch und runter quetschten ohne dass die Polizei etwas sagte oder fragte. Durch dieses Nadelöhr gezwängt stand man dann ziemlich bald inmitten von Polizeieinsatzkräften. Warum hat die Polizei niemanden abgestellt um Passanten zu informieren? Viele fragten sich wohl, warum der Aufmarsch denn da war, bis zu dem Zeitpunkt war da nämlich grade mal eine Sambatruppe und die haben so gut gespielt, dass die Leute dort stehen geblieben sind. Diesen Leuten fiel dann auch bald auf welche Polizeimaßnahmen die Sambatruppe immer wieder störten.
Auch die Platzwahl war ja von der Polizei so bestimmt worden, dort waren nämlich schon alle Einsatzkräfte bereit und erwarteten die Personen die sich auf den Weg zur Versammlung gemacht hatten. Mit all den lenkenden Einsatzkräften auf dem Weg bestand doch dauerhaft Funkkontakt! Mit einem Mal wurden die Einsatzkräfte am Theater sehr aktiv und bildeten auf beiden Seiten der Bertoldstraße enge Reihen, gegen 15.15 kamen dann von Einsatzkräften verfolgt etwa 30 Personen die Bertoldstraße hinunter gerannt. Eine Durchsage der Polizei „Sie erhalten jetzt Verhaltensregeln“ gab es erst gegen 16.15, aber es war nicht die Rede davon, dass man den Platz zu verlassen habe.
Von 15.00 bis 19.00 konnte man sehen wie Personen gejagt und gefangen wurden, wie von den Umstehenden Kritik geübt wurde am Verhalten der Polizei, wie polizeilich gefilmt und fotografiert wurde, wie Polizeieinheiten Personen umkreisten und Personen Gewalt antaten. Einen zentralen Aggressor gab es nicht, aber es gab ja noch nicht einmal Ansätze von Aggression aus den Gruppen der dort (nicht dienstlich) Anwesenden z.B. auch den Touristen, es gab Entsetzen und Angst.
Von welchen Gefahren ist die Polizei eigentlich in diesem Fall ausgegangen? Darf die Polizei nicht erst von Fall zu Fall einschreiten nachdem etwas passiert ist. Ich lege dabei wert auf von Fall zu Fall, denn Donnerstag ist nicht gleich Freitag ist nicht gleich Samstag sind auch nie die gleichen Personen. Bis auf Ordnungswidrigkeiten konnte den am Samstag anwesenden Personen nichts unterstellt werden. Eine handvoll „normaler“ Polizisten, wie sonst auch, hätte völlig ausgereicht um die Stadt „zu schützen“!
Personen die zu dieser Versammlung kamen, waren aus den unterschiedlichsten Hintergründen dabei. In Freiburg gibt es großes Interesse an Vielfalt und Kultur. Freiburg ist Tourismusstadt.
Eine Zusammenarbeit mit dem Festival draußen auf der Haid wäre schöner gewesen, ich wäre gern mal als ordentlicher Besucher dorthin gegangen. Hätte Musik oder einen Vortrag angehört. Hätte dort eine Alternativ-Cola getrunken während ich beim Siebdrucken zugeschaut hätte und wäre irgendwann, vielleicht sehr früh vielleicht auch erst später mit einer VAG-Bahn versteht sich, nach Hause gefahren. Am nächsten Tag hätte ich mir die Badische gekauft und vergnügt das weitere Programm nachgelesen und mich gefreut in welch offener Stadt wir doch leben.
Stattdessen lese ich die sehr unterschiedlichen teilweise unüberlegten Meinungen in den Foren und die Berichte in den Medien über die Geschehnisse.
Diese Art von Einsatz war in unserer belebten Innenstadt, vor allem durch die Risiken für alle Anwesenden, verantwortungslos.
@auch gesehen: sehr überlegt formulierter Schluss deines Beitrags! Ohne bei diesem aktuellen Konflikt für einen der Akteure Partei ergreifen zu wollen, finde ich, dass solch eine liberal-fröhliche Vielfalt, die du beschrieben hast, eine absolut anzustrebende Zielvorstellung für eine Stadt wie Freiburg sein sollte!
Was mich wundert ist die Tatsache, dass ein GRÜNER OB solche Verhaltensweisen an den Tag legt.
Ich habe lange in Lübeck gelebt und auch dort gibt es eine entsprechende Wagensiedlung unter CDU-Führung ! Es will mir nicht in den Sinn, dass keine adäquate Lösung gefunden werden kann. Und dabei sei angemerkt, dass die Lübecker auch nicht gerade die braven Schäfchen waren. Natürlich eine Bereicherung im Meinungs- und Kulturspektrum, aber im besoffenen oder bekifften Zustand gerne mal für ein Vergehen zu haben (Sprayen, Ladendiebstahl, Landfriedensbruch, Hausfriedensbruch, Beleidigung)... Aber dennoch hat es die Stadt geschafft, dass sie aufgrund ihrer Tolerenz auch eine gewisse Akzeptanz seitens der Wagenbewohner erreicht hat. Also etwas Respekt vor den Staatsorganen, keine Bierflaschenmehr mehr auf "Bullenwagen" (Zitat) etc...
Der Angriff auf den jungen Polizisten ist in höchstem Maße traurig und bedauernswert. Jeden dessen Ansichten sich nicht mit den Eigenen decken in die Diaspora zu wünschen ist es auch. Weiter möchte ich zu bedenken geben, ob es bei der Demonstration einer überschaubaren, unbewaffneten Menschenmenge nicht entspannend wirken könnte, dieser zunächst unbewaffnet und ungeschützt zu begegnen und im Notfall bewaffnete Verstärkung anzufordern. Außerdem halte ich den Einsatz allzu junger, vornehmlich männlicher Kräfte für äußerst bedenklich; eine ältere Frau, ein älterer Mann würden weniger den Rivalen im anarchistischen Demonstranten, dieser weniger die konkurrierende Lebensform in der Vorstellung, die er sich vom Polizistendasein macht erkennen. Insgesamt wäre etwas mehr Toleranz und Zurückhaltung auf beiden Seiten hilfreich: Lasst den Anarchisten ihre dämliche Utopie und lasst Herrn Salomons Kühlschrank in Ruhe, Heilandzack!
@ Jens
Find ich eigentlich richtig was du schreibst, nur das mit den älteren Polizisten funktioniert nicht. Das sind Polizisten von den Breitschaftspolizeien (für Demos usw. zuständig). Diese werden direkt nach der Ausbildung dorthin versetzt, sind also alle jung. In der Regel tolerieren die eigentlich mehr wie ihre älteren Kollegen. Außerdem sollte der Respekt vor der Polizei immer da sein, egal welches Alter der Polizist hat. Was du meist wegen des Auftretens. Das wurde bei vorhergehenden Demos (BW weit) schon gemacht, jedoch ging das einmal schief und die Beamten wurden unvermittelt mit Flaschen beworfen. Das Resultat waren 13 Verletzte Beamte. Man sollte auch verstehen, dass darauf kein Beamter mehr Lust hat.
ich würde so gerne einmal die gesichter sehen welche hinter diesen äußerungen stehen,....
Ganz lesenswert: ein offener Brief diverser Berliner ASten, die bei der gleichzeitig in Freiburg stattfindenden ABS/fzs-Mitgliederversammlung waren und in die Vorfälle hineingerieten: http://www.astafu.de/aktuelles/archiv/a_2006/presse_08-03
Ich kann auch ein paar Leserbriefe schreiben. Welche zu Gunsten der Polizei verlaufen.
Man kann so ziemlich alles in Frage stellen, wenn man will.
haha. ein schlechter dazu.
@Jens
Richtig. Doch was man auch erwähnen müsste ist, dass diese Polizisten von der Bereitschaftspolizei, extra für sochle Situationen ausgebildet sind. Ich denke mir, dass viele ältere Beamte, manche Situationen, nicht so ruhig betrachten und dann eher körperlich dagegen gehen würden. Noch was zur der Wagburg Area. Auf diesem Platz lebende Personen schreien doch immer für eine sauber Umwelt und die Aufrechterhaltung des Umweltschutzes. Doch nach der Räumung durch die Polizei, hätte niemand mehr das Maul aufmachen dürfen. Flaschen, Kot, Kippen, Essensreste einfach willkürliche Müllablagerung. Zum Kotzen.
@ich und @timo und der ganze rest, die keine ahnung von politischen strömungen haben:
Anarchie und Irak sind unterschiedliche Dinge und haben NICHTS miteinander zu tun. Denn in IRAK gibt es eine Staatsgewalt und dazu auch noch eine weitere fremde Staatsgewalt (USA). Diese versuchen mit allen Mitteln Ordnung (nach deren Vorstellung) zu schaffen. Dabei entstehen Unruhen. Wo ist das denn Anarchie bitte schön? Anarchie ist eine andere Organisationsform der Gesellschaft ob Utopisch oder nicht, das ist eine andere Frage. Nicht jedes Durcheinander, so gern es auch so manch einer ungebildeter Kritiker sehen möchte,
ist Anarchie.
Zu Nodrkorea gibt es auch etwas zu sagen: Nordkorea ist sehr weit von Anarchie entfernt. Und wiederspricht jeglicher Definition der Anarchie. Warum sollte ich also dahin? Was haben die Linken hier in deiner Argumentation verloren? Die Gruppen sind zwar befreundet, aber eben nicht das gleiche. In der revolutionären Zeiten Russlands waren diese sogar zum Teil gegen einander. Es fehlt noch, dass die Leute die Trotzkisten und Anarchisten in einen Topf werfen. Also geh doch nach Nordkorea selbst, wenn es dir danach ist, aber lass die Demonstrierenden in Ruhe. Vor allem war der Großteil der Camper, so weit ich es überblicken konnte, wirklich NUR an dem Treffen und eben nicht an Schlägereien interessiert.
Eure belächelnswerten Ideologiediskussionen gefallen euch halt immer wieder am besten, gell?
dabei gings um die Auseinandersetzung mit dem Verlauf des DIY !
Dieses Festival ist gescheitert. Eigentlich schade, es wurden gute Veranstaltungsideen geboten.
wer öffentl. eine "Anarchist Konvention" einberuft, muss mit Polizei rechnen.
wer sich ungeschickt solidarisiert (KTS Vorfall) und sich zum Zielobjekt einer Polizei macht, hat selbst schuld und sollte nicht Polizeitaktiken kritisieren, die im Übrigen für Dummies wie einige von euch als ohnehin zu lax empfinde, da dürfte die Antwort des Knüppels ruhig deutlicher ausfallen! Weiterhin haben sie mit "Polizeistaat" oder ähnlichen Schlagwörtern, die hier gerne verwendet werden nichts, aber auch garnichts, zu tun.
Eine solch unzutreffende Beurteilung der "Gegenseite" hilft bei der Beurteilung eures eigenen Versagens nicht weiter.
Wer wie ihr offensichtlich Interessen durchsetzen will, täte gut daran, cleverer zu sein.
Anstatt Tag für Tag das Duschen zu vergessen. Es roch immer sehr, sehr streng.
Lektüreempfehlung: Brecht, B.: Die Massnahme.
Clip zum DIY Festival in Freiburg 2006
Der Clip zum Do It Yourself Festival 2006 in Freiburg ist endlich da. Mehrere Hundert Menschen aus ganz Europa hatten sich Ende Juli in Freiburg zu einer „DIY - Anarchist Convention“ versammelt. Workshops, Fähigkeitenaustausch, Konzerte, Autonomie, Selbstverwaltung, Clowns, Pinks, Direkte Aktion und eine Reclaim the Streets standen auf dem Programm. Mit einem massiven Polizeiaufgebot versuchte die Stadt Freiburg die Initiative im Keim zu ersticken und räumte das Camp. Doch autonome selbstverwaltete Kultur läßt sich nicht so einfach einschüchtern.
Dauer: 13:45min
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