Warum heißen Freiburger DJs so, wie sie heißen? Wo kommen eigentlich die Pseudonyme der Freiburger DJs her? Sophie macht sich schlau für euch und fragt in regelmäßig jeweils drei Plattenleger aus dem Breisgau, wie ihr DJ-Name entstanden ist ? und was er zu bedeuten hat. Heute: Thorsten Leucht, DJ Hike und Scorpion.

Alte Schule? Anno 1986 im örtlichen Jugendzentrum die Riementeller nachgedreht, wahlweise auch mal gebremst aber immer italo-disco-geschwängert. Dann, mit den branchenüblichen Umwegen und Erfahrungen, wie Schulfete, Geburtstagsschwoof, Partykeller und Tanzlokal, und der absolvierten Volljährigkeit, ab in die Clubs. Anfänglich die heute schwer vermisste Fusion aus AcidJazz, Raggamuffin, Rap, House und so praktiziert. Mit Spaltung der Lager dann jahrelang zweigleisig als Ragga "T" den Dancehall & HipHop (hieß ja dann nicht mehr Rap) missioniert und als R.T.EL.** dem Techno und House gefrönt. Die prägendste Zeit war mit Sicherheit die Residenz im Oktan (Emmendingen bei Freiburg) von Dezember 1992 bis April 1997, hier wurde elektronische Musik groß und ich reif. Dort findet sich dann auch der Ursprung meiner heutigen Passion, Mission und Profession. Partykultur in allen Facetten.
"Hike", zu deutsch, die Wanderung. Das setzte ich auch in meinen Sets stets um, sei es in die Vergangenheit mit alten House-, Techno- und Acid-Tunes oder in verschiedenen Stilrichtungen der aktuellen Zeit. Ich versuche damit immer eine kleine Reise zu bieten. Einzigster Punkt, von dem ich selten abweiche, ist die Geschwindigkeit der Beats, die ich ungern über 130 bpm pitche.
Zunächst einmal üben diese kleinen Überlebenskünstler eine große Faszination auf mich aus. Gleichzeitig sagten mir meine "Peers" schon immer nach ein sehr typischer Vertreter meines Sternzeichens (Scorpio) zu sein. So entschloss ich mich zu Beginn meiner Nightlife-Karriere für den Begriff “Scorpion”, um diese 2-fache Verbindung in meinem DJ-/Produzenten-Namen zu reflektieren. Und wie sagt man so schön - der Rest ist Geschichte!