Artik steht vor Einzug in Schmitz Katze

Daniel Laufer

Dem Artik liegt ein Mietvertrag für die Haslacher Straße 43 vor – jetzt muss das Jugendkulturzentrum nur noch unterschreiben. Geschäftsführer Konstantin Rethmann spricht von einer "Zielgeraden". Derweil hofft Team der Katze auf eine letzte Chance.

Das Artik steht vor dem Einzug in die Räume von Schmitz Katze in der Haslacher Straße 43. Am Mittwoch hat die Jazz- und Rock-Schule (JRS) dem Jugendkulturzentrum den Mietvertrag vorgelegt. "Mit dem Artik würde ich am liebsten zusammenarbeiten", sagt JRS-Geschäftsführer Christian Pertschy. "Wir sind kurz vor dem Ziel", so Artik-Geschäftsführer Konstantin Rethmann. Er will den Vertarg nun prüfen lassen und noch einige Dinge klären. "Aus den Zuschüssen, die wir erhalten, kann das Artik vorläufig nur 1500 Euro pro Monat in Mietausgaben stecken." Das Jugendkulturzentrum hofft auf finanzielle Unterstützung durch die Stadtverwaltung. Für den Montag sei ein Treffen mit Jugendbürgermeisterin Gerda Stuchlik und den Gemeinderatsfraktionen geplant.


Bei der im Mietvertrag benannten Fläche geht es um 120 Quadratmeter – die Barräume und die kleinere Tanzfläche von Schmitz Katze. Zusätzlich dazu würde das Artik gerne auch das rund 150 Quadratmeter große Auditorium mitnutzen und auf dem Nachbargrundstück Büroräume anmieten, der Haslacher Straße 25.

Mehr als 100.000 Euro Schulden für die Katze

Im Sommer hat der Betreiber von Schmitz Katze Insolvenz angemeldet, seit November ist klar: Der Club kann nicht gerettet werden. 2015 hätten die Zahlungsschwierigkeiten begonnen, in der ersten Hälfte des Jahres 2016 habe die Katze zum Beispiel gar keine Miete mehr gezahlt, so Pertschy. "Mir wäre es am liebsten gewesen, ein neuer Betreiber hätte diese Verpflichtungen übernommen."

Mehr als insgesamt 100.000 Euro sollen am Ende gefehlt haben – die meisten Gläubiger hätten eine Fortführung mit neuen Betreibern trotzdem unterstützt, so Insolvenzverwalter Harald E. Manias. Nicht aber die JRS. "Für uns ist das eine unschöne Situation, weil wir auf fehlenden Mietzahlungen sitzenbleiben und das jetzt abschreiben dürfen", sagt Pertschy.

Ulf Syring, der seit Sommer in Abstimmung mit Manias die Geschäfte des Clubs leitet, und Michelle Gänswein, zuständig für Programm und Öffentlichkeitsarbeit, hoffen noch immer darauf, den Club am Standort irgendwie fortführen zu können. Es gehe um "eine neue Schmitz Katze ohne Altlasten", "mit abgeändertem beziehungsweise ergänztem Konzept", heißt es in einem Schreiben an fudder. Pertschy dazu: "Die haben natürlich auch kein Interesse daran, die Erblast von Schmitz Katze zu übernehmen und hätten gerne bei Null gestartet."

Die letzte Party in Schmitz Katze soll an Silvester stattfinden. Ab dem 15. Januar könnte dann Artik einziehen.