Art Basel: Alles schon mal da gewesen

Fabienne Hurst

Same same but different. Auf der Art Basel begegnen die Besucher nicht selten den gleichen Ideen. Diese Fotogalerie zeigt, wer bei wem klaut, abkupfert oder sich nur "inspirieren" lässt:

Schmetterlinge: Salvador Dalis Bryan Hosery (1946) besteht aus Schmetterlingen aus bemaltem Papier; Peter Wüthrichs „Buchfalter“ (2010) sind aus Buchpapier und Damien Hirst benutzt für "Papillo Ulysses" (2008) einfach echte Schmetterlinge.  



Rosa Monster:
Richard Jacksons Big Pig (2009) gleicht in Größe und Farbwahl dem „Gekröse“ von Frank West (2011). Für’s Wohnzimmer sind wohl beide nichts.  


Drogenkasten:
„Eastern Promise – Homage to Joseph Beuys“ (2012) nennt Susan Hiller ihr Apothekerschränkchen gefüllt mit Weihwasserfläschchen… Damien Hirst gab seinem Drogenregal hingegen keinen Namen (1992).


Andy War’s wohl:
Wahrscheinlich wollte Mike Bidlo Verwechslungen mit dem Vater der Popart vermeiden als er seine Mott’s Apple Juice Boxes „Not Warhol“ (2009) nannte. Der brachte einst die „Campbell’s“ Dosen auf die Künstler-Leinwand.


Blumig:
Andreas Schulze füllt für seine „Installation Untitled“ (2012) verkopfte Vasen mit Grünzeug. Auch Gitta Schäfer frischt ihre „Blumenmauer“(2012) jeden Tag neu auf.



Große Leuchten:
John Knight („La Formule“, 2008) scheint die gleiche zündende Idee gehabt zu haben wie Martin Creed (“Feelings“, 2003). Oder einfach den gleichen Baumarkt.  


In Reih und Glied:
Sturtevants „Sexdolls“ (2012) sind genauso schick aufgereiht wie Mark Wallingers Gartenzwerge („Gnomic Verse“, 1987). Ob sie wohl aufeinander warten?  


Sprechblasen:
Gardar Eide Einarsson will Gerechtigkeit („I want Justice!“, 2012), Doug Aitken spricht von Zukunft („Future“, 2011).



Rumgehangen:
Damiàn Ortegas „Architecture without Architects“ (2010) schwebt an Schnüren über dem Ausstelilungshallenboden… die bunt gefärbten Wasserfläschchen „Boneca de Garrafa“(2011) vom brasilianischen Künstler Tunga ebenfalls.



Weiß auf Rot:
„Overbite“ (2008) von Kay Rosen erinnert verdächtig an ein unbetiteltes Bild eines unbekannten Künstlers.