App-Check: Monument Valley

Moritz Kraus

Endlose Treppen, optische Täuschungen, sich selbst befüllende Wasserfälle. Die unmöglichen Konstruktionen von M.C. Escher sind weltberühmt. Im App-Game Monument Valley kann man in Escher'eske Geometrierätsel eintauchen. Wie faszinierend und schön das aussieht:



Prinzessin Ida
steht auf der obersten Stufe, doch die Treppe ist zu Ende. Mit einem kleinen Streichen über den Hebel am unteren Bildschirmrand dreht sich die Treppe - und schon ist der Weg frei. Wo vorher nichts war, ebnen jetzt vier kleine Steinchen den Weg durch ein Tor und damit ins nächste Level.


Monument Valley funktioniert durch optische Täuschungen und Rätsel, bei denen man um die Ecke denken muss. In zehn Leveln gilt es, als zipfelmützige Prinzessin Burgen und Schlösser zu erklimmen oder hinabzusteigen. In scheinbar physikalisch unmöglichen Levels hebt man durch Drehen und Verschieben die Schwerkraft auf. Die Anlehnung an M.C. Eschers abstrakte Kunst ist unverkennbar: Man läuft die Kanten von Penrose-Dreiecken entlang oder klettert auf unmöglichen Lattenkisten herum. Untermalt wird das Spiel mit melancholischen Melodien und gelegentlichem Saitenzupfen.

Monument Valley kommt aus dem Hause Ustwo, einem britischen Entwicklerstudio, das unter anderem auch das Smartphone-Spiel "Whale Trail" produziert hat. Monument Valley könnte ihr bisher größter Erfolg werden. Seit Tagen rangiert das Spiel im Bezahl-Bereich des App-Stores auf Platz eins.

Die ersten Levels sind noch einfach. Ab der Hälfte wird es schwieriger, wenn man Schalter betätigen oder krächzenden Vögeln ausweichen muss. Hochanspruchsvoll ist das Spiel aber nicht, denn mit etwas Rumprobieren klappen auch die späten Levels. Der einzige Nachteil an Monument Valley ist die Spielzeit. In knapp zwei Stunden hat man alle Levels bewältigt. Dafür punktet das Spiel in der Umsetzung. Die malerischen Hintergründe und detailverliebten Bauwerke sind wunderschön anzusehen. Monument Valley ist ein bezauberndes Spiel, das leider zu kurz geraten ist.

Monument Valley gibt es für iPhone und iPad im AppStore für 3,59 Euro. Eine Android-Version soll Ende April 2014 erscheinen.

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  [Foto: Promo]