App-Check: 10-Minuten-Jobs mit Appjobber oder Streetspotr

Fabian Fechner

Mit einem Smartphone gibt es unterwegs verschiedene Möglichkeiten, die Zeit tot zuschlagen: Angry Birds zocken, Büro-Mails beantworten oder Geld verdienen. Apps wie Appjobber oder Streetspotr versprechen sogenannte Mikrojobs, die man in unter zehn Minuten erledigen kann und für die man ein paar Euro bekommt. Wie das funktioniert:



Die grundsätzliche Funktionsweise dieser Apps ist  ähnlich: Man muss ein Profil anlegen, wobei recht viele persönliche Daten bis hin zur Bankverbindung (oder den Pay-Pal-Daten) verlangt werden, schließlich soll das verdiente Geld auch ankommen. Daraufhin erscheinen die Mikrojobs auf der integrierten Umgebungskarte.


Natürlich konzentrieren sich die Entwickler der Anwendungen auf Großstädte und Ballungsgebiete, aber auch in Freiburg und Umgebung gibt es bereits die ersten Mikrojobs. Da diese sich bei Appjobber zurzeit noch meist darauf beschränken Rewe-Prospekte abzufotografieren oder den Verkehrsfluss auf bestimmten Straßen zu überprüfen, entscheide ich mich für einen Praxistest mit Streetspotr.

Ich soll für 1,50 Euro die Speisekarte eines Restaurants im Freiburger Stadtgebiet fotografieren, ein Mikrojob, wie ihn die Anbieter als typisch bezeichnen würden. Zunächst muss ich die Ortungsdienste meines iPhones für die App freischalten, damit überprüft werden kann, ob ich mich auch an dem Ort befinde, wo der Job ausgeführt wird. Dann werde ich Schritt für Schritt durch den Job geführt.

Ich muss beantworten, ob das Restaurant an besagter Stelle noch existiert, ein Foto von der Außenansicht machen und schließlich die Speisekarte abfotografieren. Nach sieben Minuten habe ich den Job erledigt und lade die gesammelten Daten hoch, nachdem ich darauf hingewiesen worden bin, dass dies mein Datenvolumen belastet und ich auch ins W-Lan wechseln könnte.

Wirklich sinnvoll sind die Jobs  nur, wenn sie tatsächlich auch auf dem Weg liegen. Man erledigt sie zwar oft in wenigen Minuten, doch ist die Bezahlung so niedrig, dass sie einen Umweg meist nicht wert sind. Damit diese Art von Apps auch in Freiburg durchstarten, müssen noch zwei Sachen passieren: Erstens müssen mehr Unternehmen für die Idee gewonnen werden und Jobs anbieten, zweitens fehlt eine Funktion, die mich direkt zum Annehmen eines Jobs auffordert, wenn ich an ihm vorbei laufe.

Fazit: Reich wird man mit Mikrojobs auf keinen Fall, aber während man auf die Freundin wartet, verdient man sich zumindest den anschließenden Kaffee.

Appjobber und Streetspotr: Kostenlos für iOS und Android.

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