Störton

Anwohner rätseln über mysteriöses Geräusch in der Wiehre

Fabian Vögtle

Ein lauter Pfeifton lässt Bewohnerinnen und Bewohner in der Wiehre schon seit Monaten rätseln – und teilweise auch nicht schlafen. Niemand scheint zu wissen, woher das schrille Geräusch kommt.

Das im Mai in das ehemalige Bürgeramt an der Ecke Basler Straße/Günterstalstraße eingezogene Studierendenwerk weist die Vermutung von Nachbarn zurück, dass der Ton von ihm ausgehe.

"Dieser Ton ist sehr penetrant und stört vor allem nachts" Andrea Fischer
"Dieser Ton ist sehr penetrant und stört vor allem nachts", sagt Andrea Fischer. Die Frau wohnt seit Jahrzehnten an der Günterstalstraße. Doch so ein Geräusch hat sie hier im Viertel bis zu diesem Jahr noch nicht wahrgenommen. Das langgezogene Pfeifen ertönt für einige Sekunden mehrmals am Tag, nachts kann sie mit gekipptem Fenster kaum schlafen. Fischer hat mit einigen Nachbarn darüber gesprochen, die den Ton auch kennen. Doch keiner weiß, woher dieser letztlich kommt. Auch dem Studierendenwerk (SWFR) ist das Problem bekannt, sagt die stellvertretende Geschäftsführerin Renate Heyberger. Anwohner hatten beim SWFR bereits nachgefragt, ob das akustische Phänomen etwas mit dem Umbau des Gebäudes im vergangenen Jahr zu tun haben könnte.

Das Studierendenwerk ist nicht schuld

Aus Sicht des Architekten und der bei der Sanierung beteiligten Fachingenieure könne jedoch ausgeschlossen werden, "dass das Geräusch von technischen Einbauten in unserem Haus kommt", erklärt Heyberger auf BZ-Nachfrage. Dem Amt für öffentliche Ordnung, zusammen mit dem Bürgeramt immerhin Vorgänger in dem markanten Eckgebäude, ist gar nichts bekannt. Es lägen bisher keine Beschwerden vor, teilt Rathaussprecherin Martina Schickle auf BZ-Anfrage mit.

Im Pflegewohnheim St. Johann an der Kirchstraße sei von dem Pfeifton nichts zu hören. Laut Leiter Luigi Palmisciano, der das Geräusch auf der Straße auch schon mal wahrgenommen hat, muss das Pfeifen aus Richtung der Basler Straße kommen. Er tippt auf eine kaputte Heizung. Das hat sich auch Andrea Fischer schon gedacht, die bei einem BZ-Vorort-Termin auch darauf hinweist, dass der Ton bereits im vergangenen Winter immer wieder zu hören war, im Sommer hingegen nicht.

Auch andere Erklärungsversuche gibt es. So schätzt der Architekt des Studierendenwerks, dass irgendwo an einem versteckten Ort in der Nachbarschaft ein Rauchmelder mit zu Ende gehender Batterie herumliegen könnte.