OB-Wahl in Freiburg 2018

Anton Behringer will Freiburgs neuer Oberbürgermeister werden

BZ-Redaktion

Anton Behringer will am 22. April Freiburgs neuer OB werden. Der 50-jährige Diplom-Volkswirt ist parteilos und fordert unter anderem, dass Freiburger auf dem Immobilienmarkt bevorzugt werden.

Behringer ist nach eigenen Angaben seit 20 Jahren selbständig unter anderem im Bereich Softwareentwicklung, mit mobilem Hochwasserschutz und einer Internet-Frachtenbörse.


Behringer beschreibt sich als "mutigen Pragmatiker mit Visionen"

Laut seiner Biographie wurde Behringer in Freiburg geboren und hat hier eine Waldorfschule und die Emil-Thoma-Schule besucht, und am Technischen Gymnasium Abitur gemacht, bevor er an der Albert-Ludwigs-Universität studierte. Behringer ist geschieden und hat einen 16-jährigen Sohn. Er lebt mit seiner Lebensgefährtin, die zwei erwachsene Töchter hat, in Kappel. Er habe "in den vergangenen 50 Jahren in einigen Stadtteilen Freiburgs gelebt" und kenne "seine Stadt" entsprechend gut. Sich selbst beschreibt er als "unabhängigen, bodenständigen, innovativen und mutigen Pragmatiker mit Visionen".

Freiburger sollen bei Wohnungskauf und -miete bevorzugt werden

Sein Wahlprogramm hat Behringer in sechs Themenkomplexe gegliedert, seine Forderungen sind vielfältig.

Der Freiburger Wohnungsmarkt, so analysiert er, sei ein "Spielball auswärtiger Investoren" geworden, es sei viel gebaut worden, aber "nicht unbedingt für Freiburger"; diese sollten bei der Vermietung und beim Verkauf von Wohnraum bevorzugt werden. Freiburg solle "nicht weiter derart stark wachsen", stattdessen sollte über eine "Steuerung des Zustroms nach Freiburg" nachgedacht werden.

Beim Thema Verkehr will Behringer ein Ende des "Verkehrschaos in der Stadt" und fordert auch, dass Autofahren in Freiburg "möglich bleiben" müsse. "Die Menschen in Freiburg sollen gerne zu Fuß gehen, mit dem Rad fahren oder [...] den ÖPNV der VAG nutzen, aber nicht aus Verzweiflung wegen überfüllter Straßen und fehlendem Parkraum", heißt es dort.

Er plädiert für eine Aussetzung der vom Gemeinderat beschlossenen Erhöhung der Gewerbesteuer; sie berge das Risiko, dass "Unternehmen abwandern und somit Arbeitsplätze und Steuereinnahmen verloren gehen".

Behringer spricht sich auch gegen das Fällen von Bäumen und die Versiegelung von Grünflächen aus: "Das hat mit Nachhaltigkeit nichts zu tun und gehört schnellstmöglich geändert, ansonsten wird aus der einstigen Toskana Deutschlands klimatisch schon bald Sizilien und städtebaulich Klein-Frankfurt."

Das Feld der Kandidatinnen und Kandidaten wächst

Die OB-Wahl in Freiburg findet am 22. April 2018 statt. Amtsinhaber Dieter Salomon will dann für eine dritte Amtszeit verpflichtet werden. Ebenfalls antreten wollen unter anderem Stadträtin Monika Stein von der Grünen Alternative, derSindelfinger Martin Horn, der parteilose aber AfD-nahe Stephan Wermter, das unabhängige Grünen-Mitglied Manfred Kröber sowie Markus Krajnc aus Gernsbach im Kreis Rastatt und der Haslacher Jürgen Mattutis.

Mehr zum Thema: