Angler blau am Steuer

Markus Hofmann

Als eine Streife des Autobahnpolizeireviers Umkirch am frühen Ostermontagmorgen um 5.45 Uhr bei der Auffahrt Freiburg-Mitte ein Freiburger Fahrzeug anhielt, waren die beiden Insassen gerade auf dem Weg zum Angeln nach Frankreich. Eigentlich müssten sie ja frisch aufgestanden und nüchtern sein, mag man denken. Doch beim Gespräch mit dem Fahrer nahmen die Beamten Alkoholgeruch wahr. Ein Alkotest brachte die Wahrheit ans Licht: 1,66 Promille, ganz schön viel. Der Fahrer musste für eine Blutentnahme mit zum Revier kommen und dort seinen Führerschein der Polizei überlassen. Eine Strafanzeige mit einer ordentlichen Geldstrafe wird folgen.Am ärgerlichsten an der ganzen Sache war, dass der Beifahrer stocknüchtern war. Der hatte seinen Angaben zufolge den Fahrer vor der Fahrt noch gefragt, ober irgend etwas getrunken hätte, was dieser verneinte. Hätte der Autobesitzer gleich seinen Anglerkollegen ans Steuer gelassen, wäre es nicht zu der Blutprobe gekommen und die beiden hätten planmäßig zum Angeln fahren können. Dummerweise ist der Fahrer von Beruf LKW-Fahrer und auf seinen Führerschein angewiesen. Darüber hätte er sich aber vorher Gedanken machen müssen.