Leute und Listen

Andreas Schumacher, Alternative für Deutschland: "Die Sicherheitslage verbessern"

Manuel Fritsch

Am 26. Mai wird ein neuer Gemeinderat gewählt. In Freiburg treten 18 Listen an. Welche Positionen vertreten sie? Heute: Andreas Schumacher, Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland.

BZ: Sie beenden dieses Jahr Ihr Studium. Ist das der richtige Zeitpunkt, die Aufgaben eines Stadtrats zu übernehmen?
Schumacher: Ich schließe mein Studium im Oktober ab, dazwischen liegt noch die Sommerpause. Ich glaube, das ist nicht allzuviel Zeit, in der ich die Doppelbelastung tragen werde.


BZ: Wofür steht Ihre Liste?
Schumacher: Wir stehen für eine bürgernahe Politik, die Entscheidungen zum Wohle der ganzen Stadt und nicht im Sinne von Partikularinteressen fällt.

BZ: Was muss sich in Freiburg dringend ändern?
Schumacher: Zum einen muss sich die Sicherheitslage in der Stadt wieder verbessern. Zum anderen müssen wir schauen, dass die Dieselfahrverbote in Freiburg nicht kommen werden.


BZ:
Soll Freiburg weiter wachsen oder sollte nach dem Bau des neuen Stadtteils Dietenbach Schluss sein?
Schumacher: Es soll auf jeden Fall erstmal kein neuer Stadtteil kommen. Wachsen in dem Sinne, dass man eine stadtverträgliche Nachverdichtung mit Augenmaß schafft: ja.

Es soll auf jeden Fall erstmal kein neuer Stadtteil kommen.

BZ: Für den neuen Haushalt haben Stadtverwaltung und Gemeinderat 70 Millionen Euro neue Schulden beschlossen. Wie bekommt man die Finanzen wieder in den Griff?
Schumacher: Indem man sich so Großprojekte wie Dietenbach nicht mehr leistet und indem man genau hinschaut, wohin das Geld fließt. Wenn ich sehe, dass etwa 100 000 Euro im Jahr an das linksextreme KTS fließen, dann frage ich mich schon, ob das Geld gut angelegt ist.
Andreas Schumacher, 25, studiert Germanistik und Politikwissenschaft.

BZ: Ihre Traumveranstaltung für das Stadtjubiläum?
Schumacher: Da ich gerne tanzen gehe, fände ich einen Ball für die Öffentlichkeit, zu dem jeder kommen und tanzen kann, eine ziemlich schöne Sache. Als Open-Air im Sommer auf dem Platz der Alten Synagoge fände ich das ganz toll.

BZ: Bitte vervollständigen Sie: Ich finde den kommunalen Ordnungsdienst …
Schumacher: ... sinnvoll, und er sollte nach Bedarf ausgebaut werden. Wir müssen schauen: Reicht die Aufstockung aus? Und wenn nicht, dann sollten wir nochmals nachlegen.

BZ: Die Umsetzung politischer Entscheidungen scheitert immer öfter am Widerstand von Bürgern. Wie wollen Sie hier vermitteln?
Schumacher: Wir müssen die Bürger frühzeitig miteinbeziehen und Informationsveranstaltungen so organisieren, dass sie wie eine Beteiligungs- und nicht wie eine Informationsveranstaltung wirken. Die Bürger sollen das Gefühl bekommen, dass sie durch ihr Engagement auch wirklich etwas bewegen können.

BZ: Mit welchen anderen Listen könnten Sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen?
Schumacher: Das kann ich so pauschal nicht sagen. Das sehen wir, wenn wir im Gemeinderat sind, das machen wir themenabhängig.

BZ: Welcher Gemeinderatsbeschluss der vergangenen zehn Jahre war Top, welcher war der größte Flop?
Schumacher: Top war auf jeden Fall die Einführung des Ordnungsdienstes. Flop waren die Straßenumbenennungen. Die waren überflüssig und teuer.
Leute und Listen

Am 26. Mai wird ein neuer Gemeinderat gewählt. In Freiburg treten 18 Listen an. Welche Positionen vertreten sie? Wir haben die jeweiligen Spitzenkandidatinnen und -kandidaten um Antworten für einen Fragebogen gebeten. Alle bisher erschienenen Folgen gibt’s unter: Kommunalwahl 2019 in Freiburg: Leute und Listen.

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