Andreas Blum radelt von Freiburg nach Isfahan - und sammelt für syrische Flüchtlingskinder

Dario Lieberth

Isfahan ist Freiburgs iranische Partnerstadt. Andreas Blum radelt von Denzlingen über Freiburg dort hin. Vier Monate wird er unterwegs sein, 7000 Kilometer strampeln, Anatolien und Kappadokien durchqueren - und damit Spenden für syrische Flüchtlingskinder sammeln.



Zum sechsten Mal macht sich der leidenschaftliche Radler und Sozialpädagoge Andreas Blum (35)  auf zu einem neuen Abenteuer. 7000 Kilometer, von Freiburg bis Isfahan, will der gebürtige Freiburger in etwa 4 Monaten mit dem Rad bewältigen, dabei wird er je nach Wetter, Zustand der Straßen, Visa oder politischer Lage 8-14 Staaten durchqueren.


Er verbindet diese Reise mit zwei großen Zielen: der Unterstützung eines sozialen Projektes für syrische Flüchtlingskinder in Ankara und dem Kennenlernen von Isfahan, der iranischen Partnerstadt von Freiburg. Schon bei vorigen Touren hat er für andere soziale Spendenaktionen geworben, um Menschen in Not zu unterstützen. Das derzeitig unterstützte Projekt wird vom Flüchtlingsdienst der Jesuiten geleitet. Dieser hilft rund 1000 Flüchtlingen in der Umgebung von Ankara und hat sich als neues Ziel die Bildungsförderung syrischer Kinder gesetzt. Eine eigens für syrische Flüchtlingskinder eingerichtete Schule sorgt dort nun dafür, dass 100 Kinder in die erste Grundschulklasse gehen können. Außerdem stellt das Projekt eine Vielzahl neuer Kindergartenplätze zur Verfügung.

Die Vorbereitung seiner Tour geht der Badener entspannt an. Um möglichen Unfällen vorzubeugen, wird das Fahrrad erst einmal einem professionellen Check unterzogen. Ansonsten fühlt Andreas Blum sich aufgrund seiner Erfahrung gut gewappnet. Unerschrocken verkündet er, dass er keine größeren Probleme auf der Reise erwartet.

Am 28. März fällt der Startschuss. Von Freiburg geht es über Basel und Konstanz Richtung Österreich, dann über Rumänien nach Ankara, wo ein Zwischenstopp zum Besuch des Flüchtlingsprojektes vorgesehen ist. In einer zweiten Etappe durchquert er Kappadokien und Anatolien bis in den Iran.
Es geht dem Sozialpädagogen nicht darum, die Strecke möglichst schnell abzufahren, vielmehr stehen für ihn zwischenmenschliche Erfahrungen im Vordergrund. Übernachtet wird im Zelt, Jugendherbergen oder bestenfalls bei Einheimischen. Sein Interesse gilt zudem der Natur und Kultur von interessanten Orten, für die er sich auf der Reise Zeit nehmen wird.

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[Foto: Privat]