An diesen sechs Standorten könnte Apple in Freiburg einen Tempel eröffnen

Marius Buhl, Joachim Röderer & Konstantin Görlich

Apple in Freiburg? Dafür gibt es Pläne! Was aber fehlt: eine passende Immobilie. Wir haben sechs (fast ausschließlich) ernst gemeinte Vorschläge. Habt ihr auch eine Idee? Wo könnte in Freiburg ein Apple-Tempel gebaut werden?



Das Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino ist in Europa und Deutschland auf der Suche nach neuen Standorten für weitere Ladengeschäfte. Mögliche künftige Standorte für Apple-Stores in Deutschland seien Köln, Nürnberg, Mannheim und Freiburg, hat jetzt der Schweizer Immobilienentwickler Marc-Christian Riebe dem Handelsblatt verraten. Riebe sucht als Standortberater auch für Apple nach passenden Lagen in ganz Europa.


"Dass Apple nach Freiburg will, das ist bekannt", sagt Thomas Halter, Geschäftsführer der Unmüssig-Gruppe. Freiburg sei wie andere Universitätsstädte für die Firma interessant. Gespräche habe es über einen Store im Atrium am Augustinerplatz gegeben.

Aber am Ende hat es dann doch nicht gepasst, so Halter. Apple bringt stets klare Vorstellungen und eine einheitliche Corporate Identity für seine Stores mit – transparenter Look mit Glasfassade, Glastreppe und dem großen Apfellogo über dem Eingang. Apple sucht immer in den besten Innenstadtlagen.

Und was sagt Apple bislang dazu? Wie immer: Nichts.


Wir haben sechs Standort-Vorschläge:

Die alte BZ-Druckerei

Was spricht dafür: Schön viel Platz.

Was spricht dagegen: Zu weit draußen, die Lörracherstraße ist nun wirklich nicht Freiburgs Szenemeile.

Der Second-Hand-Laden b2 in der Fischerau

Was spricht dafür: Der Laden ist gerade frei geworden, die Fischerau würde dann endlich Laufkundschaft anziehen, der Standort wäre zentral.

Was spricht dagegen:
Viel zu klein. Außerdem wäre das Geschrei der Appleianer beim iPhone 7 eine Zumutung für die lärmgeplagten Anwohner. Tim Cook wird wissen: Lieber keinen Streit anfangen, das kann böse enden. Zumal dort einige Samsungianer leben dürften.

Das neue Gleisdreieck an der Siegesdenkmalkreuzung

Was spricht dafür: Zentral, zentraler, Siegesdenkmal. Außerdem ist hier wirklich ein neues Gebäude vorgesehen, daß den Platz wieder einrahmt. Da stand nämlich schonmal eins, ungefähr da, wo heute das Servicegebäude der VAG rumsteht. Ein gläserner Neubau war in einigen Visualisierungen zu sehen. Der Plan: unten Haltestelle, oben Apple. Der erste Applestore, durch den dann die StraBa fährt.

Was spricht dagegen: Das Gebäude, ein Solitär, ist bislang vielleicht etwas zu klein konzipiert. Aber mal ehrlich: Wenn direkt daneben 10 Stockwerke Motel One gehen, dann gehen hier auch fünf Stockwerke Apple.

Ecke Holzmarkt/Gartenstraße




Was spricht dafür:
Für dieses alte Gebäude soll nächstes Jahr eine Kernsanierung anstehen. Die alten Fassadenelemente könnten, wie beim Apple-Store in der Londoner Regent Street, integriert werden.

Was spricht dagegen:
Nix.

Quartier Unterlinden

Was spricht dafür: Hier wurde gerade ein 3-stöckiges Gebäude frei, seit Wochen steht es leer. Zentral, modern, Alnatura: das Umfeld passt.

Was spricht dagegen: Hier kommt bestimmt der Zara hin. Bestimmt.

Die neue UB

Was spricht dafür: Die neue UB ist gläsern, zentral und modern. Zudem benötigen die Banner, die im Sommer vor Sonnenreflektion schützen sollen, noch ein wenig Werbung. Was würde sich besser machen, als der riesige, angebissene Paradies-Apfel auf weißem Untergrund? Weiterer Vorteil: Die Zielgruppe, Studenten, könnten nach dem lernen direkt im Store vorbeischauen. Zwei Fliegen, eine Klappe. Bämm.

Was spricht dagegen: Bislang wurde für einen Apple Store kein Platz eingeplant. Aber mal ehrlich: Ein Stockwerk hin oder her, wen interessiert das jetzt noch? Wird ja eh alles teurer...

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[Foto: Bamberger/Montage]