One Billion Rising

Am Valentinstag tanzen Männer und Frauen in Freiburg gegen Gewalt an Frauen

Lisa Petrich

Am Valentinstag wird jedes Jahr weltweit für ein Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen getanzt. Frauenhorizonte organisiert den Tanzflashmob "One Billion Rising" wieder in Freiburg, dieses Mal auf dem Platz der Alten Synagoge.

Seit 2013 gibt es die Aktion "One Billion Rising", bei der weltweit Frauen, Männer und Kinder ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzen. Überall auf der Welt finden am Valentinstag in zahlreichen Ländern und Städten Tanzflashmobs statt, um auf das Thema aufmerksam zu machen.

In Freiburg veranstaltet die Anlauf- und Fachberatungsstelle "Frauenhorizonte e.V." seit der Gründung der Aktion ebenfalls den Tanzflashmob.

"Es geht um die Sensibilisierung der Weltbevölkerung zu dem Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Bei One Billion Rising sollen sich eine Milliarde erheben, denn das ist ungefähr die Zahl der Frauen weltweit, die in ihrem Leben Gewalt erleben. Jede dritte Frau erlebt einmal in ihrem Leben eine Form von Gewalt, jede siebte erfährt sexualisierte Gewalt", sagt Pia Kuchenmüller, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei Frauenhorizonte. Somit gehöre Gewalt gegen Frauen zu den häufigsten Menschenrechtsverletzungen weltweit.

Ein schwieriges Thema mit positiver Energie vermitteln

Die Aktion auf dem Platz der Alten Synagoge ist als Demonstration angemeldet – allerdings stecke diese Demo, im Vergleich zu anderen, voller positiver Energie und Stimmung, so Kuchenmüller. "Das schwierige und allgegenwärtige Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen wird bei dieser Aktion niederschwellig und positiv konnotiert an die Menschen herangebracht", sagt sie. Es gehe nicht darum, dass man tanzt und dadurch weniger Gewalt stattfindet. "Sondern dass durch Tanz auf die unglaubliche Zahl von Frauen und Mädchen, die mit Gewalt konfrontiert werden, aufmerksam gemacht wird."

Flashmob-Choreografie im Training lernen

Bei dem Tanzflashmob wird eine einheitliche Choreografie getanzt, aber in Freiburg wird eine Adaption davon, nämlich eine inklusive Choreografie, aufgeführt. Diese Version sei etwas einfacher gehalten, sagt Kuchenmüller, sodass es für alle Menschen zugänglich gemacht werden könne.
"Die Choreografie kann man schnell lernen, wenn man zum Training kommt oder beim Warm-up mitmacht", sagt sie.

Trainingsstunden finden noch am kommenden Mittwoch, 13. Februar, statt. Frauenhorizonte veranstaltet die Tanzstunde von 17 bis 18.30 Uhr in der Basler Straße 8, und die Tanzschule Dance Delicious aus Denzlingen bietet von 18-19 Uhr einen Workshop mit der inklusiven Choreo in der Sundgauallee 8 an. Wer Lust hat, die etwas anspruchsvollere, internationale Choreografie zu lernen, kann das dort im Anschluss von 19-20 Uhr tun. Alle Trainings werden kostenlos, bei der Denzlinger Tanzschule auf Spendenbasis, angeboten.

Hier kann man die inklusive Choreografie auf YouTube lernen:



Vorbereitung auf den Flashmob in der Schule

Dieses Jahr sind die Tanztrainerinnen von Frauenhorizonte außerdem in viele verschiedene Schulen gegangen, um mit den Schülern und Schülerinnen die Choreografie einzustudieren. "Das ist wirklich toll, wenn man sieht, wie die Schüler tanzen und so mit dem Thema in Berührung kommen. Danach können sie es Zuhause erzählen, und so kreist die Aufmerksamkeit zu der Thematik um sich", sagt Pia Kuchenmüller.

Los geht der Flashmob am Donnerstag um 17 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge. Das Warm-up findet eine Viertelstunde vorher statt. Im letzten Jahr haben bei der Aktion zwischen 250 und 300 Menschen jeden Alters mitgetanzt, dieses Jahr werden noch mehr erwartet.


Was: Flashmob "One Billion Rising" gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Wann: Donnerstag, 14. Februar, Warm-up 16.45 Uhr, Flashmob 17 Uhr
Wo: Platz der Alten Synagoge
Weitere Infos gibt’s hier.

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