Weniger Lärm und Gestank

Am Siegesdenkmal stehen jetzt unterirdische Altglascontainer

Simone Höhl

Auf dem neuesten Platz der Stadt stehen drei Altglascontainer, allerdings sieht man nicht viel von ihnen: Es sind Freiburgs erste unterirdische Behälter. Weitere sollen folgen.

Entlang des Friedrich- und des Rotteckrings folgen noch mehr unterirdische Altglascontainer, zudem 15 Unterflur-Mülleimer, kündigt Freiburgs Abfallchef Michael Broglin an. "Das ist die Zukunft, Abfälle gehören unter die Erde."


Weniger Gestank, Graffiti und Müll

Zwischen Siegesdenkmal und Jugendamt ragen drei eingeschweißte Tonnen aus dem Boden. Bei den Edelstahlbehältern handelt es sich um die Einwurfsäulen der Glascontainer. Diese kosten in etwa doppelt so viel wie normale, sagt Broglin – "um die 10 000 Euro pro Standort". Dafür sind sie optisch besser und deutlich leiser, meint der Geschäftsführer der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF). Zudem gebe es weniger Gestank, Graffiti und Müll um die Container.

An drei weiteren Standorten werden solche Dreiereinheiten eingebaut: zwischen Merianstraße und kleinem Friedrichring, am Rotteckring auf Höhe der Eisenbahn- sowie der Bertoldstraße. Und in Lehen: Der Ortsteil beschloss nach Problemen bei der Standortsuche die unterirdische Lösung auf eigene Kosten.

Den Standort vor Freiburgs größtem Amt hat die ASF mit dem Garten- und Tiefbauamt festgelegt. Er muss Anforderungen erfüllen, was Verkehr und das Leeren per Kran anbelangt, erklärt Broglin. Und Bürger sollen maximal 500 Meter zum Container gehen müssen. Zudem steht er da, wo Flaschen anfallen, meint der ASF-Chef. Der Platz sei ein Einfallstor zum Zentrum. "Wir haben das Phänomen Vorglühen und hoffen, einen Teil abgreifen zu können." Für die Leerung am Innenstadtring schafft die ASF eine stärkere Maschine an, als Ersatz für eine alte.

In der Altstadt stecken zu viele Leitungen unter der Erde

Drei unterirdische Abfallbehälter sind bereits im Platz der Alten Synagoge installiert. Der Müllschlucker à 1500 Euro fasst unauffällig 1000 Liter Abfall und muss seltener geleert werden. Allerdings hat ein Lieferwagen einen der Drei so unglücklich gerammt, dass ein Ausbau der teuren Bodenplatten droht. Normalerweise knicken die Einwurfsäulen an Sollbruchstellen ab und können leicht ersetzt werden, erklärt Broglin. Er ist überzeugt vom System, das nun auch an Rotteck- und Friedrichring eingebaut wird. Für weitere steckten in der Altstadt in der Regel zu viele Leitungen im Untergrund.

Mehr zum Thema: