Am Samstag wird auf dem Platz der alten Synagoge für erneuerbare Energien demonstriert

Simone Lutz

Am Samstag werden weltweit Menschen unter dem Motto "Rise for Climate" dafür demonstrieren, dass der Klimawandel aufgehalten wird. Auch in Freiburg soll es eine Demo für erneuerbare Energien geben. Christine Bremer hat die Aktion organisiert.

Frau Bremer, was sollte ich tun, wenn ich das Klima entlasten will?

Bremer: Ich würde drei Dinge empfehlen. Erstens Fahrradfahren statt Autofahren. Zweitens sich so pflanzlich wie möglich ernähren. Vegan ist schwer, aber machbar. Und drittens: Flugreisen weglassen. Es geht nicht darum, immer perfekt zu sein. Aber wenn das Millionen Menschen machen, hat das einen Rieseneffekt aufs Weltklima.

Was soll die Demo am Samstag auf politischer Ebene bewirken?

Bremer: Wir fordern ein entschlossenes Handeln der Politik gegen den Klimwandel. Und zwar nicht nur in Freiburg, sondern weltweit in 71 Ländern mit mehr als 500 Aktionen. Man muss das kapieren: Wir stehen an einem Scheideweg. Wir entscheiden uns jetzt, ob wir in 100 Jahren mit Wasserknappheit, Überflutungen und daraus resultierenden Flüchtlingsströmen zu tun haben wollen. Oder ob wir im Gegenteil in einer Welt mit erneuerbaren Energien leben, die den Klimawandel im Griff hat. Die politische Forderung ist: Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas, statt dessen Solar- und Windenergie.

Wie viele Menschen, glauben Sie, können Sie im grünen Freiburg dafür mobilisieren?

Bremer: Angemeldet habe ich die Demo für 200 Leute. Aber mal sehen. Inzwischen wird die Aktion unterstützt von Greenpeace, Fossil Free, Climates Freiburg und den Grünen. Vielleicht gibt es ja noch mehr Menschen, die wissen, dass sie die Erde nur von ihren Nachfahren geborgt haben und deshalb gegen den Klimawandel auf die Straße gehen.
"Rise for Climate"

Kundgebung am Samstag, 8. September, 14 Uhr, Platz der Alten Synagoge. Anschließend Demozug durch die Innenstadt.

Web: www.riseforclimate.org