Kommunalwahl

Am Samstag startet der Kommunal-O-Mat der Landeszentrale für politische Bildung

Julia Stulberg

Am 26. Mai stehen die Europa- und in Freiburg auch die Kommunalwahlen an. Die Landeszentrale für politische Bildung und die Badische Zeitung haben eine Online-Wahlhilfe entwickelt: der Kommunal-O-Mat. Er geht morgen online.

Freiburger Bürgerinnen und Bürger haben Ende Mai viel zu entscheiden: die Europa- und Kommunalwahlen stehen vor der Tür. Während für Ersteres verschiedenste Online-Wahlhilfen zu Rate gezogen werden können, gibt es für Kommunalwahlen, außer Wahlprogramme studieren, nichts – zumindest bis Samstag: Die Landeszentrale für politische Bildung Freiburg hat in Zusammenarbeit mit der Badischen Zeitung den ersten Kommunal-O-Mat entwickelt. Die Online-Wahlhilfe für die Gemeinderatswahlen geht am Samstag, der 4. Mai um 10 Uhr online. Das Besondere an dem Freiburger Kommunal-O-Mat ist, dass alle 18 antretenden Parteien und Listen mitgemacht haben.

Link zum Online-Wahlhelfer: kommunal-o-mat.de

Entwicklung

Bei einem zweitägigen Workshop hat das Team rund um den Kommunal-O-Mat 70 Thesen verfasst, die von den Parteien und Listen beantwortet wurden: "Stimme zu", "stimme nicht zu" oder "neutral". Zu jeder Antwort konnte zusätzlich eine Begründung der Entscheidung abgegeben werden.

Im weiteren Verlauf analysierte das Team die beantworteten Thesen. Thesen, die überwiegend von dem Großteil der Listen gleich beantwortet wurden, wurden nur in geringem Maße in den endgültigen Fragenkorpus miteingebunden. Außerdem wurden zwei Wahllisten hinsichtlich aller Thesen analysiert und in der Auswertung beachtet: So können zwei ähnliche Wahllisten trotzdem voneinander unterschieden werden. Dadurch wurde der Fragekorpus von 70 auf 30 Thesen reduziert.

Altbewährte Funktionen auch beim Kommunal-O-Mat

Fragen wie "Wie stehen Sie zur Abschaffung der Sperrstunde für Diskotheken und Gaststätten oder zur Einführung von verkaufsoffenen Sonntagen?" werden beim Kommunal-O-Mat gestellt – alles rund um kommunalpolitische Themen. Auch die Wähler können die 30 Fragen der Online-Wahlhilfe mit "stimme zu", "stimme nicht zu" oder "neutral" beantworten. Jedoch steht diesen zusätzlich die Möglichkeit zu, eine These zu überspringen, falls das gewünscht ist.

Nachdem die Online-Wahlhilfe durchgespielt ist, werden die eigenen Antworten mit den Antworten der Kandidierenden der Listen verglichen und die Übereinstimmungen prozentual angezeigt. Wie bei anderen Online-Wahlhilfen dieser Art gibt es auch beim Kommunal-O-Mat die Möglichkeit, die ausführlichen Stellungnahmen und Begründungen der einzelnen Wahllisten zu bestimmten Themen einzusehen.

Mehr zum Thema: