Am Samstag spielt Dorian Wood in der Passage46

Viviane Beyer

Dorian Woods Musik hat Kraft und ist emotional geladen. Seine Kompositionen sind experimentell. Er selbst aber ist überaus real. Am Samstag gibt er ein Konzert in der Passage46. Warum ihr das nicht verpassen dürft:



Am Samstag, 25. Oktober, gibt Dorian Wood ein Konzert in der Passage46. Der lateinamerikanische US-Künstler debütiert hier sein Album "Rattle Rattle".


Im Wechsel von lieblichen Klavier- und Geigeneinlagen versteht es Wood Folk, Soul und bulgarischer Chormusik mit experimentellen Elementen zu verschmelzen. Durch diesen Umbruch von sanften zu intensiven Klängen bringt eine eine gefühlvolle Wut zum Ausdruck. Seine ohnehin ausdrucksstarke Musik untermalt er mit hemmungslos-realen Performances, bei welchen er oft nackt und verschwitzt ist.

Seine Stimme erinnert in ihrer Wildheit und ihrem Volumen derjenigen von Scott Walker, Nina Simone, Nick Cave und Tom Waits.

Thematisch umfasst sein Album 'Rattle Rattle' das Jüngste Gericht. Somit wird deutlich, was man am Samstag zu erwarten hat:
Mit einem Gesangscharisma, welches angemessen für einen lateinamerikanischen Priester ist, wird Wood seinem Publikum das Jüngste Gericht mit einem liebend-wütenden und emotional tiefgreifenden Sermon neu interpretieren.

Vielleicht höchste Zeit für den homosexuellen Musiker und Sänger, der vermutlich mit mehr als nur seiner Musik an religiöse Ecken und Kanten stößt. Nun versucht er diese mit voller Wucht umzurennen - musikalisch.

Geboren ist Dorian Wood im Echo Park in Kalifornien. Seine musikalische Ausbildung begann er schon in sehr jungen Jahren.  Später studierte er im Conservatorio de Castella in Costa Rica, bis er letztendlich seinen Weg nach Los Angeles zurück fand. Obwohl seine Mutter sägerin war und zum Beispiel in Lisa Minnelis live Album zu hören ist,  führt Dorian Wood seinen größten musikalischen Einfluss auf seinen Großvater, den Klavierspieler Calasanz Alvarez, zurück.

Das Wochenende wird deutlich machen, ob das Publikum in der Passage46 dieser kolossalen, emotional-wütenden und gleichermaßen liebevollen Musik gewachsen ist.



Im Anschluss legen die Freiburger Disc Jockeys Transmission Tobi und Torpedo Tom eine Auswahl an Post Punk- und New Wave-Platten auf.


Alle anderen Termine unter der Woche findet ihr unter der Rubrik Kalender beim Navigationspunkt "Freie Zeit", Wochenendtermine immer in unserem dienstags erscheinenden Partyplaner Wo rockt's.

Mehr dazu:

Was: Folk, Soul, bulgarischer Chormusik, experimentelle Musik; Post-Punk, New Wave
Wann: Samstag, 25. Oktober 2014, 23 Uhr.
Wo: Passage46, Bertholdstrasse 46, 79098 Freiburg im Breisgau
VVK: 12 Euro (zzgl. Vvk-Gebühr)
AK: 15 Euro
Party: 4 Euro (für Konzertbesucher frei)
[Foto: PR]