Open-Air in Freiburg

Am Samstag kommen die Toten Hosen – um die Messe wird Ausnahmezustand herrschen

Frank Thomas Uhrig

Es ist das größte Konzert in Freiburg in diesem Jahr: Am Samstag kommen die Toten Hosen – und 50.000 Fans werden erwartet. Das sind noch mal 20.000 mehr, als bei Iron Maiden Anfang Juli.

Zum Open-Air-Konzert der "Toten Hosen" am Samstag, 18. August, werden auf dem Messegelände knapp 50 000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Grund genug für Behörden und Veranstalter, sich ein Konzept zurechtzulegen, mit dem dieser Ansturm bewältigt werden kann, ohne die Anlieger über die Maßen zu behelligen.


Anwohner müssen sich auf Straßensperrungen einstellen

Verkehrsmanagement, Anwohnerschutz und Kontrolle sind die drei Säulen dieses Konzepts, das die veranstaltende Agentur "Target Concerts" zusammen mit einem lokalen Ingenieurbüro für Verkehrsplanung, städtischen Ämtern und der Polizei entwickelt hat.

Am Veranstaltungstag gibt es zwischen 13 und maximal 2 Uhr morgens umfangreiche Straßensperrungen: Alle Nebenstraßen im Mooswald zwischen Flückigersee und Flugplatz, die Kaiserstuhl- und die Neunlindenstraße sowie das Gewerbegebiet zwischen Engesserstraße und Bahnlinie sind in dieser Zeit nur für Anlieger befahrbar. Nur die Elsässer Straße bleibt offen. Die Sperrungen werden von Ordnern überwacht.

Besucher reisen am besten mit Rad oder ÖPNV an

Konzertbesucher, die mit dem Pkw anreisen, werden ausschließlich über die Hermann-Mitsch-Straße und die Madisonallee auf den Großparkplatz am Flugplatz sowie auf kleinere Parkplätze im Industriegebiet weiter östlich geleitet.

Die meisten Besucher werden zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV anreisen, zumal die Eintrittskarte im RVF-Verbund als Fahrkarte gilt. Die Straßenbahnlinie 4 fährt zur Messe, endet allerdings ab 12.45 Uhr an der Haltestelle Elsässer Straße. Die Freiburger Verkehrs-AG lässt auf dem Streckenabschnitt zwischen Rathaus im Stühlinger und Elsässer Straße ab 13 Uhr mindestens alle fünf Minuten eine Bahn fahren. Die Haltestelle Technische Fakultät wird nicht angefahren. Die Buslinie 10 fährt ab 13 Uhr über die Hermann-Mitsch-Straße zur Haltestelle Industriepark, die Haltestelle Messe wird nicht bedient. Ab 22 Uhr endet die Straßenbahnlinie 4 aus Richtung Zähringen an der Haltestelle Robert-Koch-Straße, von dort kann in die Buslinie 10 in Richtung Paduaallee umgestiegen werden.

Putzaktion und Lärmmessung

Die Fußgänger werden nach Veranstalterangaben so geführt, dass Wohngebiete möglichst nicht tangiert werden. Bei Tagesanbruch am Sonntag werden die Wohngebiete auf Sauberkeit kontrolliert und die Hinterlassenschaften der Konzertbesucher beseitigt.

Die Einhaltung der vom Umweltamt vorgegebenen maximalen Lärmpegel wird, so die Veranstalter, durch gutachterliche Messungen überwacht und dokumentiert.

Mit Beeinträchtigungen müsse gleichwohl gerechnet werden: Am Freitag, 17. August, sind zwischen 18 und 20 Uhr technische Proben angesetzt, die mit Lärm verbunden sind. Am Samstag, 18. August, beginnen diese technischen Proben bereits um 10 Uhr und sind bis 15 Uhr anberaumt. Um 15 Uhr wird auch der Einlass geöffnet, das Konzert selbst beginnt um 17.30 Uhr. Mit erhöhtem Verkehrsaufkommen ist dann wieder nach Konzertende um 23 Uhr zu rechnen.

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