Am Samstag ist Freiburger Plattenbörse – darauf musst du beim Vinylkauf achten

Bernhard Amelung

Rock, Punk, Folk, Jazz und vieles mehr, auf CD und Schallplatte, gibt es am Samstag auf der Freiburger Plattenbörse im Haus der Jugend. Organisator Frank Geisler gibt Tipps, worauf man beim Plattenkauf achten muss.

Wie orientiere ich mich auf der Plattenbörse?

Frank Geisler: Am Samstag erwarte ich mehr als 30 Anbieter im Haus der Jugend, professionelle Händler und Gelegenheitsverkäufer. Die Profis haben ihr Angebot nach den Genres sortiert. Rock, Punk, Soul, Funk. Manche sortieren sogar chronologisch. Bei Privatpersonen, die zum Beispiel eine Sammlung auflösen, muss man dagegen in den Kisten wühlen. Daran führt kein Weg vorbei.

Wie suche ich richtig?

Geisler: Wer auf eine Plattenbörse geht, sollte unbedingt seine Wunschliste dabei haben. Leidenschaftliche Sammler haben die im Kopf oder führen sie penibel auf der Onlineplattform discogs. Diese Liste kann man dann systematisch abarbeiten. Oder man lässt sich von seiner Neugier treiben und kauft Schallplatten auch auf Verdacht, zum Beispiel, weil einem das Cover gefällt.

Worauf muss ich beim Plattenkauf unbedingt achten?

Geisler: Auf keinen Fall sollte man eine Schallplatte kaufen, ohne sie vorher anzuschauen. Man sollte auch eine ungefähre Preisvorstellung haben. Wer beim Kauf unsicher ist, kann sich auch anhand der Preise bei discogs orientieren. Allerdings muss man auch da aufpassen. Feilschen geht natürlich auch. Aber bei Vinyl aus der Ein-Euro-Kiste wirkt das etwas deplatziert.

Was mache ich, wenn mich die Qualitätskategorien "Mint", "Near Mint", "VG+" irritieren?

Geisler: Mint heißt soviel wie neuwertig. Da dürfen keine Gebrauchsspuren an Platte und Cover sein. VG, die englische Kurzform für sehr gut, bedeutet, dass die Platte zwar gespielt ist. Kratzer sollte sie trotzdem keine haben. Dasselbe gilt für das Cover. Wenn man sich unsicher ist, sollte man sich auf sein Bauchgefühl verlassen.

Was ist die wertvollste Platte, die Du selbst gekauft hast?

Geisler: Für mich macht der Preis den Wert einer Platte nicht aus. Da ich mich selbst in sehr obskuren musikalischen Gefilden herumtreibe, habe ich auch ein anderes Suchverhalten entwickelt. Im Onlinehandel kaufe ich nichts. Manches, was ich suche, ist auch gar nicht auf discogs gelistet. Ich bin selbst gerne auf Plattenbörsen und in Plattenläden unterwegs und stöbere in staubigen Kisten. Da stolpere ich oft über Scheiben, die in meine Sammlung passen. Das kann dann Rhythm and Blues aus den USA oder Punkrock aus England sein.
  • Was: CD & Schallplattenbörse Freiburg
  • Wann: Samstag, 18. November 2017, 10 bis 16 Uhr

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