Streetart

Am Samstag findet der Summer Graffiti Jam an der Dreisam statt

Inanna Tribukait

Jedes Jahr bemalen Graffiti-Künstler die Wand an der Dreisam neu. Dreißig Künstler arbeiten zusammen, um unter dem Motto "Safety Colors" eine Botschaft zu senden. Parallel dazu gibt es eine Ausstellung im Kulturaggregat.

Der Verein Kulturaggregat lädt am Samstag zum dritten "KA3Summer Graffiti Jam" an der Schwabentorbrücke an der Dreisam ein. 30 Kunstschaffende aus der Region und darüber hinaus werden von circa 13 bis 21 Uhr an der Wand arbeiten, begleitet von Musik, Grillwaren und kühlen Getränken.


Die Veranstalter wollen mit dem Jam zeigen, dass Graffiti kein ungeordneter Vandalismus ist, sondern eine Kunstform, die das "Wehrmachtgrau" der Stadtwände aufbrechen soll. Immer noch nehmen Menschen Graffitis als Unordnung oder Inzivilität wahr und sehen es als Bedrohung. Das Kulturaggregat dagegen zitiert den verstorbenen Hamburger Graffitikünstler OZ, der sagte: "Alles muss sauber sein, völlig fanatisch graffitifrei. Die Leute sollen nicht abgelenkt werden von Leuten, die anders drauf sind. Die sollen alle gleichgeschaltet werden." Gegen diese Bedrohung soll sich das Motto Safety Colors richten.

Parallel zum Jam gibt es eine Ausstellung

Die Unterführung an der Hildastraße soll, so sagen die Veranstalter, zu einem Aquarium der Freaks werden. Parallel dazu werden in den Räumlichkeiten des Kulturaggregats Arbeiten von den am Graffiti Jam beteiligten Künstlerinnen und Künstlern gezeigt, um Einblicke in verschiedene Stilrichtungen und Techniken in der Graffiti und Streetartszene zu ermöglichen. Da der Jam am selben Tag wie die Freiburger Museumsnacht stattfindet, werden die Werke nachts bestrahlt und Besucher der Museumsnacht sind eingeladen, die frischen Kunstwerke an der Dreisam zu betrachten.
Eintritt zu Graffiti Jam und Ausstellung ist kostenlos.

  • Was: Summer Graffiti Jam
  • Wann: Samstag, 20. Juli, 13 bis 21 Uhr
  • Wo: Dreisam, Höhe Hildastraße

  • Was: Ausstellung zum Summer Graffiti Jam
  • Wann: 20. Juli bis 20. August, Mi 15 bis 19 Uhr, Sa, 13 bis 18 Uhr
  • Wo: Kulturaggregat