Am Mittwochabend findet ein Science Slam im KG 1 statt

Laura Wolfert

Spätestens seit der TV-Serie "The Big Bang Theory" wissen wir: Wissenschaft kann witzig sein. Das will auch die Wissenschaftliche Gesellschaft in Freiburg beweisen – und veranstaltet am Mittwochabend einen Science-Slam.

Der Chemie-Professor steht vorne am Pult und quatscht über allgemeine und analytische Chemie. Die Studierenden kritzeln ein paar Zeichnungen in ihre Blöcke. Niemand hört zu – wozu denn auch? Keiner will einem langweiligen Vortrag über Wissenschaft zuhören. Aber was passiert, wenn der Dozent anfängt, zu slammen?


Am Mittwochabend findet in der Aula der Uni im Kollegiengebäude 1 der Science Slam Freiburg statt. Fünf junge Forscherinnen und Forscher zwischen 25 und 30 Jahren werden in jeweils 10 Minuten versuchen, das Publikum für ihre aktuellen Forschungsprojekte zu begeistern. Es handelt sich dabei um zwei fertig promovierte Wissenschaftler und drei, die gerade ihre Doktorarbeit schreiben. Sie stammen aus den Fachbereichen der Politikwissenschaft, Sprachwissenschaft, Umwelttechnik, Biophysik und Chemie.

Forschung muss nicht langweilig sein

"Anspruchsvolle Forschung muss nicht langweilig sein!", sagt Prof. Dr. Volz, Leiter der Wissenschaftlichen Gesellschaft in Freiburg. "Wir wollen die jungen Forscherinnen und Forscher ansprechen, uns bekannt machen. Ein Science Slam ist eine sehr gute Möglichkeit, um zu zeigen, was für eine bunte Forschung in Freiburg betrieben wird", sagt der 69-Jährige.

2011 bis 2013 gab es bereits einen Science Slam. "Ich wusste von dem alten Science Slam gar nichts. Das waren aber ganz andere Organisatoren. Jetzt übernimmt das erstmal die Wissenschaftliche Gesellschaft", sagt Volz.

Das Publikum ist die Jury

Der Sieger wird vom Publikum gewählt. Das wird in Gruppen á 20 Personen eingeteilt, die die Teilnehmer mit Punkten von 1 bis 10 bewerten. Der Sieger erhält eine Ehrung durch die Wissenschaftliche Gesellschaft und einen kleinen Preis.

Der Science-Slam beginnt um 19.15 Uhr, der Eintritt ist frei. "Bazinga!" - um es mit den Worten von Sheldon aus "The Big Bang Theory" auszudrücken.