Faszination Mensch

Am Freitag startet die Körperwelten-Ausstellung in der Freiburger Messe

Manuel Fritsch

Unter dem Titel "eine Herzenssache" eröffnet die Körperwelten-Ausstellung an diesem Freitag in Freiburg. Ein thematischer Schwerpunkt sind die inneren Organe des Menschen.

Am Freitag startet die Körperwelten-Ausstellung in der Freiburger Messe. Fast 10 000 Karten sind schon verkauft, die Veranstalter erwarten, dass der Andrang in den nächsten Wochen noch größer wird. Neben der normalen Ausstellung gibt es mehrere Sonderprogramme – für Lehrer, Blinde, Kinder oder Blutspender.


Gerade wird noch an den letzten Details gefeilt, Ausstellungsstücke verschoben, Licht eingestellt. Die Ausstellungskuratorin Angelina Whalley rückt noch eine Lunge zurecht, die falsch herum in ihrer Vitrine liegt, ein hängender, in Scheiben geschnittener Körper schaukelt hin und her, weil Lampen an der tragenden Konstruktion angebracht werden.
Die wichtigsten Infos zur Ausstellung

Was: Körperwelten – Eine Herzenssache
Wann: 17. Mai bis 25 August, Halle 3, Mo-Fr, 9-18 Uhr, Sa, So 10-18 Uhr
Wo: Messe, Neuer Messplatz 1, 79108 Freiburg
Tickets: online unter bz-ticket.de/karten oder in den BZ-Geschäftsstellen

Am Freitag soll in der Halle 3 auf dem Messegelände alles fertig sein. Wenn draußen die Frühjahrsmess’ eröffnet und sich den Besuchern der Magen in der Achterbahn umdreht, können sich Wissbegierige in der Halle anschauen, wie genau so ein Magen eigentlich aussieht. "Eine Herzenssache" ist der Titel der Ausstellung. Hier geht es um Innere Organe, Nervensystem, Kreislauf oder Verdauung. "Eben um das, was unmittelbar unser Leben betrifft", sagt Whalley. Oft kämen Menschen mit spezifischen Krankheiten in die Ausstellung, "weil sie erfahren wollen, wie genau ihre Krankheit aussieht."

In der Körperwelten-Ausstellung ist alles echt

Wie funktioniert ein Herzschrittmacher, wie ein künstliches Herz, wie sieht eine Hüftprothese aus? Auch das kann man in der Ausstellung erfahren. Um den Saal mit der vorgeburtlichen Entwicklung kann man einen Bogen machen, falls man die verschiedenen Entwicklungsstadien eines Embryos nicht sehen will – in der Körperweltenausstellung ist alles echt.

Echte Körper, echte Organe – vollgesogen mit Silikon und dann gehärtet. Das macht die Ausstellung realistischer und anschaulicher als jedes Lehrbuch, ruft Faszination genauso hervor wie Ablehnung. Jedoch seien die kritischen Stimmen inzwischen fast verstummt, sagt Whalley. Je mehr Menschen die Ausstellung gesehen haben, desto mehr hätten sich überzeugt, dass sie würdevoll und lehrreich ist.