"Wir müssen reden"

Am Freitag sollen bei einer Aktion jüngere und ältere Menschen ins Gespräch kommen

Luisa Joa

Kommenden Freitag findet die deutschlandweit erste Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung "Generationen im Gespräch: Wir müssen reden" in Freiburg statt. Dabei werden Jung und Alt eingeladen, gemeinsam zu diskutieren.

Irland 2015, 22. Mai. Für lesbische und schwule Menschen ist es ein wichtiger Tag. Denn per Volksabstimmung soll an diesem Tag darüber entschieden werden, ob die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert werden soll. Kurz vor der Entscheidung wird eine Kampagne gestartet, bei der Enkel ihre Großeltern anrufen und mit ihnen reden. Der Ausgang des Referendums ist daraufhin positiv.


Das Projekt "Generationen im Gespräch", das kommenden Freitag in Freiburg zum ersten Mal stattfindet, wurde maßgeblich von dem Ereignis in Irland inspiriert. "Es zeigte sich, dass der Austausch zwischen den Generationen wichtig ist, um Veränderungen zu ermöglichen", sagt Laura Rademacher, die das Projekt mitveranstaltet.

Die Idee

30 Menschen zwischen 16 und 24 Jahren und 30 Menschen ab 65 Jahren treffen sich für eine gemeinsame Diskussionsrunde. Ziel ist, dass sich die Teilnehmenden über Herausforderungen unserer Zeit austauschen, wie zum Beispiel Klimawandel, Digitalisierung, Mobilität und Migration.

Wo liegen die Gemeinsamkeiten, die Unterschiede und die Streitpunkte der Generationen? Zusammen sollen sie Ideen für ein zukunftsfähiges Miteinander und für Projekte entwickeln, deren Umsetzung die Stadt Freiburg anschließend fördern kann. "Die Kommunikation zwischen Jung und Alt könnte besser sein", fasst Laura Rademacher die aktuelle Situation zusammen. "Die Jugend hat bestimmte Wünsche und Vorstellungen für ihre Zukunft. Aufgrund des demographischen Wandels in Deutschland müssen wir aufpassen, dass Politik nicht von der älteren Generation dominiert wird."

"Mit der Veranstaltung wollen wir auch dazu anregen, dass der Diskurs zwischen den Generationen nicht nur im Privaten – zwischen Enkeln und Großeltern – stattfinden, sondern auch öffentlich präsent ist", fügt sie hinzu. Die Freiburger Veranstaltung ist der bundesweite Auftakt für das Begegnungsformat "Generationen im Gespräch – Wir müssen reden". 15 weitere Städten werden folgen.

Wenn ihr Lust bekommen habt teilzunehmen, dann könnt ihr euch immer noch anmelden!

Kontakt

  • Telefon:030 610 81 44 96
Hinweis: Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg begrüßt die Teilnahme an der Veranstaltung als Politischen Tag und befürwortet die Freistellung interessierter Schüler*innen aus dem Unterricht für die Veranstaltung. Die Freistellung muss mit der jeweiligen Schulleitung im Einzelfall abgeklärt werden.
  • Was: Generationen im Gespräch
  • Wann: Freitag, 18. Oktober 2019, 9.30 bis 17.30 Uhr
  • Wo: Bürgerhaus Zähringen, Lameystr. 2