BZ Singalong

Am Donnerstag kann man mit Cécile Verny im Jazzhaus singen

Sina Schuler

Eine solche Veranstaltung hat es in Freiburg noch nicht gegeben: Die BZ lädt am Donnerstag zum Mitsingkonzert "BZ Singalong" mit Cécile Verny ins Jazzhaus. Für die Sängerin ist das eine besondere Herausforderung

Es ist nicht nur ein neues Veranstaltungsformat für Freiburg, sondern auch eine Premiere für die Künstlerin: Cécile Verny steht am Donnerstag im Jazzhaus beim "BZ Singalong" auf der Bühne, begleitet von einem Pianisten – und hoffentlich auch vom Publikum. Denn die BZ veranstaltet ein Mitsingkonzert. "Das wird auch für mich eine Herausforderung", sagt Cécile Verny, "ich freue mich drauf."


"Wir gestalten den Abend gemeinsam – das macht es spannend." Céclie Verny
Seit mehr als 25 Jahren tritt die Jazzsängerin mit dem "Cécile Verny Quartet" auf, am Freitag waren die Musiker in Wien, die Woche drauf geht’s nach Köln. Doch vorher steht noch der "BZ Singalong" an. Dann wird Cécile Verny nicht im Quartett, sondern mit dem Pianisten Christian Gutfleisch auf der Bühne stehen. "Wir wollen möglichst viele Leute ansprechen", sagt die 48-Jährige. Und aufs Publikum komme es schließlich an. "Wir gestalten den Abend gemeinsam – das macht es spannend."

Der Singalong ist nicht nur was für Jazzfans. Mit Tina Turners "Simply The Best" oder "Walking on Sunshine" von Katrina And The Waves gibt’s Klassiker, die fast jeder kennt. Und die man von Verny nicht unbedingt gewohnt ist. "Diesmal singe ich nicht nur Sachen, die mir gefallen." Aber doch jene, die sie als Künstlerin auch verkörpern könne. Schließlich müsse das Duo die Stücke so vortragen, dass das Publikum "nicht anders kann, als mitzusingen". "Schön wäre es, wenn wir ein Gemeinschaftsgefühl aufbauen können."

Die Jazzsängerin empfindet es als "großes Glück, Musik machen zu können", sagt sie, als sie in ihrem Lieblingscafé in der Wiehre sitzt, wo sie auch lebt. Singen sei Teilen und Menschen zu berühren. "Es geht darum, gemeinsam etwas zu erleben."

Geboren ist Verny an der Elfenbeinküste, als Zwölfjährige kam sie nach Frankreich – erst in die Normandie, dann in die Picardie, ins Elsass und schließlich nach Freiburg. Cécile Verny singt auf Englisch und Französisch, bald will sie sich an Deutsch heranwagen.

Jazz braucht Spontanität

Trotz ihrer langjährigen Bühnenerfahrung sei immer noch jeder Abend anders. "Weil man nie weiß, wie das Publikum reagiert." Im Jazz müsse man sowieso spontan sein. Verny erzählt von Lachanfällen auf der Bühne, von weinenden Männern in der ersten Reihe und von einem, der mal eingenickt ist. "Das nehme ich als Kompliment", sagt Verny, "er hat sich eben wohl gefühlt."

Angefangen zu singen hat Cécile Verny aus Zufall, wie sie sagt. Da war sie 17. "Ich hab nicht viel überlegt, sondern einfach gemacht – und hatte das Glück, dass es einigermaßen gelaufen ist." Zum 25. Bandjubiläum vor drei Jahren brachte das Quartett "Memory Lane" heraus. Ob es nun das siebte oder achte Album ist – Verny weiß es nicht.

Etwa 20 Hits hat sie für den "BZ Singalong" einstudiert – allesamt Neuland für sie, sagt die Künstlerin. "Ich bin mir sicher, dass viele im Publikum die Hits besser singen als ich." Und alleine singen muss am Donnerstag auch niemand. Der Text läuft auf einer Leinwand zwar mit, aber ein Karaoke-Abend wird es nicht. Es gehe auch nicht darum, "gut oder richtig zu singen". "Der Spaß steht im Vordergrund."
BZ Singalong

Donnerstag, 19. Oktober, 19.30 Uhr, Jazzhaus Freiburg
Karten für 8 Euro: bz-ticket.de/karten, Tel. 0761/ 496-8888 und alle BZ-Geschäftsstellen, Abendkasse 10 Euro.v Inbegriffen ist ein Glas Sekt.

Mehr zum Thema: