Am Donnerstag ist Equal Pay Day: Raus mit den roten Taschen

Carolin Buchheim

Frauen verdienen in Deutschland statistisch gesehen 22 Prozent weniger als Männer. Am Donnerstag wird deswegen bundesweit zum sechsten Mal der Equal Pay Day veranstaltet. Der Aktionstag markiert den Tag, bis zu dem Frauen nach Ablauf eines Jahres länger arbeiten müssen, um dasselbe Gehalt zu erzielen, wie Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres. Auf dem Rathausplatz gibt's deshalb einen Infostand.



Die Bundesrepublik schneidet im EU-weiten Vergleich des Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen - Gender Pay Gap genannt - mit seinen 22 Prozent übrigens verdammt schlecht ab - nur in Österreich (23 Prozent) und Estland  (27 Prozent) sind Frauen noch schlechter gestellt. Im EU-Durchschnitt liegt die Gender Pay Gap nach den jüngsten Zahlen bei 16,2 Prozent.


"Die Lohndifferenz hat viele Ursachen", erklärt die Stadt Freiburg in einer Pressemitteilung zum Equal Pay Day. "Frauen arbeiten seltener in Führungspositionen, unterbrechen ihre Tätigkeit öfter für Betreuungs- oder Pflegearbeiten in der Familie und arbeiten deutlich häufiger in Branchen mit niedrigem Lohnniveau, wie dem Dienstleistungs- oder Gesundheitssektor. Eine zentrale Forderung des „Equal Pay Days“ lautet daher, die Arbeit in diesen Branchen neu zu bewerten und für mehr Transparenz bei den Löhnen zu sorgen."

An einem Infostand auf dem Rathausplatz wollen Aktivistinnen und Aktivisten am Donnerstag über die Gender Pay Gap informiert.

Wer sich symbolisch am Equal Pay Day beteiligen und ein Zeichen gegen die Unterbezahlung  frauendominierter Berufe setzen möchte, kann das übrigens ganz einfach tun: und zwar durch die Verwendung einer roten Tasche. Das Rot soll die roten Zahlen auf den Konten der Frauen symbolisieren.

Sasha Grey for Equal Pay Day



Quelle: YouTube


Equal Pay Day Spot 2012 -- Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit



Quelle: YouTube


Mehr dazu:

  Was: Infostand zum Equal Pay Day
Wann: Donnerstag, 21. März 2013, 11 bis 13 Uhr
Wo: Rathausplatz   [Foto: Benedikt Nabben]