Uniseum

Am Donnerstag beginnt eine Ausstellung zum Thema Intergeschlechtlichkeit

Julia Stulberg

"Intergeschlechtlichkeit – die Vielfalt der Geschlechter" – Amnesty International Freiburg bieten mit der Ausstellungen Intergeschlechtlichkeit und Menschen mit biologischen Variationen des Geschlechts eine Plattform.

Weltweit werden schätzungsweise 1,7 Prozent der Menschen mit einer Geschlechtsvariation geboren. Der Chromosomensatz, die Genitalien und der Hormonhaushalt entsprechen nicht der Norm: Sie sind aus biologischer Perspektive weder Mädchen noch Jungen.


Menschen mit Variationen des Geschlechts und deren Diskriminierung gab es schon immer. Auch heutzutage werden Säuglinge mit einer Abweichung der biologischen Norm meist direkt operiert und erfahren nur mit Glück im Laufe ihres Lebens über die eigene Identität. Zu diesem Thema bieten Amnesty International und Queeramnesty vom 30. Mai bis zum 6. Juli eine Ausstellung im Uniseum an. "Intergeschlechtlichkeit –die Vielfalt der Geschlechter" soll auf die Situation der Betroffenen aufmerksam machen.

Betroffene erzählen von ihren eigenen Erfahrungen

Das Herzstück der Ausstellung: Erzählungen von Betroffenen. Intergeschlechtliche Menschen und deren Geschichten werden auf Plakatwänden porträtiert. In Form von Fließtext können sie so selbst zu Wort kommen und von ihrem Alltag erzählen. Fallberichte und Zeichnungen Intergeschlechtlicher in der medizinische Literatur aus dem 17. bis zum 20. Jahrhundert setzen einen historischen Rahmen. Die historische Darstellung wird mit aktueller Forschung und politischem Aufklärungsmaterial verglichen.

Valentina Escherich, Masterabsolventin des Studiengangs Vergleichende Geschichte der Neuzeit, ist ein aktives Mitglied von Amnesty International und Queeramnesty. Als Mitarbeiterin des Uniseums hat sie die Ausstellung mitkonzipiert. Um die Plakate herum entwickelte Valentina ein eigenes Konzept. Erweiterte so die Ausstellung um Exponate aus der Freiburger Universitätsbibliothek, einen Mitgestaltungsbereich und eine Leseecke.

Die Freiburger Studentin forscht zu den historischen Hintergründen der Intergeschlechtlichkeit und bietet bei der Vernissage am Eröffnungstag einen Kurzvortrag zum Thema "Der Umgang mit Intergeschlechtlichkeit seit der Antike" an.
  • Was: Vernissage mit Kurzvortrag "Der Umgang mit Intergeschlechtlichkeit seit der Antike"
  • Wann: 30. Mai, 15 Uhr
  • Wo: Uniseum Freiburg, Bertoldstraße 17

  • Was: "Intergeschlechtlichkeit – die Vielfalt der Geschlechter" von Amnesty International
  • Wann: 30. Mai-6. Juli, Do-Sa 14-18 Uhr
  • Wo: Uniseum Freiburg, Bertoldstraße 17
  • Eintritt: Kostenlos

Mehr zum Thema: