Alternative zu Second Life - "Beeindruckend"

Christoph Müller-Stoffels

Der Hype um die virtuelle Welt Second Life geht gerade erst richtig los, schon sieht sie sich harter Konkurrenz ausgesetzt. First Life heißt die Alternative. Zwar kommt sie nur analog daher, aber ihre Bewohnerzahl ist beachtlich. Und gerade in den Problemen, mit denen sie zuweilen noch zu kämpfen hat, sieht ein Game-Tester den Reiz.



Erstes Leben oder echtes Leben heißt eine nicht ganz neue Game-Plattform, die sich anschickt, der digitalen Welt Konkurrenz zu machen. Unter getafirstlife.com findet man eine Maske, die sehr an die von secondlife.com erinnert. Wer sich da bei wem bedient hat, bleibt nur zur vermuten. Die Bewohnerzahl der neuen Welt jedenfalls kann sich mit der von Second Life durchaus messen lassen. Etwas mehr als 6,5 Milliarden User sind täglich online (zum Vergleich: SL steht bei 2,8 Millionen), allein heute waren 364.936 Neuanmeldungen, hier Geburten genannt, zu verzeichnen.


Greg Kasavin, Executive Editor von Gamespot.com, zeigte sich nach einem ersten Test angetan. Zwar sei das Spiel nicht über jeden Tadel erhaben, denn "aus irgendwelchen Gründen hat man weder Einfluss auf den Ort, wo man das Leben beginnt, noch auf die Erscheinung oder das Geschlecht seiner Spielfigur, was alles zufällig ausgewählt wird." Alles in allem preist er aber die Möglichkeiten, die einem dort geboten würden. Anfänger würden von so genannten Eltern-Spielern, ein bis zwei erfahrenere Bewohner, unter ihre Fittiche genommen, um den Einstieg leichter zu machen. Trotzdem kann, so Kasavin, der Lernprozess lang und beschwerlich sein.

Besonders für diejenigen, die sich mit Second Life und ähnlichen Plattformen schwerer tun, könnte Real Life oder First Life eine echte Alternative darstellen. "Ein beeindruckendes und aufregendes Erlebnis", nennt Kasavin es in seinem Fazit.

Die Maske getafirstlife ist übrigens fast so alt, wie Second Life und geistert seit 2003 durch das Netz, das Spiel selbst wird seit mehreren Milliarden Jahren entwickelt und verbessert. Allerdings stellt sich auch hier die Frage, wieviele User tatsächlich online sind. Wir werden die weitere Entwicklung beobachten.

[via Terra Nova]