All you can eat-Test: Sushi im Tenmanya in Munzingen

Romina Petersen

Welche Restaurants bieten im Raum Freiburg ein "All you can eat"-Menü an? Unsere fudder-Autoren haben verschiedene Angebote getestet: Wie schmeckt das Essen? Wie groß ist der Satt-Faktor? Wie appetitlich sieht das Buffet aus? Zum Start des Flatrate-Tests: Running Sushi im Tenmanya in Freiburg-Munzingen.



Kulinarisches Angebot

Das Tenmanya wirbt zwar mit Running Sushi, allerdings bietet das zweistöckige Laufband weitaus mehr: Unten werden Sashimi, California Rolls, Seetangsalat, andere Vorspeisen und Desserts wie Kuchen, Eis, gebackene Früchte oder Pudding serviert. In der oberen Laufband-Etage alle warmen Gerichte.

Die Auswahl ist riesig: Das bekannte frittierte Spektrum von Frühlingsrollen über Wan Tan bis hin zu Chicken Wings gibt es hier ebenso wie klassische Tellergerichte in Probiergrößen, Nudeln, Reis, verschiedene Fleischsorten und vieles mehr. Besonders Garnelenfans kommen auf ihre Kosten: Es gibt sie am Spieß, gegrillt, frittiert, paniert oder mit Sesam. Ein leckerer Tipp für das Dessert ist die gekühlte Kokosmilch.



Buffestress- und Ästhetikfaktor

Da die Leckereien am laufenden Band präsentiert werden, fällt Drängelei am Buffet weg. Jeder der rund um das mit einer Glasscheibe (Wärmeisolierung!) verschlossene Laufband angelegten Tische besitzt ein eigenes Fenster. Schnell sein lautet die Devise, denn ein Gericht braucht rund 3 Minuten, bis es erneut vorbeikommt. Schön ist, dass die Köstlichkeiten in Probiergröße auf bunten Tellern präsentiert werden und man sich somit nie zu viel auf einmal auflädt, sondern mehr Abwechslung genießen kann.

Völlegefühlfaktor

Die kleinen Portionen täuschen manchmal gewaltig und da immer wieder Neues aus der Küche auf das Band kommt, kommt man aus der Versuchung nicht mehr heraus und isst mehr, als eigentlich reinpasst. Dass an einem Abend schnell 30 Teller pro Person zusammen kommen, ist also kein Wunder. Dementsprechend erschöpft fühlen sich daher die meisten Besucher im Anschluss an das Mahl.



Preise

Das Angebot lautet: 14,90 Euro - ein ganz moderater Preis für so viel Essen. Wer möchte, kann aber auch à la carte bestellen. Hat man sich für das Laufband entschieden, kann man zunächst zwischen mehreren im Preis enthaltenen Suppen wählen und bekommt zum Schluss auf Wunsch Eiscreme serviert.

Dass bei den meisten AYCE-Lokalen bei den Getränken kräftig aufgeschlagen wird, ist kein Geheimnis, das Tenmanya liegt aber noch im erträglichen Rahmen. Ein Minus ist allerdings, dass alkoholische Getränke (0,5 l Paulaner: 3,00 Euro ) günstiger sind als ein Mineralwasser (0,5 l für 3,50 Euro). Eine große Kanne Jasmintee kostet 5 Euro. Pro Person kommen also schnell rund 20 Euro an einem Abend zusammen.



Ambiente

Das Restaurant ist in warmen Gelbtönen gehalten. Dunkle Holztische rund um das Laufband bewahren trotz ihrer direkten Anreihung hintereinander etwas Privatsphäre. Asiatische Musik läuft im Hintergrund. Um das Lokal etwas gemütlicher zu machen, könnte das Licht etwas dunkler sein,  es ist aber trotzdem nicht übermäßig grell. Für einen Abend zusammen mit der Familie oder Freunden ist das Tenmanya ein Lokal, in dem man ein paar schöne Stunden verbringen kann.

Personal

Das Personal ist außergewöhnlich aufmerksam und freundlich. Die Gäste werden gefragt, ob man Sonderwünsche hat - was gleich getestet wird: Bittet man um Lychees, erscheinen diese schon etwa zehn Minuten später auch auf dem Laufband. Großes Serviceplus hierfür, Minus jedoch für manche Tellergerichte, die ihre Runden drehen und verständlicherweise nach 20 Minuten auf dem Band nur noch lauwarm bis kalt sind. Dennoch ist auch hier das Personal immer um ein schnelles Auf- und Abladen des Laufbands bemüht und bringt immer wieder Neues aus der Küche. Wer noch Platz im Bauch hat, genießt am Ende einen Glückskeks und Pflaumenschnaps auf Kosten des Hauses.



Wie gut ist das Lokal besucht?

Während im Dezember noch deutlich weniger Gäste das Tenmanya besucht haben, so hat sich das Angebot mittlerweile offenbar im ganzen Elztal herumgesprochen. Am Wochenende ist das Lokal also gut gefüllt, unter der Woche dennoch manchmal wie leergefegt - was nicht unbedingt ein Nachteil ist, da man das Laufband für sich alleine hat.  

Wen trifft man dort?

Ein weiterer positiver Punkt: Das Publikum ist absolut gemischt. Vom Studenten über Paare bis hin zur Großfamilie besuchen die unterschiedlichsten Leute das Tenmanya.

Öffnungszeiten

Das Tenmanya ist täglich von 11:30 bis 14:30 Uhr und von 17:30 bis 23:00 Uhr geöffnet.

Reservierung

Besonders freitags und am Wochenende darf man damit rechnen, dass es für Spontanbesucher schwierig wird, einen Platz am Laufband zu ergattern. Mit einer Reservierung (07664 - 505 97 89) ist man daher auf der sicheren Seite.

Adresse


Restaurant Tenmanya

St.-Erentrudis-Str. 10
79112 Freiburg-Munzingen (Google Maps)
Tel: 07664 - 505 97 89
Web: Tenmanya Munzingen

Weg:
Von der A5 aus erreicht man das Restaurant einfach und schnell.
Von Süden:
Ausfahrt Bad Krozingen, durch Hausen an der Möhlin nach Munzingen.
Von Norden:
Ausfahrt Freiburg Süd nach Tiengen, dann weiter nach Munzingen.

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