All you can eat-Test: Burger im Sam Kullman’s Diner in Freiburg

Bernhard Amelung

Welche Restaurants bieten im Raum Freiburg ein "All you can eat"-Menü an? Unsere fudder-Autoren haben verschiedene Angebote getestet: Wie schmeckt das Essen? Wie groß ist der Satt-Faktor? Wie appetitlich sieht das Buffet aus? Der zweite Teil unseres Flatrate-Tests: Burger im Sam Kullman’s Diner in Freiburg.



Das kulinarische Angebot

Die Auswahl à la carte ist groß und abwechslungsreich. Angeboten werden neben Steak-, Spare Ribs- und Chicken Wings-Variationen hauptsächlich Burger in einer kaum fassbaren Vielzahl von Zubereitungsarten – Beef, Chicken, Veggie mit oder ohne Käse, dazu gebratene Champignons, gegrillter Bacon, Jalapeños und so weiter.

Beim All you can eat-Angebot beschränkt sich die Auswahl jedoch auf den Original Kullman’s Classic Burger: Zwei kleine Rindfleisch-Patties, außen leicht kross und innen zart und saftig, die auf getoasteten Sesam-Brötchen mit etwas Ketchup und Mayo sowie zwei, drei grob geschnittenen Zwiebelringen, einem Salatblatt und zwei Tomatenscheiben serviert werden.

Dazu gibt es eine großzügige Portion Home Fries, also Pommes Frites. Diese sind kross, nur mit Salz gewürzt und fühlen sich weder in der Hand noch im Mund fettig an. Jeder weitere Burger wird auf Verlangen frisch zubereitet. Sonderwünsche werden im Rahmen des Spezialangebotes jedoch keine erfüllt. Zusätzlich Pommes & Co. kosten extra.

Buffetstress- und Ästhetikfaktor

Stress haben nur die Bedienungen, um den Ansprüchen der kalorienhungrigen Gäste gerecht zu werden. Ihr kaugummisüßes Lächeln verlieren sie auch bei größter Hektik nicht. Zu keiner Zeit wirkt es jedoch oberflächlich und aufgesetzt.

Das Besteck, eingewickelt in rote Papierservietten, wird in einem grünen Plastikkörbchen auf den Tisch gestellt, kaum dass man Platz genommen hat. Die Burger-Portionen werden auf oval geschnittenen, weißen Porzellantellern serviert. Dabei wird auch auf überflüssiges Dekorationsmaterial wie Salatblatt, Tomateneck und Petersilienblatt verzichtet. Geradlinig, schnörkellos und roh, Diner-Ästhetik eben.



Völlegefühl-Faktor

Auch wenn der Burger des AYCE-Angebots kleiner ist als seine à la carte-Geschwister, weist er einen hohen Sättigungsgrad auf. Bevor man Sam Kullman’s Diner wegen dieser kalorischen Schwergewichte besucht, sollte man sich beim Sport so richtig verausgaben. Anderenfalls lässt sich die Essherausforderung kaum stemmen (siehe auch: So isst man stilvoll einen Riesen-Burger).

Preise

Das Burger all you can eat-Angebot kostet 7,90 Euro. Wer sich stattdessen für das Speisenangebot der Karte interessiert, muss durchschnittlich ebenso viel für einen Ham-, Chicken- oder Veggie-Burger seiner Wahl bezahlen. Für einen Aufpreis von 1,20 Euro lässt sich dann jedoch ein „Burger Upgrade“ zu einem 226g-Rindfleischpatty vornehmen.

Über die Getränkepreise kann man nicht meckern. Softdrinks – Pepsi Cola, Sprite, Fanta, Spezi, Apfelschorle oder Mineralwasser – kosten 2,20 Euro (0,3l) und 3,40 Euro (0,5l). Eistee der Marke Snapple wird in der markentypischen Halbliterflasche zu 3,60 Euro serviert. Für Bier unterschiedlicher Hersteller verlangt Sam Kullman’s Diner zwischen 2,20 Euro (0,3l) und 3,50 Euro (0,5l).



Ambiente

Sam Kullman’s Diner ist im Stil eines alten amerikanischen Diners eingerichtet. Die Einfassungen der Theke, Tische und Stühle blitzen strahlend in Chrom-Optik. Die Sitzgelegenheiten sind grün bezogen und weisen vereinzelt Sitzkuhlen auf. Die Wände zieren Kundstdrucke und Fotografien im Schwarz-Weiß-Look.  Sobald die Sonne untergeht, erfüllt gedimmtes Neonlicht den Raum. Angenehm und großes Plus: keine nervige Hintergrundmusik.

Personal

Das Personal ist durchgängig freundlich und zuvorkommend. Fragen zu den einzelnen Gerichten werden kompetent und ausführlich beantwortet. Angenehm und großes Plus, die Zweite: die Bedienung tänzelt nicht um den Tisch herum, nervt nicht mit „Darf’s noch etwas sein?“-Fragen, kaum dass der letzte Bissen Burger geschluckt ist, ist jedoch flink zur Stelle, sobald man nach ihr verlangt.

Wie gut ist das Lokal besucht?

Trotz der Lage außerhalb der Freiburger Innenstadt ist das Diner gut besucht. Zwischen 19 und 21:30 Uhr gibt es kaum einen freien Tisch.

Wen trifft man dort?

Abends stellt sich das Publikum als heterogenes Gemisch aus AbiturientInnen, StudentInnen, Jugendlichen in Lohn und Brot, die hier einen Teil ihres Feierabends verbringen, sowie Best Ager dar. Es fällt auf, dass vor allem junge Pärchen einen Tisch reserviert haben. Kullman’s Diner erfreut sich auch bei den Jugendlichen der angrenzenden Landkreise einiger Beliebtheit, denn auf dem hauseigenen Parkplatz stehen einige sportlich herausgeputzte KFZ mit den Kennzeichen EM, OG und LÖ.



Öffnungszeiten

Sonntag bis Donnerstag 11 bis 24 Uhr
Freitag und Samstag 11 bis 1 Uhr

Reservierung

Für das montägliche Burger-All you can eat und für grössere Gruppen ist eine Reservierung dringend erforderllich, die per Telefon (0761.5034969) oder über das Reservierungsformular auf der Website gemacht werden kann. Ohne diese kann das Spezialangebot – wenn überhaupt – nur am späten Nachmittag bis spätestens 18 Uhr genossen werden.

Adresse

Sam Kullman’s Diner
Engesserstraße 11
79108 Freiburg im Breisgau (GoogleMaps)
0761.5034969



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