All you can eat-Test: Asiatisches Essen bei Bat Dat in der Sundgauallee

Alexander Ochs

Welche Restaurants bieten im Raum Freiburg ein "All you can eat"-Menü an? Unsere fudder-Autoren haben verschiedene Angebote getestet: Wie schmeckt das Essen? Wie groß ist der Satt-Faktor? Wie appetitlich sieht das Buffet aus? Der vierte Teil unseres Flatrate-Tests: Asiatisches Essen bei Bad Dat in der Sundgauallee.

 

Das kulinarische Angebot

Im Bat Dat regiert ein kulinarisches Allerlei aus Asien: Schweine-, Rind- und Hähnchenfleisch warten in Kombination mit den handelsüblichen Saucen (süß-sauer, Erdnuss, Curry) auf Abnehmer. Sechs Gerichte sind es insgesamt, davon ist eines vegetarisch. Die Saucenkonsistenz ist sämig bis pampig, die Qualität mittel bis mäßig. Dazu gibt es Reis und gebratene Nudeln, soviel man mag - klar.

Zwei Salate stehen ebenso parat, darunter ein recht knackiger Rohkostsalat aus Gurken, Tomaten, Pilzen und Sellerie. Salatblätter sucht man hier wie bei den meisten Asiabrutzlern vergebens. Eine Tagessuppe gibt es auch. Leicht lätschige Minifrühlingsrollen warten zudem neben panierten Fischstückchen auf hungrige Abnehmer. Mit Abstand am leckersten war das Hühnchencurry im Thai-Stil.

Vollfressen, bis der Magen komatös ächzt oder der Arzt kommt – was immer zuerst erreicht ist. Für 7 Euro kann man sich die Wampe so richtig vollhauen: Salat, Vorspeise, Mittagessen und Nachtisch, alles vom Büffet. Doch was hier aufgefahren wird, ist eher Kleister für die Massen denn Meister aller Klassen. Quantität schlägt Qualität – und das zu dem Preis. Da kann man insgesamt nicht meckern, zumindest nicht allzu laut.

Buffestress- und Ästhetikfaktor

Appetitlich? Ja und nein. Lange Zeit warmgehaltene Speisen verströmen nun mal ihren, äh, ganz eigenen Charme. Vor Kunstorchideen schlagen sich die metallenen Warmhalteboxen des Büffets allerdings optisch ganz passabel. Das Essen wird immer wieder nachgefüllt, und auch gegen Ende, wenn es schon 14 Uhr ist, wird den Gästen noch genügend Zeit gelassen, ihre Spachtelei gebührend zu vollenden. Und normalerweise geht es hier alles andere als hektisch am Ecktisch zu. Ruhe und Gelassenheit sind in dieser asiatischen Oase das Gebot der Stunde.

Völlegefühlfaktor

Danach fühlt man sich voll, aber nicht zu voll. Das hängt vom Verhältnis Auge-Magen ab. Altbackenes chinesisches Sprichwort, das ich auf im Kaffeesatz meines Schwippschwagers las: Futter gibt’s in Massen, futtern sollte man bekanntlich eher in Maßen. Wer sich im Griff hat, kommt wieder gut raus aus der Sache. Wer nicht, der leidet womöglich erstmal unter ... was auch immer.



Preise

Die 0,3 l Apfelschorle kostet 2,30 Euro. Für ein Fürstenberg-Bierchen (0,33 l) muss man 2,30 Euro hinblättern. Asiatische Hopfenkaltschalen schlagen mit 3 Euro zu Buche: Tsingtao, Singha oder Saigon.

Ambiente

Es ist still im Bat Dat. Zum Glück verfügt das Lokal rundum über riesige Fensterflächen. So gibt es wenigstens ein bisschen was zu gucken, und der durch die ohnmächtig machende Kitschüberladung ausgelöste Augenkrebs wird zumindest etwas gelindert.

Was hier an Asia-Devotionalien herumsteht, geht auf keine Yakhaut: Stühle und Tische aus Wurzelholz, riesige Buddhaskulpturen vor dem Eingang, fauchende Drachen, fernöstlich gepinselte Bilder, Plastikblumen – ein Graus der Extraklasse, ein folkloristisches Horrorkabinett des Doktor Fu Manchu. Aber im Grunde genommen branchenüblich. Draußen sitzt es sich bei schönem Wetter besser.



Personal

Benutzte Teller werden konsequent nicht abgeräumt, sodass man zum Büffet-No-Go greift und mit dem saucenbenetzten Teller wieder zum Büffet zurückwandert, ganz wie (früher) beim Nachschlag in der Mensa ... Sonst verrichtet das Personal völlig unaufgeregt und dezent seine Arbeit.

Wie gut ist der Laden besucht?

Gegen später (nach 13:15 Uhr) ist das Bat Dat mittelmäßig frequentiert. Es gibt genügend freie Plätze für jede Art von Tischgesellschaft.

Wen trifft man dort?

Viel war zumindest an unserem Testtag nicht los. Wer war da? Ältere Pärle und vereinzelte oder gruppierte Businessluncher.



Öffnungszeiten

„All you can eat“ im Bat Dat gibt es dienstags bis freitags von 12 bis 14 Uhr. Montags ist Ruhetag (außer an Feiertagen).

Reservierung

Wer will, darf reservieren. Nötig schien es zumindest bei unserem Testbesuch nicht. Entweder einfach hingehen oder am selben Tag anrufen und reservieren: 0761.800090.  

Adresse

Bat Dat
Sundgauallee 110
79110 Freiburg im Breisgau (GoogleMaps)
0761.800090



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