Al Page hat eine Liebeserklärung an Freiburg geschrieben - sein neues Buch "Made in Freiburg"

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Der Freiburger Al Page ist ein Multitalent: Er beherrscht fünf Instrumente, schreibt eigene Songs und sachliche wie belletristische Bücher. Sein neuestes Buch "Made in Freiburg" - eine Liebeserklärung an die Stadt, in der auch Promis wie OB Salomon zu Wort kommen - stellt er am kommenden Donnerstag im Peterhofkeller vor - und heute auf fudders "Ihr-Blog".



"Made in Freiburg" ist mein drittes Buch. Es ist eine autobiografische Erzählung, die in Briefform verfasst ist. Es ist keine Autobiografie, es ist kein Stadtführer, es ist kein Stadtportrait. Es ist ein Brief, der die Seele Freiburgs eingefangen hat. Das Buch ist inklusive der Single-CD "Blue Bridge".


Ich kann ja von mir nicht behaupten, dass ich altmodisch bin, aber ich habe ein altmodisches Hobby: Briefe schreiben. Ja, so richtig altmodisch, mit Block und Stift. So saß ich eines nachts auf dem Kanonenplatz auf einer Parkbank, und schrieb und schrieb und schrieb. Die ganze Nacht lang, bis zum Sonnenaufgang, an meine Brieffreundin. In der Heimat. In Istanbul.

Als ich die ganze Nacht an jenem Ort saß, da ... da blickte ich auch zurück. Ich blickte zurück, um zu sehen, wo ich herkam, wie ich hierher kam ... und vor allem fragte ich mich: warum bin ich eigentlich hier geblieben? Ich dachte aber auch an mein geliebtes Istanbul. Die Stadt, in der ich das Atmen lernte.

Möglicherweise kennst du dieses Gefühl auch: Dir fehlt etwas im Leben, aber du weißt nicht, was. So ging es mir. Bis ich hierher kam. Hier fand ich es. Genau davon schrieb ich meiner Brieffreundin. Über unser Münster, unsere Bächle, unser Augustinerplatz, unsere Menschen und unsere Kultur. Genau: "Unsere", denn ich fühle mich zu all dem verbunden. Genau so wie zur Hagia Sophia, zur Bosporusbrücke, zum Pierre-Loti-Hügel und zu den Menschen dort. Manchmal - aber wirklich nur manchmal - ist es sinnvoll, zurückzuschauen. Um zu wissen, wo man herkommt, und warum man hier bleibt.

Ich schrieb einen Brief. Es wurde eine Liebeserklärung. An meine Heimat.

Ob ich Istanbul vermisse? Klar, natürlich. Aber: Ich habe kein Heimweh mehr. Und weißt du, warum? Weil hier auch Heimat ist. In Freiburg.

In meinem aktuellen Werk haben weitere Freiburger ihre Eindrücke von unserer Stadt geschildert. Neben Astrid Fritz haben auch unser OB Dr. Dieter Salomon, Eishockeyspieler Patrick Vozar, Musiker Murat Coskun, Stadträtin Dr. Sylvie Nantcha, Verleger Manuel Herder und weitere Freiburger ihre persönlichen Statements über Freiburg verfasst.

Die Premiere zu "Made in Freiburg" findet am 28. November 2013, um 19 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr) im Peterhof in Freiburg statt. Veranstalter ist KulTurk e. V. (Kulturverein türkischer Studierender in Freiburg), in Zusammenarbeit mit dem International Club Freiburg und 34 Music.

MADE IN FREIBURG: Eine Liebeserklärung

Quelle: YouTube


Der Autor



Ich heiße Al Page, geboren am 17. November 1975 in Istanbul, aufgewachsen in Deutschland und lebe in Freiburg. Sag einfach „Alp“ zu mir. Ich bin Istanbuler UND Freiburger. Ich bin beides. Und das mit Ehre.

Ich spiele insgesamt fünf Instrumente, die ich mir selbst beigebracht habe. Damit angefangen habe ich im Alter von acht Jahren. Bisher habe ich zwei Alben produziert, das dritte ist momentan in Planung. Alle musikalischen Werke veröffentliche ich über mein eigenes Label mit dem Namen „34 Music“. Der Name des Labels ist an das Autokennzeichen von Istanbul, „34“ angelehnt.

Zum Schreiben bin ich ziemlich spät gekommen, erst mit 26. Mein erstes Buch mit dem Titel „Türkisch Slang – das andere Türkisch“ veröffentlichte ich 2005. Im selben Jahr erschein auch mein erstes belletristisches Werk „Brief für Selma“, das mittlerweile in meinem eigenen Verlag produziert wird.

Ja, ich schreibe auch Bücher. Ich bin also auch Autor. Ich bin beides: Musiker und Buchautor. Ich könnte jetzt wasweißichwas noch über mich schreiben, aber diese Anekdote gibt sehr viel von mir preis. Ein kanadischer Journalist während eines Interviews: „Du bist Türke, in Istanbul geboren, und lebst in Freiburg. Du hast einen türkischen Pass und englischen Künstlernamen, schreibst deine Songs auf Englisch, und singst manchmal auch auf Latein. Deine Bücher hingegen sind auf Deutsch, aber du hast Türkisch unterrichtet. Warum?“ „Des isch halt so.“

  • Facebook: Eselsalami ("Mein Blog über türkische Sprichwörter. Lustig, humorvoll und einfach erklärt.")
   

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