Warnung der Polizei

Achtung, Betrüger verkaufen gefälschte Regiokarten

Simone Höhl

Die Polizei warnt, dass Unbekannte falsche Regiokarten verkaufen. Die Betrüger agieren den Ermittlern zufolge im Internet und auf der Straße.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilt, bieten die Betrüger seit mehreren Wochen gefälschte Regio-Karten an. Die Monatskarten wurden ihren bisherigen Ermittlungen zufolge billiger verkauft – sowohl über Internet-Plattformen als auch bei scheinbar zufälligen Begegnungen. Bei den Fälschungen handelt es sich nicht um gelb-blaue Tickets, sondern um hellblaue Abschnitte, wie sie aus den Fahrscheinautomaten kommen, erklärt Andreas Hildebrandt von der Freiburger Verkehrs-AG .


"Das läuft im größeren Stil, wir haben inzwischen zig Geschädigte." Laura Riske, Polizei Freiburg
Bei Kontrollen der VAG wurden in den vergangenen Wochen diverse gefälschter Monatskarten entdeckt. Erst waren es einzelne, dann wurde klar: "Das läuft im größeren Stil, wir haben inzwischen zig Geschädigte", erklärt Polizeisprecherin Laura Riske. Das Revier Freiburg-Nord ermittelt und warnt eindringlich vor dem Kauf dieser Regiokarten. Wer mit einem gefälschten Ticket in Bus oder Bahn erwischt wird, ist laut VAG faktisch ein Fahrgast ohne gültigen Fahrausweis – das heißt Schwarzfahrer.

Aufgepasst, wenn die Regiokarte plötzlich sehr günstig ist!

Woran Käufer die Fälschung erkennen, verraten die Ermittler nicht, um zu verhindern, dass die Betrüger ihre Karte entsprechend anpassen. "Aber sie merken es, wenn das Angebot weit unter dem üblichen Wert ist", erklärt Polizeisprecherin Laura Riske. Eine echte Regiokarte (übertragbar) kostet für einen Monat 57,50 Euro. Die Betrüger bieten ihre Fake-Regiokarte für 30 bis 40 Euro an. "Sie locken mit Legenden, zum Beispiel: Meine Frau braucht die Karte nicht mehr", sagt Polizeisprecherin Riske.

Bisher weiß die Polizei nur von Fällen im Stadtgebiet, bis auf einen: Mitte Januar hatte die Bundespolizei gemeldet, dass eine Frau in der Breisgau-S-Bahn zwischen Breisach und Freiburg mit acht kopierten Fahrkarten unterwegs gewesen sei. Die weiteren Ermittlungen ergaben Riske zufolge jedoch, dass die 35-Jährige bei der Kontrolle zwar eine gefälschte Karte vorzeigte, die anderen in der Tasche aber wohl echt waren. "Sie ist keine Tatverdächtige", sagt die Polizeisprecherin. Auch in diesem Fall werde noch ermittelt.
Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Angaben zur Herkunft der Karten machen können sich unter der Rufnummer 0761/882-4221 zu melden.

Mehr zum Thema: