Abi 2012: Wie ist die Stimmung?

Okan Bellikli

Noch zwei Wochen bis zum Abi 2012! Wie geht's da den angehenden Abiturienten? Liegen die Nerven schon blank oder ist alles locker? Okan hat sich an vier Freiburger Gymnasien umgehört:


Nora, 18 (Droste-Hülshoff-Gymnasium):
„Ich finde, die Stimmung ist gemischt. Es gibt schon viele, die herumstressen. Aber wir haben so viel fürs Abi gemacht, und das ist jetzt noch die Abschlussprüfung. Das wird schon irgendwie. Ich mache mir jetzt nicht total den Stress. Ich habe schon angefangen, zu lernen, aber nicht so extrem viel. In Deutsch habe ich die Bücher gelesen und mehr kann ich da nicht machen. Aber in Mathe sollte ich schon noch mehr tun. Also einfach viel lernen, dass das Bestmögliche dabei herauskommt.“


Jeremias, 19 (Friedrich-Gymnasium):


„Wir kommen alle so langsam in die Vorbereitung rein, sollten aber auf jeden Fall jetzt anfangen zu lernen. Es gibt manche, die vielleicht mehr rumstressen als andere. Insgesamt ist die Stimmung aber noch relativ entspannt. Ansonsten ist das Abi auf jeden Fall machbar, denke ich. Dadurch, dass ich als Sprache Latein statt Englisch genommen habe, bin ich noch relativ entspannt und muss nicht so viel lernen. Es wird aber auf jeden Fall noch etwas zu tun geben.“


Stella, 19 (St.-Ursula-Gymnasium)

„Es sind ja noch zwei Wochen, und deswegen muss man sich eigentlich noch nicht so den Stress machen. Man kann in zwei Wochen ja auch noch viel lernen. Wobei es auch nur noch zwei Wochen sind, und man merkt, wie alle nervös werden und schon ziemlich in den Lernstress verfallen. Ich bin relativ ruhig und freue mich auf die Zeit danach. Mein Rat an unsere Nachfolger: Lernt nicht zuviel und genießt das Leben!“

Sven, 19 (Wentzinger-Gymnasium):

„Ich persönlich bin einer, der nicht so gut vorbereitet ist, generell bin ich nicht so der Lernfuchs. Und man hat jetzt 13 Jahre auf das Abitur hingearbeitet, da ist dann schon eine gewisse Spannung da. Aber generell sehe ich das eigentlich ziemlich gelassen und bin noch relativ locker, auch wenn das Abi bald ansteht. In der Stufe wird man durch die anderen noch so ein bisschen aufgehetzt. Auf Facebook steht überall was von Abitur, und jeder redet davon. Aber trotzdem lasse ich mich davon nicht beeinflussen.“

Elena, 19 (Friedrich-Gymnasium):

„Man merkt schon, dass in der Stufe mehr Stress herrscht und alle begreifen, dass es wirklich nur noch zwei Wochen sind. Aber hauptsächlich wegen Mathe. Die meisten machen Mathe-Intensivkurse, aber auf die Sprachen fühlen sich alle vorbereitet, glaube ich. Ich habe keine Lust, mich so zu stressen. Es macht für mich keinen Unterschied, ob ich einen Schnitt von 2,0 oder 2,2 habe.“

Gerd-Philipp, 19 (Droste-Hülshoff-Gymnasium):

„Bei mir ist die Stimmung gerade sehr gut. Ich fühle mich jetzt nicht vorbereitet, das ist mir auch weniger wichtig. Ich werde es hinbekommen. Die Frage ist: Werde ich es mit einem Tag lernen schaffen oder nicht? Vielleicht auch eine Woche. In der Stufe gehen es manche entspannt an, manche sind am Lernen. Ich lasse mich davon nicht beeinflussen und mache mein eigenes Ding. Hat bei den meisten letztes Jahr ja auch geklappt.“

Saskia, 18 (St.-Ursula-Gymnasium):

„Meine erste Prüfung ist schon vorbei, das war die fachpraktische in Musik. Die lief eigentlich ganz gut und war nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber wegen Mathe und den anderen Fächern bin ich nervös. Man hat auch irgendwie Angst, dass es von der Vorbereitung her zu knapp wird und man nicht alles unterbekommt, weil jetzt auch noch Klausuren geschrieben wurden. Aber ich versuche, alles hinzubekommen.“

Melanie, 19 (Wentzinger-Gymnasium):

„In Mathe und Deutsch fühle ich mich gut vorbereitet, in Erdkunde muss ich noch viel lernen. Englisch zum Beispiel kann ich nicht und werde da auch nicht gut schreiben. Ich hab jetzt erst angefangen zu lernen, bin also schon etwas unter Zeitdruck. Aber ich fange eigentlich immer relativ spät zu lernen an. Also denke ich schon, dass ich das noch hinbekomme und nicht so schlecht schreiben werde. Durchfallen werde ich nicht, und das ist mein Hauptziel: dass ich es erstmal hab.“

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