Abgebrannt: Fünf Antworten vom Nachtwerk-Inhaber

Christoph Müller-Stoffels

Die Diskothek Nachtwerk ist eine Institution in Lahr. Kurz vor Weihnachten brannte sie ab. Was genau passiert ist und wie es weitergehen soll: Fünf Antworten vom Inhaber Frank Feger.



Das Nachtwerk ist an Weihnachten abgebrannt. Was ist genau passiert?

Frank Fegner: Laut Sachverständigen der Polizei gab es in der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember einen Kabelbrand. Dadurch begann zuerst das DJ-Pult zu brennen; das Feuer griff dann auf Heizungsrohre und Verkabelung über. Der Hauptschaden in der kompletten Diskothek besteht in erster Linie aus dem Rußflug. Er hat 90 Prozent der Inneneinrichtung unbrauchbar gemacht.

Sie sind im Augenblick mit dem Nachtwerk "on tour". Was heißt das?

Da wir aufgrund des Brandes nicht in unserer angestammten Lokalität öffnen konnten, entstand das Motto 'Nachtwerk on Tour'. Wir haben jetzt verschiedene Lokalitäten für Veranstaltungen angemietet, bis wir wieder in im Nachtwerk öffnen können. Bisher waren wir in einem Möbelhaus und in einem Autohaus. Jetzt möchten wir aber bis zur Wiedereröffnung im März oder April im Tanzlokal Blackboksbleiben.

Bereits am Tag nach dem Brand stand das ehemaligen Möbelhaus in Lahr-Mietersheim  als Alternativ-Location fest. Wie ging das so schnell?

Wir hatten viele Helfer die uns zur Seite standen. Nicht nur unser komplettes Stammpersonal, sondern auch viele Gäste, die sich kurzerhand Zeit nahmen und uns halfen, die Veranstaltung ins Möbelhaus zu verlegen. Das Möbelhaus selbst hatte unser Bekannter Sebastian Fischinger von Citystuff.de empfohlen. Wir hatten bereits um 11 Uhr eine neue Location für Weihnachte, so konnten die Aufbauarbeiten parallel zu den Ausräumarbeiten im Nachtwerk selbst beginnen.



Im März soll neu eröffnet werden. Wie laufen die Vorbereitungen?

Derzeit sind wir in den letzten Zügen der Reinigung. Diese Woche noch sollen alle weiten Schritte - wie neue Brand-Vorschriften und Umbauten - geplant werden, so dass im besten Fall nächste Woche bereits mit dem Einbau begonnen werden kann. Unter anderem ist ein zweiter Floor geplant. Sobald ein Endtermin absehbar ist, werden wir zusammen mit unseren Partnern eine große Eröffnungsparty planen.

Nutzen Sie den Brand auch als Möglichkeit für Veränderungen im Konzept oder dürfen sich die Besucher auf 'Nachtwerk as usual' freuen?

Im Großen und Ganzen werden wir es bei 'Nachtwerk as usual' halten. Das ist gerade unserem Stammpublikum sehr wichtig.  Theken, Klos und DJ-Pult werden neu nach den alten Plänen gebaut. Die einzigen Änderungen entstehen im Bereich der Scheune. Hier soll mit einem neuen Konzept entweder ein zweiter Floor, eine eingegliederte Kneipe oder etwas ähnliches Entstehen.

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[Bilder: Christian Kramberg, Badische Zeitung]