Ab Montag: Fotoausstellung zum Thema Heimat in der Passage 46

Dora Volke

Kurz nach ihrer Neueröffnung zeigt die Passage 46 Fotos eines ruandischen Fotografen rund um das Thema Heimat. Los geht’s am Montag, 13. November, um 20 Uhr.

Was bedeutet Heimat? Woran machen wir fest, was für uns Heimat ist? Wo wir geboren sind; wo die Menschen leben, die wir lieben? In einer Zeit, in der Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, sind das essenzielle Fragen.


Eine mögliche Antwort gibt ab Montag, den 13. November der ruandische Fotograf Shaban Masengesho mit seiner Fotoausstellung "Rwanda Through My Lens. HEIMAT aus der Perspektive eines ruandischen Fotografen", die bis zum 31. Dezember 2017 in der Freiburger Passage 46 des Theaters zu sehen sein wird.

Von der Hauptstadt Kigali bis hin zu den ländlichen Gebieten und den Flüchtlingslagern

Die Menschen Ruandas und ihr Alltag stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. "Ich möchte den Menschen, die sich kein eigenes Bild von Ruanda machen können, meine Sicht auf mein Land zeigen", so der Fotograf. Ungewohnte Einblicke in die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten, Bildung und Arbeit, Kultur und Infrastruktur fangen Impressionen aus dem ganzen Land ein – von der Hauptstadt Kigali bis hin zu den ländlichen Gebieten und den Flüchtlingslagern, in denen Menschen aus den Nachbarländern Burundi und der Demokratischen Republik Kongo Zuflucht finden.

Shaban Masengesho arbeitet seit 2014 als freier Fotograf. Während seiner Zeit als Bundesfreiwilliger in Mainz wurde er immer wieder mit den stereotypen Bildern von Afrika als dem verlorenen Kontinent, der von Hungerskrisen, Bürgerkriegen und Ausbeutung geprägt ist, konfrontiert. Zurück in Ruanda begegneten ihm dann die idealisierenden Vorstellungen von Europa seiner Landsleute. Diese festgefahrenen Anschauungen möchte Shaban mit seinen Bildern durchbrechen: "Fotografie ist für mich eine Welt mit nur einer Sprache".

Die Fotoausstellung will Stereotype hinterfragen

Die Ausstellung, die bereits in Mainz und Aachen großen Erfolg hatte, wird in Freiburg von Studieren Ohne Grenzen Deutschland e.V. organisiert. Der gemeinnützige Verein fördert Hochschulbildung in Krisengebieten, unter anderem in Burundi, Afghanistan oder in der DR Kongo. Neben der Förderung von jungen Menschen in den Einsatzgebieten liegt dem Verein aber auch der Abbau von Vorurteilen hierzulande am Herzen, wozu die Fotoausstellung und ihr Hinterfragen von Stereotypen beitragen soll.

Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 13. November 2017 um 20 Uhr. Prof. Gregor Dobler vom Institut für Ethnologie in Freiburg führt in die Thematik ein, anschließend spricht der Fotograf selbst über die Macht von Bildern. Der Eintritt ist frei.
  • Was: Ausstellungseröffnung: "Rwanda Through My Lens. HEIMAT aus der Perspektive eines ruandischen Fotografen"
  • Wann: Montag, 13. November, 20 Uhr
  • Wo: Passage 46
  • Eintritt: frei
  • Die Ausstellung ist vom 13.11. bis 31.12. geöffnet, Mo bis Do 12 bis 2 Uhr.

http://www.masengesho.com
http://www.theater.freiburg.de

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