Ab Mittwoch: Schwule Filmwoche im Kandelhof Kino

Janna Breitfeld

Am Mittwoch startet die 27. Schwule Filmwoche im Kandelhof Kino. Bis zum 4. Mai gibt es 21 fröhliche, ernste und spannende internationale Filme rund um die gleichgeschlechtliche Männerliebe zu sehen.



Zum 27. Mal bietet die Schwule Filmwoche Raum für das Thema Homosexualität in verschiedenen Kontexten und Kulturen. „Es geht darum, sichtbar zu bleiben.“, sagt Mitorganisator Tilman Betz. "Senn die Schwulenszene ist nach wie vor eine Minderheit, die noch um ihre Rechte kämpft."


Der Startschuss erklingt allerdings erst einmal mit fröhlich heiterem Kampfgeist: Die Coming-Out-Komödie Saschaerzählt, gefüllt mit einer ordentlichen Portion Balkanrhythmen, von einem jungen Mann, der sich in seinen Klavierlehrer verliebt.

Der Veranstalter empfiehlt den dänischen Film Brotherhood. „Da geht man nach 90 Minuten raus und ist platt, weil der einen so mitnimmt.“, sagt Tilman Betz. Brotherhood thematisiert die ideologisch zwiespältige Liebesbeziehung zwischen einem Neonazi und einem jungen Mann, der nur entgegen seines Willens in der rechten Szene unterwegs ist. Gezeigt wird Brotherhood im Originalton mit englischen Untertiteln.

Freunde würziger Kürze können sich auf den letzten Tag der Filmwoche, den 4. Mai 2011, freuen. Zum Abschluss haben die allesamt ehrenamtlichen Organisatoren nämlich ein Kurzfilmprogramm zusammengestellt. „Wer gerne mehrere Kurzfilme auf einmal sehen möchte, der ist hiermit gut beraten“, sagt Tilman Betz.

Wer das gute alte Buch dem Spielfilm vorzieht, der sollte am 1. Mai 2011 im Kandelhof vorbeikommen, denn dort findet erstmals innerhalb des Festivals auch die Schwule Büchernacht statt. Hörbuchproduzent und -regisseur Sebastian Reiß wird verschiedene thematische Bücher präsentieren und vorlesen.

Die traditionelle Filmwoche-Party findet am 30. April als „Tanz in den Mai“-Filmwoche-Party im White Rabbit statt.

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