Theater Freiburg

Ab Februar gibt's wieder Partys in der Passage 46

Joachim Röderer

Nach all dem Theater meldet sich die Passage 46 zurück. Das Foyer des Kleinen Hauses wird für verschiedene Veranstaltungen genutzt, auch Ex-Schmitz Katze Mann Jan Ehret darf ran.

Die Pächter-Insolvenz und ein handfester Skandal um die vom Theater geschlossenen Verträge haben den Betrieb der "Passage 46" im vergangenen Frühjahr zum Erliegen gebracht. Nun kehrt neues Leben ein. Die Räume werden vom Theater schon die ganze Zeit als Foyer für Kleines Haus und Kammertheater genutzt – und für Premierenfeiern. Doch nun wird die "Passage 46" immer öfter auch wieder vermietet. So plant Jan Ehret, der Berliner Partymacher mit Freiburger Wurzeln, mit Mitstreitern eine kleine Veranstaltungsreihe, wie das Theater jetzt bestätigt hat.


Ab Anfang Februar gibt’s Partys

Die Passage 46 feiert ein kleines Comeback am 7. Februar, wenn die Freiburger Grünen in den Räumlichkeiten ihren Neujahrsempfang ausrichten. Auch zuletzt war das Foyer immer wieder in Veranstaltungen einbezogen – beim Theaterball ebenso wie beim Silvesterball und als Cocktailbar bei der Faustpreisverleihung. Warum auch nicht: Die "Passage 46" ist voll einsatzfähig, das Inventar hatte das Theater im vergangenen Jahr vom einstigen Pächter für eine niedrige sechsstellige Summe abgelöst. Bei den Events waren externe Caterer eingesetzt.

Es wird in den kommenden Monaten noch mehr passieren: So sind laut Theater Veranstaltungen in Kooperation mit der Musikhochschule geplant. Zudem soll es im Februar und März drei bis vier Events der Veranstalter "Macht und Rebel" geben. Dahinter steht Jan Ehret, Partymacher aus Freiburg mit Wohnort Berlin und Mitgründer des vor kurzem geschlossenen Clubs "Schmitz Katze". Ehret hat einen Grafiker und einen Gastronomen mit im Boot. Dem Vernehmen soll es sich um Veranstaltungen mit künstlerischem Inhalt handeln. Vorgesehen ist unter anderem ein "Tribute to Oliver Rath", das ist der im vergangenen Jahr verstorbene Fotograf mit Freiburger Wurzeln. Weitere Einzelveranstaltungen mit Ehret soll es auch im April geben.

Was will der neue Intendant?

Wie es aber insgesamt die Zukunft der Passage 46 aussehen wird, darüber wird der neue Intendant Peter Carp entscheiden, der vom Sommer an als Nachfolger von Barbara Mundel das Theater Freiburg führen wird. Carp wird am 11. Mai den neuen Spielplan vorstellen und sich dann auch zu seinen Ideen für die Passage 46 äußern, erklärte Carps Sprecher Tim Lucas. Aktuell ist der künftige Intendant noch am Theater Oberhausen in der Verantwortung.

Die Theaterpassage ist 2014 für rund 400 000 Euro umgebaut worden. Weil das Geld für den Umbau nicht ausreichte, hatte sich der Eigenbetrieb Theater rechtswidrig an Rathausspitze und Gemeinderat vorbei über einen als Pachtvorschuss des Pächters verbuchten Kredit rund 145 000 Euro zusätzlich besorgt. Den Passage-Betreibern ging nach wenigen Monaten die Luft aus. Neben dem früheren Technischen Direktor war auch Intendantin Barbara Mundel, welche die betreffenden Verträge mitunterschrieben hatte, in die Kritik geraten.

Mehr zum Thema: